Job & Karriere
Von: аndі.mіttеrmеіеr, 27.10.2009 20:21 Uhr
Guten Tag,

ich bin 14 Jahre alt und würde gerne als selbstständiger Webdesigner und Webprogrammierer (freiberufich)arbeiten. Meine Eltern würden es mir erlauben.

Darf ich freiberuflich arbeiten mit 14 Jahren? Was ist alles dafür nötig?



  1. Antwort von FGΚоеln 4
    Re: Als 14-jähriger freiberuflicher Webdesigner
    Hallo,

    einen Gewerbeschein kann man in jedem Alter anmelden, es wird nur problematisch, da Du als Minderjähriger nur beschränkt geschäftsfähig bist, jedes Rechtsgeschäft also schwebend unwirksam ist, solange es nicht von deinen Eltern genehmigt wurde.

    Rein rechtlich ist die Lage also nicht ideal, aber realisierbar.

    Du solltest aber trotzdem noch über den Sinn nachdenken. Erfahrungsgemäß (ich kenne natürlich deine Skills nicht, plaudere nun eher aus dem Nähkästchen) gibt es viele 14jährige, die eine nicht unbedingt offiziell zu nennende Version von Dreamweaver und von Photoshop haben und sich nun, nachdem sie die erste Webseite für irgendeinen Bekannten ihrer Eltern erstellt haben, für gestandene Webdesigner halten (immerhin hat dieser Bekannte gesagt, dass die Seite nett aussieht und hat sogar 50 Euro dafür bezahlt). Ok, sie haben schon mal gelesen, dass es so etwas wie Validität oder Usability gibt und halten sich für Programmierer, weil sie sogar mal etwas im HTML-Code einer Seite geändert haben (übrigens hat HTML nichts mit Programmierung zu tun), aber letztlich sind sie meist nicht unbedingt wettbewerbsfähig und werden vorrangig damit beschäftigt sein, für Taschengeld Seiten für den Bekanntenkreis zu erstellen und viele, viele Angebote zu schreiben, die dann als Druckmittel anderen Firmen gegenüber verwendet werden, um diese im Preis zu drücken.

    Irgendwo (Lynda?) habe ich mal einen interessanten Artikel dazu gelesen, wie hoch der geschätzte Schaden durch diese "Wannabe's" ist. Seither rate ich in diesen Fällen, sich wirklich Gedanken darüber zu machen, wie sinnvoll die Geschäftstätigkeit ist und wieviel Aussicht auf Erfolg besteht. Wenn wirklich nur Taschengelder zu erwarten sind, gibt es auch andere Wege, die dann weniger verpflichtend sind (Steuer, ...) und es immer noch offen lassen, sich später ganz auf die freiberufliche Karriere zu stürzen.

    Auf jeden Fall viel Glück...
    3 Kommentare
    • oder der hier:
      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4...

      Ich hatte auch vor ca. einem halben Jahr einen Fernsehbericht über einen Jungen (jetzt so. ca. 20 Jahre alt) der seit seinem 14. Lebensjahr eine Firma hatte. Ich glaube irgend etwas mit Design und auch Programmierung. Bin mir nicht sicher.
      War ein deutscher Junge in Mainz / Wiesbaden oder Frankfurt. Jetzt ist er ca. 20 und hat Angestellte mit Firma usw ....

      Man kann nie wissen, wer mit welchen Ambitionen und Talenten dahinter steckt. Sicher gibt es viele Pupertierende mit Realitätsverlust, aber auch viele unterschätzte Talente.

      LG Jasmin
    • von Ѕtеνе Јоbѕ (abgemeldet) 2
      Re: oder der hier:
      oder auch hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Dreifach-Inso...

      Merke: In die Schlagzeilen kommen meist nur die Erfolgreichen. Das ist genauso bei den Millionären, die als Tellerwäscher begannen. Von denen wird berichtet. Über die, die ihr gesamtes Leben nur Tellerwäscher blieben, spricht kein Mensch.

      Ich persönlich halte nichts davon, dass Kinder oder Jugendliche Unternehmen gründen. Selbst junge Erwachsene sind häufig nicht in der Lage ein Unternehmen auch nur halbwegs professionell zu führen.

      Gruß

      S.J.
    • von Guіdо. (abgemeldet) 0
      Re: oder mal nicht die große Ausnahme
      Hi!


      Der SV-Vorsitzende an der Schule meines Sohnemanns (mittlerweile ist er 18) betreibt mit seinem Freund gleichen Alters ein "Unternehmen" was Webauftritte bastelt.

      Das machen die 2 jetzt seit 3 Jahren.
      Sie sind zwar nicht wirklich reich damit geworden, der Gewinn reichte aber immerhin für die Führerscheine und den kauf sowie die Finanzierung der lfd. Kosten ihrer beiden VW Fox.

      Die Motivation war eigentlich zuerst, das zu machen, was ihnen Spaß bereitet und sie auch mal beruflich machen wollen.
      OK, der Freund will jetzt doch eher Physiker werden, aber das Unternehmen existiert trotzdem noch und wirft auch ein paar Hundert Euro (Aussage, die ich nicht überprüfen kann - aber ich kenne sein Auto mit Werbung) im Monat ab...


      Gruß
      Guido