Kultur allgemein
Von: NastyNick, 3.7.2012 06:27 Uhr
mir ist so eine frage durch den kopf gegangen. wird das deutsche volk in einem kathastrophen- oder kriegsfall zur selbsverteidigung bewaffnet - wenn es das denn wünscht?

die überlegung kam mir nach dem lesen einiger sience fiction büchern. was wäre z.b. bei dem ausfall von jeglicher elektrizität oder dem ausbruch einer pandemie... wenn der bevölkerungsschutz also nicht mehr durch militär und polizei gewährleitet werden kann.

gibt es lager in deutschland in denen sich waffen befinden - in den usa darf sich ja jeder mensch zum eigenschutz bewaffen, in europa ist das (aus guten gründen!!!) nicht erlaubt. aber würde wir uns und unsere familien in deutschland mit stöcken und steinen verteidigen müssen wenn dieser fall eintreten würde?

ich danke schon mal für zahlreiche und gerne auch kreative antworten.

grüße an euch

teri



  1. Antwort von gargas 3
    Korrekte Rechtschreibung im Katastrophenfall
    hilft vielleicht auch, schwerwiegende Irrtümer zu vermeiden; Groß- und Kleinschreibung gehören dazu.
    Der Gefangene floh - Der gefangene Floh
    Wen von den beiden würdest Du standrechtlich erschießen? ich danke schon mal für zahlreiche und gerne auch kreative antworten.
    Is gebongt!

    Pit
    3 Kommentare
    • von Torsten 0
      Re: Korrekte Rechtschreibung im Katastrophenfall
      Der Gefangene floh - Der gefangene Floh
      Wen von den beiden würdest Du standrechtlich erschießen?
      Als Schafschütze natürlich den Floh. Der Gefangene is ja eh weg.

      Zum UP: In der Schweiz hat ja fast jeder, der mal beim Heer war eine Waffe im Schrank. Aber er hat da auch schon minsestens einmal damit geschossen. Hier in D möchte ich mir das lieber nicht vorstellen.

      Gruß
      T.
    • von HFHaelge 0
      Re^2: Korrekte Rechtschreibung im Katastrophenfall
      Haben sie das nicht auch letztens wieder abgeschafft und die Waffen eingesammelt? Ich meine, da mal was vor einigen Jahren gelesen zu haben....
  2. Antwort von HFHaelge 0
    Re: bewaffnung der bevölkerung im kathastophenfall
    Hallo,

    und wen willst du so "ausrüsten"? Wenn du so Plünderungen, Gewalt... präventiv entgegentreten willst, so förderst du sie doch auch. Nicht nur die "Guten" kriegen eine Waffe, auch die, die anderes im Sinn haben.

    Würdest du dir ohne Ausbildung zutrauen, eine Waffe zu benutzen? Ich nicht. Da geht der Schuss nach hinten los.

    Du richtest also meiner Meinung nach viel mehr Schaden an, als dass du hilfst.

    Haelge
    • Antwort von Tinchen 0
      Re: bewaffnung der bevölkerung im kathastophenfall
      Hallo Teri, mir ist so eine frage durch den kopf gegangen. wird das
      deutsche volk in einem kathastrophen- oder kriegsfall zur
      selbsverteidigung bewaffnet - wenn es das denn wünscht?
      Selbst wenn es gewünscht wäre, wer könnte mit Schußwaffen umgehen? (Ex-)Soldaten, Jäger, Sportschützen haben den Umgang mit Schußwaffen erlernt. Jeder andere hätte wahrscheinlich schon beim Laden der Waffe Probleme, spätestens beim Rückstoß nach dem ersten Schuß einer großkalibrigen Waffen gäbe es großes Geschrei. Ich möchte garnicht dran denken was ein Laie bei einer Waffenstörung machen würde!

      Wie kann man nur auf den Gedanken kommen "das Volk" unvorbereitet zu bewaffnen?

      Grüße,
      Tinchen
      • Antwort von Charlie80 2
        Re: bewaffnung der bevölkerung im kathastophenfall
        Hallo Nasty Nick
        mir ist so eine frage durch den kopf gegangen. wird das
        deutsche volk in einem kathastrophen- oder kriegsfall zur
        selbsverteidigung bewaffnet - wenn es das denn wünscht?
        nein. die überlegung kam mir nach dem lesen einiger sience fiction
        büchern. was wäre z.b. bei dem ausfall von jeglicher
        elektrizität oder dem ausbruch einer pandemie... wenn der
        bevölkerungsschutz also nicht mehr durch militär und polizei
        gewährleitet werden kann.
        Einiges was dagegen spricht wurde ja schon von meinen Vorrednern genannt.

        Aber, ganz pragmatisch, wenn die öffentliche Ordnung so weit zusammengebrochen ist, dass nicht mal mehr das Militär für Sicherheit sorgen kann, wer soll denn dann den Waffentransport und die Ausgabe an die Bevölkerung organisieren?

        Natürlich kann man verwaiste Waffenlager plündern. Aber das hat dann nichts mehr mit einer organisierten Ausgabe zu tun. gibt es lager in deutschland in denen sich waffen befinden -
        Natürlich. Und die stehen unter Kontrolle der Bundeswehr - aber nur für deren Eigenbedarf. in den usa darf sich ja jeder mensch zum eigenschutz bewaffen,
        Und muss das auch selbst bezahlen. Ob hierdurch mehr Verbrechen verhindert als begangen werden, lasse ich mal dahingestellt. in europa ist das (aus guten gründen!!!) nicht erlaubt. aber
        würde wir uns und unsere familien in deutschland mit stöcken
        und steinen verteidigen müssen wenn dieser fall eintreten
        würde?
        Wenn Du nichts anderes hast, kann eine geschärfte Holzlatte eine recht effektive Waffe sein.

        Wenn man aber seine Familie wirklich schützen will, sollte man sich eher mal überlegen welche anderen Aurüstungsgegenstände man im Katastrofenfall so braucht. Das Bundeesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt z.B. einen Vorrat für zwei Wochen (Lebensmitel, Erste-Hilfe, Medikamente, usw.). Nur wer hat sowas den wirklich zu Hause?
        Würde sich jeder beizeiten auf solche Situationen einrichten, müsste niemand zur Waffe greifen um seine Familie zu ernähren.

        Denke mal das hilft Dir weiter!

        Charlie80
        • Antwort von NastyNick 0
          Re: bewaffnung der bevölkerung im kathastophenfall
          Erst einmal vielen dank für die zahlreichen antworten.

          Mir ist aufgefallen das sich diese in einer hinsicht immer ähneln:

          - die autoren bezweifeln das ein ungelernter nicht mir einer schußwaffe umgehen kann

          - die befürchtung ist groß das die "bösen" also von gegnerischen soldaten bis hin zu plünderen und "zobies" ebenfalls bewaffnet sind

          Ich möchte nochmals ganz deutlich darauf hinweisen das in meiner fantasie, aus dieser kommt der gedankt ein ereignis eingetreten ist das ein großteil der welt wie wir sie kennen nicht mehr existiert.

          Meine fantasie wurde angestachelt von werken wie z.B. "tagebuch der apokalypse", "ausgebrannt", "rattentanz", "tiepods", "the walking dead" und ähnliche.
          Das zenario ist so aufgebaut das über 90% der weltbevölkerung in einem sehr kurzen zeitraum nicht mehr am leben sind und die verbliebenen alles daran setzten müssen, ihr eigenes überleben zu sichern.

          Fast alle diese werke spielen in den USA, in dem bekanntermaßen der private besitz von schußwaffen legal ist und ao praktiziert wird. In meinem gedankenspiel ist der platz des geschehens aber in meinem land, in meiner stadt, in meinem vorgarten. Bitte haltet mich jetzt nicht für einen spinner, ich habe einfach überlegt welche auswirkungen solch ein kataklystishes ereignis auf mein leben hätte.

          Ich bin selbst nicht im besitz von waffen, mein küchenmesser ist der einzige gegenstand in meinem haushalt der sich mit einer waffe vergleichen liese. Auch habe ich keine medikamente, konserven oder sonstige dinge gehortet. Ich bin auch kein mensch der das aus angst machen würde weil ich ein hirngespinnt haben könnte.

          Es geht in meiner frage einzig und alleine um die theorie ... ich bin der meinung das ein mensch in einer situation alles für sein überleben tun würde. Die geschichte hat uns gezeigt wozu menschen fähig sind, von abscheuöicher barbarei bis hin zum kanibalismus nach einem flugzeugabsturz in alaska in den 70er jahren.

          Um die frage auf den punkt zu bringen, denkt ihr man müsste in fall eines "zobie-angriffes" einfach so lange auf der straße suchen bis man einem toten polizisten die dienstwaffe aus den fingern nehmen könnte oder werden bundeswehrtransporter mit waffen für die bevolkerung in die städte gebracht. Vielleicht abgeworfen mit nahrungsmitteln wie die "rosinenbomber" (natürlich hatten die keine waffen drin ;-) - oder werden militärs einfach die waffenlager aufsperren und die bevölkerung nimmt sich was sie tragen kann ...

          ich hoffe mit diesen worten meine frage etwas besser differenziert zu haben. Mir geht es nicht um den bewaffneten wiederstand wenn unser land von einem anderen land angegriffen wird ...

          Grüße

          Teri

          ich freu mich schon sehr auf eure antworten
          3 Kommentare
          • von Charlie80 0
            Re^2: bewaffnung der bevölkerung im kathastophenfa
            Hallo NastyNick,
            - die autoren bezweifeln das ein ungelernter nicht mir einer
            schußwaffe umgehen kann

            Ich möchte nochmals ganz deutlich darauf hinweisen das in
            meiner fantasie, aus dieser kommt der gedankt ein ereignis
            eingetreten ist das ein großteil der welt wie wir sie kennen
            nicht mehr existiert.
            Das zenario ist so aufgebaut das über 90% der weltbevölkerung
            in einem sehr kurzen zeitraum nicht mehr am leben sind und die
            verbliebenen alles daran setzten müssen, ihr eigenes überleben
            zu sichern.
            Es geht in meiner frage einzig und alleine um die theorie ...

            Um die frage auf den punkt zu bringen, denkt ihr man müsste in
            fall eines "zobie-angriffes" einfach so lange auf der straße
            suchen bis man einem toten polizisten die dienstwaffe aus den
            fingern nehmen könnte oder werden bundeswehrtransporter mit
            waffen für die bevolkerung in die städte gebracht. Vielleicht
            abgeworfen mit nahrungsmitteln wie die "rosinenbomber"
            (natürlich hatten die keine waffen drin ;-) - oder werden
            militärs einfach die waffenlager aufsperren und die
            bevölkerung nimmt sich was sie tragen kann ...
            und genau das ist ja der Fehler in Deinen Überlegungen: Wenn 90% der Weltbevölkerung plötzlich sterben würde, gäbe es keine Organisationen mehr die irgendwas organisieren könnten. Die gesellschaftlichen Strukturen, wie wir sie kennen, wären zusammen gebrochen und hätten einfach aufgehört zu existieren. Regierung / Polizei / Militär / Hilfsorganisationen, also alle die in einer Krise organisiert helfen könnten, wären von dem Sterben ja gleichermaßen betroffen und einfach zu schwach um sich noch um andere zu kümmern.
            Es gäbe auch keine Gesetze mehr um die man sich scheren müsste (Waffenrecht, StGB, Grundgesetz).
            In so einer Situation würde das Recht des Stärkeren gelten und die noch Lebenden würden Einzeln oder in Kleingruppen versuchen zu überleben. Sozial gesehen würden die Überlebenden von jetzt auf gelich in die Steinzeit versetzt.
            Die größte Überlebenschance hätten die Menschen die es schaffen wieder sowas wie ein organisiertes Zusammenleben zu bilden. ich bin der meinung das ein mensch in einer situation alles für sein überleben tun würde.
            Genau. Aber jeder für sich. Keiner würde einen Dritten einfach so mit Waffen versorgen. Sollte jemand auf einem kleinen Waffenlager hocken, würde er diesen Vorrat für sich verwenden und sie entweder benutzen oder eintauschen.


            Denke das hilft Dir weiter.

            Charlie80
          • von Charlie80 0
            Re^3: bewaffnung der bevölkerung im kathastophenfa
            Nachtrag:
            Schau Dir die Situation in Somalia an. Zur Zeit ist das am ehesten das Beispiel für eine postapokalyptische Gesellschaft.
            Wobei Dein Szenario noch wesentlich härter wäre.
          • Re^2: bewaffnung der bevölkerung im kathastophenfa
            Braucht Dich eigentlich nicht zu tangieren - abgesehen davon, daß Du mit neunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit ohnehin bereits tot wärst, läßt sich auch im gegenteiligen Fall die Wahrscheinlichkeit Deines weiteren Überlebens mit annähernd Null berechnen; wäre es anders, so hättest Du Deine Frage gar nicht gestellt (zu stellen brauchen)...

            Gruß
            nicolai