Mechanik & Konstruktion
Von: jhs (abgemeldet), 16.6.2009 21:06 Uhr
Guten Tag,

ich habe von meine Großvater eine sehr alte Drehmaschine geerbt. Die Maschine ist aus Gusseisen und eigentlich kaum zu zerstören, leider ist aber die Spindel nicht zentriert.

Kann man die Spindel irgendwie manuell zentrieren, oder muss man dazu das Lager tauschen oder kann ich die Maschine quasi nicht reparieren?

Danke,
Johannes



  1. Antwort von drambeldier 0
    Re: Drehmaschine - Spindel einstellen
    Moin, Johannes,

    was meinst Du denn mit Spindel - etwa den Reitstock? Wenn der nicht passt, ist ein falscher montiert, da gibt es nichts zu verstellen.

    Eine Drehbank hat immer eine Zug-, oft auch eine Leitspindel. Wie man die zentrieren sollte, ist mir schleierhaft.

    Gruß Ralf
    8 Kommentare
    • von jhs (abgemeldet) 0
      Re^2: Drehmaschine - Spindel einstellen
      Hi Ralf!

      Es geht um die Arbeitsspindel, also das große Teil was sich dreht und wo man das Werkstück einspannt. Das eiert quasi und man kann damit nichts rund drehen sondern nur oval und das ist ja nicht gerade sind und Zweck einer Drehmaschine.

      Danke,
      Johannes
    • von jhs (abgemeldet) 0
      Re^3: Drehmaschine - Spindel einstellen
      So, jetzt ist mir auch endlich eingefallen, was ich eigentlich schreiben wollte:

      => Die Arbeitsspindel hat eine *Unwucht*!

      Hab irgendwie heute leichte Wortbildungstörungen.

      Johannes
    • von merimies 0
      Re^4: Drehmaschine - Spindel einstellen
      Hallo Johannes

      Hat die Spindel Spiel in den Lagern (senkrecht oder seitlich)? und handelt es sich - wie ich bei einer sehr alten Maschine vermute - um Gleitlager?

      Wenn Du jetzt zweimal mit Ja antwortest, hast Du äußerst schlechte Karten. Du müsstest neue Lagerschalen anfertigen (lassen), und das kostet....!!!

      Gruß merimies
    • von vh_1 0
      Re^5: Drehmaschine - Spindel einstellen
      Hallo,
      aber eingelaufene/ausgeschlagenen Kugellager sind auch nicht besser,
      die müssten auch durch Neue ersetzt werden;
      ausser es wurden Schrägkugellager verbaut, diese werden immer paarweise verbaut. Durch verändern des axialen "Spiels" lassen sich die Betriebsspiele ändern und somit nachstellen, bei vorgeschädigten Lagern ist das eine Lösung mit sehr begrenzter Haltbarkeit.

      mfg
    • Re^3: Drehmaschine - Spindel einstellen
      Moin, Johannes,

      auf der Arbeitswelle ist das Backenfutter montiert, normalerweise aber ebenfalls so, dass man nichts einstellen kann (meist ein Zentralgewinde).

      Was genau läuft denn unrund: Das Backenfutter selbst oder das eingespannte Werkstück? Ersteres halte ich für äußerst unwahrscheinlich; letzteres kann passieren, wenn die einzelnen Backen falsch eingefädelt wurden. Abhilfe: Backen ganz herausdrehen und neu einsetzen.

      Gruß Ralf
    • Re^4: Drehmaschine - Spindel einstellen
      Hallo Ralf & Johannes, Was genau läuft denn unrund: Das Backenfutter selbst oder das
      eingespannte Werkstück? Ersteres halte ich für äußerst
      unwahrscheinlich; letzteres kann passieren, wenn die einzelnen
      Backen falsch eingefädelt wurden. Abhilfe: Backen ganz
      herausdrehen und neu einsetzen.
      Die Backen sollten Nummern haben und am Futter sollten auch welche zu finden sein.
      Bei Futtern bei denen die Backen für Innen- und Ausenspannen gedreht werden können, sind 2 Nummern auf den Backen zu finden. Normalerweise müssen dann die Backen so eingesetzt werden, dass die Nummern nebeneinander zu liegen kommen.

      MfG Peter(TOO)
    • Re^3: Drehmaschine - Spindel einstellen
      Hallo Johannes, Es geht um die Arbeitsspindel, also das große Teil was sich
      dreht und wo man das Werkstück einspannt. Das eiert quasi und
      man kann damit nichts rund drehen sondern nur oval und das ist
      ja nicht gerade sind und Zweck einer Drehmaschine.
      Von welcher Grössenordnung reden wir eigentlich ?
      mm oder µm?

      Und welche Spitzenhöhe hat die Bank?
      Damit könnte man die Grösse einschätzen.

      Drehbänke kenne ich für Uhrmacher und Karuselldrehbänke wo der Dreher mit auf dem Stahlhalter einen Sitz hat.

      MfG Peter(TOO)
    • von Markus 0
      Re^3: Drehmaschine - Spindel einstellen
      Hallo,
      Es geht um die Arbeitsspindel, also das große Teil was sich
      dreht und wo man das Werkstück einspannt. Das eiert quasi und
      man kann damit nichts rund drehen sondern nur oval und das ist
      ja nicht gerade sind und Zweck einer Drehmaschine.

      Sollte es ein Backenfutter sein öffne es komplett und zieh die Spannbacken heraus,reinige alles gründlich und setze sie nach der Nummerierung nach wieder ein.
      Beim einsetzen der B. den Futterschlüssel nur soweit drehen dass der Backen gerade so gehalten wird (so der Reihe nach mit 1 beginnend bei jedem backen vorgehen).
      Oder das Backenfutter komplett demontieren und die Aufnahme überprüfen.
      Ist allerdings ein Spannzangenfutter montiert muss darauf geachtet werden dass die Spannzangennut von dem Stift in der Aufnahme richtig geführt wird und nicht daneben oder verkantet ist.
      Alles Andere ist wohl Lagersache.

      Viele Grüße
      Markus
  2. Antwort von Matthias Kattelmann 0
    Re: Drehmaschine - Spindel einstellen
    Hallo
    Du mußt die Teile einzeln prüfen.
    Die "Spindel zentrieren" hört sich schon ganz schön kaputt an.
    Aber man kann einmal eine Meßuhr auf die Spindel setzen, bzw., aufs unbewegte Futter, und dann von unten mit stabilem Holz versuchen, anzuheben. Da sollte nicht zu viel Spiel sichtbar sein.
    Die Bauarten der Lager sind einigermaßen verschieden.
    Eventuell kann man das Lager nach-, bzw. einstellen.
    Sollte es scheinbar am Futter liegen, muß es ein Fehler mit den Backen geben(siehe andere Artikel), oder mit der Verbindung zur Spindel.
    Neue Lager werden wie schon gesagt, teuer.
    Beim Futter kann es mehrere Defekte geben, manchmal gibt es weiche Backen, die man abdrehen kann, oder man kann was defektes evtl. schleifen.
    Ansonsten sind diese ganz alten Drehbänke Sch..
    Die neueren haben alle hochqualitative Wälzlager auf der Spindel, was sich auch bei der Arbeit bemerkbar macht.
    MfG
    Matthias