Medizin
Von: Κ.Η., 6.12.2006 20:17 Uhr
Hallo,
Bei einer Blutuntersuchung wurde bei mir eine Hypokaliämie entdeckt (3,1). Es erfolgte eine Überweisung zum Nephrologen, der sich redlich Mühe gab, die Ursache zu finden. Nun ist der Mann ziemlich ratlos, denn es liegt kein renaler Verlust vor, Aldosteron ist im Normbereich.
Der Kaliumwert pendelt zwischen 2,8 und 3,3 bei massiver oraler Kaliumzufuhr (Kaliumchlorid).
Mir fällt dazu auch nichts mehr ein und daher die Frage an euch:
Wo bleibt das Kalium?
Gruß
KH



  1. Re: Hypokaliämie
    Hallo KH,

    als Heilpraktiker solltest Du wissen, daß man aus diesen paar Infobröckchen keine Diagnose zusammenschustern kann... ;-) Nun ist der
    Mann ziemlich ratlos, denn es liegt kein renaler Verlust vor,
    Aldosteron ist im Normbereich.
    Ist auch der mögliche renale Verlust durch z. B. Diuretika oder Kortisolüberschuß 'abgeklopft' worden? Mir fällt dazu auch nichts mehr ein und daher die Frage an
    euch:
    Wo bleibt das Kalium?
    Hat der Hund gefressen. *ggg* Nein, ernsthaft. Was ist mit Magen-Darm-bedingten Ursachen wie Durchfälle, Erbrechen, gerade behandeltes Magengeschwür, übermäßige Abführmittel-Nascherei? Bist Du insulinpflichtiger Diabetiker? Leidest Du unter Herz- und/oder Lungenerkrankungen? Belastet Dich etwas psychisch (jawoll, auch das kann zu Alkalose und damit zu Kaliumverlusten führen)?

    Fragen über Fragen...

    Grüße
    Renee
    2 Kommentare
    • von Κ.Η. 0
      Re^2: Hypokaliämie
      Hallo Renee,
      Du hast recht, meine Infos waren ein wenig dürftig.
      Also:
      Es ist alles "abgeklopft" worden.
      Kein Kortisolüberschuß, kein Diabetes, keine Durchfälle, keine Alkalose, keine Herz oder Lungenerkrankungen, keine Diuretika etc.
      Alles was bekanntermaßen als Ursache für eine Hypokaliämie in Frage kommen kann ist ausgeschlossen worden.
      Psychostress (beruflich) nicht mehr als sonst auch und in erträglichem Rahmen.
      Fällt dir da noch was ein?
      Gruß
      KH
    • Re^3: Hypokaliämie
      Hi! Alles was bekanntermaßen als Ursache für eine Hypokaliämie in
      Frage kommen kann ist ausgeschlossen worden.
      Ok, ich nehme mal an, der Nephrologe war gründlich ;-)
      (die Bestimmung von Aldosteron im Blut und Kaliumausscheidung war hoffentlich nciht alles, was der gemacht hat)

      Ansonsten würden mir noch folgende Dinge einfallen:
      1. am wichtigsten eigentlich erst die Frage: warum überhaupt wurde die erste Blutprobe gemacht, hattest du Beschwerden?
      2. Meßfehler, aber wenn ich dich richtig verstanden hab, wurde der Wert mehrmals bestimmt...?
      3. Da ein renaler Verlust ausgeschlossen wurde, könnte ein enteraler Verlust vorliegen. Auch wenn du Durchfälle und Erbrechen verneinst, können ev. auch Fisteln oder Adenome im Darm einen Verlust verursachen.

      Ferner:
      4. Wurde der Magnesiumspiegel bestimmt? Manchmal geht Magnesiummangel mit Hypokaliämie einher
      5. übermäßiger Lakritzegenuß *g* (dabei kann zwar auch Aldosteron erhöht sein, muß es aber nicht zwangsweise)
      6. auch Hypovolämie (nicht nur durch Diuretika) kann mit Hypokaliämie einhergehen
      7. Wie genau wurde Diabetes ausgeschlossen? Nur den Blutzucker zu messen, wäre etwas zu wenig hier...

      Gruß,
      Sharon