Medizin
Von: Саrоlіn (abgemeldet), 25.5.2005 09:00 Uhr
Mir hat gestern jemand erzählt, dass bei seinem Kind vor zwei
Jahren entdeckt wurde, dass es Lymphdrüsenkrebs im Endstadium
hat.
Nach Chemo und anderen Anwendungen ist es jetzt nach 2 Jahren in
einem Status, der mir entfallen ist.

Meine Frage, was bedeutet Lymphdrüsenkrebs im Endstadium?
Und ist das eine Sache die operiert wurde?
Wie sehen die Chancen auf vollständige Heilung aus?

Diese Fragen wollte ich gestern nicht stellen,
würde mich aber sehr interessieren.

Danke für Rat!
Caro



  1. Antwort von mаnоu (abgemeldet) 22
    • von Саrоlіn (abgemeldet) 0
      Habe ich leider keinen Zugriff,
      kannst du mir das evtl. bitte hier reinkopieren?

      Danke!
      Caro
    • von Ρһоеbе (abgemeldet) 3
      Re: Habe ich leider keinen Zugriff,
      kannst du mir das evtl. bitte hier reinkopieren?

      Danke!
      Caro
      Folgende vier Stadien werden unterschieden:

      * Stadium I: Befall einer einzigen Lymphknotenregion
      * Stadium II: Befall von zwei oder mehr Lymphknotenregionen, die alle auf einer Seite des Zwerchfells liegen
      * Stadium III: Befall von zwei oder mehr Lymphknotenregionen beiderseits des Zwerchfells
      * Stadium VI: Befall von ein oder mehrerer Organe wie Leber, Lunge oder Knochenmark

      Wie behandelt man Lymphdrüsenkrebs?

      Die Behandlung des Morbus Hodgkin hängt vom Stadium ab. Im Stadium I und II erfolgt meist eine Strahlentherapie, im Stadium III und VI erhalten die Patienten eine systemische Chemotherapie, die gegebenenfalls mit einer Bestrahlung kombiniert werden kann. In manchen Fällen wird auch im Stadium I und II eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit der Heilung durch eine alleinige Strahlentherapie ist von der Dosis am Tumor und der vollständigen Erfassung des Tumorvolumens abhängig. Sie nimmt mit der Anzahl der befallenen Regionen und der zunehmenden Größe des Tumors ab.

      Tritt die Krankheit nach eine Therapie erneut auf (Rezidiv), wird in manchen Fällen eine Knochenmarktransplantation durchgeführt.

      Prognose

      Der Morbus Hodgkin ist eine Krebserkrankung mit einer guten Prognose. Selbst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien und bei Rezidiven sind noch Heilungen möglich. Die Prognose ist in erster Linie vom Stadium der Erkrankung abhängig. Im Allgemeinen verschlechtert sich die Prognose von Typ I bis zu Typ IV.

      Die insgesamt günstige Prognose wird allerdings durch die Nebenwirkungen der Strahlen- und Chemotherapie getrübt. Drch die Therpie erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an einer zweiten Krebsart zu erkranken. So liegt das Risiko, nach alleiniger Chemotherapie innerhalb von 15 Jahren eine akute Leukämie zu entwickeln, zwischen sechs und elf Prozent. Dabei ist die Zusammensetzung der Chemotherapie entscheidend. Das Risiko, innerhalb von zehn Jahren einen Zweitkrebs zu entwickeln, liegt bei drei Prozent und steigt nach 15 bis 20 Jahren auf bis zu 14 Prozent an. Die häufigsten Zweitkarzinome sind Lungenkrebs, Brustkrebs und Schilddrüsenkrebs

      (Quelle: Auszug aus www.gmx.de)
    • von mаnоu (abgemeldet) 0
      Re^2: Habe ich leider keinen Zugriff,
      Hallo,

      danke.

      Manu
  2. Antwort von аurееl 1
    Ergänzung
    Liebe Caro,

    neben den Hodgkin-Lymphomen, die ja bereits von Phoebe ausführlich beschrieben wurden, gibt es noch Non-Hodgkin-Lymphome (NHL), also Lymphdrüsenkrebs,der sich vom Hodgkin unterscheidet.
    Dummerweise gibt es da keine einheitliche Einteilung bezüglich Therapie und Prognose.
    Zum einen werden diese NHL nach ihrer Histologie unterschieden, ob sie von B- oder von T-Lymphozyten abstammen, wobei die Lymphome der B-Zellreihe häufiger sind.
    Weiterhin gibt es eine Unterscheidung in niedrig- und hochmaligne Lymphome. Die Therapie besteht in beiden Fällen in Bestrahlung und/oder Chemotherapie, allerdings mit anderem Chemotherapieschema. Für manche Arten gibt es auch bestimmte Antikörper, die eingesetzt werden können, um die Krebszellen zu zerstören.
    Die Niedrigmalignen wachsen auch ohne Therapie nur langsam, sind allerdings auch nur schwer zu behandeln. Die Hochmalignen wachsen schnell, weisen unter Therapie aber 40-50% Heilung auf.
    Welche Art von Lymphdrüsenkrebs der Patient hat lässt sich übrigens nur durch eine Lymphknotenbiopsie bestimmen.

    Liebe Grüße,

    Aureel
    • Antwort von Сlаudіа Frаnkе 0
      Re: Lymphdrüsenkrebs im Endstadium?
      Den Begriff "Endstadium" finde ich ziemlich beeindruckend beim Lymphdrüsenkrebs, da es sich hier um eine Erkrankung handelt, die man auch in sehr fies aussehenden Stadien sehr effektiv behandeln kann, je nach Zellart.

      Da das Kind offensichtlich die letzten 2 Jahre überlebt hat, scheint die Chemo angeschlagen zu haben, oder? Also sind die Chancen ja nicht allzu schlecht...

      LG

      Claudia