Medizin
Von: Αnоnүm (abgemeldet), 17.6.2001 19:39 Uhr
Hallo,

sicher kein einfaches Thema:
Aber wißt Ihr vielleicht welche Medikamente, oder sonstige Gifte so schnell wie möglich und schmerzfrei wirken? Vor allen Dingen wie hoch die Dosierung sein muß, damit es auch wirlich klappt?
Ilona



  1. Antwort von Сrоtоn (abgemeldet) 10
    Re: Selbsttötung bei Schwersterkrankung
    Hallo Ilona,

    ist echt ein sehr schweres und vor allem ein sehr gefühlvolles Thema. Ich möchte darauf hinweisen, das ärztliche Hilfe in so einem Fall nötig sein kann. Ansonsten finde ich die Seite http://www.selbstmord.de als ein Forum, welches sich mit dem Thema beschäftigt.

    André
    4 Kommentare
    • von Αnоnүm (abgemeldet) 7
      Re^2: Selbsttötung bei Schwersterkrankung
      Hallo zusammen, Ich möchte darauf hinweisen, das ärztliche Hilfe in so
      einem Fall nötig sein kann.
      Da möchte ich umgekehrt darauf hinweisen, daß es in so einem Falle keine Ärztliche Hilfe geben darf.

      Zuallererst ist ärztliche Hilfe schlicht nicht vonnöten. Jedes Kind weiß, daß man mit einer Überdosis Schlafmittel sanft das zeitliche segnet. Sich hier noch über potentiell gefährliche Nebenwirkungen Gedanken zu machen, ist kompletter Unsinn, da sie der Patient nicht mehr erleben wird.
      Solche Medikamente stehen für einen jeden Kranken griffbereit auf seinem Nachttischchen . Der Umstand, daß der Patient aufgrund Schwäche oder Lähmung selbst nicht in der Lage ist, sich die Medikamente zuzuführen, ist eine absolute Ausnahme. Jeder ist Herr über sein eigenes Leben. Die weiter oben gestellte Forderung, daß jeder selbst entscheiden solle, wann er aus dem Leben tritt, ist doch schon seit jeher Realität.

      Natürlich muß der Betreffende auch vor sich selbst sein Vorgehen rechtfertigen. Jemand anderes kann dies nicht abnehmen. Wer die vorzeitige Beendigung des Lebens durch den Arzt verlangt, will offensichtlich in erster Linie eine Rechtfertigung für sein Vorgehen, um sich selbst vom sozial nicht akzeptierten Selbstmord zu entlasten. Gerade hier sollte aber jeder seine Entscheidung ganz alleine tragen. Wer dies nicht tut, wird anfällig für einzelne soziale Erwünschtheiten, die in Richtung Tötung gehen (Kostensparen, Erleichterung für die pflegende Verwandtschaft...)

      Wie wird eigentlich eine Euthanasiegesellschaft mit Leuten umgehen, die gerade einen Selbstmordversuch begangen haben? Man müßte bei diesen Patienten ja konsequenterweise jede medizinische Hilfe unterlassen, um den freien Patientenwunsch nicht zu tangieren. Dabei Gründen doch die meisten Selbstmordversuche auf einer klinischen Depression, die behandelbar ist. Sollte man also bei depressiven Patienten eine Ausnahme vom freien Patientenwunsch machen? Wenn ja, dann sei die Bemerkung erlaubt, daß praktisch jeder Schwerkranke an einer reaktiven Depression erkrankt. Es ist klinisch schlicht unmöglich, diese von einem "echten" Sterbewunsch zu differenzieren.

      Der Forderung eines Schwerkranken, ihn zu töten, obgleich er das jederzeit selbst könnte, ist nichts anderes als das, was ein Selbstmordversuch letztendlich auch ist: Ein Hilferuf. Dieser Patient *schreit* nach Unterstützung, nach mehr Zuwendung, nach besserer Betreuung. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, diese Forderung zu erfüllen. Mit effektiver Schmerztherpie durch den Arzt und liebevoller Zuwendung duch die Verwandtschaft. Und zwar auch dann, wenn die Tötung die einfachere, billigere und bequemere Lösung wäre.

      Oliver
    • von Сrоtоn (abgemeldet) 2
      sehr gut Oliver!
      Deine Ausführungen zu kommentieren ist schlichtweg überflüssig. In jedem Punkt treffen sie zu. Ich finde ebenfalls, das Selbstmord eine Flucht ist. Jedoch ist diese Flucht ohne Rückfahrkarte, also wenn es klappt die Lösung eines persönlichen Problems. Vertraut sich die Person jemandem an, und bekommt dort nicht das Verständnis, das er oder sie erwartet, dann ist nicht geholfen. Die Spalte zwischen sich helfen lassen und helfen wollen kann sehr klein sein, aber auch unüberwindlich groß sein.

      André
    • von Αnоnүm (abgemeldet) 1
      Re^3: Selbsttötung bei Schwersterkrankung
      Hallo Oliver, Zuallererst ist ärztliche Hilfe schlicht nicht vonnöten. Jedes
      Kind weiß, daß man mit einer Überdosis Schlafmittel sanft das
      zeitliche segnet.
      Da habe ich schon früh andere (schmerzliche)Erfahrungen machen müssen, als ich mein Soziales Jahr in einem Krankenhaus absolviert habe. Seitdem hat mich dieses Thema immer wieder beschäftigt.
      Eine krebserkrankte Frau, die schon ganz abgemagert war und wußte daß sie bald sterben mußte, wollte sich selber nicht mehr länger quälen und auch nicht ihren Mann, der sich sehr liebevoll um sie gekümmert hatte und sie jeden Tag besuchen kam.
      Sie unternahm mehrere Versuche ihren Toilettenbeutel zu bekommen, der im Bad lag und an den sie nicht heran kam, da sie nicht mehr aufstehen konnte. In diesem Toielettenbeutel waren angeblich Schlaftabletten, mit denen sie sich töten wollte.
      Ich gab ihr versehentlich diesen Beutel, da ich neu auf Station war und von all dem nichts wußte.
      Als die Stationsschwester von mir erfuhr, daß sie den Toilettenbeutel haben wollte, folgte ein großes Geschrei.
      Alle liefen zu ihr, um ihr den Toielettenbeutel aus der Hand zu reißen.
      Ich habe diesem Schauspiel mit Schrecken wie erstarrt zugesehen und in die leeren hilflosen nach Erlös schreienden Augen der Frau geblickt - und zu Hause geweint.
      Wie gerne hätte ich ihr geholfen, aber ich hätte mich strafbar gemacht! Solche Medikamente stehen für einen jeden Kranken griffbereit
      auf seinem Nachttischchen . Der Umstand, daß der Patient
      aufgrund Schwäche oder Lähmung selbst nicht in der Lage ist,
      sich die Medikamente zuzuführen, ist eine absolute Ausnahme.
      Sie war in diesem Fall dazu in der Lage. Aber alle haben aufgepaßt, daß sie es nicht tut!
      In einem Altersheim habe ich ähnliches erlebt.
      Da werden entsprechende Medikamente einfach weggeworfen, damit der Kranke "sich nichts antut". Jeder ist Herr über sein eigenes Leben. Die weiter oben
      gestellte Forderung, daß jeder selbst entscheiden solle, wann
      er aus dem Leben tritt, ist doch schon seit jeher Realität.
      Nein, eben noch lange nicht! Auch im privaten Bereich nicht. Natürlich muß der Betreffende auch vor sich selbst sein
      Vorgehen rechtfertigen. Jemand anderes kann dies nicht
      abnehmen. Wer die vorzeitige Beendigung des Lebens durch den
      Arzt verlangt, will offensichtlich in erster Linie eine
      Rechtfertigung für sein Vorgehen, um sich selbst vom sozial
      nicht akzeptierten Selbstmord zu entlasten. Gerade hier sollte
      aber jeder seine Entscheidung ganz alleine tragen.
      Bezüglich obiger Beispiele trifft dies ganz und gar nicht zu. Wie wird eigentlich eine Euthanasiegesellschaft mit Leuten
      umgehen, die gerade einen Selbstmordversuch begangen haben?
      Man müßte bei diesen Patienten ja konsequenterweise jede
      medizinische Hilfe unterlassen, um den freien Patientenwunsch
      nicht zu tangieren.
      Ja, das sollte man vielleicht schon. Eine Bekannte von mir war sehr wütend, nachdem man sie "gerettet" hatte. Sie hat sich dann verbrannt, damit es endlich klappt!

      Wenn ja, dann sei die Bemerkung erlaubt, daß praktisch jeder Schwerkranke an
      einer reaktiven Depression erkrankt. Es ist klinisch schlicht
      unmöglich, diese von einem "echten" Sterbewunsch zu
      differenzieren.
      Wieso maßen sich Außenstehende an, so über ander Urteilen zu können? Es ist unsere gemeinsame
      Aufgabe, diese Forderung zu erfüllen. Mit effektiver
      Schmerztherpie durch den Arzt und liebevoller Zuwendung duch
      die Verwandtschaft. Und zwar auch dann, wenn die Tötung die
      einfachere, billigere und bequemere Lösung wäre.
      Dies sollte der Kranke immer noch selber entscheiden!
      Mich schaudert schon, wenn ich in einer solchen Lage wäre; und andere mit solchen Schlauen Sprüchen zu mir kämen!
      Sorry, aber das finde ICH unmenschlich.
      Ilona

      Ilona
    • von Αnоnүm (abgemeldet) 4
      Re^4: Selbsttötung bei Schwersterkrankung
      Hallo Ilona, Ich habe diesem Schauspiel mit Schrecken wie erstarrt
      zugesehen und in die leeren hilflosen nach Erlös schreienden
      Augen der Frau geblickt - und zu Hause geweint.
      Wie gerne hätte ich ihr geholfen, aber ich hätte mich strafbar
      gemacht!
      Wiederum die Frage: Warum hat sie sich nicht selbst geholfen? Die Möglichkeiten sind doch so vielfältig. Infusionen selbst aufgedreht im Bolus, Einblasen von Atemluft in den venösen Zugang, Selbsterstickung, Pulsadern und Scherben des Trinkglases... muß ich diese schrecklichen Dinge tatsächlich hier aufführen?
      Zudem hätte sie auch ihren Mann um das Tasche bitten können.
      Hat sie aber nicht gemacht. Sie wendet sich ausgerechnet an Dich, wo Du das doch sofort der Stationsschwester weitergeben würdest.
      Fällt Dir da nichts auf? Klingt das nicht viel eher nach einem Hilfegesuch an die Umgebung? Hallo, ich bin auch noch da, und bin zu allem bereit, so schlecht geht es mir? Jeder ist Herr über sein eigenes Leben. Die weiter oben
      gestellte Forderung, daß jeder selbst entscheiden solle, wann
      er aus dem Leben tritt, ist doch schon seit jeher Realität.
      Nein, eben noch lange nicht! Auch im privaten Bereich nicht.
      Bitte - Jeder kann Selbstmord begehen. Jederzeit. Wie wird eigentlich eine Euthanasiegesellschaft mit Leuten
      umgehen, die gerade einen Selbstmordversuch begangen haben?
      Man müßte bei diesen Patienten ja konsequenterweise jede
      medizinische Hilfe unterlassen, um den freien Patientenwunsch
      nicht zu tangieren.
      Ja, das sollte man vielleicht schon.
      Nicht wirklich, oder? ;-) Wieso maßen sich Außenstehende an, so über ander Urteilen zu
      können?
      Jeder (auch Du, auch ich) kommt einmal in die Situation, wo er nicht mehr sich selbst ist. Da kann er dann nur schwer urteilen.
      Siehe Betrunkene, die Autofahren wollen. Auf Suizidalität bezogen kommt es tatsächlich vor, daß depressive Patienten erst auf richterliche Anordnung entgegen deren Willen einer stationären Therapie zugeführt werden, so wie man betrunkenen Fahrern entgegen deren Willen den Autoschlüssel abnimmt. Im Nachhinein sind sowohl der Betrunkene als auch der suizidale meist froh darüber.
      Beide Zustände zeichen sich übrigens durch einen gleichermaßen fehlgesteuerten Transmitterhaushalt aus, der zum Realitätsverlust führt. Nur falls Du den Vergleich vorschnell als auf den ersten Blick hinkend betrachten solltest.

      Ich bin sicher nicht der Meinung, daß Selbstmord verurteilt werden sollte. Aber ich spreche mich definitiv dafür aus, selbstmordgefährdeten Menschen Alternativen zum Tod in die Hand zu geben, anstatt ihr Vorhaben zu fördern.

      Oliver
  2. Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 1
    Re: Selbsttötung bei Schwersterkrankung
    Hallo Ilona,
    wirklich ein schwieriges Thema:
    Aber auch ich bin - abseits von religös-ethischen Debatten (oder solche die es vorgeben zu sein) - überzeugt, dass jede/r das Recht hat, über sein Leben selbst zu bestimmen und auch über dessen Ende.
    Dennoch ist Deine Frage sehr schwierig zu beantworten. Gerade Medikamente, die in Überdosierung letal wirken (und das sind sehr viel, sogar Salz ist in Überdosierung tödlich), haben auch meist "Nebenwirkungen". Ich möchte aber hier nicht öffentlich darüber schreiben, wenn Du magst, können wir uns per mail austauschen.
    Viele liebe Grüße
    Birgit
    • Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 3
      Re: Selbsttötung bei Schwersterkrankung
      Hallo Ilona,
      Ich bin Mitglied bei einem Euthanasiaverein (in Australien) und bekomme in regelmaessigen Abstaenden Information ueber den juengsten Stand. Es duefte zur Zeit keine solche Pille frei erhaeltlich sein. Aerzte haben natuerlich Zutritt zu solchen. Es gibt aber Methoden ....
      Vielleicht kannst Du so einen Verein in Deutschland
      beitreten.

      Schreibe mir falls du mehr mit mir korrespondieren moechtest.Ich
      hatte auch guten Grunde warum ich mich in dieser Richtung
      interessierte.
      Mit freundlichen Gruessen
      ElisabethM
      • Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 0
        Re: Selbsttötu....
        Hallo,
        HI,
        es gibt in der Homoeopathie drei Hauptmittel gegen das Problem des Suizid. Das heisst, wenn jemand sich das Leben nehmen will.
        Nun ist die Person ja meist etwas vernarrt moechte ich es mal nennen, aber sie koennte sich ja auch hinterher noch toeten. Vorher sollte sie eines der billigen und wirksamen homoeopathischen Mittel probieren. Es kann gut sein, dass dann nicht nur die Suizidgedanken verschwinden sondern auch die Krankheit.
        Ich weiss zwar nicht um welche Erkrankung es sich handelt, aber kann durchaus sein.

        Das Wichtigste Mittel ist in der Homoeopathie das Gold (Aurum) es waere im akuten Fall durchaus in der 30.ten Potenz angebracht. Davon reichen je nach Dauer die das Problem schon besteht 3 - 5 mal 1 Tablette gelutscht. Und die Welt sieht wieder sonnig AUS.

        dAS STIMMT WIRKLICH.

        sCHON AUSPROBIERT?

        aLLES gUTE cARMEN
        4 Kommentare
        • von Ѕаmѕ (abgemeldet) 0
          Das ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder?(o.w.T.)

        • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
          Re^2: Selbsttötu....
          Carmen, ich nehme an, daß ich Dich hiermit gar nicht erreiche, aber für alle Anderen, die Dein ÜPosting gelesen haben kann ich das nicht unkommentiert lassen.
          Mit solchen naiven,uneingefühlten und fachlich dummen Aussagen bringst Du leider nicht nur Deinen Namen in Verruf, sondern schürst gewaltig die Feuer all derer, die dies gerne als Beweis nehmen für die Dummheit und Naivität aller Homöopathen.
          Es gibt aber so viele ernsthaft und überlegt arbeitende Homöopathen, daß das sehr schade wäre.
          Mina
        • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
          Der Ton macht die Musik
          Hallo Mina,

          es gibt nur ganz wenige Leute in diesem Forum, die dem Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen durch eine falsche Tonlage eigenhändig Schaden zufügen.
          So gesehen ist Dein Posting eigentlich auch nicht viel smarter als das von Carmen.

          Schade.

          Oliver
        • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
          Re: Der Ton macht die Musik
          Hatte gar nicht die Absicht smart zu sein, fällt mir auch schwer, wenn ich weiter oben ,da wo es um Homöopathie geht mal wieder den üblichen ignoranten Mist lese und dann hier solchen Humbug einer selbsternannten Homöopathin, die jenen Ignoranzlern Öl in die Feuer giesst.
          Aber das gehört nicht weiter ausgeführt an dieser Stelle, denn es ist ein ernstes Thema, das hier in einer nicht schlechten Form diskutiert wird.
          Mina
      • Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 0
        Re: Selbsttötung bei Schwersterkrankung
        Insulin.
        2 Kommentare
        • von Αnоnүm (abgemeldet) 1
          Der Fortschritt der Gerichtsmedizin...
          ...schreitet schneller fort als Du spritzen kannst ;-)

          Oliver
        • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
          Re: Der Fortschritt der Gerichtsmedizin...
          Sie fragte nach Selbsttötung.
          So dürfte es nebensächlich sein, was die Gerichtsmedizin dazu sagt, daß sich ein Schwerstkranker mit Insulin das Leben genommen hat, denn der ist inzwischen sanft entschlafen.
          Mina