Medizin
Von: Αnоnүm (abgemeldet), 11.9.2002 20:27 Uhr
Liebe Wissende der Orthopädie,

wegen starker Schmerzen bekam ich vor drei Jahren orthopädische Einlagen verordnet. Die Diagnose war Spreiz-, Knick- und Senkfuß.

Diese Einlagen verhindern zwar die Schmerzanfälle, scheinen aber den Fuß auch zu schwächen, weil nun schon zwei, dreihundert Meter mit flachen Sandalen genügen, um so einen Anfall auszulösen, der zwar mit Diclofenac gut zu behandeln ist, aber ohne Behandlung über eine Woche fürchterlich wehtut. Vorher war für sowas schon ein stundenlanger Ausstellungsbesuch o.ä. nötig.

Wenn ich mir die Füße anschaue, erkenne ich eigentlich gar keinen Senkfuß, auch die Pronotation scheint mir normal zu sein, nur der Bereich der Fußballen drückt sich bei Belastung um etwa einen halben Zentimeter nach außen.

Ich habe jetzt herausgefunden, daß Barfußgehen auch auf ebenem Grund keine Schmerzen auslöst, sondern nur Schuhe ohne Einlagen.

Das alles führt mich zu der Frage, warum die Einlagen bei mir keine heilende Wirkung haben, sondern abhängig machen, und ob das ganze vielleicht durch Abtrainieren so geheilt werden könnte, daß es dereinst auch ohne Einlagen geht.

Im voraus vielen Dank für alle Antworten.

Liebe Grüße,

Ernst Maria Massinger



  1. Re: Spreizfuß
    hallo!!

    auch wenn ich gefahr laufe dass mir jemand den kopf abreisst:
    was haben einlagen die im stehen gemacht werden mit gehen zu tun?? hab ich noch nie verstanden.

    es ist wichtig ob dein fuss beim gehen/abrollen ein gewölbe aufbauen kann-die wenigsten leute verbringen ihr leben im stehen (ok-gibt viele stehende berufe).

    wenn deinem fuss durch eine einlage die arbeit abgenommen wird ein gewölbe aufrechtzuerhalten dann "sagt" er sich: "hey-die muskulatur da unten wird nicht benutzt-also weg damit". denn muskulatur "kostet" für ihn sehr viel. und da er energie sparen will wo`s nur geht baut er sie ab.
    führt dazu dass nach und nach immer weniger da ist und der fuss ständig instabiler wird.

    hatte eine patientin die nach 10 jahren immer dickerer einlagen ohne schuhe überhaupt nicht mehr gehen konnte.

    warnung!!: fussgewölbetraining ist wie zähneputzen. macht nicht unbedingt spass, zahlt sich nicht sofort aus-und muss v.a. regelmässig gemacht werden. kurz: hohe investitionskosten (zeit, geduld)-aber zahlt sich aus.

    alternative: 6 monate urlaub am strand und täglich stunden spazierengehen.

    weitere fragen?

    tschüss

    matthias
    4 Kommentare
    • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
      Fußgewölbetraining
      Hallo Matthias,

      wo gibt es Informationen zum Fußgewölbetraining?
      (Google kennt das Wort nicht)

      Viele Grüße,

      Ernst Maria Massinger
    • von Frаnz Ρölzl (abgemeldet) 3
      Re: Fußgewölbetraining
      Hallo lieber Fußgeplagter. Ein ganz einfaches aber sehr effektives Training des Fußgewölbes machst Du, indem Du täglich am besten barfuß Dein Körpergewicht mit den Zehen nach vorwärts ziehst. Einfach auf den Boden stellen und mit den Zehen den Körper in kleinen Stücken nach vorne ziehen. Täglich angewendet, ca 50 cm genügen. Du wirst sehen, dass sich nach relativ kurzer Zeit die Kraft im Fußgewölbe merkbar verbessert.
      Alles Gute, Franz [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    • Re: Fußgewölbetraining
      hallo!!
      wo gibt es Informationen zum Fußgewölbetraining?
      (Google kennt das Wort nicht)
      hoffentlich von mir wenn ich noch was finde! ;-)))
      habe gerade gesucht-nix zu kriegen. habe aber noch ein paar kollegen angeschrieben ob die was haben.

      sollte das nichts werden dann so sachen wie unten beschrieben: mit den zehen vorziehen, handtücher/murmeln/... mit den zehen aufheben, ...-die sachen sind zwar nicht funktionell aber besser als gar nichts.

      tschüss

      matthias
    • glück gehabt!
      hallo!!

      folgendes ist nicht schlecht-aber die richtig guten sachen die mit denen ich meine patienten quä... ähhh therapiere kann ich einfach nicht finden:

      www.movenet24.de

      links auf "schwerpunkt spiraldynamik"
      dann auf "literatur"
      artikel 5 "zeigt her eure füsse" als pdf-download.

      wie gesagt: nicht schlecht. diese "verdrehung" muss man allerdings auch im stehen üben-den da braucht man ja die stabilität am meisten.
      die druckverteilung auf ferse, grosszehenballen und kleinzehenballen sollte jeweils ein drittel des gewichts betragen.
      dabei fussinnenrand hochziehen (druck unter grosszehenballen bleibt gleich!-kann man ein stück stoff drunterklemmen an dem leicht gezogen wird; wenn`s rausrutscht hat der druck nicht gepasst).

      wenn du mal nach regensburg kommst gibts gerne eine übungsstunde gratis!

      tschüss

      matthias [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]