Mietrecht
Von: Minn, 9.7.2011 17:11 Uhr
Hallo,
ich bin mir in folgender Sache etwas unsicher: Ich hatte ein Ladenlokal mit Zeitmietvertrag gemietet, konnte diesen Mietvertrag aber vor Ablauf der Mietzeit ( 16 Monate früher) auflösen.Dies ist nun 18 Monate her. Schlüsselübergabe etc. hat dann stattgefunden. Schon die letzten Jahre hat es immer wieder Probleme wegen Mängel an der Mietsache gegeben, die nie beseitigt wurden. Mietminderungen wurden nicht akzeptiert, bestanden dann aus Sicht des Vermieters quasi als Mietrückstand. Vor ca. 3 Monaten kam dann ein Brief des Anwalts des Vermieters, worin ich aufgefordert wurde, die kompletten Mieten seit der Schlüsselübergabe rückwirkend zu bezahlen, da der Mietvertrag wegen des Rückstandes weiterbestehen würde. Mit dem Hausverwalter wurde in kürzester Zeit eine Regelung gefunden, die diese Nachforderungen nichtig machte, was dieser auch dem Anwalt mitteilte. Nun kam ein Brief, in dem der Vermieter mich auffordert, die Anwaltskosten zu übernehmen. Diese sind nach dem ursprünglichen Streitwert (also etwa 16 Monatsmieten seit der Schlüsselübergabe) berechnet. Mir liegt lediglich eine Kopie der Anwaltsrechnung, die an meinen ehemaligen Vermieter adressiert ist, vor. Nun weiß ich nicht, ob ich diese Kosten wirklich übernehmen muß oder nicht. Ich kann so ja auch nicht nachvollziehen, ob der Vermieter wirklich diese komplette Summe (über 960 Euro) an seinen Anwalt gezahlt hat, wenn ja, ob er evtl die Kosten von einer Rechtschutzversicherung erstattet bekommen hat ( die Rechnung ist knapp 3 Monate alt). Hätte der Anwalt die Rechnung nicht direkt an mich schicken müssen, wenn ich in der Zahlungspflicht wäre? Indirekt wird in dem Schreiben damit gedroht, daß mir weiterhin die ursprünglich verlangte Summe von 16 Monatsmieten in Rechnung gestellt wird, wenn ich nicht die Anwaltskosten bezahle . Dies halte ich für unseriös.
Vielen Dank für evtl Antworten!