Mode & Kosmetik
Von: Κіngа Dүllа, 22.3.2005 09:02 Uhr
Hallo zusammen,

weiß zwar nicht ob ich hier richtig bin, hoffe aber trotzdem, dass mir jemand helfen kann.

Und zwar interessiert es mich auf welchem Finger, welcher Ring hingehört. Hab nämlich schon unterschiedliche Meinungen gehört, dass ich schon ganz verwirrt bin.

Auf welchen Finger gehört der Freundschaftsring, der Verlobungsring, der Ehering???

Zu dem Ehering: Stimmt es, dass der Ring die Hand wechselt, wenn der Ehepartner verstirbt?
Tragen lesbische Frauen eine Art "Ehering" auf dem Daumen? Hatte soetwas mal gehört.

Danke und schöne Grüße :)



  1. Antwort von Τіnсһеn 12
    Re: Ringe!Auf welchem Finger???
    Hallo,
    also so weit ich weiß, gehört der Verlobungsring an den linken Ringfinger und der Ehering an der rechten. Wie sich das mit Freundschaftsringer erhält weiß ich leider nicht, aber ich glaube dabei spielt es weniger eine Rolle welcher Finger.
    MfG, Tinchen
    • Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 7
      es gibt nur zwei
      Hallo Kinga Dylla,

      im westlichen Kulturkreis gibt es nur zwei "zugewiesenen" Ring, den sogenannten "Ehering" (im Archiv dürftest Du mehr zu diesem Ring finden) und den Bischoffsring.

      Ehering:
      Dieser "eherne", also ursprünglich eiserne Ring, wurde einst am Daumen der schwertführenden Hand (also nur vom Mann) getragen.

      Später wurde aus dem eisernen ein "güldener" Ring, also ein Ring aus Gold.

      Er wanderte, wir tragen ja heute nur noch höchste selten Schwerter, vom Daumen auf den sogenannten "Ringfinger" und dies ist der zweite Finger von aussen - ihm wird eine Verbindung zum Herzen nachgesagt.
      Auch tragen heute beide Partner diesen Ring.
      Er wird, in den meisten Ländern der westlichen Welt, am Ringfinger der linken Hand getragen - der Seite des Herzens. Ausschliesslich in Deutschland wird der Ehering an der rechten Hand getragen.

      Bischoffsring:
      Hohe Würdenträger der christlichen Kirchen tragen bestimmte Ringe.
      Sie sind Insignien von Macht. Details dazu weiss ich nicht (vielleicht würdest Du im Brett "Religion" diesbezüglich Antwort finden).

      weitere Ringe:
      Sogenannte "Verlobungsringe" oder "Freundschaftsringe" gibt es nicht - sie sind eine Erfindung der Schmuckindustrie (irgendwie müssen die ja auch ihre Märkte schaffen).

      Weitere Zuordnungen sind sceneintern - je nachdem welche Scene sich welches Ritual gerade ausdenkt (was halt grad so trendig ist).

      Gruss
      Ray
      • Antwort von Μүrіаm (abgemeldet) 2
        Re: Ringe!Auf welchem Finger???
        Hallo, Auf welchen Finger gehört der Freundschaftsring, der
        Verlobungsring, der Ehering???
        Das variiert je nach Land/Kulturkreis. In Deutschland wird der Ehering i.d.R. am Ringfinger der rechten Hand getragen. In den USA wird er links getragen. Tragen lesbische Frauen eine Art "Ehering" auf dem Daumen?
        Hatte soetwas mal gehört.
        Ich trage meinen "Ehering" da wo heterosexuelle Menschen ihn auch tragen. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass diverse prominente Lesben einen Ring am Daumen tragen (Ellen DeGeneres, Melissa Etheridge). Eine allgemeingültige Regel ist mir allerdings nicht bekannt.

        Gruß,

        Myriam
        • Antwort von ΜеΤоо (abgemeldet) 1
          was sagt das lexikon dazu....
          Ringschmuck ist ein runder Schmuck, der u.a. an Ohren, Zehen, Nasen, aber zumeist an Fingern getragen wird (Fingerring). Erst in jüngster Zeit werden Ringe verbreitet auch an sehr empfindlichen Körperteilen getragen, z.B. an Lippen, Zunge oder im Intimbereich (siehe Piercing).

          Allgemeine Geschichte
          Die ältesten bekannten Fingerringe haben ein Alter von mehr als 21.000 Jahren (Fingerringe aus Mammutelfenbein; Fundort: Pavlov in Tschechien).

          Ringe waren in der Vergangenheit nicht nur als zierender Schmuck beliebt, sondern stellten auch Wertobjekte dar, die auch als Tausch- und Zahlungsmittel dienen konnten. Diese Ringgelder zählen zu den vormünzlichen Zahlungsmittel und gehören in den Bereich des Schmuckgeldes. Ob die Ringe als Schmuck, Wertobjekt, Tausch- oder Zahlungsmittel dienten, ist nicht immer eindeutig abzugrenzen.


          Fingerring
          Ein Reif, der einen Finger umschließt, ist die Grundform eines jeden Ringes. Ursprünglich wurden Ringe aus Knochen oder Stein (z.B. Bernstein), später aus Metall (Edelmetalle, aber auch Eisen) u.a. Material gefertigt und können mit einem Aufbau oder Gravuren versehen sein. Ringe hatten im Laufe der Geschichte und in Abhängigkeit des entsprechenden Kulturkreises unterschiedliche Bedeutungen. Im westlichen Kulturkreis dient der Ring im 21.Jahrhundert vor allem als Modeschmuck oder als Symbol der Ehe.
          Die Einteilung der vielfältigen Ringarten in unterschiedliche Kategorien ist schwierig, da oft mit dem tragen eines Ringes mehrere Zwecke verfolgt werden. Ein Siegelring kann z.B. nicht nur nur als Schmuck dienen (Erhöhung der Attraktivität), sondern er kann auch gleichzeitig eine funktionelle, sowie auch eine symbolische Bedeutung (Zugehörigkeit zu einer Religion, Stellung innerhalb einer Hierachie/Gruppe) haben.

          Man kann im Prinzip folgende Kategorien unterscheiden: Die zeremoniellen Ringe mit einem hohen symbolischen Wert und funktionelle Ringe, die einen bestimmten Zweck dienen. Religiösen Ringe werden wegen ihrer besonderen (auch geschichtlichen) Bedeutung in einer eigenen Kategorie zusammengefasst. Ringe, die in erster Linie ein Symbol für die Stellung ihres Trägers/Trägerin innerhalb einer Gesellschaft oder Gruppe sind, werden in dem Kapitel “Ringe als Statussymbol” erläutert.


          Schmuckring
          Der Fingerring wird seit der Entwicklung der Metallverarbeitung verbreitet als Schmuckring getragen (z.B. Bronze-, aber auch Goldringe aus der Bronzezeit). Die Wahl des Material, sowie die künstlerischer Gestaltung sind ausschlagsgebend für ihre Bedeutung als Schmuck. Seltenes und damit kostbares Material, sowie eine als schön empfundene Gestaltung des Ringes können die Attraktivität der (Ring)Träger erhöhen. Seit dem 20. Jahrhundert gewinnt der Ring zunehmend Bedeutung als Modeschmuck. Beispiele für Schmuckringe sind z.B.: Schlangenring, Spiralring, Ringe mit einem Aufsatz aus Perlen oder Schmucksteinen.

          Zermonieller Ring
          Das Anstecken und tragen zeremonieller Ringe besiegelt eine Vereinbarung zwischen zwei Menschen, die sich sehr eng verbunden fühlen. Der Ring steht so als Symbol für die Verbundenheit und stellt durch seine Kreisform die unendliche Liebe dar.

          Verlobungsring
          Ein Heiratsversprechen, sprich eine Verlobung, wird/kann seit der Antike auch mit dem Tragen von Verlobungsringen zum Ausdruck gebracht werden. Im 15. und 16. Jahrhundert gab es Zwillingsringe, von denen jeder Verlobten einen bis zur Trauung trug. Am Tag der Trauung wurden beide wieder zusammengefügt und die Braut trug den Zwillingsring als Ehering. Im deutschsprachigem Raum ist es üblich den Verlobungsring am linken Ringfinger zu tragen (Der vierte Finger der linken Hand, wenn man vom Daumen aus zählt).

          Trauring
          Der Trauring (oder Ehering) ist ein Symbol für die Ehe und der Austausch der Ringe stellt einen wichtigen Akt innerhalb der Hochzeitszeremonie dar.
          In der Antike trugen sowohl die Ägypter, als auch die Römer den Trauring am linkem Ringfinger. Der Grund hierfür war der Glaube, dass eine Ader von diesem Finger aus direkt zum Herzen und damit zur Liebe führt. Der Brauch, den Trauring am Ringfinger zu tragen, hat sich bis heute erhalten. Während aber z.B. in Italien der Trauring am linken Ringfinger getragen wird, ist im deutschsprachigem Raum der rechte Ringfinger üblich.

          Sowohl das Gravieren von Namen oder Inschriften in Eheringe, als auch der Besatz mit einem Diamanten hat sich ebenfalls seit der Antike bis heute erhalten. Gravuren wie z.B. “Pignus amores habes” “Du hast meiner Liebe Pfand” sind auf römischen Eheringen zu finden.

          Seine christlich, sakrale Bedeutung hat der Ehering seit spätestens Papst Nikolaus (um 850). Seit dem galt der Ehering offiziell als Sinnbild der Treue und Beständigkeit und der ehelichen Bindung. So wie der Ring kein Anfang und kein Ende hat, so soll die Beziehung des Paares und der Bund Gottes mit den Menschen ewig währen. Aber erst als sich ab dem 13. Jahrhundert die kirchliche Vermählung immer mehr durchsetzte, gehört der Ring auch zum kirchlichen Trau-Ritus.

          Der einfache, goldene Ring, wie er heute als Ehering bekannt ist, wird seit dem 16. Jahrhundert getragen.


          Funktioneller Ring
          Form, Gewicht und die Wahl des Materials für den Ring (in der Regel Metall) hat fast immer auch Bedeutung für die Stellung ihres Besitzers in der jeweiligen Gesellschaft und ist somit ein Statussymbol. Das Tragen von Ringen war z.B. im römischen Reich gesetzlich regelt: Frei geborene Bürger trugen Goldringe, Freigelassene Sklaven Silberringe und Sklaven Eisenringe.

          Giftring
          Seit der Antike bekannt, wurde der Giftring vermutlich besonders im Zuge der politischen Machtspiele im Barock eingesetzt.
          >


          Siegelring
          Siegelringe sind ebenfalls seit der Antike bekannt. Goldene Siegelringe waren bei den Römern zunächst nur den Senatoren, später aber auch den Rittern und seit der Kaiserzeit auch allen Freigeborenen erlaubt. Ein Siegelring kann gleichzeitig auch ein Amtszeichen darstellen (z.B. der Lehnsring eines Bischofs im Mittelalter). In der Neuzeit hat der Siegelring weitgehend seine Bedeutung verloren.

          Religiöse Ringe
          Religiöse Ringe haben im westlichen Kulturkreis vor allem einen christlich-symbolischen Wert und zeigen die enge Verbundenheit mit Jesus Christus, bzw. dem christlichem Glauben. Nonnen tragen ab ihrer Weihe einen Ring (Nonnenring) und werden damit symbolisch zur “Braut Christi”. Bischofs-, Abt- und Kardinalsringe, sowie der Papstring sind auch Zeichen für die Stellung ihrer Träger, und damit auch ihrer Autorität, innerhalb der katholischen Herachie. Oft sind diese Ringe mit einem Amethyst (Stein der Anmut und Weisheit = Kirchenstein) verarbeitet. Weitere christlich-religiöse Ringe sind: Pilgerring und Gebetsring.

          Ringe als Statussymol
          Fast alle Ringe können auch gleichzeitig als Statussymbol dienen. Es gibt jedoch Ringe, die in erster Linie auf die Stellung des Trägers/Trägering innerhalb einer Gesellschaft oder Gruppe hindeuten sollen. Dazu gehören Krönungs-, sowie ein Teil der Religiösen Ringe (z.B. Kardinalsring), Wappenringe, sowie Zunftringe.

          Sonstige Ringarten
          Zu den sonstigen Ringarten zählen Souvenirringe, Trachtenringe sowie Abzeichenringe.

          Sonstiger Ringschmuck
          Ohrring, Nasenring, Schläfenring, Armring (Armreifen), Halsring, Fußring
          3 Kommentare
          • Phhhhh... Den wichtigsten Ring wieder vergessen...
            Oder steht der Ring der O. nicht im Lexikon?

            Schmunzelgruß

            R.


            PS. Konntest Du mit der 'Bauanleitung' für das Instrument etwas anfangen? ;-)
          • von ΜеΤоо (abgemeldet) 0
            Re: Phhhhh... Den wichtigsten Ring wieder vergesse
            sorry, wenn ich mich noch nicht gemeldet hatte... die liebe arbeit.
            ich war so erschrocken das ich beschlossen habe mir lieber einen Kühlakku zu kaufen und noch ein paar jahre ins land gehen zu lassen bzw. auf hilfe zu warten.

            l.G
            Me
            was die Ringe angeht, so finde ich das Thema so interessant das mir dieser Tage bestimmt noch ein paar einfallen werden. By the way, weisst du warum die Amis so einen standart Verlobungsring haben und warum die immer alle gleich aussehen? Wo ist der Ursprung ? [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
          • von Μоrtеѕ Ρоrtа Vіtае (abgemeldet) 2
            Re: Phhhhh.. Den wichtigsten Ring wieder vergessen
            *schwitz*

            Ich dachte schon Du meinst den Cockring...

            Oliver
        • Antwort von dаtаf0x (abgemeldet) 5
          Re: Ringe!Auf welchem Finger???
          Auf welchen Finger gehört der Freundschaftsring, der
          Verlobungsring, der Ehering???
          als ergänzung vielleicht, weil es für den einen oder anderen interessant ist:

          im judentum steckt der bräutigam bei der zeremonie der frau den ehering auf den zeigefinger der rechten hand. später wandert er (zum täglichen tragen) auf den ringfinger der linken hand. der ring ist kein symbol, sondern im wortsinne das pfand, das der frau gehört. er muß einen mindestwert haben, aus dem besitz des mannes stammen und muß auf der innenseite einen perfekt glatten ring ergeben (keine einschnitte oder gravuren). geht er verlustig, muß der neue ring als ehering "eingeweiht" werden. der mann trägt keinen ring (also genau umgekehrt zu dem, was weiter unten über die ritter stand).

          heute ist der ring natürlich auch ein symbol und ein schmuckstück, und auch männer tragen in anlehnung an die christliche kultur oft einen ring als schmuck am ringfinger der linken hand.

          gruß
          dataf0x
          • Wenn es nach lesbischen Ehesymbolen ginge...
            ... wäre ich als Hardcore-Lesbe zu klassifizieren, weil ich daumentechnisch bisweilen - obgleich selten - sogar beidseitig beringt bin. *grins*

            Grüße

            Renee


            PS. Schöner Name (mein Schwesterherz heißt mit dem dritten Vornamen ebenfalls Kinga)...
            • Antwort von Αbеndѕtеrn (abgemeldet) 0
              Re: Ringe!Auf welchem Finger???
              Hallo Kinga, Auf welchen Finger gehört der Freundschaftsring
              in Deutschland links Verlobungsring
              in D links, manchmal aber auch rechts, und der Ehering wird dann darüber getragen. der Ehering???
              in D rechts. In anderen Ländern, wie z.B. in der Schweiz und Frankreich trägt man den Ehering links, Freundschafts- und Verlobungsring rechts.
              Zu dem Ehering: Stimmt es, dass der Ring die Hand wechselt,
              wenn der Ehepartner verstirbt?
              Nee, ich denke das wird nach empfinden gemacht. Manche tragen ihn dann auch gar nicht mehr, oder an einer Kette um den Hals, oder lassen ihn dem eigenen Ring anfügen von einem Goldschmied. Ist Ansichts- und Geschmackssache. Tragen lesbische Frauen eine Art "Ehering" auf dem Daumen?
              Davon hab ich noch nichts gehört. Dann wäre ich ja auch manchmal lesbisch:-) Und das kann ich definitiv ausschliessen.

              ABENDSTERN
              4 Kommentare
              • von еklаѕtіс (abgemeldet) 0
                Und ich?
                Tragen lesbische Frauen eine Art "Ehering" auf dem Daumen?
                Davon hab ich noch nichts gehört. Dann wäre ich ja auch
                manchmal lesbisch:-)
                Und ich? Ich trag den Ehering am kleinen Finger der linken
                Hand??

                Gruesse,
                verwirrte,
                Elke
              • von Αbеndѕtеrn (abgemeldet) 0
                Re: Und ich?
                Tragen lesbische Frauen eine Art "Ehering" auf dem Daumen?
                Davon hab ich noch nichts gehört. Dann wäre ich ja auch
                manchmal lesbisch:-)
                Und ich? Ich trag den Ehering am kleinen Finger der linken
                Hand??
                wir zwei sind halt anders.. *ggg*
                nee, ich seh das eben auch nicht so streng. Schmuck ist zum Schmücken da, oder als Symbol für etwas, oder eben BEIDES.
                Ich kenne ein Pärchen die müssen gar nicht mehr überlegen wo ihr Ehering hin kommt, die haben sich das gleiche Bildchen, das sie selbst entworfen haben, in die Handfläche tättowieren lassen.

                ABENDSTERN
              • Re: Und du? fürchterlich off topic!
                hallo elke,

                kein grund zur verwirrtheit, wer seine ringe so wie du trägt, ist:
                polymorph pervers.
                tja, so isses.
                *kicher*

                strubbel
                =;O)
              • von еklаѕtіс (abgemeldet) 0
                Re^2: Und du? fürchterlich off topic!
                Das klingt lecker, Strubbel.
                Danke, dass du mich aufgeklaert hast ;-)

                Gruesse
                Elke