Psychologie
Von: Futzеlсһеn (abgemeldet), 26.5.2009 00:22 Uhr
Hallo an alle,
gestern hatte ich einmal wieder einen meiner merkwürdigen "Träume", die ca. einmal im Monat auftreten. Und zwar lag ich im Bett und hatte meine Augen auf, zumindest denke ich das. Alles wirkte seeehr real für einen Traum, allerdings konnte ich mich mal wieder nicht bewegen und mein Blick war sturr auf meine Tür und Schrank gerichtet. Bei jeder Bewegung, die ich zu Ausführen versuchte klappte einfach nicht und es klingt zwar komisch, aber es fühlte sich so an, als ob jemand gegen meine Bewegungen dagegendrückt und sie damit zurückweißt. Ich weiß, bzw denke jedes mal, dass ich träume. Ich versuche mich jedes mal "aufzuwecken", was mir allerdings nicht immer gelingt. Falls es mir jedoch gelingt und ich mich wieder rühren kann, sind meine Augen zunächst wieder auf die gleiche Stelle fixiert und es sieht alles genauso aus wie zuvor. Auch wenn zufällig noch im "Schlaf" der Fernseher an ist, bekomme ich zwar alles mit was läuft, kann mich jedoch nicht wie schon gesagt ihm zuwenden. Für mich ist dieses Erlebnis jedes mal ein Schock, meistens steht ich dann auf und check die Lage, mein Körper macht keine Anzeichen auf Krämpfe oder sonstiges, fühle mich meistens fit. Wenn ich mich ins Bett lege, dann dauert es keine Minute und ich befinde mich wieder in diesem seltsamen Zustand. Meistens habe ich Angst und bin Hilflos, nach Hilfe zu rufen ist zwecklos, weil ich wie in Träume oft üblich auch nicht schreien kann. Ich musste mich gestern Nacht (gegen 4 Uhr, hab mich um 3 schlafen gelegt) 4 mal aus diesem Zustand "befreien".

Manchmal treten auch unreale Situation auf, wie z.B. bewegen der Wände, Stimmen oder auch Musik, die nach dem Aufstehen nicht da sind (kommt aber eher seltener vor). Gestern ist mir bewusst geworden, dass ich jedesmal auf dem Rücken lag, weshalb ich mich auf den Bauch und unter die Decke gelegt habe. Als ich dann eingeschlafen bin, habe ich mich wohl im Schlaf gedreht und der Teufelskreis hat wieder von vorne begonnen.
Dies habe ich jetzt ca. seit einem Jahr, wobei ich eigentlich niemals am Tag zuvor gestresst war oder mir etwas nennenswertes passiert ist. Vor 2 Jahren wurde ich im Urlaub gefilmt, als ich mit einem offenem Auge geschlafen habe. Ich bin 21 und kenne niemanden mit ähnlichen "Symptomen" und habe auch nichts im Internet darüber gefunden.

Da ich ziemlich ratlos bin und ein Alptraum diesen Ereignissen nicht im geringsten das Wasser reichen kann, hoffe ich, dass mir jemand vielleicht weiterhelfen kann.

Gruß Paul



  1. Antwort von ЅΤЕFΑΝΙЕ 2
    • Antwort von Ιnа 0
      Re: Traum und Realität lassen sich nicht untersche
      Hallo Paul,

      deine nächtlichen Erfahrungen machen dir ganz schön zu schaffen, was ich nachvollziehen kann.

      Du schreibst, dass diese "Träume" seit ca. 1 Jahr auftreten. Ist vorher irgendwas Gravierendes passiert? Vielleicht jemand, der dir nahe stand, gestorben? Gibt es ein anderes schockartiges Erlebnis aus der damaligen Zeit?

      Falls ja, empfehle ich dir, eine Zeit lang jeden Abend das Vater-Unser-Gebet laut zu lesen bzw. zu beten. Dabei spielt es keine Rolle, ob du gläubig bist oder nicht. Ich kenne einige Menschen, denen es in ähnlichen Situationen so geholfen hat, dass sie nachts ruhig schlafen konnten, ohne irgendwelche Träume oder anderweitigen Störungen.

      Gute Besserung wünscht
      Ina
      2 Kommentare
      • von аllrоund (abgemeldet) 0
        Re^2: Traum und Realität lassen sich nicht untersc
        Falls ja, empfehle ich dir, eine Zeit lang jeden Abend das
        Vater-Unser-Gebet laut zu lesen bzw. zu beten. Dabei spielt es
        keine Rolle, ob du gläubig bist oder nicht.
        Also ich denke mal, mit beschriebenem Problem hätte man sich besser der Realität zu stellen, und sich irdische Hilfe zu holen, und zwar bei einem Spezialisten der für die Psyche zuständig ist.

        Alles Gute, und noch ein Tipp von mir : lasse wertwolle Zeit nicht einfach mit Gebeten verstreichen. Vielleicht kann es dir eine zusätzliche Hilfe sein (mit ?), aber "wunder"heilen wird das dich wohl eher nicht.


        LG

        allround
      • von аlрһа 2
        -aber beten und handeln lässt sich unterscheiden
        hi,

        der tip könnte aber vielleicht doch hilfreich sein, falls einen beim einschlafen angst plagt. beten -warum nicht? das vater unser hat doch bestimmt einen beruhigenden effekt, ist sozusagen eine einschlaf-meditation und hat vertrauensvolle worte. zudem liegt im gebet eines gläubigen eine aussage, auf gott vertrauen zu wollen, dass sozusagen "alles gut wird".

        gegen ernste psychische erkrankungen hilft das nur unterstützend, das sehe ich auch so. aber auch der gläubigste sagt, dass gott uns auf die welt gebracht hat, um unser leben in die hand zu nehmen. das bedeutet in diesem falle, zu einem arzt oder psychologen zu gehen!
    • Antwort von аlрһа 0
      Re: Traum und Realität lassen sich nicht untersche
      hi,

      aus deiner beschreibung finde ich das auftreten von "stimmen und musik in unrealen situationen" von bedeutung. das könnte zeichen einer beginnenden erkrankung sein, die du ärztlich unbedingt behandeln lassen solltest (auch, damit es nicht schlimmer wird).

      ich gehe davon aus, dass du keine drogen nimmst, dich normal ernährst und keine völlige schlafverschiebung/ schlafdefizit vorliegt und dass das auch über den tag auftritt, nicht nur nachts in einem normalen zustand zwischen schlaf und wachsein oder bei alpträumen.

      man kann sich auch in die sorgenvolle selbstbeobachtung hineinsteigern, bis man nachts glaubt, die träume würden die realität übernehmen, weil man das selbst irgendwie nicht mehr auseinander halten kann. das wäre harmlos, nur unangenehm.

      wenn es das nicht ist, solltest du vor allem das stimmenhören ernst nehmen. lass es über einen arzt für psychiatrie oder einen psychologischen psychotherapeuten über tests und/ oder gespräch abklären, dann bekommst du wirklich hilfe, die da angezeigt ist. mit einer fachlichen beratung und abklärung kannst du nur gewinnen, krankenkassenkarte reicht.
      • Antwort von Сеѕѕ (abgemeldet) 0
        Re: Traum und Realität lassen sich nicht untersche
        Hi,

        es gibt eine Krankheit bzw. Schlafstörung, die sich u.a. drin äußert, dass man beim Aufwachen zuhnächst bewegungslos ist. Google mal nach Parasomnie. Und geh damit zum Arzt und lass es abklären.

        Die Geräusche/Musik würde ich persönlich als tatsächlichen Traum einstufen, wenn du sagst, es wäre nur selten aufgetreten, aber das ist meine Laienmeinung.

        Gruß
        Cess