Allgemeine Rechtsfragen
Von: Dany, 30.3.2003 19:38 Uhr
Liebes Forum,

wenn man länger krank ist, zahlt doch der Arbeitgeber 6 Wochen das volle Gehalt weiter. Dann zahlt 6 Wochen die Krankenkasse (in welcher Höhe?). Und was passiert danach?

Wie ist das, wenn man (frau) z.B. mit Zwillingen schwanger ist und deshalb ab der 21. Woche nicht mehr arbeiten darf. Wird man da krank geschrieben? Wenn krank, würde man bis zum Ende der 32. Schwangerschaftswoche Geld bekommen. Und was passiert danach??

Über Aufklärung freut sich
Dany



  1. Antwort von Anonym (abgemeldet) 4
    Re: Dauer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
    wenn man länger krank ist, zahlt doch der Arbeitgeber 6 Wochen
    das volle Gehalt weiter. Dann zahlt 6 Wochen die Krankenkasse
    (in welcher Höhe?). Und was passiert danach?

    Wie ist das, wenn man (frau) z.B. mit Zwillingen schwanger ist
    und deshalb ab der 21. Woche nicht mehr arbeiten darf. Wird
    man da krank geschrieben? Wenn krank, würde man bis zum Ende
    der 32. Schwangerschaftswoche Geld bekommen. Und was passiert
    danach??
    Krankengeld wird bis zu 78 Wochen bezahlt. I. H. v. max 90 % des Nettoarbeitsentgelts, aber nicht mehr als 70% des Regelentgelts.

    Aber in Bezug auf eine Schwangerschaft ist das völlig irrelevant, hier gilt das Mutterschutzgesetz. Selbst dann, wenn man (nicht frau) schwanger sein sollte.

    Suchempfehlungen: http://www.bmfsfj.de/top/dokumente/Artikel/ix_27550.... oder http://www.google.de/search?q=mutterschutzgesetz&ie=...
    4 Kommentare
    • von Dany 0
      Re^2: Dauer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
      Hallo Schorsch,

      meinst Du im Mutterschutzgesetz speziell diese Passage wegen Verdienst?

      "Weitere wichtige Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes sind, dass im Falle eines Beschäftigungsverbotes die werdende Mutter ihren bisherigen Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn) behält. Während der Mutterschutzfristen vor und nach der Geburt und für den Entbindungstag sind die Frauen finanziell abgesichert, indem sie Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und einen Arbeitgeberzuschuss erhalten."

      Dany
    • Re^3: Dauer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
      Hallo,
      hier wird etwas verwechselt:

      1. Besteht eine Arbeitsunfähigkeit (auch wegen der Schwanger-
      schaft), dann zahlt zunächst der Arbeitgeber für sech Wochen
      (Regelfall) und dannn die Kasse bis max. zum Beginn der
      Mutterschutzfrist (um beim Fall zu bleiben).

      Übt die werde Mutter eine Beschäftigung aus, deren Weiterführung
      während der Schwangerschaft die Gesundheit von Mutter und/oder
      Kind gefährden, dann kann der Arzt ein Beschäftigungsverbot
      erteilen. In diesem Falle zahlt nur der Arbeitgeber bis max. zum
      Beginn der Mutterschutzfrist.

      Während der Schutzfrist zahlt dann die Kasse max 13,00 Euro tgl.
      Mutterschaftsgeld - die Differenz um Netto übernimmt
      der Arbeitgeber.

      Noch Fragn ? gerne !!

      Günter Czauderna
    • von Dany 0
      Re^4: Dauer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
      Hallo Günter, Übt die werde Mutter eine Beschäftigung aus, deren
      Weiterführung
      während der Schwangerschaft die Gesundheit von Mutter und/oder
      Kind gefährden, dann kann der Arzt ein Beschäftigungsverbot
      erteilen. In diesem Falle zahlt nur der Arbeitgeber bis max.
      zum
      Beginn der Mutterschutzfrist.

      Während der Schutzfrist zahlt dann die Kasse max 13,00 Euro
      tgl.
      Mutterschaftsgeld - die Differenz um Netto übernimmt
      der Arbeitgeber.
      Das ist es, was ich wissen wollte!

      Danke
      Dany
    • von E. Krull 0
      Re^3: Dauer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
      Das ist keine Passage aus dem Gesetz, allenfalls eine Kommentierung.

      Die Schwangere erhält während der Schwangerschaft und auch noch 12 Wochen nach der Geburt (bei Zwillingen) das sog. Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und vom Arbeitgeber den Zuschuß zum Mutterschaftsgeld (§ 13 und § 14 MuSchG).

      Insgesamt ergibt dies das bisherige monatliche Nettogehalt.

      Mit Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit hat das nichts zu tun. Denn Schwangerschaft ist ja keine Krankheit, denn Krankheit wird definiert als ein "REGELWIDRIGER körperlicher Zustand" :-)