Dann täte ich mich nicht unbedingt mit so viel begangenen und schon etwas ausgelutschten Gebieten wie Gastwirte, Taxiunternehmer, Messevertriebler, Subunternehmer im Trockenbau usw. beschäftigen.
Interessant fände ich (erst heute früh im Radio gehört, dass offenbar nicht nur die halbstaatliche Commerzbank, sondern auch die Landesbank Baden-Württemberg ganz ordentlich mit dabei gewesen ist!) die verschiedenen Aspekte von Cum-cum-Geschäften, auch unter dem Gesichtspunkt, ob hier eine legale Nutzung von Steuerschlupflöchern oder eine illegale Täuschung des Fiskus vorliegt.
Fürs zweite Semester allerdings vielleicht ein bissle zu hoch aufgehängt, und in Stuttgart sitzt Du ja sozusagen im Herzen von Mayer-Vorfelder-Land, wo man die Gosch it gar so weit aufmacha sott.
Aber auch sonst gibt es aus der Umgebung von Mackie Messer ganz spannende Sachen, z.B. das „Vorsteuerkarussell“, das im Lauf der vergangenen dreißig Jahre teils unter heftigen Kämpfen, aber bisher vergebens lahmzulegen versucht wurde. Vom Europäischen Rechnungshof wird ausgerechnet Schäuble-Musterland immer wieder gerügt, weil Deutschland ein Zentrum der Vorsteuerkarusselle ist und sie nicht in den Griff kriegt.
Da sind im Vergleich die kleinen Pizzabäcker mit „doppelter Buchführung“ und Vorratsbewertung nach NITO (=never in, twice out) absolut harmlose Fischlein.
Schöne Grüße
MM