Vietnam - nur so ne Info...

Von: , Frage gestellt am Do, 10. Apr 2003

Falls jemand von Euch demnächst nach Vietnam fährt und nicht recht weiß, was er/sie als kleines Mitbringsel mitnehmen soll, dem/der kann ich nur raten:

nehmt 1-Euro-Stücke mit.

Nach denen sind wir permanent gefragt worden und die schienen viiiiiel interessanter als irgendwelcher Kleinkram, den man eh an jeder Ecke kaufen kann....

Grützli
Gerry

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Minuten 1 hilfreich
    Re: Vietnam - nur so ne Info...


    nehmt 1-Euro-Stücke mit.

    Nach denen sind wir permanent gefragt worden und die schienen
    viiiiiel interessanter als irgendwelcher Kleinkram, den man eh
    an jeder Ecke kaufen kann....
    Hallo,

    das halte ich aus ethischer Sicht für problematisch, bei einem Pro-Kopf-Einkommen von 350 Dollar/Jahr ist das ein Tageseinkommen ....

    gruss
    wl

    • Antwort von nach 52 Minuten 3 hilfreich
      Mehr als problematisch

      das halte ich aus ethischer Sicht für problematisch, bei einem
      Pro-Kopf-Einkommen von 350 Dollar/Jahr ist das ein
      Tageseinkommen ....
      Hallo!

      Das halte ich sogar für mehr als nur problematisch. Das sollte man immer und unter allen Umständen vermeiden. Wird auch in jedem halbwegs verantwortungsbewußten Reiseführer immer wieder betont.
      Kinder betteln, verdienen durch Bettelei letztlich mehr als ihre arbeitenden oder auch arbeitslosen Väter und lernen darüber hinaus, daß man durch Betteln mehr verdienen kann als durch Arbeit. Die Konsequenzen für Familien- und Sozialgefüge der betroffenen Länder sind absolut verheerend.
      Die unterschiedlichen Entwicklungsstadien solcher durch den Massentourismus veränderten Strukturen kann man im arabischen Raum sehr gut ablesen:
      In den touristisch am meisten erschlossenen Ländern Ägypten, Tunesien und Marokko kann man sich der kleinen Schmarotzer kaum noch erwehren, im touristischen Schwellenland Syrien konnte ich im vergangenen Jahr bereits ein deutliches Vorhandensein von Schnorrern an touristischen Brennpunkten (Palmyra, Krak des Chevaliers etc.) wahrnehmen, während man im Noch-Nicht-Touristen-Staat Libyen bislang gänzlich unbehelligt bleibt.

      Gruß, Hartmann.

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        schon gut...

        ich habe lediglich an die Menschen gedacht, die ich dort kennengelernt habe und denen ich gerne eine Freude gemacht hätte... es geht hier nicht um Bettler, davon habe ich nie gesprochen....

  2. Antwort von nach 20 Stunden 1 hilfreich
    'German Graf Großkotz'

    Ob Vietnam, DomRep, Indien oder sonstwo... ich weiß nicht, was das soll. Ist es so befriedigend, Almosen in den Staub zu werfen und sich feiern zu lassen? Das Reiseland profitiert vom Reisenden durch den Umsatz vor Ort. Das reicht - muß reichen... mir jedenfalls reicht es. Schließlich mache ich Urlaub. Wäre die Reise eine dienstliche, würde ich im Land weilen, um Geld zu verdienen.

    Gruß!
    Tino

    • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
      Re: 'German Graf Großkotz'...off topic

      Du bist unglaublich....:-) und natürlich hast Du auch recht, nur
      wenn Du wohlgenährt an halb verhungernden Kindern (so geht es mir oft in den dörflichen Regionen der Türkei) vorbeikommst, hast Du einfach das Gefühl, sofort helfen zu müssen.
      Es ändert nicht viel und man wird auch nicht gefeiert, höchstens
      verwirrt angeschaut und eigentlich beruhigt man damit tatsächl.
      nur sein Gewissen.

      LG
      d. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 22 Stunden 4 hilfreich
        Re^2: 'German Graf Großkotz'...off topic

        Huhu, verwirrt angeschaut und eigentlich beruhigt man damit
        tatsächl.
        nur sein Gewissen.
        und versaut die Kinder bis in alle Ewigkeit. Möchtest Du in das gleiche ländliche Gebiet in der Türkei ein Jahr später zurückkehren und dann massiv angebettelt werden? Möchtest Du darüber hinaus sehen dass viele junge Erwachsene arbeitslos auf der Straße herumlungern weil sie mit Betteln mehr verdient haben als Ihre Eltern und daher nicht zur Schule gingen?

        Mir ist immer noch unverständlich wie manche Menschen ein so großes Herz haben können dass sie das Unrecht in ihrem Tun vor lauter Großmut nicht erkennen.

        Byebye
        Rolf

        • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
          Re^3: Erzähl mir das nicht, ich ...

          Huhu,
          ...weiss ja, es ist falsch, ich lebte lange da, müßte es besser wissen, dennoch, wenn Du das Elend siehst, magst Du dann noch unbeschwert Urlaub machen?
          Dazu sag ich noch , daß ich dort keinen Urlaub mache.
          Du und Tino habt recht, aber bitte glaub , mit Großmut hat
          es in meinem Fall wirkl. nix zu tun.
          Aber Unrecht bleibt es dennoch...:-(
          Danke für Dein Posting.

          Herzliche Grüße
          d.

    • Antwort von nach 22 Stunden 3 hilfreich
      1.) lesen 2.) genau lesen 3.) sachlich bleiben

      Heyheyhey,

      Demenzia wirft bettelnden Biafra-Kindern (just to complete the image) aus dem schicken Roadster blinkende Euro-Cent-Almosen in den Staub?

      Oder wollte sie evtl. nur einen schlichten Mitbringsel-Tipp geben: Für Einheimische, die man auf Reisen näher kennenlernt und die den vielgescholtenen, vielzitierten Euro mal life und in Farbe als eine Art Souvenir Freunden zeigen wollen?

      Aber klar, prächtiges Posting um auf der moralisch sicheren Seite undifferenziert rumzuposaunen. *ächz*

      Kopfschüttelnde Grüße
      Diana

      • Antwort von nach 22 Stunden 3 hilfreich
        !sachlich bleiben!

        Huhu Diana,

        das ist die große Frage. Wenn Du einem Kind im ländlichen Vietnam einen Euro in die Hand drückst wird es so schnell wie möglich versuchen das Geld zu wechseln um es für die Familienkasse zu verwenden. Betteln ist vorprogrammiert.

        Gibst Du einem Mitarbeiter von Unilever Saigon einen Euro als Souvenir wird er sich entweder freuen oder dich verständnislos angucken weil er meint Du willst ihn mit Almosen abspeisen.

        Insofern hat Tino schon recht. Wenn ich in einem einheimischen Lokal esse, in einem einheimischen Hotel wohne und Waren aus dem Land kaufe dann bin ich eigentlich schon gut dabei.

        Das Wort "einheimisch" betone ich deshalb so stark weil es, z.B. in der Karibik, viele Hotelketten aus dem Ausland gibt die per All Inklusive den gesamten Umsatz der Touristen im Hotel und damit für den Konzern behalten. Hier kommt kein Geld der Bevölkerung zu gute, ausser dass ein paar Einheimische dort zu Hungerlöhnen arbeiten dürfen/müssen.

        Byebye
        Rolf



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!