Rote Karte

Von: , Frage gestellt am Mo, 27. Sep 2004

Hi,

jetzt bin ich zum allerersten Male im Sportbrett...

Es geht sich um folgendes:

In der Senung "Genial daneben" wurde die Frage aufgeworfen, woher der Begriff "Arschkarte" kommt und damit beantwortet, dass in der Anfangszeit der Fußball-Fernsehübertragungen, die TVs noch alle schwarz-weiß waren, man also die rote nicht von der gelben Karte unterscheiden konnte. Aus diesem Grund sei die gelbe Karte in die Brusttasche gewandert und die rote Karte in die Gesäß-, also die Arschtasche. Von nun an wurde die Arschkarte gezogen, um jemanden vom Platz zu stellen.

Ganz stolz auf dieses neue Wissen, erzählte ich die Geschichte meinem Freund, der ein alter Fußballer ist. Der sagte, das sei alles Quatsch, da die rote und die gelbe Karte erst sehr viel später entstanden sei.

Was stimmt denn nun? Seit wann gibt es rote und gelbe Karten im Fußball?

Liebe Grüße
Burkhard

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Rote Karte

    Moin, Was stimmt denn nun? Seit wann gibt es rote und gelbe Karten
    im Fußball?
    Was nun stimmt, weiß ich auch nicht, aber rote und gelbe Karte wurden zur Fußball-WM 1970 in Mexiko eingeführt.
    Der deutsche Schiri Kurt Tschenscher hatte im Eröffnungsspiel UDSSR-Mexiko am 31.05.1970 die Ehre, als erster Schiedsrichter die gelbe Karte zu ziehen, was er fünfmal tat, vier für die UDSSR eine für Mexiko.

    Übrigens gab es da schon Farbfernsehen, das in Deutschland zur Funkausstellung 1967 in Berlin eingeführt wurde.


    CU
    Axel

  2. Antwort von nach 4 Stunden 2 hilfreich
    Re: Rote Karte

    Hi,
    Wikipedia sagt (ohne weiter auf den Ursprung einzugehen):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Arschkarte
    Arschkarte

    Redewendung: "Die Arschkarte ziehen." Wenn jemand die sprichwörtliche Arschkarte gezogen hat, ist damit gemeint, dass etwas für ihn besonders ungünstig gelaufen ist.

    Es gibt 2 Erklärungen warum sich die Karte in der Gesäßtasche befindet :

    1) Damit der Schiedsrichter schnell die richtige Karte findet, trägt er die gelbe Karte in der Brusttasche und die rote Karte in der Gesäßtasche (Arschtasche).

    2) Er hatte die Karte in der Gesäßtasche damit die Zuschauer, die einen Schwarz/weiss-Fernseher besaßen, direkt erkannten welche Karte vergeben wurde.


    Grüße,
    J~

  3. Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
    Re: Rote Karte

    Hallo. In der Senung "Genial daneben" wurde die Frage aufgeworfen,
    woher der Begriff "Arschkarte" kommt und damit beantwortet,
    dass in der Anfangszeit der Fußball-Fernsehübertragungen, die
    TVs noch alle schwarz-weiß waren, man also die rote nicht von
    der gelben Karte unterscheiden konnte. Aus diesem Grund sei
    die gelbe Karte in die Brusttasche gewandert und die rote
    Karte in die Gesäß-, also die Arschtasche. Von nun an wurde
    die Arschkarte gezogen, um jemanden vom Platz zu stellen.
    Das ist halb richtig, also schlimmer als ganz falsch ;-)

    Wie schon geschroben wurde, kamen die roten und gelben Karten bei der WM 1970 erstmals auf internationaler Ebene zum Einsatz. Vorher wusste bei einem Spiel Papua-Neuginea gegen China der Spieler nie so richtig, ob ihn der dänische Schiedsrichter nun vom Platz stellen oder zur Hochzeit seiner kleinen Schwester einladen wollte ...

    Farbfernsehen aber hat mit der unterschiedlichen Position der Karten nix zu tun - das gab es damals schon. Es steckt auch nicht jeder Schiri zwangsläufig die rote Karte in die Arschkippe; die meisten tun dies, aber einfach aus Gründen des einfachen Wiederfindens. Für den Schiri ist es nämlich blamabel, in der hektischen Spielsituation statt der roten Karte das Aktfoto der Schwiegermutter zu ziehen.

    NB : Einige Verbände haben in den Achtzigern (als die Zeitstrafe getestet wurde) noch zusätzlich mit einer blauen Karte herumgefuhrwerkt. Letztere war dann wegen [fummelsuch] noch schneller aus der Mode als die Zeitstrafe selbst, die dann doch wieder mit der Hand angezeigt wurde ... besonders lustig, wenn der Schiri die Pfeife an dieser Hand festgebunden trug. Zweimal die Pfeife in die Visage bekommen, bedeutete für den Spieler also "ich habe jetzt 10 Minuten Pause" ...

    Gruß kw

    • Antwort von nach 6 Tagen 2 hilfreich
      Re^2: Blaue Karte

      Hallo.
      Salü Oki, Für den Schiri ist es nämlich
      blamabel, in der hektischen Spielsituation statt der roten
      Karte das Aktfoto der Schwiegermutter zu ziehen.
      *lach* NB : Einige Verbände haben in den Achtzigern (als die
      Zeitstrafe getestet wurde) noch zusätzlich mit einer blauen
      Karte herumgefuhrwerkt. Letztere war dann wegen [fummelsuch]
      noch schneller aus der Mode als die Zeitstrafe selbst, die
      dann doch wieder mit der Hand angezeigt wurde ...
      ergänzend: bei uns gibt's die blaue Karte immer noch und zwar im Nachwuchsbereich. Bei der zweiten Blauen wird's dann Blau-Rot. Gruß kw
      auch einen Gruß
      WS

  4. Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
    ratlos

    Hi,

    erstmal herzlicen Dank an Euch alle für Euer fußballerisches Wissen (ist das eigentlich wie bei buchhaltérisch, dass das auf der vorletzten Silbe betont wird? fuballérisch). Leider verbleibe ich nun ratlos, woher die Arschkarte tatsächlich kommt. Noch nicht mal dem Fernsehen und "genial daneben" ist mehr zu trauen....

    Liebe Grüße
    Burkhard

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re: ratlos

      Hi,
      Barracuda, Leider verbleibe ich nun ratlos, woher die Arschkarte tatsächlich
      kommt. Noch nicht mal dem Fernsehen und "genial daneben" ist
      mehr zu trauen....
      Doch, die Arschkarte kommt schon aus dem Fußballéerischen ... nur hat das eben nix mit Farbfernsehen zu tun ...

      Gruß kw

      • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
        Re^2: ratlos

        hi there,

        das farbfernsehen ausgestrahlt wird, sagt aber nichts darüber aus, wie viele zuschauer farbe empfangen können, zumal bei der wm auch andere länder als deutschland zugeschaltet gewesen sein sollen :-)

        ich halte die erklärung darum für nach wie vor plausibel.

        täubchen

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