War schon mal da, aber fühl mich grad wieder so:

Koma

Alles gesagt
getan und erlebt
vieles nicht erfragt
doch nichts mehr
was es zu tun gäbe

es lebe die Trägheit
die Gleichgültigkeit
wie Valium rauscht sie im nichts

verbraucht sich selber nicht mal
immerdar
die gleiche Leier

ein Dichter schrieb -
nein bestimmt ein König -
das Leben ist schal wie eine
Beichte nach der Wiederholung

bin ICH Dornröschen?
Märchen sind wahr

alles dagewesen
alles schon gelebt
keine Kraft mehr für neue Illusionen
Gedanken stehen still

liebgewonnene Gleichgültigkeit
zu gar nichts mehr bereit
sich selbst überlassen einfach weiter schlafen
kann da passieren was immer will

still wird es um mich herum
herrliche Stille
der Herzschlag setzt aus
Atemluft entspringt einem Gebilde

raus aus dem Gefängnis von Körper und Intellekt
von Gebrechen und Angst
Verlangen und Bangen
Liebe und Hass

Es ist wunderbar hier draußen
eine wirkliche Wahrhaftigkeit
ohne Glammor
ohne Neid

Ruhe nur
Weckt mich nicht mehr auf.

d.
(1992)

Eine nächtliche Parade
ungebetener Bilder.
Eine Nacht, die niemals endet,
ich gleite davon.

Eine einsame Leere,
jenseits von Schmerz,
von Kummer und Worten
umklammert mein Herz.

Und ich gehe durch die Tür,
die Tür, die ins Alleinsein führt.

Ich sinke ins Nichts,
in endlose Leere.
Nur dunkles Geheimnis-
erdrückende Schwere.
Ich träume wahnsinnige Träume
von Gnade und Verzeihen.
Erhabene Momente für die Ewigkeit!

Ich sehe Fetzen meines Lebens,
Fragmente meines Seins.
Wie Messer, die mein Herz durchbohren,
stummes Schrei´n.

Hier gibt es keine Namen,
ich weiss nicht, wer ich bin.
Alles von Bedeutung
verliert seinen Sinn.

Ich falle immer tiefer, immer tiefer in den Traum!

(BO - E.I.N.S.)

Und ich gehe durch die Tür,
die Tür, die ins Alleinsein führt.

öffnet sich, tut aber sonst nix. Die nächtl. Parade dageben ist wundervoll.

Wahnsinns Träume und erhabene Momente? (weiss noch nicht).
Endlos Leer geht auch nicht.
Also geht im Sinne von fühlen schon.

Danke für das Gedicht.

d.
(gar nicht stumm)