Ein Brief der nie ankommt

Lutz Wagner

Liebe…
Heute bist du 18 Jahre alt geworden und mit diesem Brief, obwohl du ihn nie lesen wirst, möchte ich dir gratulieren. Möchte dir für dein hoffentlich langes Leben, viel Glück und vor allem viel Gesundheit wünschen.

Ist schon komisch, noch vor einem Jahr haben wir dein Geburtstag gemeinsam gefeiert. Da dachte ich noch, dass uns zwei nichts auseinander bringen kann. Doch leider war dies nur ein Wunschtraum von mir, der nicht in Erfüllung gehen sollte.
Du weißt ja, du warst für mich die große Liebe, dir habe ich mein Herz zu Füßen gelegt. Doch das diese Liebe mich blind gemacht hat, dass habe ich erst viel später, fast zu spät, erfahren. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass du die meiste Zeit nur mit mir gespielt hast. Das ich für dich lange nur ein Ekelpaket war/bin. Ich verstehe nicht, wie du so perfekt mich täuschen konntest. 2 ½ Jahre war ich überzeugt, dass du mich liebst und erst ein halbes Jahr später, nachdem wir schon getrennt waren, hast du mir indirekt die Augen geöffnet.

Damit hast du mich schwer verletzt.

Es wäre für mich einfacher gewesen, nur deine Liebe wäre erloschen, damit wäre ich fertig geworden. Nein, du musstest alles zerstören, was mich mit dir verband. Du warst für mich nicht nur meine Freundin, nein, du warst auch meine beste Freundin. Dir konnte ich alles sagen. Mit dir konnte man über alles reden. Ich habe dir vertraut, habe dir mein Innerstes nach Außen gekehrt, weil ich dachte, dass dies bei dir in guten Händen ist.

Doch du hast das Vertrauen kaputt gemacht. Hast die Harmonie zerstört.

Wie gesagt, dass ich dich, weil du mich nicht mehr liebst, als Freundin verloren habe, dass habe ich akzeptiert, doch das du komplett unsere Freundschaft beendest hast, dass konnte ich lange nicht akzeptieren.

Du hast mir gefehlt, als Person, zu der man kommen kann, wenn man Probleme hat. Du hast dich mir komplett entzogen. Mir fehlte im doppeltem Sinne, der Boden unter den Füßen.

Ich verstand bzw. verstehe das alles nicht.

Was habe ich verbrochen, schon in unserer Beziehung, dass du mich so verachtest?
Ab welchem Zeitpunkt war ich für dich nur noch ein Spielball? Ich kann mir nicht vorstellen, dass du die gesamte Zeit unserer Beziehung nur mit mir gespielt hast.
Warum bist du wieder zu mir zurückgekommen, nach dem wir uns 2001 schon mal getrennt hatten? Du wusstest doch damals genau, wie schwer mir die Trennung gefallen ist und ich sie nach 3 Monaten langsam überwunden hatte. Wolltest du mich komplett fertig machen und bist du deswegen zu mir zurück gekommen?
Du hättest es fast geschafft. Wie und warum ich das geschafft habe, frag nicht, ich weiß es selber nicht genau.
Du hast nur eins geschafft. Jegliches Vertrauen ist zerstört. Ich glaube nicht mehr an Treueschwüre! Ich glaube nicht mehr an die wahre Liebe!
Dafür verachte ich dich, hassen kann ich dich nicht, denn, obwohl du mich nie so geliebt hast, wie ich dich, empfinde ich immer noch etwas, und ich werde unsere gemeinsame Zeit nie vergessen.

Vielleicht kommt in ferner Zukunft einmal der Tag, an dem du mir erklärst, was passiert ist.
Ich hoffe das dies geschieht. Ich hoffe auch, dass wir irgendwann einmal wieder freundschaftlich miteinander umgehen, denn als gute Freundin fehlst du mir immer noch.

In Liebe …

Noch ein Brief der nie ankommt
Hi!

Hm, da hat mich vieles (zum Glück nicht alles…) an eine verflossene Beziehung meinerseits erinnert…

Klasse Text!

Hier noch ein (auch „geklauter“) Brief, auch manches Wahre darin (aber aus der Sicht der Frau :wink:

Mal sehen, wer den Text wiedererkennt :wink:
(Kenner des Brettes „Musik“ aufgepasst…)

"Wenn ich heute
an dich schreibe
dann nur deshalb,
weil du mich sonst
nie verstehst.
Weil du, wenn ich
mit dir rede
mich verbesserst,
mir ins Wort fällst
oder gehst.

Du meinst, ich sollte dankbar sein,
doch was hast du von Heucheleien,
ich hab mich leider nie gut verstellt.
Zu lang hast du mich unterdrückt,
den Freiheitsdrang in mir erstickt
und verspottet, was mir gefällt.

Meine Fehler,
meine Schwächen,
hast du immer
sehr genau
registriert.
Du warst lieb nur
wenn’s mir schlecht ging,
meine Siege
hast du niemals
akzeptiert.

Und kam ein Freund zu mir nach Haus,
dann sahst du wie ein Engel aus
und hast deinen Charme versprüht.
Kaum war er fort, dann kam dein Hohn,
denn lächerlich erschien dir schon,
dass er sich für mich entschied.

Meist war ich eine Last für dich,
nur manchmal warst du stolz auf mich,
weil ich dir so ähnlich schien.
Nur, dass ich eben immerhin
fast zwanzig Jahre jünger bin,
hast du mir bis heut’ nicht verzieh’n…

Gib mir keine
Schuldgefühle,
dein Versuch,
mich so zu binden,
geht schief.
Ich will endlich
von dir frei sein
darum, Mama,
schrieb ich dir
diesen Brief. […]"

Hi!
:
: Klasse Text!

Findest Du? Z. schreibt ja sonst oft Klasse Texte rein, den fand
ich eher fad.

: Hier noch ein (auch „geklauter“) Brief, auch manches Wahre
: darin (aber aus der Sicht der Frau :wink:
:
: Mal sehen, wer den Text wiedererkennt :wink:
: (Kenner des Brettes „Musik“ aufgepasst…)

Leider nein!!! aber bitte bitte (denn der Text ist wirkl. KLASSE) sach mal, von wem…(könnte zu
Gröny, Wackershausen,
Lindenberg oder Westernhagen passen…???)

Voll daneben?

*von Neugierde geplagte Grüße*

Leider nein!!! aber bitte bitte (denn der Text ist wirkl.
KLASSE) sach mal, von wem…(könnte zu
Gröny, Wackershausen,
Lindenberg oder Westernhagen passen…???)
Voll daneben?
*von Neugierde geplagte Grüße*

Hi Dilarah!

JA! VOLL daneben! :wink:

Des Rätsels Lösung:

„Juliane Werding - Der Brief“
(Auf dem Album „Sehnsucht ist unheilbar“, 1986)

Grüße, Markus
*der sonst eher „Techno-bumm-bumm-bumm-Fan“, aber für alles Gute aufgeschlossen ist* …

Hi mafeu,

ich hab nur an Männer gedacht, wie immer…:smile:. Dabei bin ich
Juliane Werding-Fan…*seufz*

LG
d. *nix bum bum-Techno*

Einen hab ich noch…

ich hab nur an Männer gedacht, wie immer…:smile:

*gg* na sowas… :wink:

Dabei bin ich Juliane Werding-Fan…*seufz*

Und nicht erkannt??? Hallo???
Ich oute mich hiermit damit, dass ich die Alben alle besitze!!

OK, eine Chance geb ich dir noch:

Auch ein seeehr guter Text, aber diesmal NICHT Juliane W.!
Besonders der Refrain spricht mehr aus der Seele, könnte von mir sein!!

Diesmal warte ich aber auf die richtige Antwort, hab das gerade mitgetippt beim Hören (bloss das in der dritten Reihe kriege ich nicht auf dieselbe, äh, Reihe…)

Na denn…:

"Ich war noch Kind, da bekam ich die erste Lektion:
Einer, der viel älter war, sagte „Hör mal mein Sohn,
du hast zwei …?..
die sind wichtig, bist du auf dem Weg zu deinem Ziel.“

Und er sagte: „Ich glaub, dein Weg, der wird dornenreich sein,
denn du bist aus Watte gemacht, aber auch hart wie Stein.“
Seine Worte sind Narben,
denn wie Lava brannten sie in meiner Haut.

Und so traf ich schon früh, wenn ich’s kaum auch verstand, den Entschluss,
dass ich stark sein muss:

Keine Macht wird mich bewegen,
mich nie wieder anzulegen
mit den Leuten, die da glauben,
dass sie was Besond’res sind.

Keine Macht wird mich besiegen,
keiner meinen Kopf verbiegen.
Ich werd’ sagen, was ich denke,
gradeaus und ins Gesicht.

Ich war grade zwölf, da erschien mir die Sehnsucht bei Nacht.
Eine Frau für Drinks und Geld hat mein Feuer entfacht,
ohne mich zu verletzen,
denn für Tragik hatte sie schon längst mehr kein Gefühl.

Als ich sie verließ, glaubte ich ein ganz Großer zu sein.
Damals wusste ich noch nicht, dass Seelen auch schrei’n,
ich sah nie ihre Tränen,
und auch nie die Scham auf ihrer dünnen Haut.

Sie gab mir jäh einen Tritt und so tat ich in den Schritt auf den Weg,
den ich nie verließ:

Keine Macht wird mich bewegen,
mich nie wieder anzulegen
mit den Leuten, die da glauben,
dass sie was Besondres sind.

Keine Macht wird mich besiegen,
keiner meinen Kopf verbiegen.
Ich werd sagen, was ich denke,
gradeaus und ins Gesicht.

Keine Macht wird mich bewegen,
mich nie wieder anzulegen
mit den Leuten, die da glauben,
dass sie was Besond’res sind.

Keine Macht wird mich besiegen,
keiner meinen Kopf verbie…"

Und nicht erkannt??? Hallo???
Ich oute mich hiermit damit, dass ich die Alben alle besitze!!

Fein!!!

OK, eine Chance geb ich dir noch:

Ja - sehr gut, leider auch nicht bekannt (mir) Mist. Dummerweise
muß ich jetzt weg…:smile:, die Männer, sorry der MANN freilich.
Wenn es sonst keiner errät, würdest Du mir den bzw.
Interpreten mailen …
Kennst Du eigentl. Gundermann? Ich würde mich mit „Wahnsinns-
texten“ revanchieren sobald ich wieder anwesend bin.

Herzl. Grüße …und wech…
d.

Auch ein seeehr guter Text, aber diesmal NICHT Juliane W.!
Besonders der Refrain spricht mehr aus der Seele, könnte von
mir sein!!

Diesmal warte ich aber auf die richtige Antwort, hab das
gerade mitgetippt beim Hören (bloss das in der dritten Reihe
kriege ich nicht auf dieselbe, äh, Reihe…)

Na denn…:

"Ich war noch Kind, da bekam ich die erste Lektion:
Einer, der viel älter war, sagte „Hör mal mein Sohn,
du hast zwei …?..
die sind wichtig, bist du auf dem Weg zu deinem Ziel.“

Und er sagte: „Ich glaub, dein Weg, der wird dornenreich sein,
denn du bist aus Watte gemacht, aber auch hart wie Stein.“
Seine Worte sind Narben,
denn wie Lava brannten sie in meiner Haut.

Und so traf ich schon früh, wenn ich’s kaum auch verstand, den
Entschluss,
dass ich stark sein muss:

Keine Macht wird mich bewegen,
mich nie wieder anzulegen
mit den Leuten, die da glauben,
dass sie was Besond’res sind.

Keine Macht wird mich besiegen,
keiner meinen Kopf verbiegen.
Ich werd’ sagen, was ich denke,
gradeaus und ins Gesicht.

Ich war grade zwölf, da erschien mir die Sehnsucht bei Nacht.
Eine Frau für Drinks und Geld hat mein Feuer entfacht,
ohne mich zu verletzen,
denn für Tragik hatte sie schon längst mehr kein Gefühl.

Als ich sie verließ, glaubte ich ein ganz Großer zu sein.
Damals wusste ich noch nicht, dass Seelen auch schrei’n,
ich sah nie ihre Tränen,
und auch nie die Scham auf ihrer dünnen Haut.

Sie gab mir jäh einen Tritt und so tat ich in den Schritt auf
den Weg,
den ich nie verließ:

Keine Macht wird mich bewegen,
mich nie wieder anzulegen
mit den Leuten, die da glauben,
dass sie was Besondres sind.

Keine Macht wird mich besiegen,
keiner meinen Kopf verbiegen.
Ich werd sagen, was ich denke,
gradeaus und ins Gesicht.

Keine Macht wird mich bewegen,
mich nie wieder anzulegen
mit den Leuten, die da glauben,
dass sie was Besond’res sind.

Keine Macht wird mich besiegen,
keiner meinen Kopf verbie…"