Es gibt jetzt wohl kaum noch einen Monat, in dem es nicht irgendwo in der Welt knallt und Menschen erschossen oder entführt werden. Terrorismus scheint im Moment Hochsaison zu haben und so stellt sich die Frage, ob der gelangweilte Mitteleuropäer nicht umsatteln sollte. Statt ödem Briefmarkensammeln oder alternativem Töpfern, bietet die Verbreitung von Angst, Schrecken und Terror eine durchaus spannende und abwechslungsreiche Alternative!
Doch bevor der geneigte Leser überlegt, ob der Name ‚Klaus bin Laden‘ oder ‚Frank Baader‘ nicht viel spannendere Namen sind, ein bis zwei Worte der Warnung, denn ‚Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten‘! So sollte sich der frischgebackene Feierabendterrorist zuallererst überlegen, wie er oder sie das neue Hobby finanziert. Das Leben eines Terroristen ist teuer… sauteuer! Der Unterhalt einiger konspirativer Wohnungen, andauerndes Herumfliegen in der Welt, die Anschaffung sündhaft teurer Waffen und Sprengstoff… kratzen ganz schön am Haushaltsgeld.
Die Überlegung, den monatlichen Kapitalmehrbedarf durch putzen in der Früh und Nachtwächterjobs in der Nacht zu decken, ist absolut kontraproduktiv. Wer tagsüber arbeitet, nachts jobbt und vor dem Aufstehen putzt, hat keine Zeit mehr für sein neues Hobby und ist spätestens nach einer Woche SO fertig auf der Bereifung, dass selbst der tägliche Konsum einiger Kilo Kokain nix mehr bringt! Welche Alternativen bleiben sonst? Lottospielen würde im Erfolgsfalle das Problem der Finanzierung lösen, aber statistisch betrachtet ist ein heute jugendlicher Terrorist knapp 80, bevor er endlich genügend Kohle hat.
Da jeder ‚wahre‘ Terrorist ganz furchtbar aus dem Maul stinkt und einen Vollbart bis zu den Knien trägt, ließe sich über die Jahre einiges Geld an Zahnpasta, Rasierklingen und Rasierschaum sparen. Durch das zusätzliche Tragen der Standardbekleidung aller Terroristen, lange wallende Lumpen und ein dreckiges, um den Kopf gewickeltes Tuch, statt anständiger, sauberer Kleidung, käme weiteres Geld in die ‚Kriegskasse‘. Wie man jedoch völlig verdreckt, stinkend und in Lumpen gehüllt auf Dauer seinen Job als Bankkassierer, EDV-Hure oder UPS-Fahrer behält… weiß ich leider auch nicht. Doch solche Kleinigkeiten schrecken den echten Terroristen nicht… oder doch!?
Solltet ihr durch das bisher Geschriebene etwas entmutigt sein, bliebe euch nur die weniger spektakuläre Variante - Terrorismus light! Statt die Rocky Mountains zu sprengen, das Wasser des Pazifischen Ozeans abzupumpen oder den Mond lila anzustreichen, könntet ihr Rentnern schnellbindenden Beton in die Haftcreme für ihre dritten Zähne mischen, Kahlköpfigen das Haarwuchsmittel mit etwas Enthaarungscreme ‚würzen‘ oder Boulemisten Appetitzügler in ihr Mineralwasser schütten.
Ihr wollt statt solchem dummen Kinderkram medienwirksamere Aktionen? Kein Problem! Borgt euch z.B. sara’s Kind, geht zu einer öffentlichen Veranstaltung von Gerhard Schröder und lasst es laut 'Papa! Papa!" rufend auf Schröder zulaufen, während die Presse der Welt knipst und filmt.
Solltet ihr kein Kind organisieren können oder unseren Kanzler ganz, ganz lieb haben, geht nach Bayern und ruft lauthals „Ich brauche noch eine Quittung für die 100.000 Euro, die ich ihnen gestern auf ihr Privatkonto überwiesen habe, Herr Stoiber!“.
Wer jedoch gleich in die Meisterklasse des Terrorismus einsteigen will, kennt natürlich nur ein Ziel… die bösen, bösen USA! Geht in die nächste Bäckerei, kauft einige leckere Laugenbrezeln, lasst diese einige Tage offen herumliegen und schickt sie dann dem lieben Onkel Bush… Guten Appetit!