In „Personalführung“ stellt sich heute die Frage: „Wie gehe ich mit meinem Chef um?“
Als Frau dürfte dies eigentlich kaum ein Problem sein. Zumindest dann, wenn sie einigermaßen attraktiv ist. Sie kann ihn einfach bei den Glocken packen. Natürlich Safer Sex ohne im gestreckten Galopp auf dem Chefsessel zu reiten. Grund dafür ist doch, daß das durchschnittliche Chefchen, motiviert durch die ununterbrochene Möglichkeit der Machtausübung, meist mit einer Beule in der Hose rumläuft. Wird diese
Erregung nicht auf Kongressen oder Seminaren von ansässigen Bordsteinschwalben niedergekämpft, holt sich doch der in die Jahre gekommene Westentaschentyrann die Selbstbestätigung bei der eigenen Sekretärin. Also recke sich die Endzwanzigerin in den engen Hotpants über den Kopierer, zuckt dem Lüstling rasch die Hand. Aber er wird sicher, diese Anzeige wegen sexueller Belästigung fürchtend, maximal das Gehalt erhöhen und sich heimlich auf dem Klo einen kloppen. Folglich kann eine Frau nur gewinnen, und wird der alte Zausel vollgesoffen auf der Weihnachtsfeier zudringlich, dann verklagt man ihn, daß es kracht, kündigt fristlos, heuert mit ein paar Betriebsgeheimnissen und doppeltem Gehalt beim Konkurrenzunternehmen an und schreibt ein paar Zeilen an seine Ehefrau. Entweder er läuft sauber in der Spur, oder er wird vernichtet.
Hi Blues !
Mir als attraktivem, jungen Mitarbeiter in einem renommierten deutschen Großunternehmen geht es so richtig gut.
Nach meiner Gerichtsverhandlung wegen irgendsoeiner frigiden Zicke aus der Buchhaltung letztes Jahr habe ich mich darauf verlegt, mich nach oben zu orientieren.
Die Executive Managerin meines Profitcenters ist das Objekt meiner Begierde.
Eigentlich ist sie nicht besonders schön (zumindest nicht so ein geiles Stück wie die frigide Zicke aus der Buchhaltung), sie hat jedoch Klasse (und natürlich Geld).
Außerdem ist sie für einen Typen wie mich leichte Beute. Von ihrem Mann und ihren beiden Kindern hört sie täglich seltener, sie solle doch mal einen abend früher nach Hause kommen. Und so sitzt sie abends am Schreibtisch und verliert sich in sich selbst. In solchen Situationen schleiche ich dann in ihr Büro und liebe sie so, wie man es von einem Kerl wie mir erwartet.
Das macht sie glücklich.
Und mich macht es reich, denn ihr Mann darf davon auf keinen Fall etwas erfahren. In dieser Ehe besitzt sie das Geld und er wartet nur auf eine Gelegenheit sie loszuwerden. Daher bekomme ich jeden Monat meinen Scheck, da sie mittlerweile ohne meine anerkennenden Taten nicht mehr leben kann.
Außerdem habe ich sie letzte Woche gebeten, die kleine frigide Zicke aus der Buchhaltung zu feuern. Sie sagte später dann „ja“.
Gruß,
Mathias
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