Suche vergnügliche Kurzgeschichten

Hallo Wissende,
suche für eine Abschiedszeitung unserer Sekretätin (30 Jahre im Dienst) Stories über Büroalltag, Entwicklung des Sekretärinnenberufs, Schreibmaschine, Diktiergerät, Telefon usw.
Kann jemand helfen??
Gruß Maren

Diverses aus meiner Sammlung …
Hallo Maren,

habe mal nachstehend Diverses mehr oder weniger Passendes angehängt - vileicht kannst Du was davon brauchen!

Lieben Gruß
Martin

Telefonregeln

  1. Eine gründliche Vorbereitung auf ein Telefongespräch ist nutzlos. Man muß immer damit rechnen, daß die Nummer des Gesprächspartners besetzt ist. Voraussichtlich ist er überhaupt nicht da oder, wenn man ihn erreicht, wird er sicher über etwas anderes sprechen wollen. Goldene Telefonregel: Erst wählen, dann reden, dann denken, dann suchen, dann auflegen !

  2. Fassen Sie niemals mehrere Themen zu einem Gespräch zusammen. Das Aufnahmevermögen des Gesprächspartners reicht häufig nur für einen Gesprächsgegenstand. Im übrigen hat jedes Thema Anspruch auf einen besonderen Anruf.

  3. Es ist sinnlos, sich den Inhalt eines Telefongespräches aufzuschreiben, denn der Zettel kann verloren gehen. Motto: Was man im Gedächtnis hat, das weiß man !

  4. Melden Sie sich kurz und knapp mit „Ja“, „Hallo“, „Bitte“, vielleicht auch mit „Wer da?“. Wo kämen wir hin, wenn sich jeder täglich zum x-ten Male mit seinem Namen meldet?

  5. Telefonieren wird erst schön durch Privatgespräche. Nichts fördert das Betriebsklima mehr als die Benutzung des Geschäftstelefons für private Anrufe. Mit freudigen Ereignissen können Sie die Kolleginnen und Kollegen am Telefon auflockern, so daß sich diese - positiv motiviert - mit ihren Gedanken voll und ganz auf die berufliche Tätigkeit stürzen.

  6. Die meisten Menschen leben so unter Zeitdruck, daß man ihnen eine längere Erholungspause gönnen sollte. Deshalb ist es unfair, einen Anrufer zu schnell weiterzuverbinden. Mit „bitte warten, bitte warten, bitte warten…“ können Sie seine Erholungspause, die ihm zusteht, beliebig verlängern.

  7. Niemals soll man einen Anrufer direkt mit der richtigen Person verbinden. Das wäre schon psychologisch falsch. Der Anrufer soll merken, daß sich die ganze Firma um ihn kümmert. Wenn er mit 6-8 Stationen reden kann, ist er beeindruckt.

  8. Melden Sie der Telefonzentrale auf keinen Fall, wer für was in der Firma zuständig ist. Der Betreffende und seine Kollegen könnten es erfahren, und dann geht der Kampf um Kompetenzen von neuem los.

  9. Die meisten Anrufe, die kommen, sind unwichtig. Versprechen Sie deshalb, zurückzurufen, und vergessen Sie diese Rückrufe. Die Anrufe erledigen sich meistens von selbst.

  10. Eine Abmeldung bei der Telefonistin ist nicht notwendig. Der Kunde kann sich während der Suchaktion taxpflichtig ausruhen. Er ist besonders glücklich, wenn er nach 5 Minuten erfahren darf, daß der Sachbearbeiter nicht gefunden werden konnte.

Management-Systeme
Eine nicht ganz ernst zu nehmende Möglichkeit, das eigene Management-Verhalten zu überprüfen und einzuordnen.

Management by Helikopter:
Kommt mit Getöse, wirbelt viel Staub auf und verschwindet wieder
Management by Crocodile:
Auftauchen, Maul aufreißen, wegtauchen
Management by Nilpferd:
Wasser bis zum Hals, trotzdem ein großes Maul
Management by Champignon:
Alle im Dunkeln lassen, regelmäßig mit Mist füttern. Sobald einer den Kopf erhebt, sofort abschlagen
Management by Känguruh:
Mit leerem Beutel große Sprünge machen
Management by Happening:
Das Resultat zum Ziel erklären
Management by Jeans:
An den wichtigen Stellen sitzen Nieten
Management by Pinguin:
Grundfarbe schwarz, immer eine weiße Weste, steht auf wackeligen Füßen
Management by Dezibel:
Überzeugen durch Lautstärke anstatt durch Argumente
Management by Xerox:
Kopieren statt kapieren. Alle mit Papier zuschütten
Management by Robinson:
Ab Montag: warten auf Freitag
Management by Staubsauger:
Surrt dauernd im Betrieb rum und kümmert sich um jeden Dreck.
Management by Gear-Wheel:
Wenn sich das große Zahnrad einmal dreht, haben die kleinen zu rotieren.

Arbeitsmethoden

Montag: Die Bayrische Heidekrautmethode.
Heit graut mas vor de Arbeit.

Dienstag: Die Katzen-Methode.
Hände auf den Tisch und warten bis die Mäuse kommen.

Mittwoch: Die Elektriker-Methode.
Schon vor der Arbeit spannungslos,
Jeden Kontakt mit der Leitung vermeiden.
Auf jedem Fall Widerstand leisten.

Donnerstag: Die Robinson Crusoe-Methode.
Warten auf Freitag.

Freitag: Die Windows-Methode.
Schon beim Start gibt es Probleme.
Die Arbeit läuft nur langsam.
Außerdem wird heute zu früh Schluss gemacht.

Ist Ihr Computer männlich oder weiblich?
Sie entscheiden!

In letzter Zeit hat eine Gruppe von Computerwissenschaftlern (alle männlich) verkündet, dass man Computer ebenfalls als weiblich ansehen sollte.
Ihre Gründe, diesen Schluß zu ziehen folgen:

  1. Niemand außer dem Schöpfer versteht ihre innere Logik.
  2. Die Sprache, die sie nutzen, um mit anderen Computern zu kommunizieren, ist für jeden anderen unverständlich.
  3. Die Meldung „Falscher Befehl oder Dateiname“ ist genauso aufschlußreich wie „Wenn du nicht weißt, warum ich verrückt nach dir bin, werde ich es dir bestimmt nicht sagen.“
  4. Selbst kleinste Fehler werden für spätere Wiedergutmachung im Langzeitgedächtnis gespeichert.
  5. Sobald man sich für eine entschieden hat, stellt man fest, dass man sein halbes Einkommen für Zubehör ausgeben muß.

Wie auch immer, eine andere Gruppe von Computerwissenschaftlern (alle weiblich) denkt, daß Computer als männlich anzusehen sind.

Ihre Gründe folgen:

  1. Sie verfügen über viele Daten, bleiben aber immer ahnungslos.
  2. Sie sind dafür vorgesehen, Probleme zu lösen, aber die meiste Zeit sind sie das Problem.
  3. Sobald man sich für einen entschieden hat, stellt man fest, daß man ein besseres Modell hätte bekommen können, wenn man ein wenig länger gewartet hätte.
  4. Um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, muß man sie anmachen.
  5. Eine große Suchanfrage legt sie für eine ganze Nacht lahm.

Zehn-A-Spruch

Alle anfallenden Arbeiten
auf andere abschieben,
anschließend anscheißen,
aber anständig!