An der Theke

von Klaus Eylmann

An der Theke.

Ihre Hand spielte mit dem Bierglas, als sie ihn aus halbgeschlossenen Augen ansah.
“Du, bilde mal einen Satz mit Kanon.”
Wow, dachte er. Bilde. Höhere Schulbildung, und besser, als wenn sie gesagt hätte: Mach mal nen Satz.
“Weiss ich nicht,” meinte er und starrte auf den Mann hinter der Bar. “Sag mal.”
“Kanonedichnichtsein.” Sie lachte, und er sah, wie ihr Pullover hüpfte, mit allem, was darunter war. Er grinste, stellte sich vor, wie er vor Lachen auf ihren Rücken schlug und ihr Gebiss am Barmann vorbei gegen den Spiegel zischte und zwischen den Gläsern landete.

Doch nee, so alt war sie nun auch wieder nicht. Er drehte sich zu ihr. Sie war noch ganz gut in Schuss, und, es steckte Leben in ihr.

“Weiss nicht,” sagte er später. “Vom Kanon halt ich nicht viel. Da fängt immer einer eher an und hört früher auf.”

“Du hast Recht. Duett ist besser.” Sie legte eine Hand auf seinen Schenkel.

Hallo, dachte er, da ist auch Leben in mir und sah an sich hinab.

Der Bierbauch war im Weg.

“Wie ist es,” fragte er und kletterte vom Hocker. “Wollen wir singen?”

“Zu mir oder zu dir?” antwortete sie, als sie zum Ausgang schwankten.

Eine wahre Kannone!
Jetzt erst, wo ich dir einfach nur für deine story danken will, versteh ich das fehlende n und h!
Tolle story!
Und? Hatter nen Satz gemacht? Oder 2?
Issi ihm aber zuvorgekommen, oder?

Seiter wo!
moin, manni