Man stelle sich einfach mal vor, Pommesbuden würden so wie Telefongesellschaften abrechnen:
Die Pommesbuden würden damit werben, jede Pommes einzeln zu berechnen. Motto: Bei uns zahlen sie keine Pommes zu viel. Man hätte die Auswahl: Jede Pommes einzeln bezahlen oder in einer 10-Pommes-Einheit. Die einzelne Pommes kostet natürlich extra.
Wir Kunden könnten uns drei Monate mit Pommes und Currywurst den Magen vollschlagen, bis wir das erste Mal bezahlen müssten. Die Hälfte der Currywürste würde nicht berechnet werden; dafür würden alle bis dahin gegessenen Pommes pommesgenau abgerechnet.
Zwischen 12 - 14 Uhr sowie zwischen 18 - 22 Uhr kosten die Pommes das Doppelte (Pommes Peak-Preis). Wir könnten in jeder Pommesbude Deutschlands Pommes essen; wir müssten nur angeben, in welcher Pommesbude wir Stammkunde sind (wenn wir nicht gleich bezahlen wollen). Alle Pommesbudenbesitzer Deutschlands würden die eben genannten verkauften Pommes mit allen übrigen Pommesbudenbesitzern Deutschlands pommesgenau verrechnen, und wer mehr als zwei Pommestüten täglich bei der gleichen Pommesbude verzehrt, bekommt einmal im Monat gratis Ketchup für seine Pommes!
Wechseln wir unsere Stammpommesbude, erhebt der Pommesbudenbesitzer eine Gebühr in Höhe von zwei Currywürsten, die wir bei unserer neuen Stammpommesbude dann wieder erstattet bekommen. Ferner würden Long-Pommes (ab 5 cm) teurer als die übrigen. Einige Pommesbuden würden sogar im cm-Schritten genaue Preise haben. Ein Long-Pommes, den wir in Ruhe genießen, aber das ausgerechnet um kurz vor sechs Uhr, wird Punkt sechs mit Glockenturmschlag abgehackt. Wenn wir den Rest (nach dem Schock) noch essen, wird dieser natürlich zum doppelten Pommes-Peak-Preis verrechnet.
Bei einigen Pommesbuden würde die Mayo gar nichts kosten, da man sich noch auf keinen Preis einigen konnte. Einfach zum Preis von Mc Doof die Mayo anbieten, will man ja nun auch nicht - Mc Doof hätte dann immer die teuersten Pommes, dafür dann aber auch Hamburger und son Kram
)
Wendige Marketing-Agenturen würden schöne neue Namen für Pommesbuden (die früher „Bei Rosi“ oder „City-Grill“ hießen) erfinden, z. B. „The Pommes-People“ oder "The-Pommes-Company, „Callya-Pommes“ und „Planet-Pommes-Krumm“.
„Bei uns zahlen sie jede Pommes einzeln“ wird in diesem Rahmen auf die Formel „Pommes-by-Pommes“ verkürzt. Man spricht dann auch nicht mehr von seiner Stammpommesbude, sondern vom „Preselected-Pommes-Provider“.
Nicht zu vergessen: Die volle Kostenkontrolle ist ja ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl seines Preselected Pommes-Providers. Jeder Stammpommesbudenkunde erhält daher am Monatsende einen kostenlosen Einzelpommesnachweis (EPN), in dem der Zeitpunkt des Verzehrs und die Länge der Pommessticks ausgewiesen sind.
Und ich bin mir sicher: Da würden in den Pommes-Call-Centern und auch vor Ort viele Pommesfachleute gebraucht, die am Fett brutzeln und den Kunden die einzelnen Tarife erklären müssen!
(im Internet gefunden)
Gruß
Martin