Telekom (etwas länger)

Die folgende Story ist mir selbst vor ein paar Jahren passiert. Ich verdrängte sie mit der Zeit, aber ab und an wache ich nachts auf und dann ist sie wieder da - so auch heute.

1998 bin ich mal wieder umgezogen, aus einer WG in ein Einzelappartment. Meine Mitbewohnerin wollte unbedingt unsere Telefonnummer behalten, was mir im Grunde nichts ausmachte. Des weiteren ging mein Umzug nicht zum Ersten des nächsten Monats vonstatten, sondern bereits eine Woche zuvor.
Rechtzeitig meldete ich mich bei der Telekom, und machte der freundlichen Dame am anderen Ende klar, dass ich eine neue Nummer, und dies zum 25. des Monats haben wolle. „Kein Problem Herr Schermack!“, bekam ich zu hören, „Ihre Angaben sind wie gewünscht im Rechner gespeichert.“

Ich verschwendete keine Gedanken mehr an die Sache und dachte noch bei mir, warum nur alle Welt über die Telekom am maulen ist, wenn da doch alles so unkompliziert funktioniert.

Am Abend des 25., mein Umzug war so gut wie perfekt gelaufen, steckte ich mein Telefon ein - die Leitung war tot. Da es mir wegen der Möbelschlepperei aber nicht viel anders ging, entschloss ich mich kurzerhand, der Sache erst am folgenden Tag auf den Grund zu gehen.

Am nächsten Morgen schleppte ich mich erst mal zur Uni, und Nachmittags nutzte ich die Gelegenheit, meine neue Nachbarin kennenzulernen, indem ich sie besuchte und darum bat, ihr Telefon kurz benutzen zu dürfen.

Ein junger Mann von der Telekom nahm meine Personalien auf, recherchierte kurz und sagte dann mit monotoner Stimme und einem hörbaren Kopfschütteln:„Herr Schermack - hier steht, dass sie zum Ersten des Monats eine Freischaltung mit ihrer alten Nummer beantragt haben.“
Unnötig zu sagen, dass ich etwas überrascht war. Ich stellte klar, dass ich eine NEUE Nummer, und zwar VOR dem Ersten haben wollte!
„Gut, kein Problem! Ihre Angaben sind gespeichert - die Freischaltung kann allerdings erst morgen Früh erfolgen.“ bekam ich zu hören.

Am nächsten Tag war meine Leitung immer noch tot. Meine neue Nachbarin freute sich über meinen Besuch, und nachdem wir kurz über die Telekom gelästert hatten, versuchte ich erneut mein Glück. Eine mir noch unbekannte junge Dame meldete sich, und nach Aufnahme meiner Personalien bekam ich zu hören, dass kleinere technische Schwierigkeiten im Bereich der Leitungen an meiner neuen Adresse die Sache wohl etwas verzögern würden.

Nun, diesen Umstand stempelte ich als höhere Gewalt ab, ich gab mich damit zufrieden und wartete.

Am Morgen des nächsten Ersten (vier Tage später), klingelte mein Telefon. Eine nette junge Dame von der Telekom war dran. Sie wollte sich nochmals dafür entschuldigen, dass es bei der Freischaltung eine Verzögerung gab, und fragte, ob nun alles zu meiner Zufriedenheit wäre.
Glücklich, dass eine Stimme aus MEINEM Telefonhörer zu mir sprach, dankte ich ihr und wünschte einen schönen Tag. Bevor sie auflegte sagte sie, dass ich meine Daten per Post zugesandt bekommen würde.

Ich ging ins Bad, um mich dort für den seminarreichen Tag zu wappnen - da klingelte mein Telefon. Etwas ungläubig ging ich ran, da ausser der Telekom zu diesem Zeitpunkt niemand meine Telefonnummer hatte. Wilde Gedanken von neuerlichen Problemen schossen mir durch den Kopf.

Ein guter Freund war dran, der mich bat, ihn bei einem Professor zu entschuldigen. Bevor er auflegte fragte ich, wie er mich denn erreicht hätte, da ich eine neue Nummer habe!?
Seine Antwort traf mich etwas unvorbereitet:" Welche neue Nummer?"

Seit damals telefoniere ich fast ausschliesslich über Handy.

*schmunzel*
was hast du denn, du konntest doch immerhin schon nach 4 Tagen telefonieren (mit welcher Nummer auch immer…)
wenn ich da an meinen Vater und die Einrichtung seines neuen ISDN-Anschlusses denke…

Crazy

4 Tage, ein Witz

Ich bin auch mal umgezogen, hab ISDN beantragt, Leitung ging auch nach einigen Wirren und 2 Wochen warten.
Dann dauerte es aber 9 Monate 4 Briefe und etliche Telefongespräche mit der Hotline, bis die Rechnungen des Telefonanschlusses der neuen Wohnung (Dessen Daten mit Adresse immer richtig gespeichert waren) dann endlich mal zu dieser Wohnung geschickt wurden statt zur alten.

Und einen hab ich noch: Hatte in der alten Wohnung auch mal Probleme mit meinem ISDN-Anschluss, hab bei der Hotline angerufen. Diese beharrte darauf, dass ich keinen ISDN-Anschluss sondern einen Analog-Anschluss besitze. Ich habe dann mehrfach erläutert, dass ich sie von einem ISDN-Telefon anrief (während ein anderen WG-Mitbewohner telefonierte) und eine andere MSN hatte. Doch die Frau wollte mir nicht glauben. Nach einer halben Stunde habe ich dann aufgelegt und leider Monate später eine Rechnung über 6 Monate Grundgebührdifferenz (ISDN-Analog) bekommen. Hätte ich mal das Gespräch aufgezeichnet. Dann hätte ich beweisen können, dass die Telekom mir bestätigte, dass ich nur einen Analoganschluss besitze :wink:

Ralph

hallo
meiner mutter ist folgendes passiert:

sie ist vor kurzem in die wohnung gezogen, die früher ihrer oma gehörte. da die wohnung im selben haus wie die wohnung meiner großeltern liegt, hatte meine urgroßmutter dort zwar einen telefonanschluß, aber nie ein telefon. als meine mutter nun einzog wollte sie gerne eins haben.

der telekom zu erklären, dass es zwar eine leitung gäbe, aber seit 30 jahren keine dazugehörige nummer war alleine schon ein ding der unmöglichkeit. dann kam noch hinzu, daß die in der zentrale irgendwas mit der adresse vergeigt hat, so das der techniker, der die nummer herausfinden sollte immer zu haus 6 statt zu haus 4 ging. der technicker monierte, das keiner da sei und meine mutter, daß niemand kam. bis die telekom mitbekam, daß sie die falsche adresse gespeichert hatten dauerte 3 wochen . … .