Eine Weihnachtsgeschichte aus der Kindheit
Von: , Frage gestellt am Fr, 19. Dez 2003
eine Weihnachtsgeschichte
einmal fragte mutti
'wollt ihr mir helfen wilde blumen in den feldern zu pfluecken'
wenn ihr fleissig seit
bekommt du eine puppe
und du eine windmuehle zu weihnachten
so haben wir wilde blumen gepflueckt
sind mit der dampfeisenbahn
von wohltorf nach hamburg hauptbahnhof gefahren
und dann umgestiegen nach altona
im zug ... sah ich aus dem fenster
da waren soviele haeuser zu sehen
die sahen so aus wie puppenhaeuser
da fehlten die aussenwaende
soviele steine
soviele truemmer
am bahnhofeingang von altona
gab uns mutti jeden ein paar blumenstraeusse
und mutti sah zu
wie wir die blumen verkauften
dann brachte uns mutti mehr blumen
bis alle verkauft waren
dann sind wir ein paar strassen weiter
zu onkel ernst und tante agnes gegangen
onkel ernst war mutties bruder
...
es waren monate vergangen
ich hatte das versprechen von mutti vergessen
...
es war heiligabend
mutti schloss die tuer zu
nahm uns bei der hand
und so sind wir zur kirche gegangen
wir haben die glocken gehoert
da war ein tannenbaum mit kerzen
wir haben das grippenspiel bewundert
wir haben gebetet und gesungen
und sind nach hause gegangen
als mutti die tuer aufmachte
das licht anmachte
da stand eine windmuehle
da lag eine puppe
jahrelang konnte ich nicht verstehen
habe ich mich gewundert
wie das moeglich war
in meinem kopf
habe ich meine erinnerungen immer wieder hervorgerufen
habe ich gesehen wie mutti die tuer zugeschlossen hatte
wie war es moeglich
dass der weihnachtsmann reingekommen ist
da war doch nur das kleine fenster
ueber der tuer
und das war auch zu ...
