ich bin heute aufgrund eines Versuches in meinen Grundprinzipien
erschüttert worden. Eigentlich sind wir Menschen ja erst zu dem
geworden, nach dem die Evolution über Millionen von Jahren nur
die Stärksten und Schlausten von uns überleben lies.
Wenn einer zum jagen einfach zu dumm war, ist er recht schnell
verhungert bzw. fanden ihn die Weibchen nicht sonderlich attraktiv…
Sprich, er konnte sich nicht fortpflanzen und die Dummheit wurde so
auf natürlichen Weg eliminiert bzw. reduziert. Die guten und schlauen
Jäger hatten Weibchen und genug zu essen für die Familie und
die Gene wurden so weitergegeben…wir entwickelten uns weiter.
Tja, leider zwingen uns gesellschaftliche/soziale Regeln und ethische
Grundprinzipien dazu der Evolution ins Handwerk zu pfuschen. Das heißt,
Dummheit wird nicht mehr auf natürliche Art und Weise reduziert, nein,
sie pflanzt sich unaufhaltsam fort.
Ein Beispiel des heutigen Tages:
Mein Hund Kobold (Hirtenhund 11 Jahre 50 Kilo faul) liegt unter meinem Schreibtisch hier im Büro. Ich gehe raus
Kaffee holen und mein Kollege Bernd fragt, ob ich denn nun meinen Hund
dabei hätte. Als ich dies bejarte, sprang er gleich auf, um in mein Büro zu gehen und sich das Pelztier anzuschauen. Kobold lag unter meinem Schreibtisch und schlief. Da mein Hund bekanntlich einen guten Geschmack hat, wurde Bernd mit lauten, tiefen, abweisenden „Grummeln“ begrüsst.
Das Grummeln wurde lauter, je näher Bernd ihm kam.
Dies hielt Bernd aber nicht davon ab, sich dem Tier weiter zu nähern (nun schon auf einen halben Meter).
Das Grummeln ging über in ein Knurren, aber Bernd kniete sich trotzdem
hin, wollte unter meinen Schreibtisch kriechen um das Tier zu streicheln.
Hier schritt ich ein und hinderte Bernd daran, den laut knurrenden Hund
unter dem Schreibtisch anzufassen. Klar, ich mußte aufgrund der sozialen, gesellschaftlichen Regeln so handeln.
Aber wie blöd kann man eigentlich sein, einen 50 Kg knurrenden Hund
anzufassen. Dazu muss man sagen, dass das Knurren von Kobold schon aufgrund seiner Größe, meiner Meinung nach, wirklich furchteinflössend ist.
Das gesellschaftliche Drama ist ja nun offensichtlich. Hätte jemand vor
Urzeiten ein
knurrendes Urvieh angefasst, wäre er wohl mindestens um eine Hand ärmer.
Das würde wiederum den Jagderfolg in Frage stellen und wenn Weibchen nicht gefüttert werden, suchen sie sich einen anderen Ernährer.
Leider hat sich Bernd schon zweimal fortgepflanzt.
Wir werden uns wohl nicht weiterentwickeln.
Welch traurige Wahrheit…
P.S: Um irgendwelchen Kommentaren vorzubeugen. Mein Hund ist nur ausnahmsweise hier im Büro. Bis auf Bernd findet er jeden meiner Kollegen klasse und er ist ansonsten auch nicht aggressiv. Wenn er schläft möchte er halt gerne in „seiner Höhle unter dem Schreibtisch“ seine Ruhe haben und zeigt das auch