Die Phalanx

Hallo ihr alle,
hab vor ner ganzen Weile mal ne kleine Kurzgeschichte geschrieben und mich vor kurzem wieder dran erinnert. Hab sie euch jetzt mal hier reingestellt. Ist vielleicht nicht gut, ist mir aber egal. Ich mag sie irgendwie. Könnt gerne eure Meinung dazu ablassen, ich lese mir eure Kommentare bestimmt durch. Also viel Spass. :wink:

Die Phalanx
(von gobbo)

Was nun? Hier stehe ich und sehe! Und beobachte! Was geschieht dort um mich herum? Er steht dort vor mir und schreit mich an. Er versucht mich zu bewegen, zu animieren. Er will mich retten und dem Schlimmen entreißen, doch ich kann nicht umhin noch zu bleiben, dort wo ich stehe. In der Entfernung stehen die Unseren mit erhitzten Gemütern. Jeder auf seine Art vorbereitet. Lärm machen sie und schreien. Der Mut ist gesunken doch der Wille zu kämpfen ist da. Die Pflicht und der Trotz lassen sie Wiederstand leisten. Und jeder von ihnen weiß das es kein Entrinnen gibt wenn sie erst einmal begonnen hätten. Weiter redet er auf mich ein. Ein Blick zu ihm und ein Blick zu den Unseren. Glorreiche Hymnen schlagen mir entgegen und ziehen mich in ihren Bann. Die Realität rückt in weite Ferne. In den Bann geschlagen stimme ich mit ein und schreite zu den unseren sicher das richtige zu tun. Wo er jetzt ist weiß ich nicht mehr. Vor uns stehen die Anderen. Selten habe ich von ihnen gehört noch nie habe ich einen von ihnen gesehen. Doch ich weiß das ich sie bald töten werde. Unser Wille ist eisern, unsere Stärke ist grandios, so schallt es aus unseren Mündern während wir sehen wie die Anderen sich in Bewegung setzen. Das Eine schlagen wir gegen das Andere und der gleichmäßige Lärm den wir erschaffen, den wir aufs neue kreieren verschmilzt mit unseren Hymnen zu einem völlig neuen Ganzen. Ich blicke die Reihe der Unseren entlang. Wohl geordnet, wohlformiert. Ich bemerke wie ich angesichts unserer Phalanx, der Hymnen und der in Bewegung geratenen Anderen in einen mir noch nicht bekannten Zustand verfalle. Wind kommt auf, und unsere Flaggen und Banner beginnen zu wehen. Die barbarischen Symbole der Anderen verblassen im Vergleich zu unseren Symbolen und ich werde von Euphorie ergriffen. Die Anderen kommen näher und es scheint als werden sie zahlreicher und schneller! Unsere Hymnen schallen ihnen entgegen! Die Anderen kommen noch näher und es scheint als werden sie noch zahlreicher und noch schneller! Unsere Hymnen schallen ihnen weiter entgegen! Angst droht mich zu erfassen. Bin ich der Situation gewachsen?! Ist überhaupt jemand dem hier gewachsen?! Ich schreie um den Gedanken zu verdrängen; andere der Unseren fallen in den Schrei mit ein, und auch die Anderen schreien. Das Eine nun ausgerichtet, bringen wir uns in Position und erwarten den Aufprall! Die Angst verschwunden! Alle Gefühle Verschwunden! Es gibt nur noch die Unseren und die Anderen und den eisernen Willen. Für einen Bruchteil einer Sekunde ist alles in mir Ruhig. Ich bin gelassen und erwarte die Dinge die da kommen. Unser Schrei dauert an. Alle der Unseren sind bereits eingefallen. Ein Chor tausender Stimmen schallt von den Wänden wieder die uns flankieren. Die Stimmen der Anderen dringen nicht mehr bis zu uns. Wir sind eins. Wir sind ein Wesen. Wir agieren zusammen. Wir stehen zusammen. Wir sterben zusammen. Dann sehe ich einen der Anderen. Er kommt auf mich zu gelaufen. Auch er brüllt wohl. Einer aus einer Woge der Anderen. Er trägt weder das eine noch das andere sondern was gänzlich anderes. Er blickt mich an. Ich blicke ihn an. Ich weiß er wird gleich tot sein. Auch er weiß das. Er läuft weiter und erhebt das ganz andere. Dann kommt der Aufprall. …
… Vergessen die Pflicht!.. Vergessen der Stolz!.. Vergessen die Einheit!.. Nur noch Schmerz erfüllt mich. Zerschmettert liegt mein Körper auf der Erde. Auf mir einer der Anderen! Oder einer der Unseren? Egal! Schmerz erfüllt mich und ich will der Qual entfliehen. Kann mich nicht bewegen. Kann kaum einen Gedanken fassen! Brauche Hilfe. Will schreien! Kann nicht schreien! Panik erfasst mich. Geräusche dringen durch mein Ohr in meine Gedanken. Kampfeslärm!? Kann mich nicht erinnern. Kann mich nicht entsinnen. Schmerz erfüllt meinen ganzen Leib. Will weg! Will entrinnen! Wünsche mich fort! Was ist geschehen? Wie konnte es dazu kommen? … Zeit vergeht! Zeit geprägt von Schmerz, Angst, Panik! Der Kampfeslärm ebbt ab. Siegesgeschrei. Haben wir gewonnen? Wir haben gewonnen! Bin ich froh? So sinke ich in ewige Träume hinab.

Hallo ihr alle,

hallo du,

Mir gefällts. (erinnert mich an den Film Troja)

Ein wenig stört mich allerdings, das du die Wörter „die anderen“ und „unsere“ sehr oft brauchst. in Synonym fällt mir so schnell leider nicht ein.

mfg Manuel

Hi Manuel,

dank für deine Antwort

Ist angelehnt an die Schlacht bei den Thermopylen und entstand als ich ne historische Beschreibung dazu lass. Hat mich irgendwie dazu inspiriert!

Gruß
Gobbo