Ich hatte ja geprahlt

ich werd nachdem ich schon eine bewertet habe, selber eine von mir geschriebene Kurzgeschichte posten… und hier ist sie !
Kurze Vorgeschichte, eine e-mail Freundin von mir ist bei Friendscout 24 und kriegt da immer allerhand einmdeutige Post samt Penisphotos geschickt, eine durft ich mal lesen. Der Autor hatte definitiv „gesundes“ Selbstbewußtsein und da hab ich mir gedacht, schreib ich meiner Bekanntschaft halt auch ne „erotische Geschichte“:

To my “beloved darling” , XXXX

Ich wache auf. Ich fühle mich gut, voller Kraft, so richtig strotzend vor Energie.
Ich gehe unter die Dusche, da überfällt es mich, zwanghaft. Ich will, nein ich muß an Dich denken. Sehnsucht Begierde und Verlangen überkommen mich so heftig das meine Hand zu
meinem überdimensional großen Penis wandert. Doch Schock, schwere Not. Er ist nicht da.
Verwundert und die Augen ungläubig rollend blicke ich nach unten. Ein schmales Lächeln
des Wissens zeichnet sich auf meinen Lippen ab. Die Erinnerung überkommt mich. Ich hatte ihn ja gestern, als ich zu Besuch bei meinen Nachbarn war, abgeschnallt um der Waldmeisterbowle den fehlenden Pep im Geschmack zu geben. Groß war die Überraschung der 50 Gäste, wie auch meine als ich dies offen legte und schnurstracks zum Gehen gezwungen wurde. Eigentlich ein Dienst an der Menschheit, den im Vorneherein heimste die Bowle unzählige Komplimente ein und jeder wollte das Geheimrezept wissen… und dann das!
Aber ich schweife ab. Ich bin einfach zu faul und demotiviert aus der Dusche jetzt ins Kalte
zu schlüpfen nur um meinen primitiven Trieben folgend meinen Anus das ein oder andere Orgasmuschen abzuringen. Nein, ich werde meiner spontanen Laune folgend während des Arbeitstages mein Glück versuchen. Der Reiz des Verbotenen. Schnellen Schrittes geht es nach der erquickenden Brause zu meinem Sexualstumpf, mit erfahrenen Handgriffen löse ich mein mir von Gott geschenktes natürliches Prachtprengelexemplar von der künstlichen Blutversorgung und fix ist er nach 2 -3 kraftvollen Drehungen in vorgesehener Ausgangsposition.
Ich werde die Frucht des Risikos kosten, von meinen Arbeitskollegen erwischt zu werden.
Doch weit gefehlt, schon im Regionalverkehrsbus beim Anblick einer 59 jährigen Kräuterfrau beginnt sich mein feuerrot behelmter Liebeskrieger selbständig zu machen und meine ohnehin schon gequälte Jeans noch mehr unter Druck zu setzen. Glücklicherweise retten mich die vorsorglich eingenähten Stahlstreben vor größerem Missgeschick, denn auch unser allzeit bereiter Blockwart ist Mitpassagier denn er muß seine wöchentlich angefertigten Dossiers bei der Staatsicherheitsbehörde (kurz Stasihebehö) abgebeben. Ich frage mich warum er auf seinen Seat Marbella nur 3 Jahre statt der üblichen 9 Jahre warten musste, aber meine Erektion bringt mich schmerzhaft wieder in die Realität zurück. Ein Reiben der Hüfte gegen die schon von Altersspuren gekennzeichnete, liebevoll mit Kaugummi verzierte Armlehne, bringt nur kurz die ersehnte Erleichterung. Etwas handfestes muß her. Doch leider ermöglicht keiner der Insassen ein projizieren Deines Gesichtes auf ihre Körper. Das Wachstum meiner Verzweiflung ist positiv mit dem meiner Erektion korreliert. Das erreichen meines Zielorts enthebt mich der Peinlichkeit meinen Vordermann durch die Lücke des Vordersitzes zu penetrieren und ihm gleichzeitig die Minderwertigkeit seines eigenen Genitals vor Augen zu halten ! Mit etwas steifen breitbeinigen Schritten, die ich mit dem Kommentar „alte Kriegsverletzung“ überspiele, verlasse ich das öffentliche Transportmittel und versuche verzweifelt mich auf die mich erwartende große Aufgabe des Wartens der Obst und Gemüseabteilung einzustellen. Allein der Gedanke an die prallen argentinischen Honigmelonen und die hochgezüchteten holländischen Gurken der Güteklasse A lassen mich in meinem Vorhaben scheitern. Panik überkommt mich. Bin ich normal. Unzählige Männermagazine behaupten ein Mann denke im Laufe des Tages 100 mal an Sex. Ich bin nun schon bei 317, 8 mal angelangt und dabei bin ich erst vor 1 ½ Stunden aufgestanden und noch nicht mal in der mich intellektuell fesselnden Stätte meines Schaffens angelangt. Bin ich normal. Sind Männer tatsächlich nur Sklaven ihres Genitals ? Wenn ich es mir richtig überlege wird mein Schaffen nicht von Gedanken an Sex unterbrochen sondern eher umgekehrt…
Ich nähere mich der Stätte meiner täglichen Selbstverwirklichung, die nur von meiner Wochendmisere unterbrochen wird und meine sexuelle Erregung flaut ab, da mir schlagartig bewusst wird das ich ja noch immer unter der verschärften Beobachtung und Aufenthaltsnachweispflicht seitens der Wursttheke liege. Dieses intrigante Pack hatte es tatsächlich fertiggebracht mir den Kabelverbiss an des Marktleiters Dienstwagen, eines prächtigen perlmuttfarbenen VW Polo, in die Schuhe zu schieben. Wobei man den reschen
Fleischwarenfachverkäuferinnen mit den durchsichtigen Einweghandschuhen eins zu Gute halten muß… die Bisspuren waren wirklich nahezu identisch.
Aber um meine Unschuld zu beteuern, seit VW zur optimalen Stabilitätsgewährleistung diese Carbonflechten in den Kabelmantel einbaut ist dieses Zeugs nicht nur zu flachsig und zu hart für meine 3. Zähne, des weiteren addiert sich ein Hauch der Gewürzkombination von Thymian und Rosmarain dazu auf welche ich äusserst allergisch reagiere.
Aber um wieder zum Kern der Geschichte zu kommen… wie man in den Wald hineinschreit so schallt es wieder heraus und ich bin im Begriff zurückzuschlagen. Ich bin mir nur nicht ganz sicher ob ich eine Verleumdungkampagne übelsten Ausmaßes starten soll oder es auf die klassische Art und Weise mit Stuhl in ihren Stiefeln lösen soll. Ich wusste, als ich einmal das Privileg hatte, die Cheftoilette zu reinigen, bevor ich mich, ohne meine Hände zu säubern, gleich wieder dem Obst widmete, dass es mir in der Zukunft etwas bringen würde, dieses Glanzstück von Prachtwurst, das mir Il Cheffe wohl als Liebesgabe hinterlassen hatte, in einem Melita-Toppits-Antigefrierbrandbeutel in den hinteren Tiefen meines Kühlschranks zu verstauen. Den ich folge treu der Lebensweisheit meines Großvater mütterlicherseits: „Du sollst einen Menschen nie nach seinen Aussagen sondern nach seinen Ausscheidungen beurteilen“. Wenns danach geht muß Chef ziemlich viele Maisbäume zu Hause haben.
Da mit durch dieses üble Mitspiel meiner Mitangestellten auch der Zutritt durch den VIP-Mitarbeiter Eingang auf unbestimmte Zeit verwehrt wird, muß ich auch noch den enormen Umweg über die Josef-Friedrich-Brändle Straße nehmen. Dieses Fleischerpack ist aber auch so was von mies. Während ich so meinen morbiden Rachegedanken nachhänge stehe ich dann aber auch schon just vor dem Sicherheitseingangsportal für ordinäre Mitarbeiter. Nachdem ich das Prozedere der körperlichen Abtastung durch den aus einer Calvin-Klein-Werbung entsprungenen Sicherheitsbeamten über mich ergehen lasse und auch erfolgreich den Retinascan hinter mich bringe ist es vollbracht. Weiterhin mißtrauisch beäugt durch das Sicherheitspersonal durchschreite ich die Pforte ins innere des Ödehka-Passiv-Sourround-Warenmarktes mit der Sauerstoffformel. Dabei zuckt mir der Gedanke durch den Kopf das ich die neue deutsche Rechtschreibung mit 3 Vokalen trotz längerer Einführung irgendwie immer noch für befremdlich (und unter uns gesagt für ziemlich tuntig) befinde. Ich betrete die Kathedralenartigen Umkleideräume für „Bedienstete und anderes Gesocks“ und marschiere zielstrebig zu meiner persönlichen Rosenholzbrautkommode. Ich werfe unachtsam meine Zivilkleidung in diese um meine Verachtung für das Spießbürgertum offenkundig werden zu lassen und schlüpfe in meine von alten Obstflecken und anderen undefinierbaren Substanzen geprägte, ehemals weisse Diensttracht !

Jo. Das war ´s - mit Kommas hab ichs grundsätzlich nicht so !

Entweder meine Antibiotika, die ich gerade nehme, vernebeln mir alles, oder bin wirklich nicht fähig die Geschichte nachzuvollziehen, geschweige denn erotisch zu finden. Der Sprachlevel ist einfach eine Stufe zu hoch.

Lieben Gruß
Skyver

PS: Ich glaube ich kippe gleich um, nix gefrühstückt und auf Drogen …

Entweder meine Antibiotika, die ich gerade nehme, vernebeln
mir alles, oder bin wirklich nicht fähig die Geschichte
nachzuvollziehen, geschweige denn erotisch zu finden. Der
Sprachlevel ist einfach eine Stufe zu hoch.

Erotisch soll sie ja auch nicht sein. Ich kann grundsätzlich keine 5 Minuten ernst bleiben - das würde also gar nicht klappen.
Aber sowohl Handlung als auch Sprache sind wirklich nicht „hoch“. Vielleicht ist es ja meine Vorliebe zu Schachtelbausätzen die es unverständlich macht ?

Aber unter Antibiotika hätt ich das Ding auch nicht gelesen. Nimmst Du die weil Du krank bist oder damit Du krank wirst ?

Wenn letzteres dann kipp noch ein Bier drauf und gut iss !

Lieben Gruß
Skyver

PS: Ich glaube ich kippe gleich um, nix gefrühstückt und auf
Drogen …

Unterzucker ist immer Scheiße (Zitat von meinem Kumpel der um 10.00 morgens bleich am Esstisch saß „Ich bin 200km Rennrad gefahren und hab vergessen zu frühstücken“ Hehe, der Bub sah aber auch schlecht aus :wink:)