Aus dem prallen Leben gegriffen

oder „INDIANER SIND KNALLHART“

Hallo :smile:

Tage gibt`s, die sollte es so nicht geben…

Gestern, Sonntag, ca. 08:30h, eheliches Schafzimmer…
das verehelichte Paar erwacht (natürlich und wie es sich gehört - gemeinsam:smile:…
erfrischter Ehemann jumpt sportlich, nun ja, soweit es eben die eigene Phantasie zulässt, aus dem Bett…
liebreizende Ehefrau erleidet beim ungeschickten Nachäffen unglücklciherweise und vermutlich einen dezenten Bandscheibenvorfall und erstart zur Salzsäule…
besorgter Ehegatte eilt tolpatschig zu Hilfe…
begründet seufzende Ehefrau erleidet offensichtlich und grundreal eine kleine Ohnmacht in den etwas hilflos wirkenden Armen des liebevollen Gatten…
liebes Hundedackelmädchen meldet sich nachdrücklich…
Ehefrau gleitet sanft zu Poden…
ausgebildeter Ehemann leistet Erste Hilfe und bringt erschlaffte Gattin in stabile Seitenlage…
ratloser Gatte frequentiert einen Ort um einem Elementarbedürfnis nachzukommen…
Hundedackelmädchen äussert etwas nachdrücklicher ihr dringendes Bedürfnis an…
Gattin hat sich wieder gefangen…
zweiter Aufstehversuch, mit tatkräftiger Unterstützung - sie ist, himmelseidank, kein schwergewicht - wird von Erfolg gekrönt…
Dem mit höchster Nachdrücklichkeit vorgetragenen Äusserungen des ungeduldigen Hundedackelmädchen wird - nicht ohne eines dieser modernen Telefone mitzunehmen - Gehör geschenkt…
von unterwegs - doch, doch dem Hundedackelmädchen geht es ausgezeichnet - wird versucht die Tochter anzutelefonieren (denn diese will heute kommen und ist Super-Physiotherapeutin)…
Hundedackelmädchen hat sich für eine geeignete Stelle und für ein grösseres Geschäft entschieden (nach welchen Kriterien???)…
Verbindung zur Tochter steht (Freizeichen)…
Hundedackelmädchengeschäft wird für beendet erachtet…
Telefonverbindung muss - noch vor dem Abheben der Tochter - beendet werden… schliesslich leben wir in der Schweiz und hier gehört es sich, dass man/frau die Hinterlassenschaft ordentlich in einen sogenannten „Doggybag“ einsammelt um diese dann in extra dafür bereit gestellten Sammelbehältern fachgerecht zu entsorgen…
also rechte Hand in die Tüte um die Hinterlassenschaft aufzunehmen…
linke Hand hält die Leine mit dem Hundedackelmädchen, welches von dannen strebt…
Handytelefon klingelt - Display sagt, dass die Tochter zurückruft -…
verzweifelte Bemühungen mit der plastiktütenummantelten rechten Hand den Anruf auf dem Handy anzunehmen…
Hundedackelmädchen bewirft mich mit Scheisse - nein, sie steht nun vor der stark übelriechenden Hinterlassenschaft und bemüht sich diese, ganz nach Hundeart, ordentlich zu zuscharren, d.h. nach hinten wegzuscharren…
mehr Stink - mehr Scharr…
es muss mächtig in der Hundenase stinken…
Telefongesprächannahme mit plastiktütenummantelten rechten Hand gelingt…
Wechsel = linken Fuss nun auf die Leine des heftig zerrenden Hundedackelmädchen - Wechsel der Plastiktüte (wir erinnern uns, es handelt sich um einen sogenannten „Doggybag“) auf die linke Hand - Telefonat mit Tochter kann nun fast normal geführt werden…
Beratungsgespräch beendet…
Hundehinterlassenschaft linkshändisch ordentlich eingetütet…
Hundedackelmädchenspaziergang wird fortgesetzt…
„Doggybag“ fachgerecht entsorgt…
Heimweg…

über alles geliebte Gattin kann sich einigermassen bewegen und ist auch schon angezogen…
Tochter trifft ein…
Gattin geht es schon viel besser…

eine Nacht…

Aufstehübung unter aufmerksamen Augen der fachkundigen Tochter gelingt…
Packen…
Sie, Gattin, Tochter, Hundedackelmädchen sind in Urlaub gefahren…

Solch Tage braucht niemand…

Erschöpfte Grüsse
Anonym

:wink:

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