gute Nachricht
Von: , Frage gestellt am So, 16. Jul 2000
Beim Frauenarzt:
"Also Frau Beck, ich habe eine gute Nachricht für Sie."
"Fräulein Beck, bitte!"
"Also, Fräulein Beck, ich habe eine ziemlich schlechte Nachricht für Sie!..."
Beim Frauenarzt:
"Also Frau Beck, ich habe eine gute Nachricht für Sie."
"Fräulein Beck, bitte!"
"Also, Fräulein Beck, ich habe eine ziemlich schlechte Nachricht für Sie!..."
Wann darf man heute (political correct) eine Frau mit "Fräulein"
anreden? Meine (vor 20 Jahren verstorbene) Tante legte Wert
darauf, immer als "Fräulein Schindler" bezeichnet zu werden.
Meine Tochter, damals 12, beschwerte sich mal: "Wenn der mir
Fräulein Schindler sagt, schrei ich. Fräulein Schindler ist doch
Tante Margrit!"
Und heute, so habe ich gelernt, darf man niemandem mehr Fräulein
sagen. (Speziell darf ich nicht mehr im Restaurant losbrüllen:
"Frollain!", wenn ich endlich bezahlen möchte. Fräulein ist (in
der Schweiz) so out wie das Wort Neger. (Das sind Farbige). Bald
werden sie gesetzlich auch die Negerküsse (Schoggi-Spezialität
aus dem aargauischen Freiamt) verbieten.
Wie steht es mit den Fräuleins in Deutschland? Ich habe noch das
"Fräulein-Wunder" im Ohr, das vor einigen Jahrzehnten bewundert
wurde.
Kann mir jemand political correct Auskunft geb
richtig is, daß man nimmer fräulein sagen soll. aber früher war's immer so, daß ne frau verheiratet war, ein fräulein aber net. in dem fall hier müßte man sogar sagen, einen festen partner. dieses fräulein hat aber keinen festen partner, und deshalb is es eine schlechte nachricht für sie. man könnt drüber streiten, ob's net auch im anderen fall ne schlechte nachricht wär, aber man kann auch einfach über den witz lächeln und sich um details net kümmern, wie's eigentlich gedacht is ;-)
gruß
michael