Eine Kurzgeschichte der anderen Art

Hallo,

Ich habe eine kleine Kurzgeschichte geschrieben, und möchte sie mit Euch teilen. Ich hoffe zumindest einige von Euch können nur halb so viel darüber lachen wie ich, während ich sie geschrieben habe.

Dies ist mein erster Versuch eine Story zu posten, also bitte zerreißt mich nicht gleich in der Luft.

Achtung: Religiöse Eiferer könnten sich durch den Inhalt in ihren Gefühlen verletzt fühlen.

-nun aber-

Die unentdeckten Apokryphen

(Teil 1)

Pre-Genesis

Gott fühlte sich ein bisschen wie damals, vor Anbeginn der Zeiten, als er, allein in seiner Ewigkeit, aus purer Langeweile auf den Gedanken gekommen war, sich einen Stein zu schaffen, der so schwer war, dass er ihn selbst nicht mehr heben konnte.

Die restliche Hälfte der Ewigkeit verbrachte er damit, Heerscharen von Engeln zu erschaffen, die ihm helfen sollten, das Ungetüm von einem Erzbrocken wieder aus seinem Himmel hinaus zu befördern.

Der erste Plan war es, den Stein durch stetes Höhlen aufzulösen. Dazu wurde mit Federn über den Stein gestrichen. Federn waren das einzige „Werkzeug“, das zur Verfügung stand. Diese Federn wurden regelmäßig aus den Flügelchen der Engel gezupft, wodurch diese quasi „gerupft“ wurden. Schließlich konnte Gott den Anblick seiner zerfledderten Engelschar nicht mehr ertragen und brach das Experiment ab.

Es verging eine weitere halbe Ewigkeit, bis der nächste Plan entstand. Gott teilte seine Engel in Arbeitsgruppen ein, von denen er jede mit einer Aufgabe versah.

Die Cherubim sollten eine geeignete Bewegungsrichtung für den Stein berechnen, und die Seraphim den Stein daraufhin in Bewegung setzen. Er ernannte technische Leiter zur Koordination des Projektes, denen er, in Anlehnung an den gewaltigen Brocken Erz, den Titel Erzengel verlieh.

Die dritte Hälfte der Ewigkeit war verstrichen als die Cherubim ihre Berechnungen vorlegten und die Seraphim sich unter der Aufsicht der Erzengel ans Werk machten.

Mit vereinten Kräften gelang es schließlich das Monstrum in Bewegung zu setzen, doch der Felsen geriet völlig außer Kontrolle. Während die Engel noch zerrten und pressten, begann sich der Felsen um seine eigene Achse zu drehen, schneller und schneller werdend, bis er schließlich mit einem gewaltigen Knall zerbarst.

Erst nach einer Ewigkeit ließ das Dröhnen in Gottes Ohren nach, leiser werdend jedoch nie ganz verstummend hallte der Knall noch immer durch den Äther, und Gott besah sich die Bescherung.

Steinhaufen in unterschiedlichsten Formationen hatten sich gebildet und umkreisten einander, im Gesamten die ursprüngliche Rotationsbewegung des Steines beibehaltend. Mit jeder abgeschlossenen Umdrehung des Haufens um sich selbst zwackte der entstehende Raum ein weiteres Stück von Gottes unendlicher Residenz ab.

Die Explosion selbst hatte eine ganz schöne Unordnung in seinem Heim verursacht und unter dem Kommando der Erzengel hatten die Engelscharen begonnen den Staub der Explosion zu beseitigen. Überall wurde gewischt und geschrubbt und sein Thron war bereits wieder auf Hochglanz gebracht worden.

Erschöpft ließ er sich darauf nieder, besah seine Schöpfung und fragte sich, ob das was er sah gut war.

- Fortsetzung folgt -

Hi
…so bekommt man Urknall und Erschaffung-Theorie unter einen Hut:smile:
Mir gefaellts! Bin schon auf die Fortsetzung gespannt
Elena

Vielen Dank :smile:

Hi
…so bekommt man Urknall und Erschaffung-Theorie unter einen
Hut:smile:
Mir gefaellts! Bin schon auf die Fortsetzung gespannt
Elena

Huhu Morri,

wann gehts weiter? :smile:

Gruß Wölkchen

Hallo Wölkchen,

Ich habe im Moment viele Ideen, kann sie aber noch nicht so schön rüber bringen wie in der ersten Story.

(irgendwie fehlt mir noch die Inspiration)

aber keine Angst, es geht weiter :smile:

Übrigens, danke der Nachfrage.

lg
M.

Huhu Morri,

wann gehts weiter? :smile:

Gruß Wölkchen