Ich wollt’ die Liebe finden, doch fand ich nur den Schmerz.
Ich wollt’ sie an mich binden, doch brach sie mir das Herz.
Dieses Gedicht hat meine Tochter(15) selbst verfasst.
Braucht einen Reim auf „Schmerz“ wer,
verwendet meistens „Herz“ er.
Dies tat auch Fräulein Scherzer.
du solltest deine tochter dafür nicht verstoßen oder so. auch gewalt ist kein mittel!
tröste sie mit dem satz, fast jeder hätte mal klein angefangen, selbst genies.
und daß du sie trotz dieses gedichtes lieb hättest.
das ist aber dann nicht sehr nett von deiner Mutter, wenn sie dein Gedicht hier einfach so reinstellt…
aber nett finde ich auch nicht, dass es gleich so zerrissen wird.
Ja gut, es ist ein bißchen „reim-dich-sonst-fress-ich-dich“ - na und?
ich finde es sehr schön, dass du die lust und die kreativität hast, deine gedanken in gedichte zu verpacken. es ist schon schwierig genug, seine gefühle auszudrücken und das dann auch noch in gedichtform hin zu bekommen ist noch schwieriger.
besonders schön finde ich, dass du dir solche mühe für deine freundin machst! sie hat sich (oder wird sich) sicher sehr freuen. ich hätte mich jedenfalls sehr gefreut, wenn meine freundin mir so ein schönes gedicht geschenkt hätte, wenn es mit der liebe im moment nicht so klappt!!!
ich wünsche dir und deiner freundin jedenfalls alles gute und das die liebe bald zu ihr (euch?) kommen möge!
und schreib bloß weiterhin gedichte! so was tut gut und ist gut!!
und deiner mutter würd ich an deiner stelle mal die leviten lesen, die weiß anscheinend nicht, was sich gehört.
das ist aber dann nicht sehr nett von deiner Mutter, wenn sie
dein Gedicht hier einfach so reinstellt…
und deiner mutter würd ich an deiner stelle mal die leviten
lesen, die weiß anscheinend nicht, was sich gehört.
lieben gruß
felice
Hallo felice,
ich habe das gestern mit meiner Tochter geklärt und sie ist mir auch nicht mehr böse deswegen. Es war gar nicht böse gemeint. Im Gegenteil, ich bin so Stolz gewesen, dass ich das Gedicht einfach der Öffentlichkeit zeigen wollte. Dass es kein Goethe oder Schiller ist, ist mir auch nicht entgangen, genau deshalb ist es ja so schön. Es war MEINE TOCHTER die das geschrieben hat. Gedichte schreiben kann jeder, aber Gedichte verstehen die mit so viel Gefühl geschrieben sind, das ist eine Kunst. Ich hoffe dass sie noch mehr solche Gedichte schreibt, die werde ich aber dann für uns behalten.
ich fand das Gedicht nett, habe mich ehrlich gesagt auch über die Kommentare
amüsiert und kann nur raten, weiter Gedichte zu schreiben und sie auch zu
veröffentlichen - wie in diesem Rahmen hier. Offenbar hat das Gedicht ja Leute
dazu angeregt, sich damit zu beschäftigen und sogar „Gegengedichte“ oder
Kritik-Limericks zu schreiben, ich finde das klasse… Also: Direkt noch eins
hinterher! Was Schmerz/Herz angeht: einfach mal als konstruktive Kritik aufnehmen
und an der Technik feilen Aber das wichtigste ist, doch erstmal die Gefühle
rauszulassen…
eine Kunst. Ich hoffe dass sie noch mehr solche Gedichte
schreibt, die werde ich aber dann für uns behalten.
Nöööö!!!
Das Lustige ist (um mal zum Thema „Storys“ zu kommen): Ich wollte ins
Plauderbrett, habe mich verklickt und bin auf einmal hier… Dann gibt es auch
mal gleich ein Gedicht von mir zur allgemeinen Erheiterung oder Kritik
Januarnacht
Zerwolkenfetzt der Sonne dunkler Spiegel
die grellen Stiche leuchten nicht
Wind heult jammernd um den Giebel
zerstört der Hoffnung letztes Licht
Rollädenklappernd ächzen Scheiben
wenn Stürme Regen auf sie niedertreiben
und wolfsgleich jaulen Hunde
zu jener späten Stunde
Feuerflackernd flammet der Kamin
erstickt sich selber bereits im Keime
ein letztes Lodern bevor seine
Wärme schwindet ganz dahin.
kann nur raten, weiter Gedichte zu schreiben und
sie auch zu veröffentlichen
wenn der schreiber das persönlich macht oder klar sagt, dass das in ordnung sei!
ich fände es total blöd, wenn irgendjemand meine ergüsse in die öffentlichkeit haut. so was möchte man doch gerne selber entscheiden.
Das Fräulein Scherzer ist noch jung,
und kriegt die Reime noch in Schwung.
In Franken hat das „Traditzjohn“:
die Minnesänger konnten’s schon!
… und weiter geht’s in dem Jargon:
Schon Walther von der Vogelweid’
reimt’ Herz auf Schmerz und Freud auf Leid
etcet’ra. Und schon seinerzeit,
damals im Mittelalter,
da riefen: „Mein Gott, Walther!
Was du reimst, klingt echt schräg!“ die Leut’.
So ähnlich geht’s Fräu’n Scherzer heut.
Was lehrt uns die Vergangenheit?:
Herr Walther von der Vogelweid’
steht heutzutag’s, das seht ihr ja,
längst in der Wikipedia.
Und vielleicht bringt’s ja mit der Zeit
auch Fräulein Scherzer mal so weit.
Dann frisst so manchen hier der Neid
Liebe Martina, hoffe du bist nicht bös
Es soll keineswegs eine Entmutigung sein. Dranbleiben!
Gruß, Michl
„Kritik MUSS überheblich sein. Kritik muss dem Kritiker Spaß machen, nicht dem Kritisierten.“ (Hans Weigel)
Das Fräulein Scherzer ist noch jung,
und kriegt die Reime noch in Schwung.
In Franken hat das „Traditzjohn“:
die Minnesänger konnten’s schon!
… und weiter geht’s in dem Jargon:
Schon Walther von der Vogelweid’
reimt’ Herz auf Schmerz und Freud auf Leid
etcet’ra. Und schon seinerzeit,
damals im Mittelalter,
da riefen: „Mein Gott, Walther!
Was du reimst, klingt echt schräg!“ die Leut’.
So ähnlich geht’s Fräu’n Scherzer heut.
Was lehrt uns die Vergangenheit?:
Herr Walther von der Vogelweid’
steht heutzutag’s, das seht ihr ja,
längst in der Wikipedia.
Und vielleicht bringt’s ja mit der Zeit
auch Fräulein Scherzer mal so weit.
Dann frisst so manchen hier der Neid
Der Michl ist ein steiler Hecht,
der macht das Reimen gar nicht schlecht,
zitiert hier aus dem Mittelalter
und außerdem noch „Mein Gott, Walter.“
Gemeint ist der „von Vogelweide“,
der mit der „Frouw“ die Augenweide
abgab in der Au für zwei,
und dabei sang: „Tanderadei.“
Der trieb es in dem hohen Gras:
„niemer niemen bevinde daz“
mit seiner Liebsten - eiderdaus,
die schämte sich und ging nach Haus’.
Der Walter war also ein Schlimmer
und trieb es in den Wiesen immer
und wusste schon zu seiner Zeit:
mit Reimen kriegst die Weibersleut!
Verehrtester Kollege ®ichard,
es gilt weitgehend als gesichert,
dass selbst dem tüchtigsten Poeten
ermangels Reim’s, welcher vonnoeten,
gelegentlich ein Vers geht floeten.
Zum Beispiel einem Herrn von Goethen:
selbst jener reimt’ beim Reimebasteln
schon seinerzeit manch’ Schas mit Quasteln
(was in der deutschen Transferierung
bedeuten soll: Furz mit Verzierung).
Schon Salomon der Weise spricht ja:
»Auch Goethe reimt’ mal sch**, nicht wahr?«
Letztendlich ist’s doch einerlei.
Krawehl, krawehl. Tanderadei.
Mehr Licht.
Und sagtest Du hier nicht „mehr Licht“?
„Furz mit Verzierung“ ist es nicht!
Ich weiß, das Dichter gern mal schummeln
und an den Reimen grässlich fummeln.
Das Schlimmste daran ist jedoch
das Versmaß. Dieses Rhythmusloch
weist viele Monsterwerke aus,
aus schlechtem als auch gutem Haus.
Und freilich ist’s nicht einerlei,
Du schreibst „Krawehl, Tanderadei“ -
ob Inhalt oder Reim besticht,
wenn nur der Reim den Inhalt bricht.
Verzeih’, zum Weibe muss ich fort
an einen andren, schwülen Ort.
Ab Dienstag bin ich wieder da:
sing’ „Phallerie und Phallera“!
®_ichard_
Verehrtester Kollege ®ichard,
es gilt weitgehend als gesichert,
dass selbst dem tüchtigsten Poeten
ermangels Reim’s, welcher vonnoeten,
gelegentlich ein Vers geht floeten.
Zum Beispiel einem Herrn von Goethen:
selbst jener reimt’ beim Reimebasteln
schon seinerzeit manch’ Schas mit Quasteln
(was in der deutschen Transferierung
bedeuten soll: Furz mit Verzierung).
Schon Salomon der Weise spricht ja:
»Auch Goethe reimt’ mal sch**, nicht wahr?«
Letztendlich ist’s doch einerlei.
Krawehl, krawehl. Tanderadei.
Mehr Licht.
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