Fundsache findet nach 40 Jahren wieder nach Hause
Von: , Frage gestellt am Do, 9. Mär 2006
Hallo,
hier schreib ich euch meine momentan schönste Geschichte.Damit hab ich mich jetzt 6 Monate beschäftigt und nun ist sie zum Ende gekommen . Ich freu mich riesig darüber.Den Anfang hab ich hier im www gemacht, weil ich die Adresse der Universität suchte und nicht finden konnte. Die Leute hier haben mir dabei sehr geholfen.
LIPPISCHE LANDESZEITUNG von heute schreibt:
09.03.2006
Nach 40 Jahren schließt sich der Ring um den Ring
Schmuckstück aus B. fand Weg nach Oregon
Schieder-Schwalenberg/B. (te). Vor 40 Jahren hat Emma Benford aus Astoria im US-Bundesstaat Oregon ihren Ring verloren. Jetzt hat sie ihn zurück. Regina M. J., Goldschmiedin aus B., hat ihn ihr geschickt, nachdem eine ganze Reihe von Menschen und Medien sich hüben wie drüben mit der Geschichte des Rings beschäftigt haben.
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Nach 40 Jahren wieder da: Emma Benford hält ihren Ring in der Hand.
"Ein Ring verbindet" lautete die Überschrift auf dieser Seite der LZ am 5. Dezember. Die Geschichte drehte sich um Regina J.. Sie hatte jenen Ring wiedergefunden, den sie vor einem Dutzend oder mehr Jahren angekauft hatte. Eigentlich wollte die Goldschmiedin das Stück einschmelzen, aber dann sah sie die Initialen "EEM", die Inschrift "Nazareth College" aus Louisville, Kentucky, und einige Zeichen mehr. Seit diesem Moment setzte sie alles daran, den College-Ring - eine Erinnerung ans Studium - der ursprünglichen Besitzerin zurückzugeben.
Regina J. kontaktierte nicht nur die LZ, sondern auch Schwester Theresa Knabel vom Orden der "Sisters of Charity of Nazareth" in Louisville, der einst das College geleitet hatte. Die ließ die Akten der Schule nach einer Frau mit den Initialen "EEM" durchsuchen. Es konnte sich nur um Emma Elinor Mayes handeln. Doch die war nicht auffindbar, denn aus Ms. Mayes war schon vor langem Mrs. Benford geworden.
Unterdessen schrieb auch Bob Hill vom "Courier Journal" aus Louisville eine Story darüber. Was dann kam, ist romanreif: Emma Benfords Schwester lebt in Louisville. Doch ausgerechnet an dem Tag, an dem der Text erschien, gönnte sie dem Blatt keinen Blick, weil sie sich um ihren schwer erkrankten Mann kümmern musste. Glücklicherweise las eine Freundin den Text - so schloss sich der Ring um den Ring.
In B. konnte Regina J. kaum glauben, dass die Besitzerin ausfindig gemacht worden war. Jetzt konnte sie ihren Wunsch erfüllen.
Zwischen 1966 und 1968 hatte Emma Benford mit ihrem Mann Jewell in Deutschland auf einer Militärbasis gelebt. Damals, so schilderte sie der Reporterin Sandra Swain vom "Daily Astorian", muss sie ihren Ring wohl verloren haben. Genau weiß sie das nicht mehr, denn als Schulkrankenschwester und Mutter zweier Kinder hatte sie seinerzeit viel zu tun.
Berufssoldat Benford und seine Frau lebten an vielen Orten der Welt. Schließlich ließ sich das Paar vor 20 Jahren in Oregon nieder. Und dort bekam Emma Benford jetzt das Päckchen aus Germany. Dabei hätte Regina J. am liebsten ihr Geschenk aus der Vergangenheit selbst übergeben. Doch Oregon ist weit. Dennoch ist sie begeistert: "Wer sich alles mit diesem Thema beschäftigt hat, ist toll. Dass es schließlich geklappt hat, ist eine von den großen Freuden in meinem Leben." Selbst die Nachrichtenagentur AP schrieb über den Ring, der nach vier Jahrzehnten per Post kam.
Mit einer Karte bedankte sich Emma Benford bei Regina J. - verbunden mit der Einladung zu einem Besuch, sollte die Deutsche mal in den USA sein. Wer weiß, - Oregon ist weit, aber so weit auch wieder nicht.
