Öde ?

Von: , Frage gestellt am Mi, 6. Okt 1999

Dagegen müssen wir etwas unternehmen ! Schreiben wir doch eine Story, in der keiner weiß, wohin sie führt. Trau ich mich jetzt den Anfang zu machen ...???...?! Ja.

Bitch

Bitch war eine Lady-oder auch nicht,spielt keine Rolle-, die sich ständig irgendwelche Gesöffe in Ihren Durchlauferhitzer schüttete . Gegen den Großstadtlärm trug sie Kopfhörer in den Ohren, in denen Miniatur-punk-revoluzzer Ihre Parolen zum besten gaben. Eines Tages schwang sie sich mit Rucksack, Ihrem besten Freund, in die U-Bahn, um zu einer Gesöffeparty zu fahren.
Dort tanzten schon ein paar Phosphorwürstchen auf dem Grill den Blues ihres Lebens als plötzlich...

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Öde ?

    ... das Licht ausging, die Musikberieselungsanlage mit einem jaulenden hahuiiiiiiiiiuuuh verstummte und eine Stille herrschte, wie nach dem Untergang der Titanic. Die dumpfe Stimme kam aus dem schier endlosen schwarzen Loch: "Habt ihr auf Yello umgestellt"? "Nö", dass konnte nur Känguruh, der mit dem leeren Beutel sein. Der trieb sich nicht nur auf jeder Gesöffeparty rum, er stopfte sich auch anteilmiemend auf vielen Beerdigungen im Umkreis von 20 Meilen mit Streusel- und Rosinenkuchen voll, "das scheint ein Kurzer zu sein". Bitch, immer noch mit berucksackt, kam die rettende Idee ...

    • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
      Re^2: Öde ?

      wie wäre es mit einer runde für alle. vom guten alten lsd. lasst uns fliegen. spiele spielen. per anhalter durch die galaxis. don't panic. mein handtuch ist im rucksack, was wollen wir mehr. ja, ja, riefen alle. nimm uns mit. gesagt, getan. alle stellten sich in einer reihe auf und.... [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Öde ?

        leider war das lsd alle ( hähä). Sie tranken eine Runde Matetee aus einem großen
        Bottich, der einmal einem Druiden gehörte, würzten ihn mit kleinen bunten Lachgewürzen und Tanzpfeffer. Es war schon etwas früher oder später-spielt ja auch keine Rolle-, als es erneut an der Tür klingelte. Blue Moody rockte zur Tür und öffnete sie. Tatsächlich, der Besuch, der sich vor 1473 Jahren zur Party angesagt hatte, war da : [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: Öde ?

          Es war der Brunz von Brunzelschürtz
          der saß auf seinem Rittersitz,
          bei Mannen und Gesinde,
          inmitten seiner Winde.
          Die stanken, wo er ging und stand
          vom Hosenleder übers Land
          und tönten wie Gewitter -
          so konnte es der Ritter.

          Zu Augsburg einst auf dem Turnier
          bestieg er umgekehrt sei Tier,
          den Kopf zum Pferdeschwanze
          und stürmte ohne Lanze.

          Doch kurz vor dem Zusammenprall,
          ein Donnerschlag, ein dumpfer Fall,
          Herr Bruntz mit einem Pfurze
          den Gegner bracht zum Sturze.

          Da brach der Jubel von der Schanz,
          Herr Brunzelschürtz erhielt den Kranz;
          der Kaiser grüßte lachend
          und rief : Epoche machend !

          Ein Jahr darauf Herr Brunzelschürz
          saß froh auf seinem Rittersitz,
          bei Mannen und Gesinde,
          inmitten seiner Winde.

          Da kam ein Bote, kreidebleich
          und meldete: Der Feind im Reich!
          Das Heer läuft um sein Leben,
          wir müßen uns ergeben!

          Flugs ritt Herr Brunzelschürz heran,
          lupft den Harnisch hinten an
          und ließ aus der Retorte
          der Winde schlimmste Sorte.

          Das dröhnte donnerte und pfiff,
          so das der Feind die Flucht ergriff.
          Da schrie das Volk und wollte,
          daß er regieren sollte.

          Herr Brunz indessen todesmatt,
          sprach: Gott, der mir geholfen hat,
          der möge mich bewahren!
          Drauf ließ er einen fahren!

          Der letzte war`s, der schwach entfloh,
          drauf schloss für immer den Popo,
          Herr Brunz, der tapf `re Ritter,
          und alle fanden`s bitter.

          Er ward begraben und verdarb,
          die Burg zerfiel, doch wo er starb,
          steht heute eine Linde,
          da raunen noch die Winde.

          Es gab Durchzug. Da machte es 'Klongpong', die Tür schlug zu, das Licht ging an und plötzlich standen alle stocksteif in einem Nadelstreifenanzug herum. Sie sahen verschämt auf ihre spitzen Wildlederschuhe, die man 1961 auch Schnabelschuhe genannt hatte, und wussten nicht so recht, wie sie sich verhalten sollten. Plötzlich riss sich Manni das Jakett auf und ...

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            Re^5: Öde ?

            ... entblödete sein Brusthaar-Toupet. "Seht nur!" rief er. "Das ist echtes Bisamrattenfell! Laßt uns wilden, viehischen Sex haben!"

            Doch die Damen gähnten nur angelegentlich und die Herren begannen zu schielen, damit sie nicht die Augen schließen mußten.

            Bitch war verwirrt. Der Matetee hatte nichts geholfen, und auch die Ritter waren nicht mehr das, was sie einmal waren. Nachdenklich verkroch sich Bitch in eine Ecke, während die anderen Gäste auf ihre Schnabelschuhe sahen und von ArtDéco sprachen. Bitch preßte ihren Freund Rucksack sehr nah an ihre Wange und schaukelte vor und zurück.

            "Was soll ich nur machen, Rucki?" flüsterte sie ihm ins Ohr. "Das Licht ist aus, und alle tragen Nadelstreifenanzüge. Und das leckere Gesöff hat sich in Pina Colada verwandelt... mit Papierschirmchen! Was soll ich nur tun? Wir können sie doch nicht so einfach... einfach... Pina Colada trinken lassen!"

            Rucksack schüttelte nachdenklich das, was der Kopf gewesen wäre, wenn er einen gehabt hätte. Aber dann fiel ihm etwas ein. "Der Spiegel!" raunte er. Bitch sprang mit einem Satz auf. Natürlich! Der Spiegel! Schon hatte sie ihn in ihrem Freund Rucksack gefunden, nahm ihn heraus und...

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              Re^6: Öde ?

              ... hielt einen Griff mit einem leeren Bügel daran in der Hand. Das Glas hatte es bevorzugt, aus der Fassung zu springen und sich in Tausend kleine Splitter zu zerlegen.
              Bitch wußte nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. Sie war eh nicht besonders entscheidungsfreudig. Was sollte sie jetzt mit den Scherben machen? Scherben bringen Glück – daß wollte Bitch nicht glauben. Also öffnete sie ihrem Freund das Oberteil, stellte ihn auf den Kopf und lies aus ca. 1,30 m Höhe die Scherben klirrend auf den Boden fallen.

              Den Nadelstreifen blieb das nicht verborgen. Ohne schuldhaftes zögern zogen sie ihre Schnabelschuhe aus. Anschließend die Socken, soweit sie überhaupt welche hatten.
              Eckard, das war der Grösste unter ihnen – naja er war schon gross, aber von den Grossen doch einer der Kleinsten, also eher ein grosser Kleiner – war als Erster auf die Idee gekommen, mit nackten Füssen durch die Scherben zu laufen. Er hatte sich früher schon öfters auf Nagelbretter gelegt, warum sollte ein Scherbenlauf nicht auch klappen? Eckhards Freund Gustav, der mit dem Arm an der rechten Seite, war ebenfalls da und schickte sich zum Scherbenlauf an. Komisch, Gustav war doch sonst ein übervorsichtiger Mensch. Nicht ohne Grund trug er immer Gürtel und Hosenträger zugleich. Sonst hatte er immer seine Schwester Griselda mitgebracht. Heute jedoch nicht. Griselda war der Partyschreck in Person und scherbenlaufen, dass hätte sie sicher mit Begeisterung gemacht.

              'Das kann doch wohl nicht sein' dachte Bitch, 'mein Spiegel soll mit Füssen getreten werden'. Sie stellte sich in Schutzmann-auf-der-Kreuzung-Pose mit ausgebreiteten Armen, vor den Scherbenhaufen. Ihr Pech war es, daß ihre Arme nur eine Spannweite von ca. 1,07 m erreichten. Das machte sich der grosse kleine Eckard zu Nutze. Er ...

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^7: Öde ?


              'Das kann doch wohl nicht sein' dachte
              Bitch, 'mein Spiegel soll mit Füssen
              getreten werden'. Sie stellte sich in
              Schutzmann-auf-der-Kreuzung-Pose mit
              ausgebreiteten Armen, vor den
              Scherbenhaufen. Ihr Pech war es, daß ihre
              Arme nur eine Spannweite von ca. 1,07 m
              erreichten. Das machte sich der grosse
              kleine Eckard zu Nutze. Er ...
              benutzte Bitch`s Arme als Hürde, sprang darüber hinweg und- unterschätzte seine sportlichen Fähigkeiten. Mit seinem ausgestreckten Fuß riß er ein tiefes Loch in die Klotür. Mist.Der pupsende Ritter, der sich dort auf der anderen Seite zum 30 mal niedergelassen hatte, und vom ganzen abend deshalb nicht viel mitbekommen hatte, machte ein verdutztes Gesicht und ließ vor Schreck gleich weitere Gase ab. Durch die Erschütterung fiel die Toilettentür nun auch noch aus den Angeln und begrub Eckard unter sich. Damit hatte Bitch natürlich gerechnet, drehte sich wieder den noch anwesenden zu. " Sonst noch wer"?, fragte sie , und hob dabei nachdrücklich eine Augenbraue an. "Gut", bemerkte sie nur, als keiner mehr die Anstalten zum Scherbenlauf machte, hob die Scherben auf und verlangte nach einem Sekundenkleber. " Diese Scherben sind die Eintrittskarte zu einer anderen Welt" raunte sie und klebte die Scherben so gut es ging zusammen. Kaum war die letzte Scherbe geklebt, erschien ein großes, wabernes helles Loch an der Wand, durch das sie mit Rucksack zuerst hindurchtrat. Es folgten....

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^8: Öde ?

              ...der Ritter und eine kleine, in Nadelstreifen gehüllte FLamenco-Pianistin. Die drei (nun ja, mit Rucki eigentlich vier) sahen sich staunend um.

              Sie waren suf einer grünen Wiese, die sanft gewellt sich vor ein paar Hügeln ausstreckte. Ein Bach schlängelte sich durch die Wiese, und vor den Hügeln sahen sie eine dunklen Wald.

              "Der Wald", hauchte die kleine Pianistin, "seht nur!" Im Wald schwirrte es. Tausende von winitgen Wesen schwirrten, noch winzigere Propeller auf dem Rücken, zwischen den Bäumen umher, kichernd und fröhliche Lieder singend. Als sie Bitch und ihre Freunde sahen, zeigten sie mit den Fingern auf sie, tuschelten und kicherten.

              "Hm..." machte Bitch. "Sehr merkwürdig", meinte Rucksack. Und der Ritter schüttelte den Kopf. "Keine Jungfrauen? Keine Drachen? Ein dummes Land. Und ich dachte schon, das, aus dem wir kommen, wäre schlecht".

              Aber Bitch bedachte ihn mit einem strafenden Blick. "Nun warte doch mal ab! Wer weiß, was hinter den Hügeln ist!" - "Ja, die Hügel", meinte Rucksack aufgeregt, "laß uns nachschauen". Und so uogen sie los, um dieses merkwürdige Zauberland zu erkunden.

            • Antwort von nach 18 Tagen hilfreich
              Re^9: Öde ?

              aufgeregt, "laß uns nachschauen". Und so
              uogen sie los, um dieses merkwürdige
              Zauberland zu erkunden.
              Was sie nicht wußten : Dieses Zauberland in das sie sich begeben hatten, war ein Fahrstuhlbrett runter in`s Archiv .Während sie die verschlungenen Pfade dieses Landes erkundeten, wanderte dieses Brett immer tiefer und tiefer...in den dunklen, grauen Schlund vergessener Gefilde.Und wenn sie noch am leben sind, dann wandern sie noch heute.Amen,
              und so`n Scheiß.

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