Spinne in der yucca-palme? hat jemand wahre

… geschichten?

also, die grusel-geschichten vom bruder, dem freund des freundes etc. erlebt dürften bekannt sein.

ich bin auf der suche nach unglaublichen, fantastischen geschichten, erlebnissen, bei denen die erzähler versichern, dass es nicht jemanden anderen passiert ist, sondern demjenigen selber! muss auch nicht unbedingt was gruseliges sein, nur halt so abgefahren, dass man es einfach nicht glauben kann.

wenn möglich bitte per eMail an mich, danke

marian

… geschichten?

[…]

wenn möglich bitte per eMail an mich, danke

Ich dachte, ich poste das doch mal hier, damit auch andere in den „Genuss“ kommen:
Mein Großvater war viele Jahre pflegebedürftig und wurde von meiner Mutter mit Unterstützung eines Pflegedienstes - ca. eine Stunde täglich - versorgt. Im Laufe der Jahre hatte er einen Beinaheschlaganfall und zwei Aufenthalte im Sterbezimmer eines Krankenhauses überlebt. Er war schon ein ziemlich zäher Brocken.

Einen Sonntag Nachmittag versuchte er sich mit einiger Mühe aus seinem gesicherten Bett zu heben. Als meine Mutter ihn fragte, was er vorhabe, meinte er, er müsse seinen guten Anzug aus dem Schrank holen. Auf die Frage, wofür er den bräuchte, antwortete er: „Für die Beerdigung“.
Bei der nächsten Frage war meiner Mutter schon recht mulmig: Welche Beerdigung er denn meine. Er sagte, er bräuchte den Anzug für seine eigene Beerdigung. Die sei am folgenden Sonntag. Meine Mutter wollte ihn beschwichtigen - insbesondere, weil es ihm in dieser Zeit eigentlich recht gut ging - aber sein letzter Satz hierzu war: „Du wirst schon sehen…“

Ein paar Tage später war er plötzlich ziemlich von der Rolle. Nachdem meine Eltern uns Kinder informierten, dass er sich nach uns erkundigt hatte, haben wir ihm unabhängig voneinander am Nachmittag und Abend besucht. Dabei machte er eigentlich wieder einen ganz aufgeweckten Eindruck und erzählte entgegen seiner sonstigen Verfassung richtig viel - insbesondere auch viel mit Sinn. Später am Abend allerdings mehrten sich wohl die Anzeichen dafür, dass er an Kraft verlor. Meine Mutter hat die Nacht an seinem Bett verbracht und seine Hand gehalten, als er früh morgens starb.

Beerdigt wurde er nicht am Sonntag, wie er es gesagt hatte, sondern erst am Montag. Das Bestattungsunternehmen konnte oder wollte sonntags keine Bestattung durchführen.
Dafür, dass er sterben würde, hatte es bis zu seinem komischen Statement am vorhergehenden Sonntag keine Anzeichen gegeben. Und auch danach war er eigentlich nicht allzu schlecht drauf. Von einem Tag auf den nächsten allerdings ging es ihm schlechter. Wie ihn selbst diese Vorahnung eine Woche vor seiner Beerdigung erreicht hat, weiß natürlich keiner. Vielleicht merkt man es tatsächlich an irgendwelchen kleinen Anzeichen, dass das Ende naht. Für alle direkt Beteiligten war es jedenfalls ein ziemlich abgefahrenes Erlebnis. Jetzt in der Nacherzählung (und bei Euch als Nichtangehörige) verliert es aber vielleicht ein bisschen an Ungeheuerlichkeit. Mir allerdings sind damals die Schauer den Rücken rauf und runter gefahren…

Chimera

schau mal bei http://www.darwinawards.com nach. da sind die unglaublichsten geshcichten abgelegt, wie sich leute um das eigenen leben gebracht haben und - daher der name - ihr erbgut (von wegen „survival of the fittest“ - charles darwin) eben NICHT weitergegeben haben…

da solltest du fündig werdden, have a try…
stevie

MOD: Habe Deinen Link anklickbar gemacht :wink:

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