Anfang einer Geschichte

Von: , Frage gestellt am So, 24. Aug 2008

Hallo,
ich habe vor kurzer zeit angefangen, eine Geschichte zu schreiben.

Ich poste sie mal, vielleicht hat jemand Anregungen oder Kritik ...

Sie rannte. Sie wusste noch nicht wohin und es war ihr auch egal. Einfach weg. Nur weg von hier. Raus aus der Stadt. Bis zum Stadttor war es noch ein gutes Stück und es waren mindestens zehn Männer, die ihr folgten. Ihr Atem ging keuchend. Sie hörte nur die immer leiser werdenden Rufe der Verfolger, ihren schnellen Atem und ihre leisen Schritte auf dem Straßenpflaster. Sie benutzte absichtlich die leisen verwinkelten Gassen, damit niemand sie packen und herumreißen konnte, wenn die Stimmen der Verfolger schrien: „Haltet sie!“
Immer näher kamen die Stadtmauern heran, das war ihr bewusst, denn diese Stadt kannte sie wie ihre Westentasche. Doch sie wusste auch, dass die Verfolger zuallererst das Tor besetzen und schließen würden, weil dies der einzige Ausgang war, den sie benutzen konnte. Sie warf einen schnellen Blick über die Schulter. Es war niemand zu sehen. Sie sah niemanden und sie hörte niemanden, doch sie wusste, dass sie noch längst nicht sicher war. Sie verlangsamte ihre Schritte nicht, denn sie musste das Stadttor vor den anderen erreichen. Doch langsam schwanden ihre Kräfte, auch wenn sie eine Ausdauer hatte, die normale Menschen niemals besitzen würden. Sie rannte weiter. Noch ein paar Gassen, dann musste sie auf die Hauptstraße. Sie flitzte um Ecken und sprang über Pfützen. Nichts deutete auf die Männer hin, die ihr nachjagten, doch sie waren da. Irgendwo. Und sie lauerten.
Immer rasselnder ging ihr Atem. Bald könnte sie keinen Schritt mehr tun. Doch sie wusste ihre Kräfte einzuschätzen. Ihr langes Haar wehte im Wind, als sie um die Ecke zur Hauptstraße bog.
„Da ist sie!“, riefen laute tiefe Männerstimmen, und sie hörte die raschen Schritte, die wieder die Verfolgung aufnahmen. Menschen drehten sich bei diesen Rufen erschrocken um. Die Hauptstraße war stets voller Menschen. „Schließt das Tor!“, brüllte eine weitere Stimme. Sie hatte es erwartet, doch trotzdem schlug ihr Herz noch schneller als zuvor. Adrenalin rauschte durch ihren Körper und mobilisierte ihre letzten Kraftreserven.
Auch ohne den Befehl des Mannes, das Tor zu schließen, hatten andere damit längst begonnen. Es war nur noch ein kleiner Spalt, eine schmale Lücke, die immer enger wurde. Es trennten sie noch zwanzig Schritte von ihrem Ziel, von der Freiheit, doch sie spürte, dass es eng werden würde. Sie rannte und rannte, Schritt für Schritt kam sie näher, doch je näher sie kam, desto winziger wurde der Spalt, der ihr die Freiheit versprach. Ihr Gesicht verzerrte sich vor Anstrengung und alles, was sie sah, war das Tor.
Doch als sie noch zehn Schritte entfernt war, fielen die beiden Flügel mit einem leisen, dumpfen Geräusch, das für sie doch so viel lauter in ihren Ohren dröhnte, zu. Sie machte eine Vollbremsung und blieb etwa fünf Schritte vor den Wachmännern am Tor zum Stehen. Gehetzt blickte sie sich um. Die Männer, die sie verfolgten, waren noch dreißig Schritte entfernt, doch die Stadtwachen wollten sie zurückdrängen, in die Arme der Jäger ...
Ihre Augen suchten hektisch die Umgebung ab, versuchten, einen Ausweg zu finden, bevor es zu spät war. Ihre Augen schweiften über eine gaffende Menge und über die Häuser, die neben ihr in den Himmel stiegen. Links von ihr war eine schmale Gasse. Ohne nachzudenken spurtete sie los. Die Männer hinter ihr schrien verärgert und liefen ihr nach. Verzweiflung durchströmte sie wie eine rauschende Welle. Sie würde keine fünfhundert Meter mehr durchhalten, ihre Beine fühlten sich jetzt schon an wie Steinklötze.
Sie hasste es, wenn ihre Pläne schief liefen. Wenn sie entdeckt wurde. Ihre Schritte wurden langsamer und ihre Verfolger holten auf. Sie bog ein in das verwirrende Gassensystem der Stadt, in der Hoffnung, die Männer abzuhängen. Irgendwo über sich sah sie plötzlich eine Terrasse. Mit letzter Kraft kletterte sie an einem alten knorrigen Baum hoch. Normale Menschen wären daran niemals hochgekommen. Doch sie war anders.
Einige Sekunden später presste sie sich so flach wie möglich auf den Boden der Terrasse. Ihr eigener Atem und ihr Herzschlag kamen ihr so unglaublich laut vor, wie Donnerschläge in einer stillen Nacht.

18 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Anfang einer Geschichte

    Hallo,
    ich habe vor kurzer zeit angefangen, eine Geschichte zu
    schreiben.

    Ich poste sie mal, vielleicht hat jemand Anregungen oder
    Kritik ...

    Sie rannte. Sie wusste noch nicht wohin (irgenwo sprichst du aber von plan) und es war ihr auch egal.(weiter unten ärgert (hasst)sie sich aber deswegen) Einfach weg. Nur weg von hier. Raus aus der Stadt. Bis
    zum Stadttor war es noch ein gutes Stück und es waren
    mindestens zehn Männer, die ihr folgten. (also verfolger und keine jäger,*unten wird sie gejagt*)
    Ihr Atem ging keuchend. Sie hörte nur die immer leiser werdenden Rufe der
    Verfolger, ihren schnellen Atem und ihre leisen Schritte auf
    dem Straßenpflaster. Sie benutzte absichtlich die leisen
    verwinkelten Gassen, damit niemand sie packen und *herumreißen* (festhalten würde genügen.)
    konnte, wenn die Stimmen der Verfolger schrien: „Haltet sie!“
    Immer näher kamen die Stadtmauern heran, das war ihr bewusst,
    denn diese Stadt kannte sie wie ihre *Westentasche*
    (eine WT kannte man da noch nicht!.)

    (und wo bleibt das wissen nachher? das könntest du doch etwas ausbauen und die verfolgung damit spannender machen)
    Doch sie wusste auch, dass die Verfolger zuallererst das Tor *besetzen*?
    und schließen würden, weil dies der einzige Ausgang war, den
    sie benutzen konnte. Sie warf einen schnellen Blick über die
    Schulter. Es war niemand zu sehen. Sie sah niemanden und sie
    hörte niemanden, doch sie wusste, dass sie noch längst nicht
    *in sicherHEIT* war. Sie verlangsamte ihre Schritte nicht, denn sie
    musste das Stadttor vor den anderen erreichen. Doch langsam
    schwanden ihre Kräfte, auch wenn sie eine Ausdauer hatte, *die
    normale Menschen*(klingt ein weng nach zu viel) niemals besitzen würden. Sie rannte weiter.
    Noch ein paar Gassen, dann musste sie auf die Hauptstraße. Sie
    flitzte um Ecken und sprang über Pfützen. Nichts deutete auf
    die Männer hin, die ihr nachjagten,(oder verfolgten?) doch sie waren da.
    Irgendwo. Und sie lauerten.
    Immer rasselnder ging ihr Atem. Bald könnte sie keinen Schritt
    mehr tun. Doch sie wusste ihre Kräfte einzuschätzen.
    (entweder ja oder nein, konnte sie oder nicht?) Ihr
    langes Haar wehte im Wind(beim oder duchs laufen, hier ist keine romantik nötig hier ist eine ), als sie um die Ecke zur Hauptstraße
    bog.
    „Da ist sie!“, riefen laute tiefe Männerstimmen, und sie hörte
    die raschen Schritte, die wieder die Verfolgung aufnahmen.
    Menschen drehten sich bei diesen Rufen erschrocken um. Die
    Hauptstraße war stets voller Menschen. „Schließt das Tor!“,
    brüllte eine weitere Stimme. Sie hatte es erwartet, doch
    trotzdem schlug ihr Herz noch schneller als zuvor. Adrenalin
    rauschte durch ihren Körper und mobilisierte ihre letzten
    Kraftreserven.
    Auch ohne den Befehl des Mannes, das Tor zu schließen, hatten
    andere damit längst begonnen.
    (so schnell werden befehle oder auch ohne nie ausgeführt)
    Es war nur noch ein kleiner Spalt, eine schmale Lücke, die immer enger wurde. Es trennten
    sie noch zwanzig Schritte von ihrem Ziel, von der Freiheit,
    doch sie spürte, dass es eng werden würde. Sie rannte und
    rannte, Schritt für Schritt kam sie näher, doch je näher sie
    kam, desto winziger wurde der Spalt, der ihr die Freiheit
    versprach. Ihr Gesicht verzerrte sich vor Anstrengung und
    alles, was sie sah, war das Tor.
    Doch als sie noch zehn Schritte entfernt war, fielen die
    beiden Flügel mit einem leisen, dumpfen Geräusch, das für sie
    doch so viel lauter in ihren Ohren dröhnte, zu. Sie machte
    eine Vollbremsung (jana sie ist doch kein Auto) und blieb etwa fünf Schritte vor den
    Wachmännern am Tor zum Stehen. Gehetzt blickte sie sich um.
    Die Männer, die sie verfolgten, waren noch dreißig Schritte
    entfernt, doch die Stadtwachen wollten sie zurückdrängen, in
    die Arme der Jäger ...(also doch ne katze) verfolger wäre hier besserangebracht.
    Ihre Augen suchten hektisch die Umgebung ab, versuchten, einen
    Ausweg zu finden, bevor es zu spät war. Ihre Augen schweiften
    über eine gaffende Menge und über die Häuser, die neben ihr in
    den Himmel stiegen. Links von ihr war eine schmale Gasse. Ohne
    nachzudenken spurtete sie los. Die Männer hinter ihr schrien
    verärgert und liefen ihr nach. Verzweiflung durchströmte sie
    wie eine rauschende Welle. Sie würde keine fünfhundert Meter
    mehr durchhalten, ihre Beine fühlten sich jetzt schon an wie
    Steinklötze. (ist etwas übertrieben sie ist ja noch immer wendig)
    Sie hasste es, wenn ihre Pläne schief liefen.
    wo ist denn der plan, klingt eher planlos

    Wenn sie entdeckt wurde. Ihre Schritte wurden langsamer und ihre
    Verfolger holten auf. Sie bog ein in das verwirrende
    Gassensystem der Stadt, in der Hoffnung, die Männer
    abzuhängen.
    *Irgendwo* über sich sah sie plötzlich eine
    plötzlich sah sie....(genügt
    warum irgendwo

    Normale Menschen wären daran niemals
    hochgekommen. Doch sie war anders.

    könnte immer noch ne katze sein.

    Ihr eigener Atem und ihr Herzschlag kamen ihr so unglaublich laut vor, wie
    Donnerschläge in einer stillen Nacht.
    der satz ist gut.

    jana lese dir deine geschichte mit zeitabständen wenigstens 20 X selber durch, dann wirst du sehen da sind zu viele wiederholungen,

    du wirst sie dann ohne weiteres auf ein drittel reduzieren können.

    das könnte eine katzenjagt quer durch berlin sein. und trotzdem tritt die flucht auf der stelle
    du schreibst sie kennt sich aus, aber man empfindet: sie weiss doch kaum wohin sie laufen soll.
    keine 500 meter mehr,(ein halber kilometer!) schreib 50 denn 500 sind selbst für ein anfänger noch sehr viel
    einmal ist sie schneller als ein normaler mensch, die verfolger sind nicht mehr zu hören, und dann stehen sie wieder vor ihr.
    das eine oder andere sollte in der geschichte durchkommen aber nicht beides.
    sonst widerspricht sie sich.
    und jetzt sei deswegen nicht geknickt, ich weiß selber wie man sich dann fühlt, wenn man gesagt bekommt das ganze zu reduzieren

    schon daran, daß ich mich so damit befasst habe, müsste dir zeigen es war für mich doch interessant, sonst hätte ich auch nicht weitergelesen.
    lass mal wieder was von dir hören, und denk daran auch franz kann danebenliegen, den dein stil und deine gedanken sind am *wichtigsten*

    notier dir einfach meine gedanken und veränderungen neben deiner geschichte, lass rechte seite immer genug platz denk drüber nach und lese immer und immer wieder aufs neue, aber mit pausen dazwischen und überlege immer ob es auch so möglich sein kann wie du schreibst.

    mit einem lieben gruß
    franz

    • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
      Re^2: Anfang einer Geschichte

      Hallo Franz,
      danke für deine Kritik, und geknickt bin ich nicht, ich habe sie ja gepostet, um anregungen zu bekommen. Einige dinge, die du sagst, stimmen, ich werde die geschichte auf jeden fall noch überschreiben. Aber einige Dinge, z.b. das, das sie kein normaler Mensch war, wird später aufgeklärt, aber das kannst du (und alle anderen am anfang) ja nicht wissen.
      Trotzdem noch mal danke für deine Kritik,
      Gruß Jana

  2. Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
    Re: Anfang einer Geschichte

    Hallo Jana!

    Du brauchst einen guten Lektor. Genau wie ich, ich schreibe auch Geschichten, und weiß, daß man unglaublich viel falsch machen kann, selbst wenn man Talent hat.

    Ich bin leider alles andere als ein guter Lektor, aber ich schreibe mal ein paar Gedanken auf. Sie rannte. Sie wusste noch nicht wohin und es war ihr auch
    egal. Einfach weg.
    Klingt irgendwie witzig, und man fragt sich, warum, das erzeugt Spannung. und es waren
    mindestens zehn Männer, die ihr folgten.
    Man fragt sich wieder: Warum? Eine Zeit lang erzeugt so was Spannung, aber irgendwann will der Leser das Motiv der Männer wissen, damit es auch logisch klingst, warum sie sie verfolgen. Es war niemand zu sehen. Sie sah niemanden...
    Unnötige Wiederholung. Ihre Augen suchten hektisch die Umgebung ab, versuchten, einen
    Ausweg zu finden, bevor es zu spät war.
    Hat sie dazu Zeit?

    Ich finde die Geschichte (relativ) gut!

    Auch wenn noch viel zu verbessern ist, das meiste davon habe ich wahrscheinlich sogar übersehen, aber du kannst was!

    Mach weiter so!

    Grüße

    Andreas

  3. Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
    Re: Anfang einer Geschichte

    liebe jana,

    bevor ich überhaupt deine geschichte lesen, geschweige denn sie beurteilen kann, würde ich gern wissen, an wen sie sich richtet und was sie erzählen soll.
    ohne diese angaben sind lob und kritik ziemlich sinnlos.

    schöne grüße
    ann

    • Antwort von nach 8 Tagen hilfreich
      Re^2: Anfang einer Geschichte

      liebe jana,

      bevor ich überhaupt deine geschichte lesen, geschweige denn
      sie beurteilen kann, würde ich gern wissen, an wen sie sich
      richtet und was sie erzählen soll.
      ohne diese angaben sind lob und kritik ziemlich sinnlos.
      Hallo ann,
      ich habe die Geschichte einfach aus spaß angefangen zu schreiben.
      Ist wie gesagt nur ein anfang, deswegen sind vielleicht manche dinge auch noch ein bisschen unverständlich^^
      Gruß Jana

      • Antwort von nach 8 Tagen hilfreich
        Re^3: Anfang einer Geschichte

        Hallo Jana, Ist wie gesagt nur ein anfang, deswegen sind vielleicht manche
        dinge auch noch ein bisschen unverständlich^^
        aber Du selbst wirst doch wissen, wie es in der Geschichte weitergehen bzw. wovon sie handeln soll, oder?

        Grüße

        =^..^=
        Katze

        • Antwort von nach 10 Tagen hilfreich
          Re^4: Anfang einer Geschichte

          aber Du selbst wirst doch wissen, wie es in der Geschichte
          weitergehen bzw. wovon sie handeln soll, oder?

          Grüße

          =^..^=
          Katze
          Ja, klar weiß ich, wie's weitergeht ... aber ihr ja teilweise nicht, deshalb ist es bisschen unverständlich manchmal^^
          Gruß Jana

          • Antwort von nach 10 Tagen hilfreich
            Re^5: Anfang einer Geschichte

            Hallo Jana, Ja, klar weiß ich, wie's weitergeht
            na dann mal her mit den schmutzigen Details! ;o)

            Oder um Ann zu zitieren: bevor ich überhaupt deine geschichte lesen, geschweige denn sie
            beurteilen kann, würde ich gern wissen, an wen sie sich richtet und
            was sie erzählen soll.
            ohne diese angaben sind lob und kritik ziemlich sinnlos.
            Beste Grüße

            =^..^=

  4. Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
    Re: Anfang einer Geschichte

    Hi Jana,

    bestenfalls ein Prolog, denn ein Ziel der story lässt sich noch nicht erkennen. Also: Quo vadis?
    Grüße,
    JPL



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