Kurzkrimi: Der perfekte Mord!

Hallo!

Ratet mal:

Was für ein Genie er war! Der perfekte Mord! Er hatte an alles gedacht, sogar an die dunkle Neumondnacht!

„Wohin fahren wir um zwei Uhr nachts?“

„Überraschung!“ Nicht mal gelogen!

Sie ahnte nichts und schlief bald ein.

Sollte die Polizei ihn zufällig anhalten, könnte man ihm nichts anhängen, noch lebte sie. Die Kennzeichen waren abmontiert. Er würde sagen, sie müssten geklaut worden sein. Was war er genial!

Ihre Jacke hatte eine Schnur, wie viele Kinderjacken. Das Gewicht, das hinter dem Sitz stand, würde sie unter Wasser halten. 10 kg schwer. Kein Taucher würde es je finden.

Seine Stieftochter spielte oft am Fluss. „Ein Unfall!“ Genial geplant! Das Flussufer war mit dem Auto nicht zu erreichen, und das Wasser am Ufer flach, deshalb musste er die Brücke benutzen, alles genial recherchiert.

Wie er die Stange in den Eimer gestellt hatte! Und den Eimer mit Wasser gefüllt und in den Eisschrank! Eine Gewindestange! Genial: Die konnte er aus dem harten Eis herausdrehen, damit ein Loch blieb!

Kurze Pause vor der Brücke. Er steckte die Schnur ihrer Jacke in das Loch und goss Wasser hinein, das sofort gefror. Perfekt! Der Eisblock würde sich auflösen! Keine Spuren, keine Beweise!

Auf der Brücke hielt er an. Niemand zu sehen. Tür auf, schlafende Stieftochter raus, zusammen mit dem Eisblock über das Geländer und weg. Der perfekte Mord!

Morgens um 6.00 Uhr klingelte ein Polizist an der Tür. „Sie sind verhaftet!“

Welchen dummen Fehler hat er gemacht?

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

Welchen dummen Fehler hat er gemacht?

er hat vor lauter Mordeifer den zukünftigen Helden eines zukünftigen Kinderbuches übersehen, welcher sinnentleert neben der nachtdunklen Brücke herumdümpelte, nur um endlich mit seinen überlegenen Messertechniken eine unnötige Wendung in die Geschichte zu bringen .

Fehlerlose Grüße

=^…^=

PS: Ach ja, Eis schwimmt an der Wasseroberfläche … ;o)

Hallo KamikazeKatze!

Eis schwimmt an der Wasseroberfläche … ;o)

Genau. 30 cm dick, weil es ein sehr kalter Winter ist. Und deshalb bricht sie sich beim Aufschlag auf dieses das Genick, anstatt zu ertrinken.

Grüße

Andreas

Hi Andreas,

die Idee mit dem sich selbst auflösenden Mordinstrument ist an sich nicht schlecht (gab’s zwar schon in „Die drei Tage des Condor“ aber egal), aber in diesem Fall klappt es eben nicht, wie KamiCat schon schrieb.
Ausserdem: Kennzeichen abmontieren … urgs.
Für den normalen Beobachter ist er damit erst recht auffällig und wird sich gemerkt. Und wenn ihn die Polizei erwischt wird er auf jeden Fall angehalten udn dann kommt er da so schnell nicht mehr weg und schon gar nicht ohne seine Personalien anzugeben. Und wenn er das auch nicht macht ist in der Zeischezeit der Eisblock längst geschmolzen.

Grüße,
JPL

Hi JPL!

Danke für die Rückmeldung.

die Idee mit dem sich selbst auflösenden Mordinstrument ist an
sich nicht schlecht

Das freut mich!

Ausserdem: Kennzeichen abmontieren … urgs.

Stimmt schon, was du schreibst. Weißt du eine bessere Möglichkeit?

Grüße

Andreas

Hi Andreas,

Ausserdem: Kennzeichen abmontieren … urgs.

Stimmt schon, was du schreibst. Weißt du eine bessere
Möglichkeit?

Kennzeichen dranlassen vielleicht? *scnr*

*wink*

Petzi

Hallo Petzi!

Kennzeichen dranlassen vielleicht?

Toll! Mega-geistreich! Wie kommt man auf solche Ideen? Warum fällt mir so was nicht ein?

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

Stimmt schon, was du schreibst. Weißt du eine bessere
Möglichkeit?

bei den alten Nummernschildern konnte man mit etwas Geschick die Zahlen bzw. Buchstaben teilweise so verändern, dass die Manipulation zumindest nicht auf den ersten Blick zu erkennen war.

Genau aus diesem Grund gibt es inzwischen ‚fälschungssichere‘ Kennzeichen … ;o)

Beste Grüße

=^…^=

Hallo KamikazeKatze!

Genau aus diesem Grund gibt es inzwischen ‚fälschungssichere‘
Kennzeichen … ;o)

Wozu fälschen, wenn man sie überall abschrauben kann?

Danke für den Tipp.

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

Wozu fälschen, wenn man sie überall abschrauben kann?

weil sich ein kleines Stückchen schwarzes Klebeband deutlich schneller entfernen lässt als ein falsches Kennzeichen ab- und das richtige wieder anschrauben!

Beste Grüße

=^…^=

Hallo KamikazeKatze!

weil sich ein kleines Stückchen schwarzes Klebeband deutlich
schneller entfernen lässt als ein falsches Kennzeichen ab- und
das richtige wieder anschrauben!

Ja, das ist noch besser.

Danke.

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

Kennzeichen dranlassen vielleicht?

Toll! Mega-geistreich! Wie kommt man auf solche Ideen?

tja, das hat halt ne Menge mit Naturtalent und so zu tun *sattzufriedengrins* Das hat man halt oder man hat’s nicht *nocharroganterguck*

Warum
fällt mir so was nicht ein?

Siehe oben *fg*

Oder um auf Deine eigentliche Frage zurückzukommen: Lass die Geschichte in der Schweiz spielen, da gibt’s „Wechselkennzeichen“ für Autos. Sprich, Du kannst 2 (oder mehr) Autos besitzen aber nur ein Nummerschild, das Du dann nach Bedarf an Auto_1 oder Auto_2 dranmachst. Geht recht leicht. Und natürlich kann man da ein „heimliches“ (falsches) drittes Kennzeichen dazubasteln.

*wink*

Petzi

Hallo Petzi!

Danke für den Tipp.

Grüße

Andreas

Aus der Praxis
Werden keine Nummernschildverstärker, das sind die zumeist schwarzen Kennzeichenrahmen mit der Händlerwerbung, verwendet, gibt es Schmutzablagerungen unter dem Kennzeichen, die wegen der Prägung derselben die Zahlen und Buchstaben zumindest als Fragmente noch erkennen lassen.

Eine erfolgreiche Halterabfrage mit Kennzeichenfragmenten und Fahrzeugtyp wird also kinderleicht sein.

M

Hallo Herr Meyer!

Danke für den Tipp!

Grüße

Andreas

nochwas eingefallen
…ich weiß nicht, ob´s schon da gewesen ist:

Der Fluss war zugefroren und sie ist auf die Eisoberfläche geknallt, und davon aufgewacht. Ihre Rufe, die sie schwer verletzt aussandte, wurden von heimkehrenden Nachtschwärmern gehört, die die Polizei alarmierten.

M

So nun doch nicht!

Der Fluss war zugefroren und sie ist auf die Eisoberfläche
geknallt, und davon aufgewacht.

… allerdings mit vielfach zerschmetterten Knochen.

Ihre Rufe, die sie schwer
verletzt aussandte, wurden von heimkehrenden Nachtschwärmern
gehört, die die Polizei alarmierten.

Nachtschwärmer waren da keine, nur der immer noch in der Landschaft herumdümpelnde Erfindungsfinder.

Aber: Mit letzter Kraft konnte das Mägdelein mit ihrem eigenen Blut ‚Der Vater war’s!‘ aufs Eis schreiben, bevor sie endlich verschied …

Blutige Grüße

=^…^=

Hallo Herr Meyer!

Ja, wäre auch eine Möglichkeit.

Um das Rätsel aufzuklären: Es ist Sommer. Sein Fehler war, dass er nicht bedacht hat, dass der Eisblock auf dem Wasser schwimmt.

Im Original (in meinem Roman) friert er natürlich Steine in das Eis mit ein, so dass der Eisblock unter Wasser sinkt.

Er merkt aber nicht, daß ein Junge hinter dem Brückenpfeiler sitzt, der sofort hinterherspringt. Weil es neumondnachtdunkel ist, hat er eine Taschenlampe dabei, und außerdem zufällig ein Taschenmesser.

Zufälle gibts…

Grüße

Andreas

Hallo Herr Meyer!

Ja, wäre auch eine Möglichkeit.

Um das Rätsel aufzuklären: Es ist Sommer. Sein Fehler war,
dass er nicht bedacht hat, dass der Eisblock auf dem Wasser
schwimmt.

Wie alt und wie schwer war das Mädchen?
Ich habe zwecks Plausibilitätsprüfung einmal ausgerechnet, wie groß der Eisblock sein muss, um das Mädchen unter der Wasseroberfläche zu tragen, die Tatsache einmal fortgelassen, dass sie durch das Eintauchen aufwacht und zu strampeln beginnt, also wir ausgehen, dass sie ohne Bewusstsein bleibt.

10kg sind nicht ausreichend, um selbst ein Kleinkind, was das Doppelte wiegt, oben zu halten.

Ferner erscheint nicht nachvollziehbar, dass bei sommernächtlichen Temperaturen der Senkel im Eis einfriert, wenn er mit Wasser eingegossen wird.

Weiterhin handelt es sich nicht um einen stehendes, sondern ein Fließgewässer. Der Junge mit der Taschenlampe hat bei stockfinsterer Nacht kaum eine Chance, das treibende Bündel (unterstellt, es sei an der Oberfläche treibend) aufzufinden.

Unglaubwürdig unglaubwürdig!

____________

Dreht man die Geschichte um, wird er auf dem Heimweg von einer Streife angehalten, weil die Nummernschilder fehlen. Der Einrede, diese seien geklaut, wird stattgegeben, trotzdem wird der Wagen routinemäßig untersucht. Da der Mord vorbereitet wurde, ist wegen der längeren Lagerung des Eisblocks eine größere Menge Schmelzwassers im Wagen verblieben, was den Beamten komisch vorkommt. Das Auto ist neu und daher ist nicht anzunehmen, dass es undicht ist…es hat doch auch schon lange nicht mehr geregnet.

Da keine entgegenstehenden Gründe vorhanden sind, wird der Fahrer nach Aufnahme der Diebstahlsanzeige für die Kennzeichen unter weiteren Auflagen, das Nichtvorhandensein des Verbandkastens betreffend, in den grauenden Morgen entlassen…

Am übernächsten Morgen wird eine Kindsleiche, einige Kilometer flussabwärts, von einem Angler im Uferbereich entdeckt. Die Beschreibung passt auf die am Vortag eingegangene Vermisstenanzeige.

Die Beamten erinnern sich an den merkwürdigen Opel Astra ohne Kennzeichen und der seltsamen, unerklärlichen Nässe im Kofferraum, und der übereinstimmende Wohnort des Fahrzeughalters mit dem des Kindes…

M

Hallo Herr Meyer!

Ich habe zwecks Plausibilitätsprüfung einmal ausgerechnet…

So was liebe ich!

10kg sind nicht ausreichend, um selbst ein Kleinkind, was das
Doppelte wiegt, oben zu halten.

Richtig. Aber wie gesagt, er friert Steine mit ein und das Gewicht soll das Kind unten halten, nicht oben.

Ferner erscheint nicht nachvollziehbar, dass bei
sommernächtlichen Temperaturen der Senkel im Eis einfriert,
wenn er mit Wasser eingegossen wird.

Er hat den Eisblock ja gerade erst aus der Tiefkühltruhe geholt, die er auf „Super“ gestellt hatte, also noch kälter als minus 18 Grad. Zum Fluß ist es nicht weit, das Mädchen spielte ja oft dort.

Weiterhin handelt es sich nicht um einen stehendes, sondern
ein Fließgewässer.

Ja, danke für den Hinweis, das muß ich ändern. Ich werde schreiben, es sei ein Kanal.

Dreht man die Geschichte um, wird er auf dem Heimweg von einer
Streife angehalten, weil die Nummernschilder fehlen.

Ja, von dieser Idee bin ich inzwischen von ab. Ich denke, es genügt, wenn die Glühbirnen der Kennzeichenbeleuchtung defekt sind. In einer dunklen Nacht kann es dann niemand erkennen, sofern er darauf achtet, dass kein Auto von hinten kommt, während er auf der Brücke ist. Die Polizei, so sie dort herumstreift, wird so eine Kleinigkeit wohl nicht bemerken, hofft er.

Da keine entgegenstehenden Gründe vorhanden sind, wird der
Fahrer nach Aufnahme der Diebstahlsanzeige für die Kennzeichen
unter weiteren Auflagen, das Nichtvorhandensein des
Verbandkastens betreffend, in den grauenden Morgen
entlassen…
Die Beamten erinnern sich an den merkwürdigen Opel Astra…

Interessanter Text!

Grüße

Andreas