Idee zur Grundlage

Von: , Frage gestellt am Do, 8. Jan 2009

Hallo und ein frohes neues Jahr erstmal=),

ich habe vor einiger Zeit das Schöne am Schreiben entdeckt.
Wenn ich schreibe, kann ich alleine bestimmen, wie alles war, ist oder einmal sein wird.

Nun habe ich allerdings mit einer kleinen Schwierigkeit zu kämpfen:

Ich möchte eine nicht zu kurze Fantasy Geschichte schreiben, doch mir fehlt die Idee zur Grundlage der ganzen Handlung. Ich habe schon mehr als 20 Blätter beschrieben und versucht eine Gliederung herzustellen, in der ich irgendwo und irgendwann die Aussagen und Handlungen wiederfinde, die ich in meiner Geschichte möchte oder besser gesagt will.
Ich glaube nicht, dass es mir schwer fallen wird, an einer vorhandenen Grundlage weiter zu schreiben, doch leider weiß ich im Moment nicht so recht weiter.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich weiß, dass man schreiben nur lernen kann, wenn man schreibt. Ich möchte auch zu Anfang garkeine perfekte Geschichte, einfach meine, meine die mir persönlich gefällt.

Außerdem möchte ich hier keine Ideen oder Handlungsvorschläge bekommen, denn dann wäre es nicht wirklich auch meine Geschichte, die ich selber erschaffen habe, ich hätte einfach sehr gerne einen Ratschlag zu meiner Ideen-Findung der Grundlage, der Story.

Was kann ich tun um zwischen dem, was mir aus anderen Geschichten dieses Genres gefällt, meine eigene Welt zu finden und zu erschaffen ohne irgendetwas zu kopieren?


Ich danke euch im Vorraus =)

liebe Grüße

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
    Re: Idee zur Grundlage

    Hallo!

    Auch ein frohes neues Jahr! ich habe vor einiger Zeit das Schöne am Schreiben entdeckt.
    Gratuliere!

    Die wichtigste Frage beim Schreiben ist vielleicht: „Wie erzeugt man Spannung?“

    Ganz einfach:

    Figur (möglichst eine interessante)
    Plus Wunsch (oder besser beherrschende Leidenschaft)
    Plus Hindernis (oder mehrere, z.B. in Form von Gegenspielern)
    Gleich Ziel (wohin die Handlung führt)

    Allein aus dieser Formel kann Ideen für ganze Romane entwickeln. Ist aber fürchterlich mühsam, einfacher geht es, wenn man vorhandene Ideen verwendet.

    Ich schreibe dir einfach mal, wie ich es bei dem Roman gemacht habe, an dem ich gerade arbeite.

    Ein Teil geht auf eigene Erlebnisse zurück.

    Einmal habe ich nachts eine Uhr ticken gehört, die es gar nicht gab oder ein Baby weinen gehört, das gar nicht da war. Es stellte sich heraus, dass die tickende Uhr eine tropfende Dusche war und das weinende Baby das Geräusch der Warmhaltekanne. Da habe ich im Laufe der Jahre weitere „unerklärliche“ Ereignisse gesammelt und eine Spuk-Kurzgeschichte für Kinder draus gemacht.

    Ein Teil auf Wunschträume.

    Als Kind wollte ich gerne fliegen können. Das wollen wohl fast alle Kinder. Ich habe mal davon geträumt, ein kleines schwebendes Gerät zu besitzen, mit dem das möglich ist. Das und noch einiges andere habe ich dann auch in eine Geschichte eingebaut.

    Ein Teil auf Bücher und Filme.

    Als Kind habe ich viel Unterhaltungsliteratur gelesen, später als Erwachsener nur noch Sach- und Fachbücher. Manche Ideen der Kinderbücher fand ich früher so toll, dass ich sie übernommen habe. Das ist kein verbotenes Kopieren des Textest, nur ein Übernehmen der Ideen, und ich denke, das tun wirklich alle Autoren, wenn auch vielleicht zum Teil unbewusst.

    Ein Teil auf ich weiß nicht was.

    Kann und muss ich jetzt nicht alles aufzählen. Ich habe im Laufe der Jahre viele Kurzgeschichten geschrieben, aber zu einem Roman hat der Stoff nie gereicht.

    Manche Autoren verwenden historische Ereignisse.

    Doktor Faust, Götz von Berlichingen, Wallenstein oder Hitler sind Figuren, die es sowohl in Literatur und Film gibt, als auch als reale Personen gab. Und wenn man diese etwas abwandelt, kann durchaus ein „Lord Voldemort“ oder so dabei herauskommen. Interessant ist, dass die „großen“ Leute aus Politik und Weltgeschehen immer auch große Ziele hatten (besonders Hitler), eine Menge Ideen, diese umzusetzen (Propaganda z.B.) und ein großes historisches Umfeld, was man in abgewandelter Form in die Handlung einflechten kann. Und damit meine ich nicht einen verstaubten Nachkriegsroman (wer liest so was?), sondern z.B. Harry Potter, dazu muss man das alte, verstaubte Gedankengut nur etwas auffrischen.

    Und das wichtigste: Alles zusammenbauen.

    Ist natürlich nicht so einfach, viele Kurzgeschichten so zusammenzusetzen, dass es am Ende logisch, stimmig und ohne Bruch funktioniert. Aber das ist möglich. Und dieses „Zusammensetzen“ ist die eigentliche Quelle für den Ideenreichtum. Aus einzelnen Ideen werden mit der Zeit „unglaublich viele“.

    Es gibt übrigens auch eine Menge Bücher zum Thema. Natürlich kann man die nicht alle auf einmal lesen. Das vielleicht bekannteste ist: „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“. Zwar etwas dünn und unvollständig aber für den Anfänger ideal.

    Und das wichtigste: Viel Schreiben und üben.

    Grüße

    Andreas

    • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
      toll

      hallo!

      danke!

      ich würz auch gern versuchen und mir gebrach es an einer story. vielleicht klappt es jetzt!

      tilli

      • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
        Re: toll

        Hallo!

        Danke für das Lob, freut mich sehr!

        Viel Erfolg!

        Grüße

        Andreas

    • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
      Re^2: Idee zur Grundlage

      Danke für deine wirlich tollen Tipps. Es wird mir mit Sicherheit sehr helfen, wenn ich mal nicht mehr weiter weiß, wie beispielsweise im Moment =)!

      Liebe Grüße und nochmals vielen vielen Dank =)

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Idee zur Grundlage

        Hallo!

        Danke für das Lob, freut mich sehr!

        Viel Erfolg!

        Grüße

        Andreas

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!