Fundstück

Hallo an alle die gern schreiben -

Hier sind einige sehr wichtige Anregungen wie man richtig schreibt:

    1. Vermeide Abkürzungen u. Kurzworte, etc.
    1. Bemerkungen in Klammern (egal, wie wichtig sie sind) sind überflüssig.
    1. Vermeide Klischees wie die Pest. Sie sind ein alter Hut.
    1. Fremdworte sind nicht adäquat.
    1. Man sollte niemals verallgemeinern.
    1. Vermeide Zitate. Wie schon Ralph Waldo Emerson sagte. „Ich hasse Zitate! Sag mir, was du weißt!“
    1. Vergleiche sind genauso schlecht wie Klischees.
    1. Fasse dich kurz. Bringe keine redundante Informationen. Mache nicht mehr Worte, als nötig sind. Sowas ist wirklich total überflüssig.
    1. Versuche dich in manchen Situationen eventuell ein bisschen weniger unkonkret auszudrücken.
    1. Ein-Wort-Sätze? Niemals!
    1. Untertreibung ist immer das Beste!
    1. Analogien sind so überflüssig wie ein Fahrrad für Fische.
    1. Passive Sätze müssen unbedingt vermieden werden.
    1. Umgangssprache ist ja wohl fett krass daneben, oder?
    1. Wer braucht schon rhetorische Fragen?
    1. Übertreibung ist eins der allerschlimmsten Dinge überhaupt!
    1. Wie ich schon sagte: „Wiederhole dich nie!“
    1. Achtung: Alle alliterierenden Aussagen abschaffen!
    1. Paß auf, daß Du Dich an die neue Rechtschreibung hältst.
    1. Benutze auf keinen Fall nicht keine doppelte Verneinung.
    1. Schreibe immer zusammenhängende Texte, also:
      …1. Keine Aufzählungen
      …2. Keine nummerierten Listen
    1. Fluche nicht, verdammt noch mal!

Also haltet Euch dran!
Gruß
Eckard

Ist das ernst gemeint?
Ich schreibe zwar nicht, lese dafür aber beinahe inflationär…

Hier sind einige sehr wichtige Anregungen wie man richtig
schreibt:

Von wem stammen denn diese „Tipps“??
Vielleicht mögen sich Goethe oder Mann daran gehalten haben (da fehlt mir der Überblick), aber gerade modernere Autoren setzten einige dieser "No-Go"s geziehlt als litherarische Mittel ein!

    1. Fremdworte sind nicht adäquat.

für die Unterschicht vielleicht nachvollziehbar, für gebildetere Leute ist ein allzu enfaches Deutsch wohl langweilig

    1. Vergleiche sind genauso schlecht wie
      Klischees.

Vor allem durch Vergleiche lassen sich neue Sachverhalte am besten beschreiben. Beschreib doch bspw. mal ein menschenähnliches Wesen, das wie einer aussieht, aber eben keiner ist…

    1. Fasse dich kurz. Bringe keine redundante
      Informationen. Mache nicht mehr Worte, als nötig sind. Sowas
      ist wirklich total überflüssig.

Dann lassen sich viele hundert Seiten auf 10 zusammenfassen.

    1. Ein-Wort-Sätze? Niemals!

Falsch! Absolut! Wichtiges Element, um Stimmungen und Emotionen „rüberzubringen“, gefährliche Situationen ohne konkrete Elemente trotzdem zu beschreiben. Erzeugt Spannung!

    1. Passive Sätze müssen unbedingt vermieden
      werden.

Nun, wer der passiven Rede mächtig ist, darf sie wohl verwenden. Leider sei diese Gabe laut Pisastudie sehr zurückgegangen.

    1. Umgangssprache ist ja wohl fett krass daneben,
      oder?

Sieht zum Bleistift China Mieville in „King Rat“ anders.

    1. Wer braucht schon rhetorische Fragen?

Ein gutes Buch?

    1. Paß auf, daß Du Dich an die neue Rechtschreibung
      hältst.

Nun ja, dann heißt es aber auch „dass“ und nicht „daß“. Hauptsache, überhaupt eine Rechtschreibung, irgendwann schaffen sie neue die sicher eh wieder ab.

Hallo, Eckard,

Hier sind einige sehr wichtige Anregungen wie man richtig
schreibt:

ich fürchte, Du hast einen Punkt vergessen:

    1. Verzichte auf jedwede Ironie - dadurch könnte das Weltbild mancher Leser ins Wanken geraten.

SCNR
Kreszenz

Da du es anscheinend wirklich ein wenig zu ernst nimmst ein kleiner Tipp: Versuch mal die getroffenen Aussagen auf den jeweiligen Punkt selbst anzuwenden. Wer darin eine Spur Ironie findet, kann sie gerne behalten.

Gruß H.