WG-Bewohner gesucht oder/Gangsterboss auf Umwegen

Ich habe vor einigen Monaten mal nebenbei eine Geschichte geschrieben, daraus wurden mit der Zeit 10 Seiten. Ich würde mal gerne eure Meinung dazu hören.

Vorwort:
In der Geschichte geht es um einen jungen Mann (anfang 20) namens Scott und seine WG-Mitbewohner Matt, Katie und Jack. Die drei sind eine kleine Bande, die in die meisten krim inellen Machenschaften in Boston verwickelt ist. Die Geschichte beginnt an dem Tag, an dem ein geheimnisvoller Mann in ihr Leben tritt…

Erstes Kapitel

Ein lautes Gepolter aus Scott wachte auf. Müde und mit verkwollenen Augen zog er sich die Decke über den Kopf.
Bestimmt hatte Katie eine leere Bierflasche umgestoßen. Ach, hätte er doch gestern nicht so viel davon getrunken. Er erinnerte sich noch genau an den vorhergegangenen Abend. Erst hatte er mit Jack, Katie und Nikolas, seinem alten Schulfreund eine kleine Pokerrunde veranstaltet auf Katies Wunsch hin aber nur mit Plastikchips aus dem Pokerkoffer, den er bei der Gründung der WG extra gekauft hatte. Dann hatten sie es sich auf der Fernsehcouch gemütlich gemacht und Hitman 2 geguckt (Jack hatte ihn im Internet illegal gedownloaded…). Jack kannte sich allgemein gut mit Techik aus. Wenn er von „Netzteilen“ oder „Hardware“ sprach, verstand Scott kein wort. Egal, hauptsache, er konnte sich in Kassencomputer in Kaufhäusern einhacken, ohne ewrwischt zu werden.
Nach dem Film war Jack dann ins Bett gegengen, ein Paar Krombacher in jeder Hand. „Damit ich bessder einschlafe!“, hatte er gegrummelt, als Nikolas ihn darauf ansprach. Und wie Jack geschlafen hatte. Sein Schnarchen war durch die Schlafzimmer-, die Flur- und die Wohnzimmertür zu hören gewesen.
Irgendwann, Scott war sich nicht sicher ob vor oder nach 2, war Katie dann auch schlafen gegengen. Sie teilte sich ein Zimmer mit Jack, da Nikolas von seinem alten Wohnungs-vermieter rausgeworfen worden war. Wahrscheinlich, weil er 9 Monatsmieten im Rückstand war… Bestimmt war Katie wieder einmal aus dem Bett und hatte die Bierflaschen umgestoßen.
Jetzt kann ich eh nicht mehr einschlafen, dachte Scott und stand auf. Als er noh benommen ins Wohnzimmer wankte, erblickte er Nikolas. Der schlanke, blasse Mann, der genau wie Scott 23 Jahre alte war, schlief noch immer auf der Couch. Spuckefäden liefen aus seinem mundwinkel und troften auf den Teppich und die Fernsehzeitung von letzter Woche, die neben angebissenen Äpfeln,
alten Zigarettenschachteln und 3 Wii-Fernbedienungen unter dem Tisch herumlag.

Anmerkung:
Kennt sich jemand hier mit Verlagen aus? Wenn ja bitte ich Ihn oder Sie, sich demnächst mal bei mir zu melden.
E-mail: wie in der Visitenkarte

MOD: Emailadresse zur Spamvermeidung entfernt

Hallo Leon,

meiner Meinung nach solltest Du den Text ganz dringend überarbeiten, oder noch besser: zusammenknüllen, in den Papierkorb schmeißen und von vorne anfangen.

Hier ein paar vorsichtige Anmerkungen:

Ein lautes Gepolter aus Scott wachte auf.

Ich vermute, dass hier nichts in dem armen Jungen poltert, sondern dass ein Textteil fehlt.

Müde und mit verkwollenen

Ein Rechtschreibprogramm ist mitunter nützlich.

Augen zog er sich die Decke über den Kopf.
Bestimmt hatte Katie eine leere Bierflasche umgestoßen. Ach,
hätte er doch gestern nicht so viel davon getrunken.

Was hat er getrunken - Bierflaschen?

Er erinnerte sich noch genau an den vorhergegangenen Abend.

Trotz des reichlich genossenen Alkohols?

Erst
hatte er mit Jack, Katie und Nikolas, seinem alten Schulfreund
eine kleine Pokerrunde veranstaltet auf Katies Wunsch hin aber
nur mit Plastikchips aus dem Pokerkoffer, den er bei der
Gründung der WG extra gekauft hatte.

Der Satzbau ist etwas verworren, und ein paar zusätzliche Kommata würden sich nicht schlecht machen.

Dann hatten sie es sich
auf der Fernsehcouch gemütlich gemacht und Hitman 2 geguckt
(Jack hatte ihn im Internet illegal gedownloaded…).

Derlei geklammerte Einfügungen mögen in Emails üblich sein, machen sich aber in einer Kurzgeschichte nicht unbedingt gut.

Jack
kannte sich allgemein gut mit Techik aus. Wenn er von
„Netzteilen“ oder „Hardware“ sprach, verstand Scott kein wort.
Egal, hauptsache, er konnte sich in Kassencomputer in
Kaufhäusern einhacken, ohne ewrwischt zu werden.

Wer - Jack oder Scott?

Nach dem Film war Jack dann ins Bett gegengen, ein Paar
Krombacher in jeder Hand.

Ich wage zu bezweifeln, dass ‚Krombacher‘ in Boston allzu verbreitet ist.

„Damit ich bessder einschlafe!“,
hatte er gegrummelt, als Nikolas ihn darauf ansprach. Und wie
Jack geschlafen hatte. Sein Schnarchen war durch die
Schlafzimmer-, die Flur- und die Wohnzimmertür zu hören
gewesen.
Irgendwann, Scott war sich nicht sicher ob vor oder nach 2,

Irrelevante Angabe.

war Katie dann auch schlafen gegengen. Sie teilte sich ein
Zimmer mit Jack, da Nikolas von seinem alten
Wohnungs-vermieter rausgeworfen worden war. Wahrscheinlich,
weil er 9 Monatsmieten im Rückstand war… Bestimmt

Bestimmt war der Wortschatz (un)wahrscheinlich klein.

war Katie wieder einmal aus dem Bett

???

und hatte die Bierflaschen umgestoßen.

Wie klingt es denn, wenn Bierflaschen umfallen? Gibt es da irgendwelche unverkennbare und vor allen Dingen beschreibbare Geräusche?

Jetzt kann ich eh nicht mehr einschlafen, dachte Scott und
stand auf. Als er noh benommen ins Wohnzimmer wankte,
erblickte er Nikolas.

Nach ‚erblickte‘ erwartet der geneigte Leser doch etwas Großartigeres als:

Der schlanke, blasse Mann, der genau wie
Scott 23 Jahre alte war, schlief noch immer auf der Couch.
Spuckefäden liefen aus seinem mundwinkel und troften auf den
Teppich und die Fernsehzeitung von letzter Woche, die neben
angebissenen Äpfeln,
alten Zigarettenschachteln und 3 Wii-Fernbedienungen unter dem
Tisch herumlag.

Dies ist eine Aufzählung von Banalitäten, keine Beschreibung!

Anmerkung:
Kennt sich jemand hier mit Verlagen aus?

Jeder ernstzunehmende Verlag wird einen derartigen Text umgehend in die Rundablage befördern.

Es handelt sich um eine Aneinanderreihung von Trivialitäten, welche in keinster Weise Lust darauf macht weiterzulesen, der Beginn einer möglicherweise interessanten Geschichte ist noch nicht einmal ansatzweise zu erahnen. Der Mangel an Hintergrundrecherche springt einem schon in den ersten Zeilen ins Gesicht, und Satzbau, nicht vorhandener Wortschatz und Rechtschreibung sind einfach nur noch ärgerlich.

Es tut mir leid - aber dies ist bereits die bereinigte Version.

Beste Grüße

=^…^=

Hallo Leon

bei Deutschland sucht den Superschreiber würde Dein Text nicht mal das Casting überleben.

Immerhin: „verkwollen“ ist ein echter Hingucker.

Gruss
Heinz

Hallo,

ja mit der Rechtschreibung solltest du’s schon genauer nehmen.
Und die Geschichte spielt in Boston? Und da gibts Krombacher? Passt irgendwie nicht oder?

LG

hallo,

Kennt sich jemand hier mit Verlagen aus? Wenn ja bitte ich Ihn
oder Sie, sich demnächst mal bei mir zu melden.

*meld*

und nun?

schöne grüße
ann (e-mail wie in der visitenkarte)

Hi,

ich beneide Euch Größenwahnsinnigen immer wieder. Ich schreibe im Kleinen und Geheimen, habe meine Texte in dem einen oder anderen Literaturforum bereits „veröffentlicht“ und sie wurden als „Perlen“ bezeichnet. Dennoch wage ich es nicht, mich an die Vermarkter zu wenden, weil ich immer denke, es ist noch nicht gut genug.

Und dann kommt so ein Schrott…

Übrigens ist das in der Bildenden Kunst genauso. Es muss so eine Art „Größen-gen“ geben, das einen blind werden lässt für die „Qualität“ der eigenen Erüsse… das ich leider nicht besitze.

Gruß,

Anja

Ihr seid garstig:smile:
Hi!

Aber auch wirklich, die Geschichte ist nicht schlechter als die vom Spasikus oder wie der heisst, und dieser Autor ist erst 10. Für das Alter gar keine schlechte Leistung, würd ich sagen.

Sofern es stimmt, natürlich.

Grüße
Dusan

Hi Dusan,

Sofern es stimmt, natürlich.

aber sicher doch - das ist eindeutig die Art von Text, die von einem Zehnjährigen zu erwarten ist, der Krombacher kennt und scheppernde Geräusche unbekannter Herkunft mit umfallenden Bierflaschen assoziiert.

Belesene Grüße

=^…^=

Hi!

aber sicher doch - das ist eindeutig die Art von Text, die von
einem Zehnjährigen zu erwarten ist, der Krombacher kennt und
scheppernde Geräusche unbekannter Herkunft mit umfallenden
Bierflaschen assoziiert.

Wenn ich mir die Talkshows anschaue, die um die Mittagszeit laufen, bin ich mir sicher, dass der durchschnittliche 10jährige heutzutage anhand des Gepolters festellen kann, ob es sich um eine umfallende Bier- oder Schnapsflasche handelt.

Grüße
Dusan

Das ist so, weil ich keine amerikanischen Biersorten kenne. in einem anderen Abschnitt wird das aber noch aufgeklärt…
Hat jemand Interesse an einem weiteren Teil? Wenn ja, dann stelle ich ihn rein.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

dass der durchschnittliche
10jährige heutzutage anhand des Gepolters festellen kann, ob
es sich um eine umfallende Bier- oder Schnapsflasche handelt.

Das wäre dann ein Fall für „Wetten dass…“

Gruß,

Anja

Hallo Leon,

ich bin Hin- und Hergerissen zwischen Bewunderung für Dein Selbstbewusstsein und blankem Entsetzen. Du stellst Deine Story hier rein mit der Frage nach einem Verlag. Die Kritiken, die Du darauf bekommen hast sind ja sehr deutlich - und nun fragst Du allen Ernstes

Hat jemand Interesse an einem weiteren Teil?

Insbesondere KamiKatze hatte Dir ja sehr viele Hinweise gegeben, wie Du den ersten Teil verbessern kannst, warum versuchst Du Dich nicht erstmal daran, diesen Teil entsprechend zu überarbeiten?

*wink*

Petzi

[MOD] *hust*
Moin,

dürfte ich kurz die Aufmerksamkeit auf den Bretttitel lenken? Bitte plaudert doch im passenden Brett oder per Email weiter. Danke.

Gruß
Daniel
[MOD „Storys“]

ich möchte erst einmal wissen, ob ich bei dem ersten teil einfach nur versagt habe und die restliche geschichte vllt ganz in ordnung ist, oder ob ich ganz einfach zu dumm bin, um geschichten zu schreiben. und in meinen augen sollte man dafür eine andere stelle lesen, um begründet von „Größenwahn“ sprechen zu können.

Hier die Fortsetzung, ich hoffe, dass sie besser gelungen ist als der erste Teil. Im ersten Teil wollte ich eigentlich nur die Figuren vorstellen und ein wenig präsentieren. Mir ist klar geworden, dass ich die „Einleitung“ noch gründlich überarbeiten sollte. Das werde ich nebenbei auch tun, nur würde ich euch trotzdem gerne die Fortsetzung zeigen.

Scott zog sich einen Stuhl heran und begann, wie verrückt auf die Tasten zu drücken. Bereits nach 2 Minuten war er das erste mal tot, nach 5 Minuten schon wieder. Wenn ich im echten Leben auch so ein mieser Schütze wäre, wäre ich schon längst tot, dachte er. Irgendwann hatte er keine Lust mehr und ging ins Badezimmer. Dort zog Scott seinen schwarzer Anzug mit der roten Krawatte, seine schwarze hose und gleichfarbige Schuhe an. Seine Walter-Pistole mit 9mm steckte er in die Innentasche des Anzuges, Munition in die linke Hosentasche. Ein kleines Messer fand seinen Platz in einem der Schuhe. Die Sturmhaube kaum in die rechte Hosentasche gesteckt, zog er sich schwarze Handschuhe über. Dann machte er sich auf den Weg zur Arbeit… 10 Minuten später, im Büro von Mr. Calton Bains, seinem Arbeitgeber:

Bains: „Ich habe einen Auftrag für dich, Scott.“
Scott: „Worum geht es?“
Bains: „Um einen Mafiaboss namens Scorelli.“
Scott: „Um wen? Scorelli? Was soll ich mit ihm anstellen?“
Bains: „Ihn umbringen. 2 seiner Schläger haben meinen Cousin
verprügelt. Krankenhausreif. Bring Scorelli um, klau
seine Wagen und bring ihn in die Tiefgaragen unter meiner
Villa!“
Scott: „Wie viel springt dabei für mich raus?“
Bains: „10 Riesen. Ein Wagen steht für dich vor dem Hintereingang
bereit, hier sind die Schlüssel. Scorelli wohnt in der Wallstreet,
der Laden ist Kameraüberwacht. Jetzt aber an die Arbeit, es
gibt noch mehr Leute, die heute ihren Todestag feiern
müssen!“
Scott: „Gut, ich bin in einer Stunde zurück!“
Bains: „Vortrefflich. Der Ablauf ist klar, oder?“

Hi!

Ich habe vor einigen Monaten mal nebenbei eine Geschichte
geschrieben, daraus wurden mit der Zeit 10 Seiten. Ich würde
mal gerne eure Meinung dazu hören.

Erste Meinung:
Eine korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung ist und bleibt die Höflichkeit des Autors vor dem Leser

Zweite Meinung:
Belangloser Text ohne interessanten Inhalt

Dritte Meinung:
Schade um die Bäume, wenn dieser Text zwischen zwei Buchdeckeln landen sollte

Ratschlag:
Kenntnisse der deutschen Sprache aufpolieren
dann:
die handwerklichen Grundlagen des Schreibens erlernen
dann:
viele Texte schreiben, mindestens zwei A4-Seiten pro Tag! Jeden Tag! Von Montag bis Sonntag. Auch im Urlaub, an den freien Tagen. An jedem Tag.
dann:
Lesen. Lesen. Und nochmals Lesen. Pro Woche mindestens 300 Seiten. Keine Comics und keine Trivialliteratur, sondern Bücher mit einem Mindestmaß an Anspruch.
dann:
Noch mehr Lesen, auch Bücher von Autoren, die noch vor dem Zweiten Weltkrieg gestorben sind.
dann:
Eigene Geschichten schreiben und an Wettbewerben und Anthologie-Ausschreibungen teilnehmen
dann:
sich an den Gedanken heranwagen, ob man seine Texte bei einem Verlag unterbringen kann, der dafür zahlt (und nicht dafür Geld verlangt)

Alternative dazu:
es sein lassen oder nur für die eigene Schublade schreiben.

Geschichten schreiben und veröffentlichen, das ist ein sehr, sehr hartes Brot, das man da kauen will. Es ist nämlich vor allem Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit - und nicht für „mal so nebenbei“.

Grüße
Heinrich

Hallo Leon,

zunächst mal würde mich interessieren, welche Stelle meines Postings Dich zu der Vermutung bringt, dass ich Dir „Grössenwahn“ unterstelle?

Aber nun zum zweiten Teil.

Scott zog sich einen Stuhl heran und begann, wie verrückt auf
die Tasten zu drücken.

Wortschatz: „wie verrückt“
Stuhl wo heran? Am Ende vom ersten Teil war die Rede von Chaos im Wohnzimmer und nem sabbernden Kerl. Nicht mal ein falscher Bezug sondern gar keiner.
„wie verrückt“ ist Umgangssprache, hat hier gar nix zu suchen. Höchstens wenn sich der Sabbertyp vom Sofa beschwert „Ey Alder, was hämmerst denn wie verrückt rum?“

Und dann die Logik: unser Held ballert also in aller Ruhe am PC rum, loost dabei übel ab, und beschliesst, er könnte jetzt mal eben in voller Montur zur Arbeit gehen. Und der Chef wartet nur darauf, dass sich unser Held daheim langweilt und innerhalb der nächsten Stunde einen Mafioso umlegt? Mit Verlaub, da müsstest über die Logik eventuell nochmal nachdenken :wink: Notfalls lässt halt ein Handy / Piepser klingeln.

Achja - ich kenne mich ja im Profikiller-Business nicht so richtig gut aus, aber ein „es gibt noch mehr Leute, die heute ihren Todestag feiern müssen!“ klingt für mich doch allzu sehr nach Fliessbandjob :wink: Und 10 Riesen für eine Stunde „hinfahren, totmachen, Auto in die Tiefgarage fahren“ erscheint mir hoch - aber die üblichen Preise hier sind mir ebenfalls nicht bekannt.

Dort zog Scott seinen schwarzer Anzug mit der
roten Krawatte,

Hach, die rote Krawatte baut ja einen schier unerträglichen Spannungsbogen auf. Oder wie KamikazeKatze schrieb: „Aneinanderreihung von Trivialitäten“

seine schwarze hose und gleichfarbige Schuhe
an.

Hose schreibt man gross

Seine Walter-Pistole mit 9mm

Auch hier fehlt mir ein Fachwissen, ich habe jedoch in einschlägigen Krimis gelernt, dass man da eher von seiner „9mm-Walter“ redet - vielleicht hat das Teil auch einen in Insiderkreisen bekannten Spitznamen?

steckte er in die Innentasche
des Anzuges, Munition in die linke Hosentasche.

Trägt man die Kanone nicht stilvoll unter der Schulter? *grübel* Und gibt’s Ersatzpatronen nicht hübsch sortiert am gleichen Halter zu befestigen?

Ein kleines
Messer fand seinen Platz in einem der Schuhe.

Trivialitäten.

Die Sturmhaube
kaum in die rechte Hosentasche gesteckt, zog er sich schwarze
Handschuhe über.

Woher diese plötzliche Eile? Bisher hatten wir eher triviale Trödelei.

Und warum zum Geier zieht er sich die Handschuhe schon auf dem Weg zur Arbeit an?

Achja, und beulen die Anzugtaschen nicht fürchterbar aus, wenn man die derartig vollstopft? Wozu überhaupt ne Sturmhaube? Ich dachte Killer von Welt will so wenig wie möglich auffallen, da würden mich persönlich rote Krawatte und Sturmhabe stören. Diskreter dunkler Anzug (ohne ausgebeulte Taschen) und gut is :wink:

Dann machte er sich auf den Weg zur
Arbeit… 10 Minuten später,

Die … haben da gar nix zu suchen. Und auch dass er 10 min gebraucht hat, interessiert den geneigten Leser nicht die Bohne.

im Büro von Mr. Calton Bains,
seinem Arbeitgeber:

*seufz* Reden wir in diesen Kreisen von „Arbeitgeber“? Oder doch eher vom „Boss“, „Paten“ oder wat auch immer.

Und nun schalten wir um in den Theatertext-Modus. In einem normalen Roman würde ich diesen Dialog im Fliesstext schreiben. Vielleicht noch ein Wort zum Scheffe, vielleicht ist sein Büro verqualmt? Hat er die Füsse auf dem Tisch? Was halt auch derlei Klischees mehr sind :wink: Interessiert mich jetzt mehr als, ob er nach 10 min oder nach 13,2 min dort ankommt *fg*

Bains: „Ich habe einen Auftrag für dich, Scott.“
Scott: „Worum geht es?“

Trivialität. Wir nehmen ja an, dass unser Held schon öfters für den Boss gearbeitet hat. Da braucht’s keine langen Einleitungen.

Bains: „Um einen Mafiaboss namens Scorelli.“
Scott: „Um wen? Scorelli? Was soll ich mit ihm anstellen?“
Bains: "Ihn umbringen.

Och nee - in Anbetracht der Verkleidung die unser Held angelegt hat, hätte ich damit gerechnet und nicht erwartet, dass er den Mafiaboss mit rosaroten Wattebäuschchen bewerfen soll.

2 seiner Schläger haben meinen Cousin
verprügelt.

Zahlwörter kleiner zwölf werden in Worten geschrieben.

Krankenhausreif. Bring Scorelli um, klau
seine Wagen und bring ihn in die Tiefgaragen unter meiner
Villa!"

Wen? Scorelli oder die Wagen? Und gleich ganz viele Tiefgaragen und einer Villa?

Scott: „Wie viel springt dabei für mich raus?“
Bains: "10 Riesen. Ein Wagen steht für dich vor dem
Hintereingang
bereit, hier sind die Schlüssel. Scorelli wohnt in der
Wallstreet,
der Laden ist Kameraüberwacht.

Insbesondere der Hinweis, dass der Laden kameraüberwacht ist, ist völlig unwichtig. Sollte das mit der Sturmhaube an dieser Stelle wichtig werden, könnte Boss ja sagen „und setz Dein Mützchen auf, die machen Fotos“ (oder so - ich kenn mich wie gesagt in dieser Art der Sprache nicht aus)

Jetzt aber an die Arbeit, es
gibt noch mehr Leute, die heute ihren Todestag feiern
müssen!"

Dazu hatte ich ja oben schon was geschrieben. Auch die Wortwahl gefällt mir hier nicht „Todestag feiern müssen“ - entweder „hab noch mehr Jobs für Dich“ oder so.

Scott: „Gut, ich bin in einer Stunde zurück!“

Das ist ein ehrgeiziger Plan, aber nun gut.

Bains: „Vortrefflich. Der Ablauf ist klar, oder?“

Warum jetzt diese Frage um Himmels Willen! Entweder unser Held ist ein Profi oder der Boss gibt weitere Anweisungen. Aber noch nicht so! Und schon gar nicht mit einem „,oder?“ am Satzende, das ja eher auf Unsicherheit hindeutet.

Kurz gesagt: Die Idee mag gut sein, dazu kann ich noch nix sagen, dazu müsste man den Rest der Geschichte kennen. Aber sprachlich fehlt’s noch viel, ich hab den Eindruck, dass es kein Schaden wäre, wenn Du versuchen würdest, Deinen Wortschatz zu erweitern. In diesem Fall kannst ja mal ein paar Krimis, die in die Richtung Deiner Geschichte gehen lesen und entsprechende Filme gucken. Schau einfach mal, wie andere Leute sich das ausgedacht haben, dass der Boss seinem Killer nen Auftrag gibt :wink:

Auch scheint mir der Text sehr flüchtig geschrieben worden zu sein - einige Vertippsel deuten darauf hin.

Achja, darf ich Dich indiskreterweise fragen, ob das Alter in Deiner ViKa stimmt?

*wink*

Petzi

ja, das alter stimmt. wieso?

Hi,
Du bist neun?

Gruß
Elke

Hallo Leon,

ja, das alter stimmt. wieso?

weil es mir schwer fällt zu glauben, dass ein Neunjähriger so eine Geschichte schreibt.

Und was meinst Du zu meinen Anregungen?

*wink*

Petzi