Der Kuss

Hallo!

Wie versprochen, hier die nächste Story:

Es war eine Katastrophe! Wie konnte er so was wichtiges vergessen? Jerry stand bebend am Bahnhof. In 12 Minuten ging sein Zug, der ihn zum Flughafen bringen sollte.

Er hatte es vergessen! Er hatte seit der Hochzeit vor drei Jahren zum ersten mal vergessen, seiner Frau einen Abschiedskuss zu geben!

Neben dem Bahngleis sah er die Post.

Ja! das war DIE Idee!

Jerry sagte zu der jungen Dame am Postschalter: "Ich möchte etwas verschicken und weiß nicht, wie ich es verpacken soll!

Die junge, hübsche Dame antwortete: „Möchten Sie einen Briefumschlag?“

„Als Brief kann man es nicht verschicken!“

„Schicken Sie es als Päckchen!“

„Geht nicht!“

„Packen Sie es in ein Paket!“

„Man kann es nicht in ein Paket packen.“ Jerrys Knie zitterten, und sein Herz schlug höher beim Anblick der attraktiven jungen Dame.

„Dann müssen es als Sperrgut verschicken, kostet 30,- Euro Zuschlag.“

Jerry kratzte sich am Kopf und errötete. Hastig kritzelte er die Adresse seiner Frau auf einen Zettel und legte das Geld auf den Tisch.

Und dann packte und küsste er sie.

Was für ein Gefühl, ihr weiches Haar und ihren warmen Körper in den Händen zu halten und ihre kirschroten Lippen auf seinem Mund zu spüren! Es kitzelte und kribbelte überall! Jerry spürte sein Herz voller Liebe und Leidenschaft klopfen, sah Sterne und hörte leise himmlische Musik.

Natürlich mit dem Gedanken, es sei für seine Frau.

Er verließ die Post mit dem Gefühl, über dem Boden zu schweben.

Die Dame am Schalter lag ohnmächtig in einem Kartonstapel.

Er hatte den Sperrgutzuschlag nicht umsonst bezahlt. Ganz sicher nicht.

Zwei Wochen später, wieder daheim, kam ein zwei Meter großer Bodybuilder in Postuniform auf ihn zu. „Haben Sie der Dame am Schalter den Kuss gegeben?“

„Ja.“ Jerrys Knie zitterten.

„Das ist meine Frau!“

Jerry zuckte zusammen.

"Den Kuss habe ich Ihrer Frau ordnungsgemäß zugestellt. Sie haben meine Frau geküsst und ich Ihre.“

„Das ist… völlig okay so,… völlig okay!“ Jerry atmete auf.

„Ihre Frau hat mir etwas für Sie mitgegeben!"

Jerrys Augen weiteten sich. „Was?“

"Etwas, das man nicht per Post schicken kann, auch nicht mit Sperrgutzuschlag! Soll ich es ihnen persönlich geben?“

„Ja, bitte!“

Als Jerry nach einem Monat mit einem Schädeltrauma in der Intensivstation aus dem Koma erwachte, wusste er: Manche Dinge sollte man nicht per Post schicken.

Grüße

Andreas

Nicht lesenswert
Ich hätte es wissen müssen.

So einen Scheiß habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Normalerweise strömt dieses Wort in einem öffentlichen Forum nicht aus meinen Tasten. Aber in diesem Fall ist es nicht anders zu beschreiben.

Samira

Ich habe davor gewarnt!
Hallo Samira!

Danke.

Würdest du bitte so nett sein, und mir erklären, WARUM? Ist es, mal wieder, der Schreibstil, oder was? Was könnte ich besser machen?

Grüße

Andreas

Ich hätte es wissen müssen.

Jetzte weisstes,
DENN:
wenn da drauf steht Hillerkuss
issen innen purer Stuß
Gruss
Rumburuss

Ich fands nett und musste schmunzeln. Haste das selbst geschrieben oder irgendwo kopiert?

Gruß,

Steffie

Hallo Steffie!

Vielen Dank für das Lob!

Hab ich selbst geschrieben, vor langer Zeit.

Grüße

Andreas

Hallo,

nette Geschichte!
Gute Idee und auch ganz interessant geschrieben.

Gruß,
Markus

Hallo Markus!

Vielen Dank für das Lob!

Grüße

Andreas

vorschlag: titeländerung
guten abend,
wie wäre es mit „killer-kuss“, herr hillerkus?
gruß
angelrun

Hallo!

Danke für den Tipp. Ja, das würde für diese Story gut passen.

Grüße

Andreas

Hallo Herr Hillerkus,

ich find das haste gut hingekriegt. Mein Männe hat grad gefragt warum ich lache. Und zum Lachen war mir grad nicht so … also danke!

LG

Hallo Melli!

Freut mich, dass ich dich zum Lachen bringen konnte! Und vielen Dank für das Lob!

Grüße

Andreas

Hi,

ich finde deinen Schreibstil langweilig.
Aber das nur nebenbei.
Für Menschen, denen wie mir beim Lesen Bilder vor ihrem geistigen Auge ablaufen, ist dir ein Fehler unterlaufen:

Jerry sagte zu der jungen Dame am Postschalter: "Ich möchte
etwas verschicken und weiß nicht, wie ich es verpacken soll!
(…)
Und dann packte und küsste er sie.
Was für ein Gefühl, ihr weiches Haar und ihren warmen Körper
in den Händen zu halten und ihre kirschroten Lippen auf seinem
Mund zu spüren!

Also, Jerry befindet sich am Postschalter. In meiner Vorstellung trennt da ganz klar eine Theke den Angestellten vom Kunden. Die Theke ist, nach meiner Erfahrung als langjährige Postkundin, gute 80 cm bis einen Meter.
Dass er sie packt und sie küsst, nun, das funktioniert auch über die Theke. Dass er allerdings ihren „warmen Körper“ in seinen Händen hält - über die Theke! - das ist mir absolut unvorstellbar!

Weiterhin merkwürdig erscheint mir:
Er küsst „ihre kirschroten Lippen“ und fühlt sich davon sehr angetörnt. Das impliziert für mich, dass sie den Kuss auch genießt. Ansonsten würde doch jede halbwegs geistesgegenwärtige Person den Küsser von sich stoßen, wenn nicht gar ihm eine knallen oder ihn beißen oder…
Also, entweder sie genießt es, dann frage ich mich, wieso sie ihm ihrem Macker an den Hals schickt oder aber sie findet sein Verhalten unmöglich, dann frage ich mich, wieso es dazu kommen kann, dass er es als so erotisch erlebt.

So viele Ungereimtheiten,
statt Geschichten zu erfinden,
erfinde lieber eine Kussversendemaschine…

jeanne

Hi Jeanne!

Vielen Dank für deine Kritik.

ich finde deinen Schreibstil langweilig.

Okay. Würdest du bitte so nett sein und mir schreiben, was genau du langweilig findest und warum, und was ich besser machen könne? Das würde mir sehr helfen. Danke.

Für Menschen, denen wie mir beim Lesen Bilder vor ihrem
geistigen Auge ablaufen, ist dir ein Fehler unterlaufen:

Jerry sagte zu der jungen Dame am Postschalter: "Ich möchte
etwas verschicken und weiß nicht, wie ich es verpacken soll!
(…)
Und dann packte und küsste er sie.
Was für ein Gefühl, ihr weiches Haar und ihren warmen Körper
in den Händen zu halten und ihre kirschroten Lippen auf seinem
Mund zu spüren!

Also, Jerry befindet sich am Postschalter. In meiner
Vorstellung trennt da ganz klar eine Theke den Angestellten
vom Kunden.

Richtig. Hier, wo ich wohne, ist die Theke seitlich offen, so dass man dahinter gehen kann. Aber danke für den Hinweis.

Also, entweder sie genießt es, dann frage ich mich, wieso sie
ihm ihrem Macker an den Hals schickt.

Er hat Porto und Sperrgutzuschlag bezahlt, also ist sie als Mitarbeiterin der Deutschen Post verpflichtet, die Sendung weiterzuleiten, und der Postbote ist verpflichtet, diese zuzustellen.

Bei einem Brief oder Paket wäre das völlig normal und logisch.

Dass dieser Ablauf reibungslos funktioniert, obwohl es ein Kuss ist, das ist ja die Pointe.

Wie es weitergeht, kann man sich denken:

Der Postbote küsst Jerrys Frau, sie gibt dem Postboten eine Ohrfeige, und die gibt der Postbote an Jerry weiter.

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

Der Postbote küsst Jerrys Frau, sie gibt dem Postboten eine
Ohrfeige, und die gibt der Postbote an Jerry weiter.

hat die holde Gattin dafür auch Porto und Sperrgutzuschlag bezahlt?

Beste Grüße

=^…^=

Hallo KamikazeKatze!

Der Postbote küsst Jerrys Frau, sie gibt dem Postboten eine
Ohrfeige, und die gibt der Postbote an Jerry weiter.

hat die holde Gattin dafür auch Porto und Sperrgutzuschlag
bezahlt?

Nein, die überbringt er persönlich und gratis.

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

Nein, die überbringt er persönlich und gratis.

spätestens hier wird dann dem geneigten - und Postbedienstete kennenden - Leser klar, dass die Geschichte in die Kategorie ‚Fantasy‘ gehört … ;o)

=^…^=

PS: Du darfst mich Katze nennen!

Hallo Andreas,

Würdest du bitte so nett sein und mir schreiben, was
genau du langweilig findest und warum, und was ich besser
machen könne? Das würde mir sehr helfen. Danke.

Leider kann ich das nicht, weil ich mich mit stilistischen Mitteln nicht auskenne. (Wüsste ich, wie man spannend schreibt, würde ich selbst schreiben :wink:)

Ich mag es, wenn man mit der Sprache spielt.
Ich zitiere dir mal zwei Sätze aus „Dr. Mabuse“, den ich gerade lese:

„Die Zeit, in welcher die Wunde des Kriegs noch nicht geschlossen, die Zeit, welche der Musik des losgelassenen Teufels verschworen war, tanzte wie in einem von Rausch und Blut durchtaumelten Krater in diesem Kopf. Sie tanzte drin mit ihren Hassern, ihren Petroleuren, ihren traumgeputschten Reformern, ihren verzweifelten Kämpfern, ihren Hetzern zu neuem Unfrieden, ihren Verschiebern von Waren und Gedanken, ihren Expeditionen nach der Stillung von Durst und Hunger einer ihr Recht verlangenden Lebensgier, welche der Krieg um das Ihrige betrogen hatte.“ Norbert Jacques

Wenn ich solche Sätze liebe, dann ist es nicht weiter verwunderlich, dass mir dein Schreibstil zu langweilig ist. Du verstehst, was ich meine, oder?

Mach dir aber nichts draus, der eine mag es so, der andere so…

Grüße,
jeanne

Hallo Jeanne!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das ist sehr nett und hilft mir weiter. Ich werde darüber nachdenken. Wäre schön, wenn alle sich beim Antworten so viel Mühe gäben.

Grüße

Andreas

Nein aber auch
Hallo Jeanne

Du bist so unromantisch. Im weiteren gibt es in der Schweiz immer mehr offene Postschalter, so dass das sehr wohl möglich wäre, die Dame „hinter“ dem Schalter zu küssen.

LG
HaegarCH