Die Reise

Von: , Frage gestellt am Do, 28. Mai 2009

Vor dem Genuss: Diese Geschichte istnoch nicht Korektur gelesen und dadurch noch mit einigen Fehlern also bitte nur auf inhalt achten ;)
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Es gibt Tage, an denen will nichts funktionieren.
Es gibt Tage, an denen bereut man es, dass man aufgestanden ist!
Es gibt Tage, da vergisst man, dass man einmal glücklich war.

Diese Tage wünscht man niemandem, aber sie kommen unerwartet und plötzlich und reißen Menschen aus ihren Träumen.

Solche Tage hatte Kathy bis jetzt selten und meistens schaffte sie es schnell wieder aus diesen Tiefen hoch zukommen. Zurzeit dachte sie gar nicht an schlechte Zeiten. Zurzeit war sie glücklich, alles lief perfekt. Es gab keine schwarze Wolke am Himmel nicht mal ein kleines Wölkchen.

Ihr Leben war aufregend genug damit sie sich nicht langweilt und ruhig genug damit sie glücklich sein konnte.

Sie liebte das Leben und sie wollte es genießen und dachte nicht an den Morgen.

Aber irgendwann muss jeder mal aus seinen Traum aufwachen..

An diesen Tag wachte Kathy um sieben Uhr auf. Komischerweise sehr früh. Sie war gestern wirklich lang weggewesen und hat in ihren Geburtstag hinein gefeiert. Sie war endlich 16. Endlich länger Weg gehen und in Bars gehen. Ok das hatte sie bis jetzt auch immer gemacht aber jetzt durfte sie das Legal. Ihr Kopf brummte ein bisschen hatte sei vielleicht doch ein klein wenig zu viel getrunken?

Plötzlich knallte etwas an ihr Fenster. Kathy schreckte hoch. Was war das dachte sie sich. Sie ging an ihr Fenster und schaute raus. Unten im Rasen lag etwas kleines pelziges. Kathy rannte in Schlafsachen nach draußen um das kleine Etwas genauer zu betrachten. Als sie unten ankam sah sie, dass dieses Wesen noch lebte. Man konnte sagen es war ein kleiner Ball aus Fell mit zwei großen Augen die ein bisschen desorientiert in der Gegend umeinander schauten. Kathy nahm das kleine Fellknäuel mit in ihr Zimmer und legte es in ihr Bett. Das kleine Wesen hockte sich auf ihr Kissen und schaute Kathy an. Die stand völlig fasziniert vor ihrem Bett und wusste nicht was sie vor sich hatte. Vielleicht schlief sie ja noch dachte sie sich und boxte sich auf ihren linken Arm. Der Schmerz der sie durchfuhr war echt, stellte sie fest. Aber wenn sie nicht träumte was war das dann? War sie betrunken oder auf Drogen? Nicht dass sie wüsste. Vielleicht hatte ihre Schwester gestern etwas in ihren Tee getan, zuzutrauen wäre ihr das oder vieleicht war die Schokolade schlecht die sie gestern gegessen hatte? Aber wenn ja würde das auch nur Bauchschmerzen und keine Illusionen hervorrufen. Aber das was auf ihrem Bett saß und sie so lieb anschaute war real.
So real wie sie selbst.
Vielleicht sollte sie ihm einen Namen geben?
Nicht so einen schwulen wie Schnuffel oder Puschel oder sonst einen bekloppten Namen
„Wie heißt du den?“ fragte sie den lebenden Wollknäuel.
„Knuff?“ sagte das Wesen und schaute Kathy Erwartungsvoll an.
„Du heißt Knuff? Komischer Name sag ich dir.“ Meinte Kathy schmunzelnd
„Knuff!“ machte das Wesen vorwurfsvoll.
„Du kannst scheinbar nichts anderes sagen oder? Schade ich hätt gern gewusst was du bist!“ antwortete Kathy darauf.
„Knuff knuff!“ kam es von dem kleinen Ball und er stand auf und lief zu Kathy.
„Was möchtest du von mir?“ fragte diese Knuff.
Knuff umarmte Kathy.“Knuff.“ gab er glücklich von sich.
„Ach du hast mich lieb? Wie süß!“ freute sich Kathy.
Knuff hockte sich wieder hin und zog ein Stück Papier aus seinem Fell.
Auf dem Zettel stand folgender Text:


Liebe Kathy,
Ich hoffe dass du diese Botschaft bekommst. Ich würde gern persönlich mit dir reden aber das ist leider nicht möglich. Noch nicht! Ich brauche deine Hilfe. Ich bin gefangen! Bitte rette mich! Du bist meine einzige Hoffnung.



Jetzt war es soweit. Kathy verstand gar nichts mehr. Von wem war dieser Brief und woher kannte er sie? Wo war diese Person? Aus was musste sie ihn befreien? Wo sollte sie anfangen? Sie wusste es nicht! Sie drehte das Blatt um und sah das dort noch etwas stand, aber etwas in einer Sprache die sie nicht verstand und in komischen Buchstaben.


PORTA EXIGERE COR

Drunter hatte jemand mit Bleistift geschrieben:

Mit dieser Formel wirst du mich finden! Werden diese Wörter erklingen werde ich meiner Befreiung einen Schritt näher sein.


„Was meinst du Knuff? Soll ich das laut vorlesen?
Knuff gab ein zustimmendes pieps Geräusch von sich.
„Na klar will er das er hat mir ja die Botschaft gebracht“ dachte sich Kathy
„Naja! Probieren kann ich es mal!“ dachte sie laute und sie sprach:

PORTA EXIGERE COR!


Nichts geschah!
Sie probierte es noch mal.

PORTA EXIGERE COR!

Wieder nichts!
Sie wollte es ein weiteres Mal probieren aber Plötzlich begann sich alles zu drehen. Sie setzte sich auf ihr Bett, aber es hörte nicht auf, das Schwindelgefühl, nein, es verstärkte sich sogar. Ihr wurde schwarz vor Augen!

Als sie ihre Augen öffnete war sie nicht mehr in ihrem Zimmer.
Aber wo war sie?
Sie lag in einer grünen Wiese voller duftender Blumen, um deren farbenfrohen Kelchen Insekte schwirrten. Ihr fiel auf dass es keine normalen Feldblumen waren, sondern Lilien und Orchideen in allen Farben und Formen. Und die Insekten waren wunderschöne Schmetterlinge in tausend Farben. Wo sie auch hinschaute war diese Wiese. Nur in der Ferne sah sie einen Baum und einen niedrigen Hügel.

Sie stand auf und sah an sich hinunter. Sie trug immer noch ihre Schlafsachen.
„Verdammt wenn mich so einer sieht!“ dachte sie Laut!
Etwas zupfte an ihrem Bein. Sie sah nach unten dort saß Knuff und schaute sie an.
„Ach du bist auch hier!“ sagte Kathy erfreut.

„Knuff!“ sagte Knuff und zeigte in Richtung des Baumes in der Ferne.
„Nein! Ich muss da doch nicht wirklich hingehen oder?“ fragte Kathy obwohl sie die Antwort schon wusste.
Knuff nickte nur und Kathy machte sich auf den Weg zu dem Baum.
Nach gefühlten Stunden jammerte Kathy: „Damit ich solche Strecken nicht mehr laufen muss hab ich eigentlich den Rollerführerschein gemacht!“

„Du würdest doch hier durch diese Wiese nicht mit einem Roller fahren oder?“ fragte eine hohe Stimme. Kathy schaute sich verdutzt um. „Hier unten!“ Kathy schaute nach unten und erblickte eine rote Pantherlilie. „Eine Blume die sprechen kann?“ fragte sie sich laut „Jetzt kann mich echt nichts mehr überraschen!“

„Du würdest damit nur viele meiner Schwestern, verletzten wenn du das machen würdest!“ prangerte die Lilie an.
„Ach ich würde euch doch nicht verletzten! Ich hab das einfach so gesagt. Was bist du eigentlich?“ gab Kathy zurück.
„Wir sind auch Lebewesen! Wir sollten nicht einfach so verschwendet werden! Wir sind Lebensblumen. Wir machen das Leben erst lebenswert. Die glücklichen Momente im Leben sind unser Werk. Die schönen Gefühle, wie die Zufriedenheit. Das sind wir!“ gab die Blume von sich.

„Gut dass ich dich treffe! Wo bin ich ihr eigentlich?“

„Weißt du das nicht? Hast du nicht die Wörter gesprochen? Siehst du es nicht? Ich kann dir nicht weiter helfen ich glaube das solltest du selber herausfinden.“ Dann verstummte die Panther Lilie.

„Was soll ich sehen? Und wo? Das sind doch nur lauter Blumen?“ fragte sie sich,
aber sie bekam keine Antwort. Von wem auch? Sie war hier in einem Feld mit lauter Blumen und einem Fellknäuel namens Knuff, das nicht mal reden konnte und heute früh gegen ihr Fenster knallte. Wie spät es wohl ist, fragte sie sich. Sie suchte den Himmel ab, um sich nach der Sonne zu orientieren, sah aber dass am Himmel keine Sonne vorhanden war.
Das wird immer seltsamer dachte sie sich und machte sich wieder auf den Weg zu dem Baum.

Je näher sie kam, umso besser sah sie wie groß dieser Baum war. So einen Baum hatte sie noch nie gesehen. Er hatte Blätter von allen Baumarten die sie kannte und auch Blätter die sie noch nie gesehen hatte. Sie strahlten in allen Farben von grün bis blau. Einige Blätter waren aus Glas oder Keramik andere waren „echte“ Blätter, so wie sie sie kannte. Einige waren aus Gold oder Silber andere aber auch Blech und Bronze. Einige waren sogar braun und verwelkt und andere faulten. Manche von den Blättern aus Metall rosteten und einige der aus Keramik und Glas hatten Sprünge und Risse. Als sie am Stamm ankam sah sie dass der Stamm voll geschrieben war mit Wörtern aus verschiedenen Sprachen, in verschiedenen Schriften. Nicht durcheinander sondern in ihrer eigenen Art geordnet. So geordnet wie die Maserung von Holz scheinbar durcheinander aber doch eine strukturierte Form hat. Sie berührte den Stamm welcher erbebte und in goldener Schrift erschienen Folgen Wörter:


MODO UTI MODO VIDERE ACCOGNOSCERE ANCULARE VERITAS


“Was heißt das?” fragte Kathy laut.

„Nur wer in sich schaut findet die Wahrheit!“ ertönte eine Stimme.
Kathy schaute verwundert um sich, konnte aber nicht ausmachen woher die Stimme kam.

„Ich bin es! Die Erinnerung. Ich steh vor dir! Ich bin alles und doch nichts! Ich bin ewig und doch vergesslich. Mir wachsen immer neue blätter währenddessen alte blätter verwelken und zu Grunde gehen.“ Kathy sah den Baum an. „Wenn du die Erinnerung bist, dann sag mir was ich hier machen soll und was das hier alles ist!“

„Ja ich bin die Erinnerung und auch das Wissen aber ich kann dir deinen Weg nicht leichter machen, außer dir die Informationen zu geben, die ich dir geben soll!“

MODO UTI MODO VIDERE ACCOGNOSCERE ANCULARE VERITAS

“Ach Ja! Ich habe noch was für dich!” sagte die Stimme und ein Blatt löste sich und segelte genau vor die Beine von Kathy. Sie hob es auf. Darauf stand:

Liebe Kathy,
danke dass du mir helfen möchtest. Aber du musst dich beeilen der Weg ist noch lang und ich weiß nicht mehr wie lange ich es hier noch aushalten kann.

Ich warte! Ich hoffe!

Liebe Grüße

Evol

„Evol. Das ist also sein bzw. ihr Name!“ sagte sie als sie fertig gelesen hatte.
„Aber was soll ich jetzt machen?“ fragte sie sich. Sie hockte sich neben den Baum und dachte nach: „Ich soll in mich hineinschauen? Aber was soll ich sehen? Was soll ich sehen?“
Knuff gab einen schmerzlichen Ton von sich. Kathy drehte sich zu ihm um und sah wie er versuchte den Baum hochzuklettern und immer wieder hinunter fiel.
„Gute Idee Knuff! Vielleicht sieht man von dort oben wo wir hin müssen.“ sage Kathy, schnappte sich Knuff und fing sofort an den Baum hoch zu klettern .irgendwann war sie von Blättern umgeben und bald wusste sie auch nicht mehr wo oben, unten, rechts oder links war!

Sie kletterte jetzt schon mindestens eine halbe Stunde aber sie kam immer noch nicht oben an.
Langsam wurden ihre Arme müde, aber sie kletterte weiter und weiter. Sie konnte bald nicht mehr. Knuff, der sich die ganze Zeit an ihrem Rücken festhielt piepste während dessen die ganze Zeit.
Sie konnte nicht mehr, sie war am Ende, sie ließ Los und sie fiel und fiel und fiel und fiel…


Zuerst flog sie an Ästen und Blättern aller Formen und Farben vorbei doch irgendwann wurde es dunkel und sie konnte fast nichts erkennen. Nur dunkle Schemen und Schatten, die immer wieder zu ihr flogen sie umkreisten und dann wieder verschwanden. Sie hörte schluchzen, heulen und Schreie.

Sie fürchtete sich aber nicht. Sie hielt Knuff in ihren Händen und dadurch fühlte sie sich sicher. Sie wusste nach so einen tiefen Fall müsste ein harter Aufprall folgen, doch sie wusste dass ihr nichts geschehen würde.

Sie prallte auf! Es tat nicht weh aber Sie blieb trotzdem liegen. Sie lag auf einem weichen aber trotzdem stabilen Boden. Knuff immer noch fest in ihren Händen haltend stand sie auf.
Es war dunkel und trist. Überall schwebten die Schatten und Schemen umher. Sie hatten verschiedene Formen. Einige schauten wie Spinnen oder Schlangen aus. Plötzlich kam ihr alter BWR Lehrer auf sie zu. Kathy erschrak und ließ Knuff fallen der sich mit einem lauten „KNUFF!“ beschwerte.
Ihr Lehrer, der scheinbar nur aus grauem Nebel bestand löste sich vor ihren Augen auf und nahm die Gestallt einer ihr Wohlbekannten Gestallt an.

„Hallo! Kathy…“ säuselte dieses Geschöpf „Schön das du da bist … Ich hoffe es gefällt dir hier?!“
„Eigentlich weniger!“ gab Sie zurück.
„Das war zu erwarten..“ gab der Schatten enttäuscht von sich aber wer mag schon seine Ängste und negativen Gefühle? Niemand hat UNS lieb.“
„Naja normalerweise steh ich halt nicht so auf Spinnen, Schlangen oder BWR Lehrer“ versuchte Kathy die Sache wieder hinzubiegen.
„Aber ohne uns zu kennen kann man nicht erkennen wer man wirklich ist!“ wisperte der Schemen
„Naja aber du kannst doch gar nicht meine Angst sein!“ gab Kathy von sich
„Sei dir sicher, dass ich deine Angst bin!“ gab sie von sich.
„Angst hin oder her ich bräuchte deine Hilfe! Ich muss eine Evol befreien und ich hab keine Ahnung wo sie steckt.“

Das Wesen lachte und sprach: „Du lernst wohl nie oder? Die Antwort ist so leicht und greifbar und doch bist du so weit entfernt!“

Mit diesen Wörtern fing die Gestalt sich aufzulösen und sie sprach:

MODO UTI MODO VIDERE ACCOGNOSCERE ANCULARE VERITAS

Dann sah Kathy wie sich ihr Ebenbild in nichts auflöste.
Knuff sah Kathy erwartungsvoll an, als schien er auf eine Anweisung zu warten.
Kathy aber rührte sich nicht. Sie verstand nicht.

Was sollte das alles bedeuten? Was sollte sie alles machen? Und wie? Sie war in einer völlig fremden Welt, umgeben von Wesen denen sie nie begegnen wollte.

Sie fing an zu zittern und plötzlich fing sie an zu weinen. „Nein ich darf nicht weinen“ dachte sie „sowas hatte sie doch schon ewig nicht mehr gemacht. Man, ich bin Optimist! Irgend etwas positives muss es doch geben!“ redete sie sich ein. Doch wie sehr sie auch suchte, sie fand nichts. Sie wollte nur wieder zurück in ihr Bett und weiter schlafen.

Knuff kam langsam auf Kathy zu und umarmte ihr Bein. Kathy schaute ihn an und musste lachen, ihre Tränen schimmerten in ihren grün-blauen Augen wie wundervolle Edelsteine.
„Ohne dich wäre ich aufgeschmissen!“ meinte sie und nahm den Kleinen hoch und küsste ihn auf den Kopf. Plötzlich fing alles an zu leuchten und die Dunkelheit wich. Es wurde immer Heller bis es weh tat die Augen offen zu halten. Kathy schloss die Augen und fühlte wie sich alles veränderte.

Als sie die Augen wieder öffnete war sie im… im NICHTS.
Es gab nur eine Lichtquelle, die langsam auf sie zukam.
Kathy wollte weglaufen bis sie merkte dass sie schwebte und dass es gar keinen Boden oder Decke gab.
„Hab keine Angst Kathy!“ sagte eine helle Stimme
„Du bist deinem Ziel nicht mehr fern!“ Das Licht wurde schneller.
„Du wirst bald finden was du seit Jahren suchst!“
„Ich glaube ihnen ist da ein Fehler unterlaufen liebe Stimme.“ widersprach Kathy.
Das Licht wurde kurz langsam und raste nun auf Kathy zu. Dieser stockte der Atem. Das Licht hielt nur wenige Zentimeter vor ihrer Nase an.
„Mir soll ein Fehler unterlaufen sein?“ gab das Licht empört von sich.
„Das kann es doch nicht geben da will man nur helfen und dann wird man so blöd angemacht!“
Das Licht zitterte vor Aufregung.
„Nein wirklich ich habe diesen Brief erst heute Morgen bekommen.“ versuchte Kathy sich zu rechtfertigen.
„Ach so! Naja man muss nicht wissen was man sucht! Denn wenn man es dann gefunden hat, weiß man was man gesucht hat! Ich sage dir das aus voller Überzeugung, dass das was du zu finden erhoffst du schon immer gesucht hattest!“

QUI VITA EST UNA ARCANUS

„Das Leben ist unergründbar“
übersetzte das Licht gleich.

DUX QUI ROGARE QUI EST OPINARI


“Wer aber sucht wird finden!”

Die Stimme lachte.

„Aber jetzt hab ich noch etwas für dich.“

Das Licht ließ in der Dunkelheit einen Text erscheinen:

Liebe Kathy,

ich freue mich dass du schon so nah bist.
Ich hoffe dein Gewissen hat dich nicht zu sehr geärgert, es ist manchmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

Da du es bis jetzt geschafft hast denke ich dass es nicht mehr so lang dauern wird bis ich Frei bin.

PORTA EXIGERE COR UMBRA NEGARE CLAVIS


Deine

Evol



Dann wurde es dunkel. Die Schrift verschwand genau wie das Licht!
Und die Dunkelheit entwickelte sich in eine graue Landschaft, eine Landschaft die gezeichnet war.
Nur schemenhaft mit einem Bleistift so schien es. Sie kannte diese Landschaft das war ihr zuhause aber nicht das zuhause, das sie vor kurzem verlassen hatte, sondern das Zuhause von früher von ihrer Kindheit. Wie sie es in Erinnerung hatte! Das war noch nicht das lehre Zuhause was es jetzt war.

Sie schaute sich um. An einigen Stellen waren die Bleistiftstriche ganz verwaschen und unscharf, an anderen Stellen scharf und genau. Was war das nun, fragte sie sich. Da stand eine Bank, auf die sie sich setzte.
„Wo war eigentlich Knuff“ schoss es ihr durch den Kopf. Sie suchte überall doch sie konnte ihn nicht finden. „Jetzt ist Knuff auch noch weg!“ jammerte sie. Das war nicht die Kathy die sie kannte, das war doch nicht sie dachte sie, aber sie konnte nicht anders und begann am Baum zusammen zu brechen, aber sie weinte nicht! Weshalb auch? Das würde nichts bringen.

Sie lag dort einige Minuten bis sie sich wieder hinsetzte. Sie musste logisch nachdenken. Sie musste nachhause kommen ihr war diese Evol jetzt scheiß egal. Soll sie doch jemand anderes retten!

„Willst du das wirklich?“ fragte eine Stimme
„Möchtest du wirklich aufgeben, den einfacheren Weg gehen oder willst du das nicht?“
„Ich weiß es nicht!“ gab Kathy von sich.
„Vielleicht ist das dein Problem! Oder vielleicht ist es auch nicht!“ sagte die Stimme wieder obwohl der zweite Teil sich anders anhörte.
„Natürlich ist das ihr Problem!“ „Nein ist es nicht!“ „Ich weiß dass es ihr Problem ist!“ stritt die Stimme mit sich selbst.
„Was soll der scheiß!“ brüllte Kathy, was sie selbst sehr erschreckte. „Es tut mir leid!“ sagte die Stimme „Nein tut es mir nicht!“ sagte eine andere Stimme, die man nun deutlich unterscheiden konnte.
„Zeigt euch!“ forderte Kathy auf.
„Ok das machen wir!“ „Nein das mache ich nicht!“
Etwas Kleines krabbelte auf Kathy zu. Eine Maus oder besser gesagt zwei Mäuse, deren Schwänze zusammen geknotet waren.
„Darf ich uns vorstellen?“ fragte die eine Maus freundlich
Die andere antworte „Nein das will sie nicht das interessiert doch keinen!“

„Doch mich schon!“ gab Kathy von sich.
„Schau her!“ sagte die eine. „Das ist nur ne Anstandslüge“ konterte die andere.
Und schon wollten die beiden sich schlagen, was aber nicht funktionierte. Kathy packte beide und setzte sie auf ihre Hand.
„So ich will jetzt Namen hören aber sofort!“
„Kennst du diese berühmten Engelchen und Teufelchen? Wir sind das nur unfreiwillig und nicht so biblisch! Man nennt uns auch Zweifel obwohl ich den Namen nicht mag!“ „Also ich mag ihn schon“ gab die eine Maus von sich.
„Das du mir immer widersprechen musst?“ schimpfte die andere und wollte sich auf den anderen Stürzen.
„Ruhe!“ sagte Kathy nun wieder ein bisschen ruhiger.
„Ich habe hier ein Problem und will mich nicht mit euch beiden da ärgern!
Ich will nach Hause!“

„Aber du bist doch zu Hause!“ gab die rechte Maus von sich.
„Genau, du warst doch nie weg?“ stimmte die linke komischerweise der rechten zu.
„Aber ich bin doch nicht zu hause schaut euch doch um? Das hier ist alles mit Bleistift gezeichnet!“ gab Kathy von sich.

„Das ist ja auch nicht das zu Hause was du meinst.“ sagte die linke Maus blinzelnd.
„Hast du die Wörter vergessen?

PORTA EXIGERE COR

Das Tor zu Seele? Du hast dein Zimmer nie verlassen du bist nur in deinen Geist gereist!“

„In meinen Geist? In meine Seele?“ fragte Kathy ungläubig.
„Genau! Wir sind alle ein Teil von dir! Du bist wir und wir sind du!“
„Das heißt im Grunde kann ich hier bestimmen?“ fragte Kathy.
„Meist können Menschen nicht über sich selbst bestimmten, sie können nicht sagen in wen sie sich verlieben oder wen sie von Anfang an hassen. Sie haben wenig Einfluss drauf, ob sie glücklich sind oder traurig. Und meist können sie auch ihre Gedanken nicht kontrollieren! Im Grunde kannst du hier so wenig entscheiden wie wir beide!“

„Dann bin ich verloren!“ gab Kathy auf.
Da zupfte etwas an ihrem Oberteil. Sie drehte sich um und sah Knuff.
„Knuff!“ schrie sie freudig und umarmte ihn. Dabei ließ sie die beiden Mäuse fallen.
„Aua!“ beschwerten sich beide.
Und nun saß sie da mit einem Fellknäuel namens Knuff und zwei Mäusen, die am Schwanz zusammen gewachsen waren auf den Boden und war plötzlich überhaupt nicht mehr mutlos!
„Komisch. Wie schaffst du kleiner Kerl mich immer wieder zum weitermachen zu animieren?“
Knuff schaute sie nur an.
Jetzt verstand Kathy.
„Ich weiß wer du bist Knuff! Du bist die Hoffnung! Meine Hoffnung!“

Knuff bestätigte das mit einem Kopfnicken.

PORTA EXIGERE COR UMBRA NEGARE CLAVIS

“Was das wohl bedeutet?“ dachte sie laut.
„Das ist doch einfach!“ sagte die rechte Maus.
„Das Tor zur Seele hat nur einen Schlüssel!“
„Das Tor zu Seele hat nur einen Schüssel?“ überlegte Kathy.
„Was ist der Schüssel zu einem selbst? Was kann jemanden öffnen?“

Kathy wusste nicht mehr weiter.

Dann fasste Knuff mit seiner Hand Kathy auf die linke Seite ihres Brustkorbs und Kathy viel es wie Schuppen von den Augen.

„Natürlich! Der Schüssel zu einem Menschen, zu seiner Seele, ist die Liebe!“

Als sie das aussprach begannen die Bleistiftstriche zu verschwinden und auch Knuff und die zwei Mäuse wurden immer unschärfer und verschwanden schließlich. Dann war alles weiß und vor ihr stand ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid auf den Boden verstreut lagen zerborstene Ketten.

Das Mädchen sprach.

„Hallo Kathy,
Du hast es geschafft du hast mich befreit! Ich musste viel zu lange warten!“

Kathy verstand plötzlich alles was sie auf der Reise hierher erlebte.
Die Blumen, den Baum die Geister, das Licht, die Mäuse und auch Knuff.
Alles war logisch und simpel! Und sie wusste auch jetzt vor wem sie stand.

Das war Evol

„Du bist... die Liebe!“ sprach Kathy das Mädchen an

„Ja das bin ich. Ich bin die Liebe! Ich bin du! Ich bin deine Liebe!“

Es klingelte! Kathy schreckte hoch. Sie schien eingeschlafen zu sein. Als sie langsam zur Tür schlurfte dachte sie über diesen komischen Traum nach.
„Seltsam!“ sagte sie leise. Sie öffnete die Tür.
„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ wünschte er der vor der Tür stand.
„Danke!“ gab Kathy kleinlaut zurück als sie merkte wie sie ausschauen musste.
„Tut mir leid, ich muss schrecklich aussehen!“
„Nein!“ wiedersprach er ihr „Du bis wunderschön!“
Und dann küsste er Kathy.
Sie erwiderte den Kuss. Als er zu Ende war schaute sie durch das Fenster und sah auf der anderen Straßenseite im Feld ein kleines Mädchen, das ihr zuwinkte und auf ihrer Schulter hockte in kleiner Fellknäuel. Kathy lächelte, schloss die Augen und küsste ihn noch einmal.

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
    Re: Die Reise

    Hi Folks,
    mich würde jetzt wirklich interessieren, wer nach der Diskussion im Literaturbrett sich ermutigt fühlt, hier eine Meinung zu posten.
    Ich habe die Geschichte gelesen und bin wegen oben bereits angeführter Diskussion, nicht bereit mich zu äußern.

    Gruß Rumburak

  2. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: Die Reise

    Hallo,

    schöne Geschichte, finde das Ende nur ein wenig holprig oder besser gesagt, ich hätte mir mehr Detailreichtum gewünscht, also ein wenig ausfürlicher.

    lg und viel Erfolg beim veröffentlichen
    PaleMan

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Die Reise

    Dann wollen wir mal...

    Von hier... Es gibt Tage, an denen will nichts funktionieren.
    Aber irgendwann muss jeder mal aus seinen Traum aufwachen..
    ... kann man es wohl noch nicht „Story“ nennen, oder? Das würde ich weg lassen.

    Von hier... An diesen Tag wachte Kathy um sieben Uhr auf.
    zu viel getrunken?
    ... bis hier stehen Dinge, die für die Story nicht von Bedeutung sind, und spannend oder lehrreich auch nicht, das würde ich auch weg lassen.

    So, jetzt geht die Story los: Plötzlich knallte etwas an ihr Fenster. Kathy schreckte hoch.
    Was war das dachte sie sich.
    Und das denkt sich der Leser auch. Ein einigermaßen guter, vorläufiger „Hook“, der den Leser in die Story zieht. Man konnte sagen
    Sorry, aber es gibt kaum einen unsinnigeren Wortlaut als „Man konnte sagen“. Lass es weg! es war ein kleiner Ball aus Fell mit zwei großen Augen
    Das ist nicht logisch. Später umarmt er sie. Also kann nicht nur ein Ball sein. Er muss wenigstens Arme haben. Bitte etwas genauer!

    Und, um auf das später folgende einzugehen: Wann genau fängt sie an, zu träumen? Schon jetzt, oder erst nach dem Zauberspruch? Wenn schon jetzt, verwirrt das den Leser, denn vorher schreibst du, sie sei wach. Wenn erst nach dem Zauberspruch, wie kann dann dieses Traumwesen an ihr Fenster stoßen? Und warum fliegt die Hoffnung überhaupt von außen an ihr Fenster? Wie kommt die Hoffnung nach draußen? Hat die Hoffnung Flügel? Hat jemand mit Hoffnung geworfen? Was bedeutet das? Oder was SOLL es bedeuten, was SOLL der Leser dabei denken? Wo bleibt da die Logik? Der Schmerz der sie durchfuhr war echt, stellte sie fest.
    Das „stellte sie fest“ kann weg. Es ist klar, dass sie es feststellte. Und der Leser soll sich ja in sie hineinversetzen, sich mit ihr identifizieren, dann ist es sowieso überflüssig. Nicht dass sie wüsste.
    Näh, ne? Aber das was auf ihrem Bett saß und sie so lieb anschaute war real.
    Also träumt sie nun, oder nicht? „Knuff!“ machte das Wesen vorwurfsvoll.
    „Du kannst scheinbar nichts anderes sagen oder? Schade ich
    hätt gern gewusst was du bist!“ antwortete Kathy darauf.
    „Knuff knuff!“ kam es von dem kleinen Ball und er stand auf
    und lief zu Kathy.
    Entweder ein Tier kann sprechen, so wie der Wolf bei Rotkäppchen, oder ein Tier kann nicht sprechen, aber dass ein Tier nur ein Wort sprechen kann, das ist nicht glaubwürdig, auch nicht in einem Märchen. Es gibt Tiere, die nur ein Wort sagen können, z.B. „Mäh“ oder „Muh“ oder „Wau“ aber nicht „Knuff“. Das ist UNMÖGLICH. Ich brauche deine Hilfe. Ich bin gefangen! Bitte
    rette mich! Du bist meine einzige Hoffnung.
    Das ist ein sehr guter Hook, wenn auch etwas spät. So einen Baum hatte sie noch nie gesehen. Er hatte
    Blätter von allen Baumarten die sie kannte und auch Blätter
    die sie noch nie gesehen hatte.
    Der Wortlaut „noch nie gesehen“ wiederholt sich. Das ist schlechter Stil. von grün bis blau. Einige Blätter waren aus Glas oder Keramik
    andere waren „echte“ Blätter, so wie sie sie kannte.
    So einen Baum gibt es nicht. Nein, auch nicht im Märchen. Logik bleibt Logik, und ein Baum mit echten Blättern UND Glasblättern ist einfach Unsinn. waren aus Gold oder Silber andere aber auch Blech und Bronze.
    Einige waren sogar braun und verwelkt und andere faulten.
    Manche von den Blättern aus Metall rosteten und einige der aus
    Keramik und Glas hatten Sprünge und Risse. Als sie am Stamm
    ankam sah sie dass der Stamm voll geschrieben war mit Wörtern
    aus verschiedenen Sprachen, in verschiedenen Schriften. Nicht
    durcheinander sondern in ihrer eigenen Art geordnet. So
    geordnet wie die Maserung von Holz scheinbar durcheinander
    aber doch eine strukturierte Form hat.
    Das ganze ist eine Beschreibung OHNE HANDLUNG. Das ist bestenfalls ein Hilfstext, den man als Autor schreibt, bevor man ihn mit der Handlung verwebt. Bring Handlung in den Text! Plötzlich kam ihr alter BWR Lehrer auf sie zu.
    Wenn der Leser zufällig nicht weiß, was BWR ist, wirft ihn das aus dem Text. Kathy erschrak
    Show don’t tell! Zuckte sie zusammen? Lief es ihr kalt den Rücken herunter? Bekam sie eine Gänsehaut? Was soll sich der Leser darunter vorstellen? Wohlbekannten Gestallt an.
    Viel zu allgemein. Was GENAU heißt „wohlbekannt“? Mutter, Vater, Freundin, Biene Maja, oder was? Und was GENAU heißt Gestalt? Greis, Zwerg, Hexe, Mädchen, Einhorn, Bodybilder, Clown, oder was? Geschöpf...
    Geht es noch allgemeiner und ungenauer? Wesen...
    Anscheinend ja. Was GENAU soll sich der Leser unter einem „Wesen“ vorstellen? Mit diesen Wörtern fing die Gestalt sich aufzulösen an...
    Das „fing an“ würde ich weg lassen. Sie fing an zu zittern und plötzlich fing sie an zu weinen.
    Jetzt auf einmal, ohne Grund? Versetz dich mal in ihre Lage und überleg, ob das wirklich logisch ist! Knuff kam langsam auf Kathy zu
    Ungenaue, also nichtssagende, Verben wie „kam“ oder „war“ sollte man durch genauere ersetzen. ihre Tränen schimmerten in ihren grün-blauen Augen wie wundervolle Edelsteine.
    Das kann sie unmöglich selbst so gesehen haben. Plötzlich, auch noch mitten in der Szene, wechselt die Perspektive, und das ohne jeden Grund. Das darf nicht sein. Evol
    Erst Latein vorwärts, dann Englisch rückwärts, meinst du, dass sei ein guter Stil? Und die Dunkelheit entwickelte sich in eine graue Landschaft,
    eine Landschaft die gezeichnet war.
    Nur schemenhaft mit einem Bleistift
    Das „eine Landschaft“ ist doppelt. Lass es weg! Und eine gezeichnete Landschaft ist zweidimensional, da kann man sich nicht darin befinden, das ist nicht logisch. Etwas genauer bitte! so schien es.
    Du musst dich entscheiden: Ist es so, oder ist es nicht so? Kein „so schien es“ ist ängstliches Geschwurbel. diese Landschaft das war ihr zuhause aber nicht das zuhause,
    das sie vor kurzem verlassen hatte, sondern das Zuhause
    Ja, welches denn jetzt? Der Satz ist viel zu lang, du redest drum herum, bevor du zum Punkt kommst. früher von ihrer Kindheit.
    Schon mal was von „Genitiv“ gehört? stand eine Bank, auf die sie sich setzte.
    In Nebensätze sollte man nur Dinge packen, die frühere oder bekannte Ereignisse betreffen, nicht Folgeereignisse. schoss es ihr durch den Kopf.
    Solche Wortlaute... jammerte sie.
    ...und auch solche sind überflüssig. und begann am Baum zusammen zu brechen
    Wie kann jemand BEGINNEN, zusammen zu brechen?

    Soll ich noch mehr schreiben, oder genügt dir das fürs erste?

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

    Grüße

    Andreas

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