Märchenkrimi letzter Teil

Es regnete an diesem Taufsonntag in Strömen. Die Menschen, die sich vor der Kirche versammelt hatten, standen unter Regenschirmen, an denen das Wasser seitlich heruntertroff und die Kleidung von den Schultern ab naß wurde. Auch der Schmetterling, eingepackt in ein hellblaues, dickes Flanelltuch mit Fransen zum Schutz des weißten Taufkleids aus Brüsseler Spitze, erschrak übser einige kalte Regenspritzer, die ihm ins Gesicht fielen. Und er schrie.

„Schmetterling“, beruhigte die Mutter, „mein süßer, kleiner Schmetterling“ tröstete sie, das gefiel ihm und er schlief wieder ein. Die Eltern und Taufpaten voran trat die Taufgesellschaft in die barocke Kirche ein. Die Orgel spielte und die Putten leuchteten golden von allen Wänden, als sie zum Taufbecken schritten, wo der Pfarrer auf sie wartete.

„Wir kommen heute vor Gott hier zusammen, umm diesem kleinen Erdenbürger seinen Namen zu geben“, sagte der Pfarrer. Schmetterling machte die Augen auf.
"Wir taufen Dich hiermit vor Gottes Antlitz auf den Namen

Y u s u f

im Namen des Vaters, des Sohnes, des heiligen Geistes und in Ewigkeit Amen.

Da schrie Schmetterling aus Leibeskräften, sein Kopf wurde dunkelrot, die Stirn lag in tausend Falten und er verbreitete einen Gestank aus einer Windel, daß die Menschen um ihn herum zuerst zurücktraten und dann die Kirche verließen.

So mußte die Mutter zum Schluß mit dem schreienden Kind, allein, das Gotteshaus verlassen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Hi,

das ist mehr Märchen als Krimi und doe Pointe/Moral kommt irgendwie nicht rüber. Dazu noch grausige Interpunktion und teilweise sehr seltsame Formulierungen (sie hat eine tiefe volle Stimme (ist das ein Mannweib?)/ er hat angstvoll kleine Pupillen (eigentlich sind es dann große/weite Pupillen)/ das Kind verbreitet einen Gestank aus einer Windel (hat es mehrere an?) hinterlassen - nun ja - keinen bleibenden Eindruck.
Grüße,
JPL

Danke!

das ist mehr Märchen als Krimi und doe Pointe/Moral kommt
irgendwie nicht rüber.

Politisch gesehen haben wir in Hauptschulen i.M. in bestimmten Gebieten schon einen Ausländeranteil von 60 %. In 5 Jahren wird die nächste Generation, die jetzt im Kinderwagen sitzt, dazukommen.
Insofern wäre er in der Minderheit und würde (vielleicht) als Rainer, Helmut, Klaus ein wegen seines Namens gehänselter Außenseiter sein. Seine Mutter hat das erkannt. Könnte ich noch besser hervorheben.
Märchen? Krimi? Sci-Fi? Habe mich noch nicht entschieden. Ich glaube, ich belasse es bei „politische Märchen aus 2001 Nacht“.
War das Erste von 52, die ich habe.
Wollte mal testen, ob man den Hintergrund versteht.Muß mich noch voranschaffen.

Danke!
Karin

Dazu noch grausige Interpunktion

Das ist richtig, war schnell geschrieben und von mir noch nicht überarbeitet.

(sie hat eine tiefe volle Stimme (ist das ein Mannweib?)

er hat angstvoll kleine Pupillen (eigentlich sind es dann große/weite Pupillen)

das war ein medizinischer Fehler, danke

Kind verbreitet einen Gestank aus einer Windel (hat es mehrere
an?)

muss heißen: aus seiner Windel, klar

Hi Karin,

Politisch gesehen haben wir in Hauptschulen i.M. in bestimmten
Gebieten schon einen Ausländeranteil von 60 %.

Und du setzt voraus, dass Yussuf dnn auch auf einer Hauptschule sein wird?

Insofern wäre er in der Minderheit und würde (vielleicht) als
Rainer, Helmut, Klaus ein wegen seines Namens gehänselter
Außenseiter sein.

Im Kindergarten sind die Haenseleien aber schon viel derber. Und als Yussuf Schmidt hast du da immer verloren - Vorname hin oder her.

Seine Mutter hat das erkannt. Könnte ich noch besser hervorheben.

Allerdings. Denn der Leser weiss zwar alles moegliche irrelevante, aber genau diese Zusammenhaenge kann er bestenfalls erahnen. Und warum schreit das Baby nun so laut? Und wird er jetyt ueberhaupt getauft?
Du schreibst viel, aber um den heissen Brei herum. Eine Idee: Lass Yussuf die Geschichte erzaehlen und fokussier dich mehr auf die (Hinter-)Gruende der Namensgebung.
Gruesse,
JPL

Yusuf den Namen kenne ich von irgendwo her.