Feedback gewünscht 2

Hallo,

falls noch mal jemand Lust hat, die geänderte Fassung zu lesen und zu kommentieren, würde es mich sehr freuen.

Vielen Dank
Sabine

Sein Körper verweigerte ihm von einer Minute auf die nächste den Dienst und nagelte ihn auf der Parkbank fest. So hart hatte es ihn bisher noch nie getroffen. „Ruhig bleiben, ganz ruhig“, ermahnte er sich und atmete tief durch, „es ist gleich vorbei, es dauert nie lange“. Doch diesmal war es anders, auch wenn er es sich nicht sofort eingestehen konnte. Sein Körper fühlte sich an wie mit Blei ausgegossen, ein Gefühl, das definitiv neu war. Und es ging nicht vorbei, ganze zehn Minuten wartete er auf Erlösung, erst dann machte sich eine erste leichte Entspannung bemerkbar.

Das war die fünfte Attacke dieser Art und wenn er ehrlich zu sich gewesen wäre, hätte er sich eingestehen müssen, dass sie von Mal zu Mal stärker wurden und er dringend einen Arzt hätte konsultieren müssen. Doch er war ein sturer alter Mann und nachdem sein ehemaliger Hausarzt ihn letztes Jahr versehentlich für tot erklärt hatte, war sein Bedarf an Ärzten für immer gedeckt.

Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, nach dem Gießen noch ein bisschen auf der Parkbank zu sitzen und ein Frühstücksbrot zu essen. An der frischen Luft schmeckte es ihm besser als in der stickigen Wohnung. Die Bank, auf der er jetzt wie festgewachsen schien, stand unter einer alten Eiche, deren Baumkrone fast bis zum See reichte. Selbst wenn es in der Sonne schon unerträglich wurde, war es unter dem großen grünen Dach noch gut auszuhalten.

Meist war die Bank frei und wenn jemand doch mal früher als er auf den Beinen war und sich auf seiner Parkbank eine Pause gönnte, setzte er sich einfach dazu und begann zu erzählen. Er erzählte von früher, worüber hätte er auch sonst reden sollen. Über die Geschehnisse des letzten Jahres konnte er mit niemandem sprechen, jeder hätte ihn sofort als alten Spinner abgetan. Deshalb erzählte er wildfremden Menschen, die meist zu höflich waren um sofort zu gehen, von seinem längst vergangenen Leben auf einem kleinen Dorf unweit der Elbe. Von den Kühen und Schweinen, die fast 60 Jahre sein Leben bestimmt hatten und von seiner Frau und dem Sohn, die dort vermutlich noch immer lebten.

In der alten, ausgebeulten Kordhose und dem ausgeblichenen gelben Hemd mochte er auf manchen wie ein Penner wirken, der passenderweise schon auf der obligatorischen Pennerparkbank saß. Eine komische alte Figur, eigentlich zu verwittert, um noch als Mensch durchzugehen.

Am Seeufer lag ein alter, träger Schwan in der Sonne. Vermutlich auch nicht viel jünger als ich, dachte er, während er die allmähliche Entspannung in seinem Körper verfolgte. Er rieb seine beiden Hände aneinander, wackelte mit den Füßen und fühlte sich wieder halbwegs als Mensch. Dann holte er eine kleine Figur aus seiner abgewetzten Ledertasche und betrachtete sie. Es war eine scheußliche kleine Porzellanschnecke mit einem Rucksack auf dem Rücken. Er stellte die Schnecke auf den Grabstein, packte die blecherne, verbeulte Brotbüchse in seine Tasche, schloss die Tasche sorgfältig, nahm die Gieskanne und machte sich auf den Weg.

Hallo Sabine!

Ich gratuliere! Das ist schon VIEL besser! Ich bin wirklich überrascht. Wenn du so weitermachst, wirst du bald richtig gut sein.

Sein Körper verweigerte ihm von einer Minute auf die nächste
den Dienst und nagelte ihn auf der Parkbank fest. So hart
hatte es ihn bisher noch nie getroffen.

Das ist ein guter Anfang. Der Mann hat ein Problem. Und der Leser fragt sich, welche Krankheit es ist, was er dagegen tut, und wie es endet. Das bringt den Leser zum Weiterlesen.

Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, nach dem Gießen noch
ein bisschen auf der Parkbank zu sitzen und ein Frühstücksbrot
zu essen.

Das ist eine Rückblende. Rückblenden sollte man - in der Regel - meiden.

Die Bank, auf der er jetzt wie
festgewachsen schien, stand unter einer alten Eiche, deren
Baumkrone fast bis zum See reichte. Selbst wenn es in der
Sonne schon unerträglich wurde, war es unter dem großen grünen
Dach noch gut auszuhalten.

Jetzt läßt die Spannung aber schon wieder nach. Es ist eine Beschreibung der Umgebung ohne Handlung.

Meist war die Bank frei und wenn jemand doch mal früher als er
auf den Beinen war und sich auf seiner Parkbank eine Pause
gönnte, setzte er sich einfach dazu und begann zu erzählen.

Das ist sehr verallgemeinert, keine konkrete, gegenwärtige Handlung. Schade.

erzählte von früher, worüber hätte er auch sonst reden sollen.

Der Satz ist wohl der langweiligste dieses Textes.

Über die Geschehnisse des letzten Jahres konnte er mit
niemandem sprechen

Jetzt wird es wieder spannend. Der Leser fragt sich: Was für Ereignisse? Und was hindert ihn so sehr daran, darüber zu sprechen?

Deshalb erzählte er wildfremden Menschen, die meist
zu höflich waren um sofort zu gehen, von seinem längst
vergangenen Leben auf einem kleinen Dorf unweit der Elbe. Von
den Kühen und Schweinen, die fast 60 Jahre sein Leben bestimmt
hatten und von seiner Frau und dem Sohn, die dort vermutlich
noch immer lebten.

Das schreibst du vermutlich alles nur, um ihn und seine Lebensumbung zu charakterisieren. Das ist gut, aber bis jetzt ist es nur ein „Hilfstext“. Die Kunst ist, das ganze in spanndende Handlung zu packen. Das ist nicht leicht, aber ich denke, du schaffst das.

In der alten, ausgebeulten Kordhose und dem ausgeblichenen
gelben Hemd mochte er auf manchen wie ein Penner wirken, der
passenderweise schon auf der obligatorischen Pennerparkbank
saß. Eine komische alte Figur, eigentlich zu verwittert, um
noch als Mensch durchzugehen.

Ebenso. Sehr treffend und anschaulich, aber leider ohne Handlung.

Das soll erstmal genügen.

Dein Schreibstil ist übrigens auch schon deutlich besser geworden!

Grüße

Andreas

Hallo Sabine,

hab ich erstmal wirklich gerne gelesen. Könntest du mir bitte einen ganz großen Gefallen erweisen und statt „Penner“ irgendwie „Tippelbruder“ oder „Landstreicher“ (okee, dit is bißchen sehr altbacken) schreiben? Penner paßt in den restlichen Erzählduktus absolut nicht rein, findich.

Noch besser wäre, den Protagonisten adjektivisch dergestalt zu charakterisieren.

*Verwaschenes Hemd und ausgebeulte Hose, fast schon eins mit der verwitterten Bank, auf der er saß, mochte er in seiner fahlen Ärmlichkeit auf den ersten flüchtigen Blick an die allseits bekannten zerstörten Existenzen in unseren Fußgängerzonen erinnern*

Sorry, das ist jetzt aber wirklich kackdreist von mir. Einfach umjeschrieben. Nicht böse sein.

Gruß

Annie

Hallo Ihr,

ganz herzlichen Dank für das (weitere) Feedback. Ich finde das wirklich sehr hilfreich, weil ich noch nie jemandem einen Text von mir vorgestellt habe. Ich tu´s noch mal, wenn es Euch zuviel wird, einfach ignorieren. Es ist auch auf jeden Fall das letzte Posting.

Danke und herzliche Grüße
Sabine

Sein Körper verweigerte ihm von einer Minute auf die nächste den Dienst und nagelte ihn auf der Parkbank fest. So hart hatte es ihn bisher noch nie getroffen. „Ruhig bleiben, ganz ruhig“, ermahnte er sich und atmete tief durch, „es ist gleich vorbei, es dauert nie lange“. Doch diesmal war es anders, auch wenn er es sich nicht sofort eingestehen mochte. Er fühlte sich wie mit Blei ausgegossen, ein Gefühl, das definitiv neu war. Und es ging nicht vorbei. Bewegungslos saß er da und wartete auf die einsetzende Entspannung, doch sie kam und kam nicht. Das war die fünfte Attacke dieser Art und wenn er ehrlich zu sich gewesen wäre, hätte er realisiert, dass sie von Mal zu Mal stärker wurden und er dringend einen Arzt hätte konsultieren müssen. Doch er war ein alter Mann, der schon in jungen Jahren zur Sturheit neigte, und nachdem sein ehemaliger Hausarzt ihn letztes Jahr versehentlich für tot erklärt hatte, war sein Bedarf an Ärzten für immer gedeckt.

Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, nach dem Blumen gießen noch ein wenig auf der Parkbank zu sitzen und sein Frühstücksbrot zu essen, doch daran war jetzt nicht mal zu denken. Die Bank, an der er wie festgewachsen schien, stand unter einer alten Eiche, deren Baumkrone fast bis zum See reichte. Selbst wenn es in der Sonne schon unerträglich wurde, war es unter dem großen grünen Dach noch gut auszuhalten. Meist war die Bank frei und wenn jemand doch mal früher als er auf den Beinen war und sich auf seiner Parkbank eine Pause gönnte, setzte er sich einfach dazu und begann zu reden. Reden hilft gegen Einsamkeit, dass hatte er schnell gelernt. Deshalb erzählte er wildfremden Menschen, die meist zu höflich waren um sofort zu gehen, von seinem längst vergangenen Leben auf einem kleinen Dorf unweit der Elbe. Von den Kühen und Schweinen, die fast 60 Jahre sein Leben bestimmt hatten und von seiner Frau und dem Sohn, die dort vermutlich noch immer lebten.
Worüber hätte er auch sonst reden sollen. Über die Ereignisse, die fast sein gesamtes letztes Jahr bestimmt hatten, konnte er nun wirklich mit niemandem reden, man hätte ihn sofort als alten Spinner abgetan.

In der ausgebeulten Kordhose, die er heute Morgen wahllos aus einem Haufen mehr oder weniger sauberer Kleidung gezogen hatte, mochte er wie ein Betrunkener wirken, den die lähmende Wirkung von zu viel Alkohol außer Gefecht gesetzt hatte. Eine tragische Figur, die mindestens so verwittert war wie die Eiche, unter der sie saß. Eine ebenfalls nicht mehr ganz junge Dame von ungefähr 80 Jahren schien sich an dem Eindruck nicht weiter zu stören und setzte sich neben ihn. „Guten Morgen“, sagte sie freundlich, bekam aber keine Antwort. „Was für eine Hitze, da fühlt man sich wie erschlagen, nicht war?“. Keine Antwort. „Tja, das Leben wird nicht leichter im Alter“. „Wem sagst Du das, Du alle Schnalle“, dachte er bei sich, während er vorsichtig seinen Kopf in ihre Richtung zu drehen versuchte. „Wenn es nicht so trocken wäre, würde ich ja nur jeden zweiten Tag kommen, aber die Blumen brauchen jetzt täglich Wasser“. „Ach nee, wie interessant“, sein Nacken fühlte sich noch immer an wie aus Beton aber immerhin lies sich der Kopf wieder etwas bewegen und die Hände und Füße begannen zu kribbeln, was er als gutes Zeichen wertete. „Dann danke ich für das nette Gespräch und wünsche noch einen schönen Tag“, sagte die alte Dame, schenkte ihm ein bezauberndes, runzliges Lächeln und ging ihrer Wege.

Am Seeufer lag ein alter, träger Schwan in der Sonne. Vermutlich auch nicht viel jünger als ich, dachte er, während er die allmähliche Entspannung in seinem Körper verfolgte. Er blieb noch etwa zehn Minuten ruhig sitzen, dann rieb er seine Hände aneinander, wackelte ein wenig mit den Zehen und fühlte sich wieder halbwegs als Mensch. Er holte eine kleine Figur aus seiner abgewetzten Ledertasche und betrachtete sie. Es war eine scheußliche kleine Porzellanschnecke mit einem Rucksack auf dem Rücken. Er stellte die Schnecke auf den Grabstein, packte die blecherne, verbeulte Brotbüchse in seine Tasche, schloss die Tasche sorgfältig, nahm die Gieskanne und machte sich auf den Weg.

Hallo Sabine,

ich habe mir Deinen überarbeiteten Text einmal angeschaut und habe dabei leider etwas zwiespältige Eindrücke gewonnen:

(Vorab: Wenn ich jetzt Deinen Text kritisieren, dann möchte ich insofern nicht missverstanden werden, als dass ich diese Kritik nicht einfach als bloßen Kontrapunkt zu anderen (positiven) Meldungen verstanden wissen will, sondern weil es meine ehrliche Meinung ist.)

Nun aber zu Deiner Story:
Positiv zu beurteilen wäre der Gesichtspunkt, dass es nun ein Spannungsfeld gibt (die Lähmung/mangelhafte Gesundheit des Mannes). Und ja, der Einstieg bewirkt zunächst einmal Interesse um weiter zu lesen.
Aber leider wird schnell klar, dass dieser Konflikt nur vordergründig ist. Er dient offensichtlich nur dazu, die Figur des Mannes einzuführen und den Leser an die Story zu binden, quasi wie ein Köder.
Leider trägt dieses Spannungsfeld aber nicht. Im Gegenteil: Es gibt einen ersten kurzen Absatz: Konflikt. Dann kommen wie bei der ersten Version reine Beschreibungen des Mannes und seines Handelns. Und ganz zum Schluss kommt wieder der Konflikt, in seiner (negativen) Wirkung noch verstärkt durch eine Auflösung des Spannungsfeldes (nach gefühlten drei Sätzen).

Sorry, mich hat diese Version weniger überzeugt als die erste Fassung (vermutlich WEIL ich die erste Fassung kenne).

Hier dann noch einige Detailkritiken:

Sein Körper verweigerte ihm von einer Minute auf die nächste
den Dienst und nagelte ihn auf der Parkbank fest.

Zwei Details:
1.) „von einer Minute auf die nächste“: Da hat der Körper aber ordentlich Zeit für seine Verweigerung! Ich hatte jedoch den Einsruck, dass du damit eine PLÖTZLICHE Reaktion des Körpers zeigen wolltest, oder? Mögliche Alternative: „von einem Moment/Augenblick zum nächsten“
2.) Der zweite Teilsatz bezieht sich auch auf den Körper. Also steht da: „Sein Körper nagelte ihn […] fest.“ Klingt seltsam…

So hart
hatte es ihn bisher noch nie getroffen. „Ruhig bleiben, ganz
ruhig“, ermahnte er sich und atmete tief durch, „es ist gleich
vorbei, es dauert nie lange“. Doch diesmal war es anders, auch
wenn er es sich nicht sofort eingestehen konnte. Sein Körper
fühlte sich an wie mit Blei ausgegossen, ein Gefühl, das
definitiv neu war. Und es ging nicht vorbei, ganze zehn
Minuten wartete er auf Erlösung, erst dann machte sich eine
erste leichte Entspannung bemerkbar.

Man beachte: Neues Gefühl, längere Lähmung als jemals zuvor: Wo sind da die Gefühle und Gedanken des Mannes? Keine Angstzustände, Schweißausbrüche, Panikattacken? Stattdessen neutrale, beinah medizinische Beschreibung.
Den Ansatz über „Ruhig bleiben…“ finde ich positiv, weil ausbaufähig.

Das war die fünfte Attacke dieser Art und wenn er ehrlich zu
sich gewesen wäre, hätte er sich eingestehen müssen, dass sie
von Mal zu Mal stärker wurden und er dringend einen Arzt hätte
konsultieren müssen. Doch er war ein sturer alter Mann und
nachdem sein ehemaliger Hausarzt ihn letztes Jahr
versehentlich für tot erklärt hatte, war sein Bedarf an Ärzten
für immer gedeckt.

Aha, DAS könnte nun ein Hinweis auf die später folgende Bemerkung zu den unglaublichen Geschehnisse des letzten Jahres sein. Grundsätzlich: Weiter, mehr davon. ABER: show, don´t tell!!!

Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, nach dem Gießen noch
ein bisschen auf der Parkbank zu sitzen und ein Frühstücksbrot
zu essen. An der frischen Luft schmeckte es ihm besser als in
der stickigen Wohnung. Die Bank, auf der er jetzt wie
festgewachsen schien, stand unter einer alten Eiche, deren
Baumkrone fast bis zum See reichte. Selbst wenn es in der
Sonne schon unerträglich wurde, war es unter dem großen grünen
Dach noch gut auszuhalten.

Meist war die Bank frei und wenn jemand doch mal früher als er
auf den Beinen war und sich auf seiner Parkbank eine Pause
gönnte, setzte er sich einfach dazu und begann zu erzählen. Er
erzählte von früher, worüber hätte er auch sonst reden sollen.
Über die Geschehnisse des letzten Jahres konnte er mit
niemandem sprechen, jeder hätte ihn sofort als alten Spinner
abgetan. Deshalb erzählte er wildfremden Menschen, die meist
zu höflich waren um sofort zu gehen, von seinem längst
vergangenen Leben auf einem kleinen Dorf unweit der Elbe. Von
den Kühen und Schweinen, die fast 60 Jahre sein Leben bestimmt
hatten und von seiner Frau und dem Sohn, die dort vermutlich
noch immer lebten.

In der alten, ausgebeulten Kordhose und dem ausgeblichenen
gelben Hemd mochte er auf manchen wie ein Penner wirken, der
passenderweise schon auf der obligatorischen Pennerparkbank
saß. Eine komische alte Figur, eigentlich zu verwittert, um
noch als Mensch durchzugehen.

Das ist das, was ich zu Anfang gemeint habe: Der Mann steckt in seiner bislang schwersten Lähmung, er fühlt sich schlecht, es geht ihm nicht gut. Und was macht er? Er erzählt dem Leser etwas von Kühen und Schweinen, reflektiert kühl neutral über das Sitzen auf einer Bank. Der schwächste Teil des Textes, tut mir Leid.

Am Seeufer lag ein alter, träger Schwan in der Sonne.
Vermutlich auch nicht viel jünger als ich, dachte er, während
er die allmähliche Entspannung in seinem Körper verfolgte. Er
rieb seine beiden Hände aneinander, wackelte mit den Füßen und
fühlte sich wieder halbwegs als Mensch. Dann holte er eine
kleine Figur aus seiner abgewetzten Ledertasche und
betrachtete sie. Es war eine scheußliche kleine
Porzellanschnecke mit einem Rucksack auf dem Rücken. Er
stellte die Schnecke auf den Grabstein, packte die blecherne,
verbeulte Brotbüchse in seine Tasche, schloss die Tasche
sorgfältig, nahm die Gieskanne und machte sich auf den Weg.

Ich bin beim Lesen regelrecht gestolpert, weil ich nicht mitbekommen hatte, dass die Lähmung nachgelassen hatte. Wie, der steht jetzt einfach auf und macht die Nummer mit der Porzellanpuppe? Oft sind Texte ja zu umfangreich und ergehen sich in nichtigen Details. An dieser Stelle aber müsste etwas mehr Salz in die Suppe (rein subjektive Meinung).

Erneut ein „Sorry“, dass ich nicht mehr Positives vermelden kann, aber leider ist es nun einmal so, dass man Texte, die kritisiert werden sollen, nicht gesundbeten darf.

Viele Grüße (und: „Halt durch!!“)
Camelot