Hallo alle miteinander,
ich habe kürzlich beschlossen, ein Jugendbuch, genauer gesagt einen Fantasyroman, zu schreiben. Wenn mir genug dazu einfällt, würde ich das Buch, sofern es gut ankommt, auch zu einer Trilogie erweitern Der vorliegende Text ist der Prolog zum Buch (mehr habe ich auch noch nicht geschrieben, aber da sollte morgen mehr nachkommen, ich habe ja noch 4 Wochen Sommerferien). Ich wüsste gerne mal eure Meinung dazu und freue mich immer über konstruktive Kritik.
Euch allen viel Spaß beim Lesen!
lg Leon
PS: Mit einem kleinen Hinweis auf mein Alter möchte ich die anspruchsvollen Leser unter euch bitten, nicht gleich an die Decke zu gehen, wenn ihr den Text schlecht findet. Ich weiß selbst, dass mein Text weit von der Perfektion entfernt ist. Es ist einfach nur ein erster Entwurf und jeder Autor hat mal klein angefangen.
PROLOG
Vacatanien, einen Tag vor dem Beginn des dritten Zeitalters
Es war ein heißer Sommertag, als sich die Armeen der Menschen und Hist auf der Ebene von Ankratos gegenüberstanden. Über viele Jahre hinweg hatte ein heftiger Krieg zwischen den Hist, grobschlächtigen Wesen aus dem an Vacatanien grenzenden Frodfell, und den Menschen getobt. Die Körperhaltung und die Gangart der Hist ähnelte der von Menschen-affen, doch ihre geschuppte Haut ließ eher an Reptilien denken. Aus ihren Rücken wuchsen ihnen mit zunehmendem Alter längliche, gebogene Stacheln aus der Wirbelsäule. Hist mit
langen Stacheln besaßen aufgrund ihrer enormen Lebenserfahrung unter Ihresgleichen ein besonders hohes Ansehen und nahmen eine wichtige politische Stellung in der patriarch-ischen Gesellschaft der Hist ein. Ihre Gesichter verbargen die Hist hinter rostbraunen Masken, die entfernt an zurückgebogene Palmenblätter erinnerten. Niemand außer den Hist selbst kannte den Grund dafür und genaugenomen wollte ihn auch niemand wirklich wissen, da man hinter den Masken der Hist etwas abstoßendes, hässliches vermutete. Abgesehen davon, wie man Hist am besten tötete, wollte der Großteil der Menschen in Vacatanien sowieso nichts über sie wissen. Und für das Blutbad, das die Armee der Menschen nun anrichten wollte, reichte dieses Wissen auch vollkommen aus. In der ersten Reihe, bewaff-net mit einer Lanze und einem gegürteten Kurzschwert, einen hölzernen Rundschild auf den Rücken gebunden, stand Brock, ein junger Krieger, der sein Heimatdorf verlassen hatte, um gemeinsam mit den anderen Soldaten, es waren etwa 35.000 Mann, die Hist für immer aus Vacatanien zu vertreiben. Keine 20 Fuß rechts von Brock, Umgeben von seiner Leibgarde und einem Bannerträger, stand Thorf, der König von Vacatanien. Er hatte Herolde in die entlegensten Winkel des Landes gesandt, um nach freiwilligen zu suchen, die sich hier mit ihm gegen die Hist stellen wollten. Doch hier stellte sich heraus, dass die Hist hoffnungslos in der Überzahl waren, doch dass war noch lange nicht das Schlimmste: Ihre Armee wurde angeführt von Nagrond-dem grausamen Anführer der Hist, der das legendäre „Schwert der Herrschenden“, eine magische Klinge, die seit Menschengedenken von den Königen Vacataniens geführt wurde, um das Land gegen Feinde zu verteidigen, sowohl nach innen, als auch nach außen, führte. Nagrond hatte eine Gruppe Assassinen in den Königspalast in Talaroth, der Hauptstadt Vacataniens, geschickt, um das Herrscherschwert zu stehlen. Es war ihnen gelungen, den Wächter des Schwertes, Berin zu töten und mit dem Herrscher-schwert zu fliehen. Mit dieser machtvollen Waffe in Nagronds Hand bestand nur wenig Hoffnung für die Vacatanier. „Menschen Vacataniens!“, rief König Thorf. „Menschen Vacataniens! Vor uns liegt eine Schlacht, wie es sie in der Geschichte unseres Landes nur einmal gegeben hat. Damals, in der Schlacht von Talaroth hatten wir Vacatanier das Herrscherschwert. Das war vor 20 Generationen, als unsere Vorfahren die Dyrr vernichte-ten. Heute sind wir in der Unterzahl und die Hist, diese stinkenden, buckligen Ungetüme kommen, uns mit dem heiligen Schwert unserer früheren Könige zu schlagen. Doch ich sage euch, haltet stand, Menschen Vacataniens! Sie mögen mehr sein als wir, doch wir haben etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt: Unsere Heimat, unsere Zukunft, unser Königreich!
Darum sage ich euch, Menschen Vacataniens: Haltet stand! Lasst sie kommen, lasst sie brüllen, doch haltet stand und kämpft! Wenn ihr heute mit Tapferkeit und Siegeswillen in die Schlacht zieht, so verspreche ich euch, dass ihr selbst über den Tod hinaus weiterleben werdet! Man wird sich eures Mutes erinnern! Möge dies die Stunde sein, da sich unsere Klingen rot färben vom Blute unserer Feinde! Für Vacatanien!“ „Für Vacatanien!“, riefen die Soldaten Vacatnaiens, die an Thorf’s Lippen gehangen hatten, im Chor und marschierten los… Immer schneller wurden sie und Brock, der die Lanze gesenkt hatte, war mittendrin. Nun gab es kein Zurück mehr für ihn. Nun musste er kämpfen. Brock sah, wie die Hist nun ebenfalls losmarschierten und rasch Tempo ausnahmen und bei diesem Anblick spürte er das Adrenalin in sienem Körper, das Blut stieg ihm zu Kopfe und er fühlte sich voller Energie. Er erkannte, dass die erste Reihe aus Berittenen Hist bestand, die auf Wargen, den gefürchteten Wölfen Frodfells, ritten. Brock hob die Lanze ein wenig an, nur noch zwanzig Schritt trennten ihn von den Wargreitern-dann prallten die beiden Heere aufeinander…