Wie macht man das? Was kann man tun?

Hallo WWW-lers,

Ich habe eine wirklich zum teil sehr rührende Geschichte, die ebenfalls hochinteressant, äußerst unterhaltsam und kurzweilig ist. Ausserdem ist sie von vorne bis hinten wahr.

Über diese Geschichte, aus einer anderen Perspektive, wurde bereits ein Buch geschrieben und in einer sehr kleinen spanischen Verlag veröffentlich. In Spanien kennen die Geschichte viele Menschen (eben weil es sich so zugetragen hat, wie man es erzählt), aber immer weniger werden diese.

Wann immer ich eine kleine Zusammenfassung dessen erzählt habe, bin ich mit Fragen darüber regelrecht „bombardiert“ worden. Und es gab immer sehr reges Interesse. (Bin auf den direktesten Weg betroffen und kenne deshalb die Geschichte sehr gut).

Diese wahre Begebenheit betrifft vorallem 2 Ländern und rund 3.000 Menschen (mindestens). Und das nur im Kern. Wenn man das auf die „wahre“ Ausmass übertragen würde, betrifft es rund 20.000 Menschen in mindestens 20 Ländern weltweit.

Meine Frage an Euch:

Wenn ich sie selbst hätte schreiben wollen, wie macht man das? Ich meine damit, ich kann nicht einfach mich hinsetzen und anfangen zu schreiben… Welche Tipps hättet Ihr dazu?

Wenn man das aber machen lässt, an wen wendet man sich? Wieviel kostet so etwas?

Vielen Dank für Eure Hilfe und schöne Grüße,
Helena

Tipp Nr. 1
Hallo Helena,

nach Deiner Anfrage zu urteilen, ist wohl der wichtigste Tipp überhaupt: Fasse Dich kurz!

Die Anzahl der benutzen Wörter korreliert nicht zwingendermaßen mit dem damit transportierten Inhalt… ;o)

Beste Grüße

=^…^=

Hallo!

Ich habe eine wirklich zum teil sehr rührende Geschichte, die
ebenfalls hochinteressant, äußerst unterhaltsam und kurzweilig
ist.
Wann immer ich eine kleine Zusammenfassung dessen erzählt
habe, bin ich mit Fragen darüber regelrecht „bombardiert“
worden. Und es gab immer sehr reges Interesse.

Erzähl mal!

Wenn ich sie selbst hätte schreiben wollen, wie macht man das?

Dazu gibt es Ratschläge, die ganze Bücher füllen. Der wichtigste: Üben.

Ich meine damit, ich kann nicht einfach mich hinsetzen und
anfangen zu schreiben…

Warum nicht?

Grüße

Andreas

Na denn …
Hallo,

nachdem die „üblichen Verdächtigen“ eine gewisse Müdigkeit an den Tag zu legen scheinen, lege ich mal los.

  1. Man beginnt zu schreiben nach der Grundregel: Sprich, wie Du denkst, und schreibe, wie Du sprichst.

  2. Man kauft sich nach den ersten Kapiteln (danach, nicht vorher spickeln!) ein Buch der Art „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ und erkennt entsetzt, was man alles falsch gemacht hat. Besonders wichtig ist das Entsetzen, das knallt den vollen Lerneffekt rein! :smile:

  3. Man überarbeitet das Geschriebene gewissenhaft anhand des Buches.

  4. Wenn Schreibwut und Euphorie einer gewissen Ernüchterung gewichen sind, liest man sich in Ruhe und am Stück durch, was man geschrieben hat und erkennt - hoffentlich -, dass nicht jeder Ratschlag sklavisch umgesetzt werden muss.

  5. Man fragt sich, welche Bestseller von den klugen Ratgebern eigentlich schon veröffentlicht wurden. Dabei beziehe man auch diesen Beitrag ein. :wink:

  6. Man überarbeitet nochmals alles und entwickelt seinen eigenen Stil.

  7. bis unendlich: Man feilt und feilt und feilt …

Randbedingungen:

  • Schreibe nur, was Du selbst gerne lesen würdest! (Methode von Mickey Spillane; raus kam nicht gerade „Die Blechtrommel“, aber sauspannend war’s.)

  • Schreibe nie unter Stress.

  • Finde und nutze Deine Ideen bringenden Situationen: vielleicht morgens unter der Dusche, die entspannte Straßenbahnfahrt, der Spaziergang am Abend, …

  • Horche in Dich rein und entdecke weitere förderliche Umstände (Beispiel: Bei Schiller soll das der Geruch überreifer Äpfel gewesen sein, die er in einer Schublade unter dem Tisch aufbewahrte.).

  • Und das Wichtigste am Schluss: Verliere nie den Humor! (Oder auch: Schiele nicht nach dem Bestseller, vorher gewinnst Du im Lotto!) :wink:

Lieben Gruß

Günter

Hallo den Günter, der mir sehr geholfen hat,

als erstes, vielen herzlichen Dank für Deine sehr ausschlußreiche, hilfreiche und noch freundlichere Antwort!

Verstehe ich es richtig, daß Du dafür plädierst, daß ich sie selbst schreibe?

Mein Problem ist der, daß obwohl ich immer gern geschrieben habe, keine Ahnung habe, wie ich das bewerkstelligen soll. Allein Dein Punkt mit dem „Kapiteln“ ist mir irgendwie fremd, denn ich habe auch keine Ahnung wie ich diese Geschichte einteilen soll, daß daraus Kapiteln entstehen. Diese erstreckt sich über fast 20 Jahre, aber ich denke es ist nicht so gut, wenn mann die Geschichte einfach nach Jahren trennt. M.E. bietet sich diese nicht an, um Kapiteln an Kalenderjahren zu verknüpfen.

nachdem die „üblichen Verdächtigen“ eine gewisse Müdigkeit an
den Tag zu legen scheinen, lege ich mal los.

Obwohl ich selten in diesem Bereich bin, danke ich Dir für dieses Kommentar.

Auch einen lieben Gruß und nochmals Danke,
Helena

Hallo KamikazeKatze,

Auch dir vielen herzlichen Dank für Deine Antwort.

nach Deiner Anfrage zu urteilen, ist wohl der wichtigste Tipp
überhaupt: Fasse Dich kurz!

Du wirst es nicht glauben, aber ganz genau das war mein Absicht, als ich diese Frage hier formulierte: Bin ich in der Lage, mit einem Artikel hier, jemand neugierig genug zu machen, daß jemand hier Fragen stellt bzw. sogar deshalb mir antwortet (und nur aus diesem Grund)?

Also vielen Dank. Ich habe es geschafft.

Natürlich kannst du sagen/schreiben/denken, daß ich es nur so hinterher schreibe. Mach nur.

Die Anzahl der benutzen Wörter korreliert nicht
zwingendermaßen mit dem damit transportierten Inhalt… ;o)

Es mach ja nix. Sein Zweck hat es zweifelsohne erfüllt:

  1. Meine Frage wurde fachkündig geantwortet
  2. Ich habe 2 Menschen neugierig genug gemacht, daß sie mir jeweils geantwortet haben. Und zwar, wie es aussieht, eben aus Neugier.

Beste Grüße

Für Dich auch, beste Grüße und alles Gute,
Helena

Hallo Andreas,

Ich habe eine wirklich zum teil sehr rührende Geschichte, die
ebenfalls hochinteressant, äußerst unterhaltsam und kurzweilig
ist.
Wann immer ich eine kleine Zusammenfassung dessen erzählt
habe, bin ich mit Fragen darüber regelrecht „bombardiert“
worden. Und es gab immer sehr reges Interesse.

Erzähl mal!

Nur ein paar Stichworte: Spanische Kinder; spanische Bürgerkrieg; (im engeren Sinne) UdSSR, (im weiteren Sinne) Irland, Mexico, Argentina, England, teilweise Frankreich; „Brigadas Internacionales“; sog. „Kinderheime“, Trennung von Familien; Freundschaft; 2. Weltkrieg; Belagerung; Fluch;…

Wenn ich sie selbst hätte schreiben wollen, wie macht man das?

Dazu gibt es Ratschläge, die ganze Bücher füllen. Der
wichtigste: Üben.

Ja. Da hast du bestimmt recht. Nur wie gesagt, ich weiß nciht wie man anfängt.

Ich meine damit, ich kann nicht einfach mich hinsetzen und
anfangen zu schreiben…

Warum nicht?

Braucht das nicht eine Einteilung oder eine Struktur?

Vielen Dank, nochmals und schöne Grüße,
Helena

Hallo Helena,

mein Tipp war vollkommen ernst gemeint (auch wenn ich ob der eigenpfotigen Bewegung von 4 Ster Brennholz tatsächlich etwas müde war *g*).

Neugier mag ausreichen, eine möglicherweise nicht ganz so kurze Anfrage hier im Forum zu lesen - aber trägt diese Neugier den Leser dann auch durch ein ganzes Buch, wenn sich der Autor in weitschweifigen Verschwurbelungen ergeht?

Ich möchte deshalb meinen Tipp noch etwas erweitern: Fange nicht an, wild vor Dich hinzuschreiben, sondern strukturiere die Geschichte erst stichwortartig; erst wenn das ‚Gerippe‘ steht und schon fast von alleine anfängt zu klappern, solltest Du ‚Fleisch‘ daran packen.

Und ganz wichtig in Deinem Fall: Schreibe in Deiner Muttersprache.

Beste Grüße

=^…^=

PS: Falls Du tatsächlich zu Schreibratgebern greifen solltest, möchte ich Dir Stephen King (http://www.amazon.de/Writing-Memoir-Craft-Stephen-Ki… bzw. http://www.amazon.de/Mientras-Escribo-Writing-Stephe… bzw. http://www.amazon.de/Das-Leben-Schreiben-Stephen-Kin…) ans Herz legen - der dürfte auch über den Verdacht erhaben sein, dass er nicht wüsste, wovon er da schreibt… ;o)

Hallo Helena!

Bitte sei nicht enttäuscht, aber Bürgerkrieg ist leider nicht mein Thema.

Grüße

Andreas

Hallo Helena,

die Frage

Verstehe ich es richtig, daß Du dafür plädierst, daß ich sie
selbst schreibe?

beantworte ich mit „Nein“, denn die Entscheidung musst Du selbst treffen. Ich wollte Dir nur ein wenig helfen, falls Du Dich selbst in das Abenteuer stürzen willst.

Für die andere Alternative kann ich niemanden empfehlen (bitte richtig verstehen: ich rate auch von niemandem ab). Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der die Geschichte evtl. schreiben oder Dich dabei betreuen möchte.

Lieben Gruß

Günter

Hallo Katze,

mein Tipp war vollkommen ernst gemeint

Meine Antwort an dich, auch.

(auch wenn ich ob der
eigenpfotigen Bewegung von 4 Ster Brennholz tatsächlich etwas
müde war *g*).

sorry, aber was du damit meinst, verstehe ich nicht.

Neugier mag ausreichen, eine möglicherweise nicht ganz so
kurze Anfrage hier im Forum zu lesen - aber trägt diese
Neugier den Leser dann auch durch ein ganzes Buch, wenn sich
der Autor in weitschweifigen Verschwurbelungen ergeht?

Mein Gedanke war: Wenn ich hier Menschen dazu bringe, mir eine Frage zu stellen, obwohl ich nur Bruchstücke der Geschichte nenne, dann kann ich evtl schaffen, daß ich eine hochinteressante, rührende und kurzweilige geschichte schreibe, und das resultierende Buch etwas Spannung bringt. Und somit das resultierende Buch fertig gelesen wird.

Ich möchte deshalb meinen Tipp noch etwas erweitern: Fange
nicht an, wild vor Dich hinzuschreiben,

Genau. Deshalb meine Antworten an den Vorschreibern. ich wüßte nicht wie ich mich hinsetzen soll und zum schreiben anfange!

sondern strukturiere
die Geschichte erst stichwortartig;

Das ist auch nicht leicht. Zumindest für mich. Denn diese Stichworte müssen in irgendeine Weise im Zusammenhang zueinander stehen.

erst wenn das ‚Gerippe‘
steht und schon fast von alleine anfängt zu klappern, solltest
Du ‚Fleisch‘ daran packen.

Ich verstehe was Du meinst…

Und ganz wichtig in Deinem Fall: Schreibe in Deiner
Muttersprache.

Keine Angst: Das hatte ich sowieso vor. Nie und niemals würde ich versuchen etwas derartiges in einer Fremdsprache zu verfassen.

Beste Grüße

Vielen Dank. Dir auch beste Grüße,
Helena

PS: Falls Du tatsächlich zu Schreibratgebern greifen solltest,
möchte ich Dir Stephen King
ans Herz legen -

Vielen Dank für diesen Tipp. Ich habe mir die Links notiert und werde ganz sicher danach greifen.

der dürfte auch über den Verdacht erhaben
sein, dass er nicht wüsste, wovon er da schreibt… ;o)

Hihihi. Das will ich schwer hoffen… oder gaanz weit weg von ihm sein! ;o)))

Also nochmals vielen Dank!

Hallo Andreas,

Bitte sei nicht enttäuscht, aber Bürgerkrieg ist leider nicht
mein Thema.

Nein, bin ich nicht.
Eigentlich ist die spanische Bürgerkrieg ausschließlich eine „Randbedingung“, die alles andere (2. weltkrieg, Belagerung St Petersburg, etc…) im Gang gesetzt hat. Aber die Geschichte fängt in dieser Zeitraum an und sonst wird nicht mehr erwähnt.

Trotzdem Dankeschön! :o))

Schöne Grüße,
Helena

Hallo Günter,

die Entscheidung musst Du
selbst treffen. Ich wollte Dir nur ein wenig helfen, falls Du
Dich selbst in das Abenteuer stürzen willst.

Vielen Dank! eine tolle Hilfe war/ist es ganz sicher!

Für die andere Alternative kann ich niemanden empfehlen (bitte
richtig verstehen: ich rate auch von niemandem ab).

OK

Vielleicht
meldet sich ja noch jemand, der die Geschichte evtl. schreiben
oder Dich dabei betreuen möchte.

Schauen wir mal. Es wäre auf jeden Fall einen sog. „potential job“. Also noch nciht sicher, ob ich jemand dazu beauftrage.

Lieben Gruß

Danke, Dir auch einen lieben Gruß,
Helena

Das Problem ist nur dass du bei der „kurzen“ Erwähnung der Bruchstücke schon ein vielfaches der benötigten Worte verwendet hast… wenn man das in der Vorstellung hochrechnet auf das Endprodukt wird man schon jetzt müde - lange bevor du den Gedanken ans Schreiben auch nur zu Ende gedacht hast.
mfG, A

Hi Aniki,
du hast wohl meine vorherige Antwort nicht gelesen.
Ich habe nie gesagt, daß ich mich in diesem Artikel kurz fassen wollte. Und ich sage noch dazu: Es war mein absicht mich lange auszudrücken!
Ich kann mich durchaus kurz fassen, wenn ich es möchte.
Gruß,
Helena