Hallo!
3 Jahre lang bin ich zu faul, etwas zu tun, wonach mir der
Sinn steht? Aha.
Entschuldige bitte, ich wollte dich nicht provozieren und bin auch nicht unfehlbar.
Nein, ich habe kein Ziel. Und ich denke, das benötigt man
für’s „Aus-Spaß-an-der-Freude-Schreiben“ auch nicht.
Das sehe ich anders. Und ich kann es gern belegen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)
Es gibt auch ein sehr gutes Buch darüber mit dem Titel „Flow“.
Das Schreiben ist neben meinem Beruf mein einziges Talent.
Das glaube ich dir gern. Freu dich, dass du es hast und setze es ein!
Und noch etwas:
Schreiben ist eine kreative Tätigkeit, vergleichbar mit Erfinden. In den letzten Tagen habe ich z.B. ein kleines Drahtbiegeteil entwickelt, von dem ich hoffe, dass sich in verkaufen läßt. Jetzt ist es fertig, und ich könnte mit der Massenproduktion beginnen. Aber irgend was in meinem Kopf sagt: „Nein, tu das nicht.“ Es ist wie eine Blockade. Ich könnte die Blockade überwinden, und das könntest du auch, aber dann ist da immer dieses Gefühl, keine Lust zu haben. Das meine ich mit Faulheit. Die innere Stimme, die dir sagt: „Nein, halt, mach nicht weiter!“ Ich habe einige Zeit darüber nachdenken müssen, und jetzt weiß ich, dass die Produktionsmethode nicht zum Ziel geführt hätte. Das war der Grund für die Blockade. So kann es auch beim Schreiben sein. Du schreibst und schreibst und schreibst, ohne dich deinem Ziel zu nähern. Und irgendwann sagt dir deine innere Stimme, dass du nicht weitermachen sollst. Weil du unbewusst weißt, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt.
Auch wenn es dir Freude macht, bleibt Schreiben ARBEIT. Und Arbeit lohnt sich nur, wenn etwas dabei herauskommt. Das muss nicht Geld sein, aber es muss ein Ergebnis sein, etwas, auf das du hinsteuerst.
Ich hoffe, das hilft dir. Wenn nicht, such weiter nach einer Lösung, wer sucht, der findet.
Viel Erfolg!
Grüße
Andreas