Schreibblockade

Von: , Frage gestellt am Fr, 31. Jul 2009

Hallo ihr =)

Ich hoffe, ich kann das hier posten...

Es geht darum, dass ich früher sehr gerne und sehr viel geschrieben habe. Gedichte und kleine Geschichten größtenteils, auch mal "halbe" Bücher. Aber seit ca. 3 Jahren klappt das nicht mehr. Nur noch ab und zu wollen die Ideen, die mir im Kopf rumschwirren in ansehnlicher Form aufs Blatt bzw. den Bildschirm gebracht werden. An Ideen mangelt es mir nicht wirklich, aber sie wollen sich wiegesagt einfach nicht schreiben lassen. 'Ne echte Wortverstopfung oder so.
Habe schon allerhand ausprobiert, von dem ich dachte, es könnte mir helfen. Auch Tipps anderer. Bisher erfolglos.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht hat einer von euch ja den ultimativen der Tipp, der auch mir helfen könnte.
Mir ist klar, dass das unwahrscheinlich ist, aber versuchen kann man's ja mal. Wenn es nicht funktioniert, werde ich weiter nach der Ursache forschen müssen.

Danke

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
    Re: Schreibblockade

    Hallo!

    Der Notar muss zum Gericht und droht seiner Sekretärin mit der Kündigung, weil die Unterlagen noch nicht getippt seien. Sagt die: "Tut mir leid, ich kann nichts dafür, ich habe eine Schreibblockade."

    Ein Student beschwert sich, dass er zu Unrecht beim Examen durchgefallen sei. Sagt der Prüfer: "Was sollte ich machen? Sie haben nur ein leeres Blatt abgegeben." "Ja, aber dafür kann ich nichts. Ich hatte eine Schreibblockade."

    Kommt die Polizei zum Flugzeugmechaniker und sagt: "Sie sind schuld an der Absturzkatastrophe. Am linken Fenster der Pilotenkanzel fehlten fünf Schrauben. Sie sind verhaftet. Und Ihren Job sind sie auch los." "Da kann ich nichts für. Ich wollte sie noch reinschrauben, aber ich hatte eine Schraubblockade."

    Merkst du, wie albern es ist, eine Schreibblockade als Vorwand für die eigene Faulheit zu verwenden?

    Aber tröste dich. Manche erfolgreichen Schriftsteller haben es auch so gemacht, wenn sie keine Lust hatten.

    Grüße

    Andreas

    • Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
      Re^2: Schreibblockade

      Danke für die Antworten und den Link.

      Faulheit? Trifft das nicht nur dann zu, wenn man etwas machen muss? Weil es jemand von einem will oder man selbst es unbedingt will...
      Ich muss ja nicht schreiben, ich möchte schreiben. Keinen Menschen interessierts, wann ich was schreibe oder etwas vollendet ist.
      Ich bin faul, aber sicher nicht bei Sachen, mit denen ich mir selbst eine Freude mache.


      Grüße

      • Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
        Re^3: Schreibblockade

        Hallo! Faulheit? Trifft das nicht nur dann zu, wenn man etwas machen
        muss?
        Nein. Keineswegs.

        Es kann auch sein, dass man mit etwas, das man machen MÖCHTE an einen Punkt kommt, wo man keine Lust mehr hat.

        Dann sollte man nachdenken, woran das liegt.

        Zuerst solltest du dich fragen, ob du Talent zum Schreiben hast. Wenn nicht, mach was anderes. Aber nehmen wir mal an, du hast Talent.

        Dann solltest du dich fragen, ob du auf dem richtigen Weg bist. Dazu mußt du wissen, was dein Ziel ist. Hast du dir ein Ziel gesetzt? Ein Ziel kann z.B. sein, innerhalb einer bestimmten Zeit einen Krimi zu schreiben, bei dem der Mörder am Ende gefunden wird. Natürlich kann das Ziel auch ein ganz anderes sein.

        Wenn du dann plötzlich keine Lust mehr hast, dann liegt das oft entweder daran, dass du auf dem falschen Weg bist, dein Ziel zu erreichen, oder daran, dass du dir das falsche Ziel gesetzt hast.

        Denk mal drüber nach.

        Grüße

        Andreas

        • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
          Re^4: Schreibblockade

          3 Jahre lang bin ich zu faul, etwas zu tun, wonach mir der Sinn steht? Aha.

          Nein, ich habe kein Ziel. Und ich denke, das benötigt man für's "Aus-Spaß-an-der-Freude-Schreiben" auch nicht.
          Ich denke beim Schreiben nicht, dann gehört da auch kein Ziel hin. Die guten Sachen schreiben sich stets von selbst.

          Das Schreiben ist neben meinem Beruf mein einziges Talent. Da bin ich nicht falsch.

          Aber du bringst mich wieder auf das Suchen der Ursache zurück. Ich denke, das wäre das beste.
          Vielen Dank


          Grüße

          • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
            Re^5: Schreibblockade

            Hallo! 3 Jahre lang bin ich zu faul, etwas zu tun, wonach mir der
            Sinn steht? Aha.
            Entschuldige bitte, ich wollte dich nicht provozieren und bin auch nicht unfehlbar. Nein, ich habe kein Ziel. Und ich denke, das benötigt man
            für's "Aus-Spaß-an-der-Freude-Schreiben" auch nicht.
            Das sehe ich anders. Und ich kann es gern belegen:
            http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)
            Es gibt auch ein sehr gutes Buch darüber mit dem Titel "Flow". Das Schreiben ist neben meinem Beruf mein einziges Talent.
            Das glaube ich dir gern. Freu dich, dass du es hast und setze es ein!

            Und noch etwas:

            Schreiben ist eine kreative Tätigkeit, vergleichbar mit Erfinden. In den letzten Tagen habe ich z.B. ein kleines Drahtbiegeteil entwickelt, von dem ich hoffe, dass sich in verkaufen läßt. Jetzt ist es fertig, und ich könnte mit der Massenproduktion beginnen. Aber irgend was in meinem Kopf sagt: "Nein, tu das nicht." Es ist wie eine Blockade. Ich könnte die Blockade überwinden, und das könntest du auch, aber dann ist da immer dieses Gefühl, keine Lust zu haben. Das meine ich mit Faulheit. Die innere Stimme, die dir sagt: "Nein, halt, mach nicht weiter!" Ich habe einige Zeit darüber nachdenken müssen, und jetzt weiß ich, dass die Produktionsmethode nicht zum Ziel geführt hätte. Das war der Grund für die Blockade. So kann es auch beim Schreiben sein. Du schreibst und schreibst und schreibst, ohne dich deinem Ziel zu nähern. Und irgendwann sagt dir deine innere Stimme, dass du nicht weitermachen sollst. Weil du unbewusst weißt, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt.

            Auch wenn es dir Freude macht, bleibt Schreiben ARBEIT. Und Arbeit lohnt sich nur, wenn etwas dabei herauskommt. Das muss nicht Geld sein, aber es muss ein Ergebnis sein, etwas, auf das du hinsteuerst.

            Ich hoffe, das hilft dir. Wenn nicht, such weiter nach einer Lösung, wer sucht, der findet.

            Viel Erfolg!

            Grüße

            Andreas

        • Antwort von nach 6 Tagen hilfreich
          Re^4: Schreibblockade

          Hallo tamtaram und Andreas Hillerkus,
          in Afrika sitzen sie auf dem Fußboden und es geht auch !!!
          Und jetzt aber Schluß mit dem Affentanz !!!
          geweihte Grüße

  2. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Schreibblockade

    Hallo tamtaram,

    du schreibst, dass dir schon noch Ideen im Kopf rumschwirren, aber nicht ansehnlich reproduzierbar.

    Das macht nichts. Dann bring sie einfach "unansehnlich" zu Papier. Sieht ja keiner.

    Jedenfalls ist das meine Verfahrensweise (dein Problem ist mir nicht ganz unbekannt).

    Also einfach drauflosschreiben. Relativ schnell klamüsert sich der ganze Klumpatsch im Hirn zu ner halwegs erträglich lesbaren, strukturierten Story zusammen.

    Und den anfangs unausgegorenen, rein assoziativen Müll am Anfang denne alsbald mit Schwung in die Tonne treten.

    Klappt so gut wie immer. Stets habe ich des behufs ein erkleckliches Häufchen Schmierpapier zur Hand.

    Das Messiedasein hat eben nicht nur Nachteile *gg*; leere Briefumschläge sind eigentlich immer ausreichend vorhanden.

    Lieben Gruß

    Annie

    • Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
      Re^2: Schreibblockade

      Danke, dann werde ich mich einfach mal nicht nach den ersten zwei Zeilen über mein Nicht-Können ärgern, sondern stur weiterschreiben. Ich versuch's =)

      Grüße

  3. Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
    Re: Schreibblockade

    Hallo nochmal!

    So, hier noch ein Link. Da stehen auch Tipps, was man dagegen tun kann.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schreibblockade

    Wie du siehst, ist die Schreibblockade ein ernstzunehmendes Thema. Ich nenne sie aber trotzdem "Faulheit".

    Komisch, warum kommen mir jetzt alte Erinnerungen an meine Schulzeit und das Wort "Hausaufgaben" in den Sinn? Grübel...

    Grüße

    Andreas

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