Hilfe-suche Hauptperson für Buch-erbitte Meinung

Hallo alle miteinander.
Ich habe mir in der Schule in meinen Freistunden mal ein paar Gedanken gemacht, wie es denn jetzt mit meinem geplanten-und angefangenem-Buch weitergehen soll. In zahlreichen Brainstorning-Einheiten kam ich zu dem vorläufigen Schluss, dass ich mir erstmal Hauptperson/en überlegen muss, da diese ja praktisch zu den Säulen
gehören, die ein gutes Buch tragen.

Eine Hauptperson soll den Leser durch das gesamte Buch beim Lesen begeleiten, nein, mehr noch: Die Aufmerksamkeit des Lesers sollte ganz der Hauptperson gelten. Damit stehe ich nun vor der Qual der Wahl: Wer-und vor allem wie oll meine Hauptperson sein? Immerhin ist ja die gesamte Handlung eines Buches um die Hauptpersonen rum aufgebaut, wenn ich also eine schlechte Hauptperson wähle, kann ich nicht einfach ein paar Dialoge ändern und die Namen austauschen. Dann muss ich wieder von vorne anfangen.

Daher ist es sehr wichtig, dass sicher bin, die richtige Hauptperson mit großem Handlungspotential und vielen interessanten Eigenscaften gewählt zu haben. Ich habe diesbezüglich bereits, wie oben erwähnt, Überlegungen angestellt und siehe da, hier ist das Ergebnis:

Vorschlag 1: Tristan, ein Junge aus einer reichen Familie, wohnhaft in Talaroth fühlt sich eingeengt und vorn seinen Eltern in die Rolle des braven, spießigen Namensträgers gedrängt. Eines Tages erreicht die Kunde von vermehrten übergriffen der Hist, die im Nachbarland leben, die Stadt, in der er lebt. Alle Jungen werden gemustert und einige werden für die Ausbildung zum Soldaten eingezogen, da bei Gefechten mit den Hist immer mehr erfahrene Männer umkommen und dringend neue Rekruten ausgebildet werden müssen. Tristans Eltern wollen aber nicht, dass er Soldat wird, da sie ihn ja als Stammhalter wollen. Folglich werden die Soldaten, die für die Musterung zuständig sind, bestochen und Tristan wird ausgemustert. Zunächts enttäuscht beschließt Tristan, sich des Nachts mit einigen Freunden davonzustehlen und sich der rmee Vacataniens doch anzuschließen.

Vorschlag 2: Tristan ist Gassenjunge, lebt mit einigen Freunden in einem Versteck in den Slums von Talaroth. Wie in Vorschlag 1 gibt es für ihn plätzlich einen Weg, aus seinem tristen Leben herauszukommen und noch eine Chance auf sozialen Aufstieg zu bekommen (Eintritt in die Armee). Bei der Musterung wird er-weil seine Extremitäten nicht hinreichend ausgebildet sind, um Soldat zu werden, ausgemustert. Seine Freunde, die in die Armee als Rekruten aufgenommen wurden, schmuggeln sie in die Kaserne, verstecken ihn in einem Fass und nehmen ihn so mit ins Ausbildungslager, wo Tristan von einem Ofiizier entdeckt und-als eine Art „Gehilfe“ in die Armee aufgenommen wird.
er nimmt an der Ausbildung zum Soldaten teil, dann geht es ab in Richtung Grenze, dorthin, wo die vacatanischen Soldaten sich Gefechte
mit den Hist liefern.

Nun muss ich mich entscheiden, welchen der Beiden Vorschläge ich weiter verfolgen soll. Was mein ihr? Welcher Vorschlag ist vielversprechender?

Ich habe bei der Arbeit an diesen Vorschlägen jedenfalls eines erkannt: Ein Buch zu schreiben ist schwerer als ich früher immer gedacht habe. Doch um eines ganz klarzustellen: Ich werde das durchziehen bis zum Ende. Ich meine das hier sehr ernst, es war schon immer mein Traum, ein Buch zu schreiben. Kommentare i.S.V. „Du meinst es doc sowieso nicht ernst“ sind hier daher nicht erwünscht.

Über zahlreiche Antworten würde ich mich sehr freuen
lg Leon

Hallo Leon!

Hallo alle miteinander.
Ich habe mir in der Schule in meinen Freistunden mal ein paar
Gedanken gemacht, wie es denn jetzt mit meinem geplanten-und
angefangenem-Buch weitergehen soll. In zahlreichen
Brainstorning-Einheiten kam ich zu dem vorläufigen Schluss,
dass ich mir erstmal Hauptperson/en überlegen muss, da diese
ja praktisch zu den Säulen
gehören, die ein gutes Buch tragen.

Richtig.

Eine Hauptperson soll den Leser durch das gesamte Buch beim
Lesen begeleiten

Richtig.

wenn ich also eine
schlechte Hauptperson wähle, kann ich nicht einfach ein paar
Dialoge ändern und die Namen austauschen.

Richtig.

Dann muss ich wiedervon vorne anfangen.

Nein.

Daher ist es sehr wichtig, dass sicher bin, die richtige
Hauptperson mit großem Handlungspotential und vielen
interessanten Eigenscaften gewählt zu haben.

Nicht ganz. Es geht nicht um die ANZAHL der Eigenschaften.

Zunächts enttäuscht beschließt Tristan, sich des
Nachts mit einigen Freunden davonzustehlen und sich der Armee
Vacataniens doch anzuschließen.

Die Handlung betreffend ist das in Ordnung. Aber die Figur betreffend ist das nichtssagend. Er muss ein Motiv haben, eine beherrschende Leidenschaft. Welche das ist, wird nicht klar. Warum bringt er sich ohne klar erkennbaren Grund in Lebensgefahr? Was ist sein Ziel? Und warum will er dieses Ziel erreichen?

Vorschlag 2: Tristan ist Gassenjunge, lebt mit einigen
Freunden in einem Versteck in den Slums von Talaroth. Wie in
Vorschlag 1 gibt es für ihn plätzlich einen Weg, aus seinem
tristen Leben herauszukommen und noch eine Chance auf sozialen
Aufstieg zu bekommen (Eintritt in die Armee). Bei der
Musterung wird er-weil seine Extremitäten nicht hinreichend
ausgebildet sind, um Soldat zu werden, ausgemustert. Seine
Freunde, die in die Armee als Rekruten aufgenommen wurden,
schmuggeln sie in die Kaserne, verstecken ihn in einem Fass
und nehmen ihn so mit ins Ausbildungslager, wo Tristan von
einem Ofiizier entdeckt und-als eine Art „Gehilfe“ in die
Armee aufgenommen wird.

Das ist auf jeden Fall viel dramatischer. Aber das Motiv ist immer noch nicht klar erkennbar.

Nun muss ich mich entscheiden, welchen der Beiden Vorschläge
ich weiter verfolgen soll. Was mein ihr? Welcher Vorschlag ist
vielversprechender?

Keiner. Der zweite ist zwar dramatischer, aber das allein genügt nicht. Spannung entsteht nicht ohne Motiv.

Ich habe bei der Arbeit an diesen Vorschlägen jedenfalls eines
erkannt: Ein Buch zu schreiben ist schwerer als ich früher
immer gedacht habe.

Wie wahr!

Grüße

Andreas

Hallo Leon, hallo Andreas,

habt Ihr schon über eine Co-Autorenschaft nachgedacht?

Grüße

=^…^=

Hallo Katze,
ist dass jetzt ein Witz, oder eine ernst gemeinte Frage/ Anregung?

Grüße Leon

Hallo Katze!

habt Ihr schon über eine Co-Autorenschaft nachgedacht?

Nein. Aber dafür hätte ich sowieso keine Zeit.

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

Daher ist es sehr wichtig, dass sicher bin, die richtige
Hauptperson mit großem Handlungspotential und vielen
interessanten Eigenscaften gewählt zu haben.

Nicht ganz. Es geht nicht um die ANZAHL der Eigenschaften.

Zur Kenntnis genommen, das werde ich mir immer vor Augen halten.

Zunächts enttäuscht beschließt Tristan, sich des
Nachts mit einigen Freunden davonzustehlen und sich der Armee
Vacataniens doch anzuschließen.

Die Handlung betreffend ist das in Ordnung. Aber die Figur
betreffend ist das nichtssagend. Er muss ein Motiv haben, eine
beherrschende Leidenschaft. Welche das ist, wird nicht klar.
Warum bringt er sich ohne klar erkennbaren Grund in
Lebensgefahr? Was ist sein Ziel? Und warum will er dieses Ziel
erreichen?

Er möchte aus seinem von den Eltern bestimmten Leben fliehen, ihm fehlt die Abwechslung. Er witert DIE ultimative Chance, endlich selbst über sein Leben bestimmen zu können. Das ist so, als bekäme ein Sklave die Möglichkeit, endlich wieder in Freiheit zu leben.

Vorschlag 2: Tristan ist Gassenjunge, lebt mit einigen
Freunden in einem Versteck in den Slums von Talaroth. Wie in
Vorschlag 1 gibt es für ihn plätzlich einen Weg, aus seinem
tristen Leben herauszukommen und noch eine Chance auf sozialen
Aufstieg zu bekommen (Eintritt in die Armee). Bei der
Musterung wird er-weil seine Extremitäten nicht hinreichend
ausgebildet sind, um Soldat zu werden, ausgemustert. Seine
Freunde, die in die Armee als Rekruten aufgenommen wurden,
schmuggeln sie in die Kaserne, verstecken ihn in einem Fass
und nehmen ihn so mit ins Ausbildungslager, wo Tristan von
einem Ofiizier entdeckt und-als eine Art „Gehilfe“ in die
Armee aufgenommen wird.

Das ist auf jeden Fall viel dramatischer. Aber das Motiv ist
immer noch nicht klar erkennbar.

Siehe oben!

Nun muss ich mich entscheiden, welchen der Beiden Vorschläge
ich weiter verfolgen soll. Was mein ihr? Welcher Vorschlag ist
vielversprechender?

Keiner. Der zweite ist zwar dramatischer, aber das allein
genügt nicht. Spannung entsteht nicht ohne Motiv.

Es geht ja noch weiter: Tristan durchläuft mit seinen Freunden und neuen Kameraden die Grundausbildung, wird dann Soldat. Dann macht er sich mit seiner Einheit auf den Weg zum Bestimmungsort, aber dort finden sie das Lager der vacatanischen Soldaten vollkommen verwüstet vor. Nun lautet die Devise natürlich: Zurück zur Hauptstadt, Bericht erstatten, Befehle anhören. Auf dem Rückweg sollen dann Tristan und seine Gefährten von einer Horde zahlenmäßig überlegener Hist angegriffen werden. In dem Gefecht werden die meisten Gefährten und Kameraden Tristans getötet. Er, vllt 2 oder 3 Freunde, (einer wird jedoch schwer verletzt, benötigt also Heilung) und eine handvoll Kameraden können entkommen. Die Kameraden machen sich auf den Weg nach Talaroth, Tristan+Gefährten suchen einen Bekannten oder Verwandten Tristans/eines Gefährten auf(wer das dann im Endeffekt genau sein wird, dass werde ich mir dann genauer überlegen, wenn ich soweit gekommen bin). Tristans Motive kann man an diesem Punkt also genauer deklarieren: Er hat Kameraden und enge Freunde verloren (also Rache) und er erkennt die Hist als Bedrohung für Vacatanien (Patriotismus). Ich finde, dass das in mittelfristigen Planungen als Motiv reichen sollte. Mehr Motive würden andererseits aber auch zu mehr Fortsetzungsmöglichkeiten führen, also die Schreibarbeit erleichtern…

Grüße Leon

Hallo Leon!

Er möchte aus seinem von den Eltern bestimmten Leben fliehen,
ihm fehlt die Abwechslung.

Motto: „Ein Junge langweilt sich zu Haus und geht zur Bundeswehr.“

Mal ehrlich, Leon: Meinst du, das ist DAS ultimative Motto für den nächsten Bestsellerroman? Na ja, du musst es ja wissen.

In dem Gefecht werden
die meisten Gefährten und Kameraden Tristans getötet.

Warum lässt du die Story nicht da anfangen anstatt im langweiligen Elternhaus?

Tristans Motive kann man an diesem Punkt
also genauer deklarieren: Er hat Kameraden und enge Freunde
verloren (also Rache)

Rache ist ebenso altbewährt wie abgegriffen.

und er erkennt die Hist als Bedrohung
für Vacatanien (Patriotismus).

Das ist sehr gut.

Ich finde, dass das in
mittelfristigen Planungen als Motiv reichen sollte.

Stimmt.

Grüße

Andreas

Hallo Andreas,

In dem Gefecht werden
die meisten Gefährten und Kameraden Tristans getötet.

Warum lässt du die Story nicht da anfangen anstatt im
langweiligen Elternhaus?

Das ist DIE Idee! Ich lasse das eigentliche Buch da anfangen und kläre die Vorgeschichte mittels einiger Rückblendekapiteln. Diese würden dann vom Leser schnell überflogen, da er ja wissen will, wie es nach dem Gefecht mit Tristan und CO. weitegeht. Durch eine lange Vorgeschichte würde ich die Leser langweilen und „abschrecken“. Dann werde ich mich mal an den Wocheneden und in den Herbstferien auf den Hosenboden setzen und auf die Tasten hauen. Wenn ich bis dahin gekommen bin, stelle ich dass, was ich habe, hier rein. Aber vorher überarbeite ich es mit den Kriterien, die du mir in den vorherigen Artikeln gesagt hast. Vielen Dank!

lg Leon

Hallo Leon,

dann nimm doch beide :wink: Sprich, erwecke Deine beiden Hauptfiguren so wie ausgedacht zum Leben und lass die sich dann in der Armee (sei es auf der gleichen Seite, sei es als Freunde oder Rivalen etc.) treffen.

*wink*

Petzi

Hallo Petzi,
das wäre auf jeden Fall ein guter Gedanke, dann müsste man nur, damit es auch Unterschiede gibt, ein wenig an der Vorgeschichte ändern. Wenn man jetzt Tristan, den Jungen aus den Slums als Hauptperson nimmt, dann könnte man ja sagen, dass sich der Junge aus der Adelsfamilie in die Armee hat einkaufen lassen. Durch eine unvorteilhafte erste Begegnung könnte man sie zu Kontrahenten machen, im Laufe des Buches lernen sie einander dann besser kwennen und machen sich die Kenntnisse des jewils anderen zunutze (Adelsjunge handelt mit einem Marktverkäufer, Slumjunge mache geschickt ein Feuer im Wald oder Ähnliches…) Auf diese Weise könnte man dann einen der früheren Gefährten Tristans zum Gegenspieler machen, der könnte Tristan und CO. dann an die Hist verraten usw…

Vielen Dank!
Lg Leon

Hallo nochmal,
Ich habe in den letzten Tagen in meiner Freizeit, auch dann, wenn ich mir sonst niveaulose Fernsehsendungen ansehe, den Prolog nochmal generalüberholt und an vielen Stellen etwas geändert, weggelassen oder hinzugefügt. Der eigentliche Kampf, den ich in der alten Version nur mit „…“ angedeutet habe, habe ich nun genau beschrieben und an den Prolog mit angeheftet. Die Kampfszene ist nun fast drei Seiten lang, ich schreibe sie gerade zuende. Wenn es in Ordnung it, dann stelle ich heute Aben oder morgen den Prolog mal hier rein, ich bin gespannt, was ihr dazu sagt.

lg Leon

Hey,
ich weiß ja nicht, inwieweit du deinen Personen eigenen Freiraum gibst. Bei mir klappt das immer ganz gut, dass ich zunächst in die Geschichte einsteige, ohne zu viel von der Person zu verraten, das ergibt sich im Laufe der Geschichte wie von selbst. Die Figuren wachsen selbst mit den Geschehnissen, sie reagieren wie von selbst, wenn du dich auf das Erzählen der Geschichte konzentrierst.
Ich persönlich brauche immer einen „Helden“, der allerdings auch negativ belegt sein kann.
Wenn dein Protagonist vom Ursprung her ein Junge aus einem armen Elternhaus ist, steige doch da in die Geschichte ein, wo er bereits etwas erreicht hat und erzähle seine Vergangenheit nach und nach in Rückblenden. Das macht die Geschichte für den Leser spannender. Und du hast sofort zwei Handlungsstränge, mit denen du spielen kannst.

Liebe Grüße Dumpty91 ;0)