Prolog 2.1 fertig-erbitte konstruktive Kritik

Von: , Frage gestellt am Di, 13. Okt 2009

Hallo alle zusammen,
ich habe Text überarbeitet und bitte euch um konstruktive Kritik. Ich habe jetzt einen neuen PC und ein neues Schreibprogramm, das korrigiert auch die Rechtschreibung. Der Text sollte sich daher leichter lesen lassen als beim letzten Mal. Habe auch einige Vorschläge mit eingebracht, z.B. dass der König im Heer verbreiten lässt, dass dass Herrscherschwert nur vom rechtmäßigen König von Vacatanien benutzt werden kann.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit der Story.
Lg Leon



Prolog

Ein kühler Windstoß wehte über die Ebene von Ankatros, in die sich die Armeen der Menschen Vacataniens und der Hist aufeinandertrafen. Es herrschte eine beunruhigende tödliche Stille, obwohl viele Tausend Soldaten in Reih und Glied dem Beginn der Schlacht entgegenfieberten. Das Sonnenlicht spiegelte sich auf den Helmen und Rüstungen der Krieger beider Armeen, die in Schlachtordnung etwa eine Meile entfernt von einander standen. Nach einem unvermittelten Invasionsversuch der Hist, die in dem angrenzenden Frodfell lebten, hatte ein heftiger Verteidigungskrieg zwischen den Hist, exotischen Wesen, und den Menschen getobt, doch nun sollte es zur großen Entscheidungsschlacht kommen. Weil die Hist Vacatanien in der Vergangenheit schon mehrfach ohne sichtbares Motiv angegriffen hatten, verachteten die Menschen die Hist, was diese zumeist durch eine tödliche Pfeil- oder Schwertwunde erfuhren. Bisher hatte jede Begegnung von Menschen und Hist in einem Blutbad geendet. In der ersten Reihe des vacatanischen Heeres trat Brock nervös von einem Bein aufs andere. Ihm war kalt, obwohl er aus der kalten nordöstlichen Region des Reiches kam und Kälte gewohnt war. Dass sich ihm Splitter von seinem Holzspieß in die Hände gruben machte das Warten auf die Schlacht, die Ruhe vor dem Sturm, auch nicht gerade angenehmer. Fast bereute Brock, sich freiwillig für den Dienst im vacatanischen Heer gemeldet zu haben, doch was wären die Alternativen gewesen? Ein Leben als ärmlicher Arbeiter in der Stahlmine seines Vaters, der ihn bei fast jeder Gelegenheit schlug. Oder der Tod durch die Hist, die in großen Verbänden plündernd durchs Land gezogen waren. Nun erwartete Brock, der noch keine zwanzig Jahre alt war, teils ängstlich ob der deutlich sichtbaren Übermacht des feindlichen Heeres, teils ungeduldig den Beginn der Schlacht. Keine zwanzig Fuß rechts von Brock, Umgeben von seiner Leibgarde und einem Bannerträger, stand König Thorf, der Herrscher von Vacatanien, und beriet sich mit seinen Feldherren. „Wir müssen mit allen Mitteln in Nagrond's Nähe kommen und ihm das Herrscherschwert abnehmen.“, instruierte Thorf die Befehlshaber seiner Armee, wobei er am Griff seines Schwertes herumnästelte, in den ein faustgroßer Rubin eingefasst war. „Nagrond wird gut bewacht werden, wahrscheinlich ist er umgeben von blutdurstigen Histors. Sie werden unsere Männer reihenweise abschlachten! Große Verluste können wir uns bei dieser Übermacht nicht leisten!“, meldete sich ein kleiner, aber dennoch muskulöser Offizier zu Wort. Die Narben in seinem Gesicht zeugten von den früheren Schlachten, die er geschlagen hatte. Brock wusste, dass der Mann Recht hatte. Die Histor-Leibwache bestand nur aus ausgewählten Histkriegern, deren Rückenstacheln bis zur Hüfte reichten. Lange Rückenstacheln waren tödliche Waffen und konnten problemlos Feinde aufspießen. Neben ihren Stacheln waren es jedoch auch ihre Stabwaffen und Wurfnadeln, die die Histors klug einzusetzen verstanden, was sie zu weithin gefürchteten Gegnern machten. Seit dem ersten Einsatz der Histors waren nur wenige von ihnen im Kampf besiegt worden. Noch nie war ein Histfeldherr unter ihrem Schutz gefallen, was sehr zu ihrem Ruf als unbezwingbare Garde beitrug. Es wäre untypisch für Nagrond, den aktuellen militärischen Anführer der Hist gewesen, ohne seine Leibgarde in eine offene Feldschlacht zu ziehen, egal wie überlegen seine Streitmacht war. Nagrond war weithin als Feigling bekannt. Wenn er einer Schlacht persönlich beiwohnte, dann tat er dies für gewöhnlich mit großem Abstand zu den Kämpfenden. Unter den vacatanischen Soldaten war weithin bekannt, dass einige von Nagrond's Leibwächtern das legendäre Herrscherschwert, eine mächtige magische Waffe, die älter war als Vacatanien selbst, aus dem Königspalast in Talaroth gestohlen hatten. Dabei hatten sie die Soldaten, die das Schwert bewachten von hinten erdolcht und anschließend auf dem Sockel, auf dem das Schwert gelegen hatte, aufgestapelt. Ein abscheulicher Akt der Grausamkeit, den kein Vacatanier verstehen konnte. Dass sie das Herrscherschwert an die Hist verloren hatten, war ein herber Schlag für die Moral der vatacanischen Soldaten gewesen, denn mit dieser machtvollen Waffe in ihren Händen würde kein Heer, dass die Vacatanier aufzustellen imstande waren, die Hist aufhalten können. So hatten sie gedacht. Bis zum Morgen dieses Tages, an dem König Thorf-zur großen Erleichterung der Soldaten-verkündete, die Macht des Herrscherschwertes könne nur von dem rechtmäßigen König Vacataniens eingesetzt werden. Der Kampfgeist der Soldaten, der wenige Stunden zuvor bereits erloschen war, war nun wieder da, das Feuer in den Herzen der Soldaten wieder neu entfacht. Das einzige Hindernis, welches dem von allen Menschen erwünschten Sieg noch im Wege stand, war die zahlenmäßige Überlegenheit des Histheeres. Während das vacatanische Heer etwa fünfzigtausend Soldaten zählte, wurde die Armee der Hist auf über zweihunderttausend geschätzt. „Das ist wahr, Basgorn.“, betonte Thorf die Richtigkeit dessen, was der Feldherr gerade gesagt hatte. „Darum müssen die Lanzenträger in den ersten Reihen möglichst viele von diesen abscheulichen Kreaturen aufspießen. Wir müssen das Hauptheer der Hist auf Abstand halten, nur dann können wir sie schlagen. Uns fehlen die nötigen Informationen über die Art ihrer Krieger, um uns auf ein direktes Kräftemessen einzulassen. Wir können nicht mit allen Männern, die wir haben nach vorne stürmen. Wir müssen sie zu uns kommen lassen, so nah, dass ein Pfeil sie gerade noch erreicht. Dann spicken wir sie mit Pfeilen, die Überlebenden werden von den Lanzen aufgespießt oder von Fußsoldaten abgewehrt. Notfalls setzen wir unsere Katapulte ein, oder schicken unsere Kavallerie von den Flanken. Damit werden sie nicht rechnen.“

Thorf legte eine kurze Pause ein, die er mit aufgesetztem Gehüstel zu überbrücken versuchte, wohl, um seine Worte wirken zu lassen und seinen Feldherren Zeit zu geben, über diesen Strategievorschlag nachzudenken. Nachdem die anderen Anwesenden lautstark ihre Zustimmung bekundet hatten, beendete Thorf schließlich die Besprechung mit den Worten „Nun gut, es ist soweit. Ihr wisst, was zu tun ist. Geht nun.“, und seine Feldherren eilten zu ihren Bataillonen, um ihren Unteroffizieren die Taktik zu erläutern. Währenddessen setzte sich König Thorf seinen silbrig schimmernden Mithrilhelm auf, von dessen Spitze ein roter Federbusch herabhing. Seine gesamte Rüstung, die er abgesehen von dem Helm bereits vor der Schlacht angelegt hatte, war von fast unbeschreiblicher Schönheit und spielgelte das Licht der Sonne in den schönsten Farben wieder. „Menschen Vacataniens!“, lenkte Thorf die Aufmerksamkeit der Soldaten auf sich. „Menschen Vacataniens! Vor uns liegt eine Schlacht, wie es sie in der Geschichte unseres Landes noch nie gegeben hat! Eine Schlacht, die über das endgültige Schicksal unseres Volkes entscheiden wird und an die noch in Jahrtausenden in den Geschichtsbüchern stehen wird! Lasst und diese widerlichen Monster vernichten, damit man sich unser als die Sieger der Schlacht erinnern wird! Für Vacatanien!“, rief König Thorf „Für Vacatanien!“, nahmen die Soldaten Thorf's Kampfschrei auf. Als jedes Wort in der Ebene verklungen war, glaubte Brock, in der Armee der Hist Bewegung zu erkennen. Die Hist waren zu weit von ihm entfernt, als dass es ihm möglich gewesen wäre, Details zu erkennen, doch mit der Zeit löste sich eine etwa dreitausend Mann starke Truppe aus offenbar berittenen Hist aus der Armee. Brock konnte im ersten Moment nicht sehen, worauf die Hist ritten, doch als sie die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten, was sie mit einer großen Geschwindigkeit taten, konnte Brock die Reittiere als Thyra, die gefürchteten Riesenreptilien Frodfells, identifizieren. Er hob die Lanze auf Brusthöhe der Bestien an, sie waren nur noch einen Pfeilschuss von ihm entfernt. Hinter sich hörte Brock mehrere Male den lauten Befehl „Feuer!“. Bogensehnen sirrten und ein ums andere Mal fielen vor ihm Thyra samt Reitern zu Dutzenden zu Boden, getroffen von todbringenden Pfeilen. Einige stürzten über ihre gefallenen Mitstreiter, oder rammten Hist, die von den Rücken ihrer sterbenden Reittiere geklettert oder gefallen waren. Brock hob die Spitze des Spießes nun auf Brusthöhe der Monster an, keine zwanzig Schritt trennten ihn von den Thyrareitern-dann prallten sie zusammen. Der Aufprall war mörderisch, obwohl die Anzahl der Berittenen durch die Bogenschützen stark dezimiert worden war. Durch die Wucht des Aufpralls hätte Brock beinahe seinen Spieß verloren, doch er hielt ihn mit eisernem Griff umklammert. Ein Thyra war genau in seinen Spieß gelaufen, dahinter folgten weitere, sodass sie ihrem jeweiligen Vordermann von hinten trafen und damit auf Brock‘s Spieß pressten. Ein Thyrareiter war jedoch im letzen Moment nach links ausgewichen und war an seinen Kameraden vorbeigeritten. Brock stieß das stumpfe Ende des Spießes in den Boden, stellte einen Fuß dagegen und zog sein Kurzschwert aus der Scheide. Als er auf gleicher Höhe mit dem Reiter war, hieb Brock ihm mit seinem Schwert in einer fließenden Bewegung frontal gegen den Hals und trennte ihm dabei den Kopf ab. Blut sprudelte aus dem Rumpf des Hist, der neben ihm bäuchlings auf dem Boden landete. Aus seinem Rücken ragten die langen, Stacheln, die beinahe parallel zur Wirbelsäule von oben nach unten verliefen. Von Abscheu gepackt hieb Brock mit seinem Schwert auf den zuckenden Kadaver ein, bis er reglos liegenblieb. Der weitere Kampf war kurz und grausam, doch auf Seiten der Vacatanier gab es nur geringe Verluste. Schließlich waren die Thyrareiter besiegt, was von den Vacataniern mit ohrenbetäubendem Gebrüll kommentiert wurde. Nachdem Er seinen Spieß, aus den Kadavern mehrerer Hist und eines Thyra herausgezogen und sein Kurzschwert wieder in die Scheide gesteckt hatte, stellte Brock sich mit den anderen Lanzenträgern in Erwartung der nächsten Angriffswelle wieder in einer langen Reihe auf.

Am anderen Ende der Ebene ertönten nun lautstark Hörner, die Brock vor dem, was nun kommen sollte, warnen zu wollen schienen. Brock hatte ein ungutes Gefühl, welches sich bei dem Anblick, der sich ihm nun bot, bestätigte: Die gesamte restliche Streitmacht der Hist setzte sich in Bewegung, fing an zu marschieren und gewann rasch an Geschwindigkeit. „Katapulte laden! Spieße zu den Schleudern!“, schrie ein Offizier, „Bereitmachen, Bogenschützen!“ ein anderer. In dem vacatanischen Heer setzte hektische Betriebsamkeit ein, Brock und die anderen Lanzenträger reichten ihre Spieße nach hinten zu den Katapulten und Speerschleudern durch, wo jeweils vier Soldaten ein Geschütz bedienten, zwei zum Laden, einer zum Anziehen der Sehne und einer zum Abfeuern der Geschosse. Die Spieße wurden durch ein Loch im Zugarm der Schleudern gesteckt, sodass die Sehnen der Speerschleudern genau in Kerben am Stumpfe Ende der Spieße angelegt werden konnten. Nachdem die Schleudern gespannt und geladen waren, traten die Soldaten von den Katapulten zurück. Nur jeweils einer, der die durch das Betätigen eines Hebels die Sehne aus ihrer Verankerung lösen musste, blieb an den Katapulten stehen und wartete auf den Befehl zum Abfeuern selbiger. Mittlerweile hatten die Hist eine beachtliche Geschwin-digkeit erreicht und hatten bereits drei Viertel der Strecke bis zum vacatanischen Heer zurückgelegt. Sie kamen direkt auf ihn zu, eine Wand aus Gliedern, eine unaufhaltbare, todbringende Welle. „Speerschleudern abfeuern!“, ertönte nun endlich der erlösende Befehl, über sich spürte Brock den Luftzug eines Spießes, der sich nun etwa siebzig Meter vor ihm in die Hist bohrte. Die Spieße trafen ihr Ziel mit einer großer Wucht und einer tödlichen Präzision. Dadurch, dass sich die Hist selbst mit großer Geschwindigkeit fortbewegten, wurden die Spieße zu unaufhaltbaren Geschossen, die immer gleich mehrere Hist durchbohrten und aus ihren Rücken wieder austraten, sodass ein einzelner Spieß ein ganzes Dutzend Hist aufspießte und etliche weitere umwarf. „Katapulte abfeuern!“, „Pfeile los!“, „Zieht eure Schwerter!“, ertönten die Befehle aus allen Richtungen. Die Bogenschützen und die Besatzungen der Katapulte deckten die heranstürmenden Hist mit Pfeilen, Felsbrocken, Spießen und Brandgeschossen ein, sodass in ihren Reihen große Lücken entstanden und der Boden mit verrenkten, verbrannten und zerquetschten Histleichen bedeckt wurde. Brock hielt in der einen Hand sein Schwert und in der anderen eines, dass er sich von einem gefallenen Soldaten genommen hatte. Er hielt sie mit der Breitseite eng an den Körper gepresst, um möglichst nicht aufzufallen und lehnte sich mit dem Rücken an die Thyrakadaver der ersten Angriffswelle, die sich zu einem kleinen Haufen aufgetürmt hatten und etwas größer war als Brock, sodass er sich ohne Weiteres hinter ihnen verbergen konnte. Auf diese Weise würde er nicht die volle Wucht des Angriffes abbekommen, sondern könnte sich ins Kampfgetümmel stürzen, wenn sich eine Front gebildet hatte. Der unvermeidliche Zusammenstoß der beiden Armeen kam und alles lief genau so, wie Brock es sich erhofft hatte. Während um ihn herum seine Kameraden in den ersten Reihen von den Hist nahezu niedergetrampelt wurden, wartete Brock ab, bis ihn einige Reihen Hist passiert hatten. Niemand hatte ihn bisher bemerkt. Brock hob die beiden Schwerter hoch über den Kopf, holte noch einmal tief Luft und warf sich seitwärts in eine Gruppe von vier Hist, die er zu Boden warf. Er selbst machte einen Ausfallschritt nach rechts und hieb dabei mit seinen Schwertern um sich. Blut spritzte, abgetrennte Glieder fielen zu Boden und um ihn herum fielen die Hist wie Grashalme, gefällt von seinen Schwertern. Von allen Seiten kamen nun Hist herbeigeeilt, schwangen Keulen, Schwerter, Äxte und Lanzen. Brock wich einem von oben geführten Schwerthieb nach rechts aus und wehrte mit beiden Schwertern gleichzeitig eine heransausende Axt von links ab. Er stieß den Angreifer zurück und ließ dann die Schwerter von oben diagonal nach außen herabkreisen, sodass sie zwei Gegner in den Hals trafen. Das Blut spritzte in alle Richtung und benetzte alle Kämpfenden im Umkreis, zeichnete ihre Gesichter. Brock drehte sich um, nur noch wenige Schritte trennten ihn von den Hist-und Thyrakadavern, hinter denen er sich versteckt hatte, als ihm einer seiner Verfolger sein Schert hob und es mit Wucht gegen Brock’s Rücken schwang. Das Schwert traf Brock nur mit der Spitze, doch es schlitzte ihm den Rücken neben der Wirbelsäule auf. Brock stieß einen Schmerzensschrei aus und griff sich an den Rücken. Er fühlte warmes Blut an seiner Hand. Sein Blut. Diese abscheuliche Bestie, die nun grinsend auf ihn zu kam, hatte ihn tatsächlich feige von hinten angegriffen. Brock wurde wütend, er hatte Blut geleckt. Mit einem Wilden Kampfschrei schwang er seine beiden Schwerter und drehte sich dabei einmal um seine eigene Achse. Brock’s Klingen trafen ihr Ziel. Der Schädel des Hist splitterte und die Klingen durchschlugen ihn in zwei sauberen Schnitten von oben nach unten. Offenbar waren Histschädel weniger stabil als menschliche, schoss es Brock durch den Kopf. Er erreichte den kleinen Leichenberg mit zwei weiteren Schritten und hatte ihn gerade zur Hälfte erklommen, als auch eine Gruppe von zwanzig Hist den Hügel erreichte. „Hilfe, zu mir! Zu mir!“, schrie Brock aus Leibeskräften. Endlich hatte er den Hügel erklommen und warf die Hist, die nun versuchten, zu ihm heraufzuklettern mit kräftigen Tritten gegen Kopf und Hals und mit gezielten Schwerthieben zurück. Die Hist achteten nur auf ihn, sodass sie die heranstürmende Gruppe vacatanischer Soldaten, die von hinten auf sie zustürmte, nicht bemerkten. „Vertreibt sie von dem Hügel!“, kommandierte ein hageres Männlein, dass einen halben Kopf kleiner war als Brock und der Offizier zu sein schien, dem die Soldaten unterstanden mit einer unangenehmen, schrillen Stimme. Die Soldaten führten den Befehl aus, doch konnte Brock den Gedanken, dass es dem Ofiizier mehr um den Hügel gegangen war, als um ihn, nicht verdrängen. Einige Minuten später stieg eine handvoll Bogenschützen zu Brock auf die Thyrakadaver, um die Hist von oben zu beschießen. Da die Hist in der Nähe für eine kurze Zeit alleine mit Brock beschäftigt waren, konnten hier die Vacatanier weiter vorrücken. Brock stieg nun wieder vom Leichenberg herunter, um sich den voranstürmenden Soldaten anzuschließen, die sich nun wie ein Keil vorwärts drängten und dabei jeden Hist erschlugen, der ihnen im Weg stand. Von Hinten rückten immer mehr Soldaten nach und auf der gesamten Länge des vacatanischen Heeres bezogen nun weitere Soldaten Stellung auf Leichenbergen, schossen dann gezielt auf die Hist, die sich den sich vorwärtskämpfenden Soldaten näherten. Auf diese Weise stießen die Vacatanier schnell vor, ohne allzugroße Verluste zu erleiden.

Alle Abteilungen des vacatanischen Heeres rückten vor, die Katapulte beschossen die Hist in der Mitte der Histarmee, die weder vor noch zurück konnten, weil sie von Kameraden umgeben waren. Die Hist fielen zu Hunderten, erbarmungslos schnellten die Katapultarme vor, Spieße, Steine, Brandsätze und tote Hist wurden durch die Luft geschleudert. Es sah so aus, als könnten die Vacatanier die Schlacht trotz der feindlichen Übermacht gewinnen, als die Hist plötzlich eine Gasse bildeten und sich eine kleine Gruppe bewaffneter Hist mit rötlich glänzenden Kampfpanzern und gezackten Schwertern in den Händen aus ihrem Heer löste und in kampfbereiter Stellung in der Gase stehen blieb. Ein Hist stach besonders hervor, denn er war größer als die anderen und hielt in der rechten Hand ein Langschwert. Kunstvolle Verzierungen schmückten es und von der Waffe ging eine starke Anziehungskraft aus. „Nagrond ist gekommen! Er hat das Herrscherschwert!“, „Tötet ihn! Vorwärts! Lasst ihn nicht entkommen!“, „Er hat das Schwert unserer Könige beschmutzt!“, wurden Rufe im vacatanischen Heer laut. Diese Möglichkeit, das feindliche Heer gänzlich in zwei Hälften zu teilen und den Anführer zu töten, ließen sich die Vacatanier nicht entgehen und rannten los, wobei sie auf alles einschlugen, was sich vor und neben ihnen bewegte. Zudem schossen die Bogenschützen, die auf den Leichenhügeln standen, etliche Pfeile auf die kleine Gruppe, doch erreichte keines ihrer Geschosse sein Ziel, da es zu weit entfernt war. Brock war unter den ersten zwanzig Soldaten, die nach vorne gestürmt waren und nun gab es für ihn kein Zurück mehr. Links und rechts von ihm fielen etliche Hist, von Pfeilen getroffen, zu Boden, einige zuckten, andere bewegten sich nicht mehr. Als sie noch knappe 100 Fuß von den Neuankömmlingen entfernt waren, schlossen die Hist um sie herum auf einmal die Gasse und schlugen auf die nun eingekeilten Soldaten mit exotischen Doppelschwertern und Stabwaffen ein. „Vorwärts, treibt sie zurück!“, wurde hinter Brock gebrüllt. Gerade war der Ruf verhallt, da sauste auch schon etwas Metallenes nur Zentimeter über seinem Kopf durch die Luft. Da wurde sich Brock seiner Bedrängnis bewusst und auf einmal erfüllte ihn kalte Angst. Angst, seine Familie, sein Zuhause und seine Freunde nicht wieder zu sehen. Angst, hier zu sterben, zermalmt von blutrünstigen, abscheulichen Hist. So wollte er nicht enden. Seine Angst verlieh ihm neue Kraft, Kraft, um sein Leben zu kämpfen. Mit einem langen Kampfschrei warf er sich zur Seite, stieß einen Hist zu Boden und hieb einem anderen im Fallen ein Schwert in die Brust. Der erste Hist hatte sich jedoch schnell wieder aufgerappelt und kam auf Brock zu, das Schwert hoch über den Kopf gehoben. Gerade in dem Moment, da er zuschlagen und Brock's Leben damit ein Ende setzen wollte, fing er an, zu taumeln, griff sich an den Hals, dann an die Brust. Er erstastete die Pfeile, die dort herausragten. Kurz darauf fiel er rücklinks zu Boden. Brock stieß sich mit einer Hand vom Boden ab und sah sich nach dem Schützen um, der ihm soeben das Leben gerettet hatte. Es war einer der Soldaten, die ihn auch zuvor gerettet hatten, als er den Leichenberg erklommen hatte. Der Soldat hob eine Hand zum Gruß, dann wandte Brock sich ab und stürzte sich wieder ins Kampfgetümmel. Es waren nur wenige Minuten vergangen, so kam es Brock jedenfalls vor, als er etwa zehn Fuß von sich entfernt Nagrond und seine Garde, zumindest glaubte er, dass sie es war, erblickte. „Da vorne ist er!“, brüllte Brock. „Reißt ihm die Eingeweide heraus!“ Für Brock gab es kein Halten mehr, mit wildem Gebrüll stürmte er voran, schwang seine Schwerter in einer kreisenden Bewegung um den Kopf und enthauptete mehrere Hist, die er passierte. Nagrond's Leibwächter wurden nun auf Brock aufmerksam, deuteten in seine Richtung und machten sich bereit, ihn abzuwehren. In letzter Sekunde bemerkte er das Risiko, ließ eine Gruppe Soldaten an ihm vorbeieilen und wartete, bis sie Nagrond's Garde in einen Kampf verwickelt hatten, dann griff auch Brock in das Kampfgeschehen um Nagrond herum ein. Einer der Leibwächter attackierte Brock mit einer Stabwaffe mit Stahlklingen an beiden Enden, wirbelte sie wie einen dürren Zweig um seinen Körper. Brock hielt einen Moment inne, hob seine Schwerter hoch über den Kopf und stieß dann zu. Der Hist gab ein wütendes Grunzen von sich, als die beiden Schwertklingen in dem Hölzernen Mittelteil seiner Stabwaffe stecken blieben. Eine der beiden Spitzen berührte den Boden, die beiden Kontrahenten drückten und zogen von beiden Seiten, um die Waffen von einander zu trennen, ohne die eigene Deckung zu vernachlässigen. Brock gewann das Kräftemessen knapp, schaffte es, die Waffe horizontal zu sich zu drehen. Er setzte einen Fuß auf das Mittelteil, welches der Hist, der kleiner war als Brock, an sich zu reißen versuchte, und stieß sich dann mit dem anderen Fuß vom Boden ab, sodass sein gesamtes Gewicht auf dem Stab lastete. Damit hatte der Hist nicht gerechnet und ließ die Waffe los. Ein fataler Fehler, der gleichzeitig auch sein Todesurteil war, vollstreckt durch Brock. Kaum hatte er sich seines Gegners entledigt, wurde er von Weiteren in Bedrängnis gebracht, doch zwei andere Soldaten halfen ihm, den Angriff abzuwehren. Nagrond's Leibgarde kämpfte mit heldenhaftem Mut, doch da immer mehr Vacatanier nachströmten und der Dauerbeschuss der Hist durch die vacatanischen Katapulte und Bogenschützen die Hist daran hinderte, ihrem Anführer zur Hilfe zu eilen, verringerte sich nach und nach die Zahl der Wachen, bis am Ende nur noch Nagrond übrig war. Als er sah, dass alle möglichen Fluchtwege versperrt waren, zog er sein Schwert und rechte es mit einer Hand in die Höhe.
Er öffnete den Mund und begann, von kehligen Knacklauten begleitet, fremdartige Worte zu rufen, die Brock nicht verstand. „Uio pok ghan! Quer vat burtho, Thorf“ „Diese Kreatur will unseren König verhexen! Tötet ihn! Reißt ihm die Eingeweide heraus!“, rief ein Soldat links von Brock. „Für König Thorf!“, riefen die umstehenden Vacatanier und begannen, auf den Histanführer einzuschlagen, einzustechen und ihn mit derben Flüchen zu bedenken. Doch der Hist starb nicht und er machte auch keine Anstalten, sich zur Wehr zu setzen. Die Waffen prallten von seiner Rüstung ab, als wäre sie verzaubert und auf magische Weise undurchdringlich gemacht worden. Nagrond's gesamter Körper war von der Rüstung verhüllt, bis auf einige schmale Ritzen zwischen den einzelenen Teilen der Rüstung. „Zielt auf die Glenke, Kameraden!“, forderte Brock seine Mitstreiter auf. Er hob eines seiner Schwerter, bis es über seinen Schultern verharrte. Nagrond hielt das Herrscherschwert schützend vor sich. Dann griff Brock an. Erst fiel Nagrond's Arm zu Boden, dann das Herrscherschwert, welches aufrecht im Boden stecken blieb, dann sein Kopf. Er rollte und rollte und rollte, bis er schließlich vor einem paar Füße liegenblieb. Einem paar Füße, welches in kunstvoll gearbeiteten Stiefeln aus Mithril steckten... „Soldat, du hast dich soeben um Vacatanien verdient gemacht. Wie lautet dein Name?“, frage König Thorf.

Nach dem Tod ihres Anführers zogen sich die Hist zurück. Die Vacatanier verzichteten darauf, sie zu verfolgen. So bald würden sie nicht wiederkommen. Nachdem Brock dem König die letzten Worte des Histfeldherrn wiedergegeben und dieser das Herrscherschwert an sich genommen hatte, verfiel der König, dessen Gesicht nun kreidebleich war, in ein tödliches Schweigen. „Wir haben die heiligen Steine verloren. Eure Männer jedoch haben euer Reich vernichtet, Thorf. Das waren Nagrond's letzte Worte.“, übersetzte Thorf die letzten Worte des Hist für Brock. „Die Weissagung des Urahns erfüllt sich. Ich habe versagt.“, sagte der Monarch er mit brüchiger Stimme.

13 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Prolog 2.1 fertig-erbitte konstruktive Kritik

    Schönen Satzspiegel hast du. Mit dem Inhalt sich abzuquälen, überlasse ich mal den Masochisten. So etwas wie dies lese ich nicht:

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    Gruß Eillicht zu Vensre

  2. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Prolog 2.1 fertig-erbitte konstruktive Kritik

    Sorry, aber mach Absätze!!! Das kann ja kein Mensch lesen, das Auge verrutscht ständig!

    Nichts für ungut
    Maria

  3. Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
    Und der Herr der Ringe ist guter Dinge

    ;-)

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re: Und der Herr der Ringe ist guter Dinge

      ;-)
      Das ist bemerkenswert unhilfreich... ;-)

      • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
        Nicht für den, der Anspielungen versteht...

        ;-)

  4. Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
    OK, hier mit Absätzen. Mache in Zukunft mehr davon

    Das Herrscherschwert


    Prolog

    Ein kühler Windstoß wehte über die Ebene von Ankatros, in die sich die Armeen der Menschen Vacataniens und der Hist aufeinandertrafen. Es herrschte eine beunruhigende tödliche Stille, obwohl viele Tausend Soldaten in Reih und Glied dem Beginn der Schlacht entgegenfieberten. Das Sonnenlicht spiegelte sich auf den Helmen und Rüstungen der Krieger beider Armeen, die in Schlachtordnung etwa eine Meile entfernt von einander standen.

    Nach einem unvermittelten Invasionsversuch der Hist, die in dem angrenzenden Frodfell lebten, hatte ein heftiger Verteidigungskrieg zwischen den Hist, exotischen Wesen, und den Menschen getobt, doch nun sollte es zur großen Entscheidungsschlacht kommen. Weil die Hist Vacatanien in der Vergangenheit schon mehrfach ohne sichtbares Motiv angegriffen hatten, verachteten die Menschen die Hist, was diese zumeist durch eine tödliche Pfeil- oder Schwertwunde erfuhren. Bisher hatte jede Begegnung von Menschen und Hist in einem Blutbad geendet.

    In der ersten Reihe des vacatanischen Heeres trat Brock nervös von einem Bein aufs andere. Ihm war kalt, obwohl er aus der kalten nordöstlichen Region des Reiches kam und Kälte gewohnt war. Dass sich ihm Splitter von seinem Holzspieß in die Hände gruben machte das Warten auf die Schlacht, die Ruhe vor dem Sturm, auch nicht gerade angenehmer. Fast bereute Brock, sich freiwillig für den Dienst im vacatanischen Heer gemeldet zu haben, doch was wären die Alternativen gewesen? Ein Leben als ärmlicher Arbeiter in der Stahlmine seines Vaters, der ihn bei fast jeder Gelegenheit schlug. Oder der Tod durch die Hist, die in großen Verbänden plündernd durchs Land gezogen waren. Nun erwartete Brock, der noch keine zwanzig Jahre alt war, teils ängstlich ob der deutlich sichtbaren Übermacht des feindlichen Heeres, teils ungeduldig den Beginn der Schlacht.

    Keine zwanzig Fuß rechts von Brock, Umgeben von seiner Leibgarde und einem Bannerträger, stand König Thorf, der Herrscher von Vacatanien, und beriet sich mit seinen Feldherren. „Wir müssen mit allen Mitteln in Nagrond's Nähe kommen und ihm das Herrscherschwert abnehmen.“, instruierte Thorf die Befehlshaber seiner Armee, wobei er am Griff seines Schwertes herumnästelte, in den ein faustgroßer Rubin eingefasst war. „Nagrond wird gut bewacht werden, wahrscheinlich ist er umgeben von blutdurstigen Histors. Sie werden unsere Männer reihenweise abschlachten! Große Verluste können wir uns bei dieser Übermacht nicht leisten!“, meldete sich ein kleiner, aber dennoch muskulöser Offizier zu Wort. Die Narben in seinem Gesicht zeugten von den früheren Schlachten, die er geschlagen hatte.

    Brock wusste, dass der Mann Recht hatte. Die Histor-Leibwache bestand nur aus ausgewählten Histkriegern, deren Rückenstacheln bis zur Hüfte reichten. Lange Rückenstacheln waren tödliche Waffen und konnten problemlos Feinde aufspießen. Neben ihren Stacheln waren es jedoch auch ihre Stabwaffen und Wurfnadeln, die die Histors klug einzusetzen verstanden, was sie zu weithin gefürchteten Gegnern machten. Seit dem ersten Einsatz der Histors waren nur wenige von ihnen im Kampf besiegt worden. Noch nie war ein Histfeldherr unter ihrem Schutz gefallen, was sehr zu ihrem Ruf als unbezwingbare Garde beitrug. Es wäre untypisch für Nagrond, den aktuellen militärischen Anführer der Hist gewesen, ohne seine Leibgarde in eine offene Feldschlacht zu ziehen, egal wie überlegen seine Streitmacht war. Nagrond war weithin als Feigling bekannt. Wenn er einer Schlacht persönlich beiwohnte, dann tat er dies für gewöhnlich mit großem Abstand zu den Kämpfenden. Unter den vacatanischen Soldaten war weithin bekannt, dass einige von Nagrond's Leibwächtern das legendäre Herrscherschwert, eine mächtige magische Waffe, die älter war als Vacatanien selbst, aus dem Königspalast in Talaroth gestohlen hatten. Dabei hatten sie die Soldaten, die das Schwert bewachten von hinten erdolcht und anschließend auf dem Sockel, auf dem das Schwert gelegen hatte, aufgestapelt. Ein abscheulicher Akt der Grausamkeit, den kein Vacatanier verstehen konnte.

    Dass sie das Herrscherschwert an die Hist verloren hatten, war ein herber Schlag für die Moral der vatacanischen Soldaten gewesen, denn mit dieser machtvollen Waffe in ihren Händen würde kein Heer, dass die Vacatanier aufzustellen imstande waren, die Hist aufhalten können. So hatten sie gedacht. Bis zum Morgen dieses Tages, an dem König Thorf-zur großen Erleichterung der Soldaten-verkündete, die Macht des Herrscherschwertes könne nur von dem rechtmäßigen König Vacataniens eingesetzt werden. Der Kampfgeist der Soldaten, der wenige Stunden zuvor bereits erloschen war, war nun wieder da, das Feuer in den Herzen der Soldaten wieder neu entfacht. Das einzige Hindernis, welches dem von allen Menschen erwünschten Sieg noch im Wege stand, war die zahlenmäßige Überlegenheit des Histheeres. Während das vacatanische Heer etwa fünfzigtausend Soldaten zählte, wurde die Armee der Hist auf über zweihunderttausend geschätzt. „Das ist wahr, Basgorn.“, betonte Thorf die Richtigkeit dessen, was der Feldherr gerade gesagt hatte. „Darum müssen die Lanzenträger in den ersten Reihen möglichst viele von diesen abscheulichen Kreaturen aufspießen. Wir müssen das Hauptheer der Hist auf Abstand halten, nur dann können wir sie schlagen. Uns fehlen die nötigen Informationen über die Art ihrer Krieger, um uns auf ein direktes Kräftemessen einzulassen. Wir können nicht mit allen Männern, die wir haben nach vorne stürmen. Wir müssen sie zu uns kommen lassen, so nah, dass ein Pfeil sie gerade noch erreicht. Dann spicken wir sie mit Pfeilen, die Überlebenden werden von den Lanzen aufgespießt oder von Fußsoldaten abgewehrt. Notfalls setzen wir unsere Katapulte ein, oder schicken unsere Kavallerie von den Flanken. Damit werden sie nicht rechnen.“

    Thorf legte eine kurze Pause ein, die er mit aufgesetztem Gehüstel zu überbrücken versuchte, wohl, um seine Worte wirken zu lassen und seinen Feldherren Zeit zu geben, über diesen Strategievorschlag nachzudenken. Nachdem die anderen Anwesenden lautstark ihre Zustimmung bekundet hatten, beendete Thorf schließlich die Besprechung mit den Worten „Nun gut, es ist soweit. Ihr wisst, was zu tun ist. Geht nun.“, und seine Feldherren eilten zu ihren Bataillonen, um ihren Unteroffizieren die Taktik zu erläutern. Währenddessen setzte sich König Thorf seinen silbrig schimmernden Mithrilhelm auf, von dessen Spitze ein roter Federbusch herabhing. Seine gesamte Rüstung, die er abgesehen von dem Helm bereits vor der Schlacht angelegt hatte, war von fast unbeschreiblicher Schönheit und spielgelte das Licht der Sonne in den schönsten Farben wieder. „Menschen Vacataniens!“, lenkte Thorf die Aufmerksamkeit der Soldaten auf sich. „Menschen Vacataniens! Vor uns liegt eine Schlacht, wie es sie in der Geschichte unseres Landes noch nie gegeben hat! Eine Schlacht, die über das endgültige Schicksal unseres Volkes entscheiden wird und die noch in Jahrtausenden in den Geschichtsbüchern stehen wird! Lasst und diese widerlichen Monster vernichten, damit man sich unser als die Sieger der Schlacht erinnern wird! Für Vacatanien!“, rief König Thorf „Für Vacatanien!“, nahmen die Soldaten Thorf's Kampfschrei auf.

    Als jedes Wort in der Ebene verklungen war, glaubte Brock, in der Armee der Hist Bewegung zu erkennen. Die Hist waren zu weit von ihm entfernt, als dass es ihm möglich gewesen wäre, Details zu erkennen, doch mit der Zeit löste sich eine etwa dreitausend Mann starke Truppe aus offenbar berittenen Hist aus der Armee. Brock konnte im ersten Moment nicht sehen, worauf die Hist ritten, doch als sie die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten, was sie mit einer großen Geschwindigkeit taten, konnte Brock die Reittiere als Thyra, die gefürchteten Riesenreptilien Frodfells, identifizieren. Er hob die Lanzenspitze auf Brusthöhe der Bestien an, sie waren nur noch einen Pfeilschuss von ihm entfernt. Hinter sich hörte Brock mehrere Male den lauten Befehl „Feuer!“. Bogensehnen sirrten und ein ums andere Mal fielen vor ihm Thyra samt Reitern zu Dutzenden zu Boden, getroffen von todbringenden Pfeilen. Einige stürzten über ihre gefallenen Mitstreiter, oder rammten Hist, die von den Rücken ihrer sterbenden Reittiere geklettert oder gefallen waren. Brock hob die Spitze des Spießes nun auf Brusthöhe der Monster an, keine zwanzig Schritt trennten ihn von den Thyrareitern-dann prallten sie zusammen.

    Der Aufprall war mörderisch, obwohl die Anzahl der Berittenen durch die Bogenschützen stark dezimiert worden war. Durch die Wucht des Aufpralls hätte Brock beinahe seinen Spieß verloren, doch er hielt ihn mit eisernem Griff umklammert. Ein Thyra war genau in seinen Spieß gelaufen, dahinter folgten weitere, sodass sie ihrem jeweiligen Vordermann von hinten trafen und damit auf Brock‘s Spieß pressten. Ein Thyrareiter war jedoch im letzen Moment nach links ausgewichen und war an seinen Kameraden vorbeigeritten. Brock stieß das stumpfe Ende des Spießes in den Boden, stellte einen Fuß dagegen und zog sein Kurzschwert aus der Scheide. Als er auf gleicher Höhe mit dem Reiter war, hieb Brock ihm mit seinem Schwert in einer fließenden Bewegung frontal gegen den Hals und trennte ihm dabei den Kopf ab. Blut sprudelte aus dem Rumpf des Hist, der neben ihm bäuchlings auf dem Boden landete. Aus seinem Rücken ragten die langen, Stacheln, die beinahe parallel zur Wirbelsäule von oben nach unten verliefen. Von Abscheu gepackt hieb Brock mit seinem Schwert auf den zuckenden Kadaver ein, bis er reglos liegenblieb. Der weitere Kampf war kurz und grausam, doch auf Seiten der Vacatanier gab es nur geringe Verluste. Schließlich waren die Thyrareiter besiegt, was von den Vacataniern mit ohrenbetäubendem Gebrüll kommentiert wurde. Nachdem er seinen Spieß, aus den Kadavern mehrerer Hist und eines Thyra herausgezogen und sein Kurzschwert wieder in die Scheide gesteckt hatte, stellte Brock sich mit den anderen Lanzenträgern in Erwartung der nächsten Angriffswelle wieder in einer langen Reihe auf.

    Am anderen Ende der Ebene ertönten nun lautstark Hörner, die Brock vor dem, was nun kommen sollte, warnen zu wollen schienen. Brock hatte ein ungutes Gefühl, welches sich bei dem Anblick, der sich ihm nun bot, bestätigte: Die gesamte restliche Streitmacht der Hist setzte sich in Bewegung, fing an zu marschieren und gewann rasch an Geschwindigkeit. „Katapulte laden! Spieße zu den Schleudern!“, schrie ein Offizier, „Bereitmachen, Bogenschützen!“ ein anderer. In dem vacatanischen Heer setzte hektische Betriebsamkeit ein, Brock und die anderen Lanzenträger reichten ihre Spieße nach hinten zu den Katapulten und Speerschleudern durch, wo jeweils vier Soldaten ein Geschütz bedienten, zwei zum Laden, einer zum Anziehen der Sehne und einer zum Abfeuern der Geschosse. Die Spieße wurden durch ein Loch im Zugarm der Schleudern gesteckt, sodass die Sehnen der Speerschleudern genau in Kerben am Stumpfe Ende der Spieße angelegt werden konnten. Nachdem die Schleudern gespannt und geladen waren, traten die Soldaten von den Katapulten zurück. Nur jeweils einer, der die durch das Betätigen eines Hebels die Sehne aus ihrer Verankerung lösen musste, blieb an den Katapulten stehen und wartete auf den Befehl zum Abfeuern selbiger. Mittlerweile hatten die Hist eine beachtliche Geschwin-digkeit erreicht und bereits drei Viertel der Strecke bis zum vacatanischen Heer zurückgelegt. Brock erschien es, als kämen sie direkt auf ihn zu, eine Wand aus Gliedern, eine unaufhaltbare, todbringende Welle. „Speerschleudern abfeuern!“, ertönte nun endlich der erlösende Befehl, über sich spürte Brock den Luftzug eines Spießes, der sich nun etwa siebzig Meter vor ihm in die Hist bohrte.

    Die Spieße trafen ihr Ziel mit einer großer Wucht und einer tödlichen Präzision. Dadurch, dass sich die Hist selbst mit großer Geschwindigkeit fortbewegten, wurden die Spieße zu unaufhaltbaren Geschossen, die immer gleich mehrere Hist durchbohrten und aus ihren Rücken wieder austraten, sodass ein einzelner Spieß ein ganzes Dutzend Hist aufspießte und etliche weitere umwarf. „Katapulte abfeuern!“, „Pfeile los!“, „Zieht eure Schwerter!“, ertönten die Befehle aus allen Richtungen. Die Bogenschützen und die Besatzungen der Katapulte deckten die heranstürmenden Hist mit Pfeilen, Felsbrocken, Spießen und Brandgeschossen ein, sodass in ihren Reihen große Lücken entstanden und der Boden mit verrenkten, verbrannten und zerquetschten Histleichen bedeckt wurde.

    Brock hielt in der einen Hand sein Schwert und in der anderen eines, dass er sich von einem gefallenen Soldaten genommen hatte. Er hielt sie mit der Breitseite eng an den Körper gepresst, um möglichst nicht aufzufallen und lehnte sich mit dem Rücken an die Thyrakadaver der ersten Angriffswelle, die sich zu einem kleinen Haufen aufgetürmt hatten und etwas größer war als Brock, sodass er sich ohne Weiteres hinter ihnen verbergen konnte. Auf diese Weise würde er nicht die volle Wucht des Angriffes abbekommen, sondern könnte sich ins Kampfgetümmel stürzen, wenn sich eine Front gebildet hatte. Der unvermeidliche Zusammenstoß der beiden Armeen kam und alles lief genau so, wie Brock es sich erhofft hatte. Während um ihn herum seine Kameraden in den ersten Reihen von den Hist nahezu niedergetrampelt wurden, wartete Brock ab, bis ihn einige Reihen Hist passiert hatten. Niemand hatte ihn bisher bemerkt. Brock hob die beiden Schwerter hoch über den Kopf, holte noch einmal tief Luft und warf sich seitwärts in eine Gruppe von vier Hist, die er zu Boden warf. Er selbst machte einen Ausfallschritt nach rechts und hieb dabei mit seinen Schwertern um sich. Blut spritzte, abgetrennte Glieder fielen zu Boden und um ihn herum fielen die Hist wie Grashalme, gefällt von seinen Schwertern. Von allen Seiten kamen nun Hist herbeigeeilt, schwangen Keulen, Schwerter, Äxte und Lanzen. Brock wich einem von oben geführten Schwerthieb nach rechts aus und wehrte mit beiden Schwertern gleichzeitig eine heransausende Axt von links ab. Er stieß den Angreifer zurück und ließ dann die Schwerter von oben diagonal nach außen herabkreisen, sodass sie zwei Gegner in den Hals trafen. Das Blut spritzte in alle Richtung und benetzte alle Kämpfenden im Umkreis, zeichnete ihre Gesichter. Brock drehte sich um, nur noch wenige Schritte trennten ihn von den Hist-und Thyrakadavern, hinter denen er sich versteckt hatte, als ihm einer seiner Verfolger sein Schert hob und es mit Wucht gegen Brock’s Rücken schwang. Das Schwert traf Brock nur mit der Spitze, doch es schlitzte ihm den Rücken neben der Wirbelsäule auf. Brock stieß einen Schmerzensschrei aus und griff sich an den Rücken. Er fühlte warmes Blut an seiner Hand. Sein Blut. Diese abscheuliche Bestie, die nun grinsend auf ihn zu kam, hatte ihn tatsächlich feige von hinten angegriffen. Brock wurde wütend, er hatte Blut geleckt. Mit einem Wilden Kampfschrei schwang er seine beiden Schwerter und drehte sich dabei einmal um seine eigene Achse. Brock’s Klingen trafen ihr Ziel. Der Schädel des Hist splitterte und die Klingen durchschlugen ihn in zwei sauberen Schnitten von oben nach unten. Offenbar waren Histschädel weniger stabil als menschliche, schoss es Brock durch den Kopf.

    Er erreichte den kleinen Leichenberg mit zwei weiteren Schritten und hatte ihn gerade zur Hälfte erklommen, als auch eine Gruppe von zwanzig Hist den Hügel erreichte. „Hilfe, zu mir! Zu mir!“, schrie Brock aus Leibeskräften. Endlich hatte er den Hügel erklommen und warf die Hist, die nun versuchten, zu ihm heraufzuklettern mit kräftigen Tritten gegen Kopf und Hals und mit gezielten Schwerthieben zurück. Die Hist achteten nur auf ihn, sodass sie die heranstürmende Gruppe vacatanischer Soldaten, die von hinten auf sie zustürmte, nicht bemerkten. „Vertreibt sie von dem Hügel!“, kommandierte ein hageres Männlein, dass einen halben Kopf kleiner war als Brock und der Offizier zu sein schien, dem die Soldaten unterstanden mit einer unangenehmen, schrillen Stimme. Die Soldaten führten den Befehl aus, doch konnte Brock den Gedanken, dass es dem Ofiizier mehr um den Hügel gegangen war, als um ihn, nicht verdrängen. Einige Minuten später stieg eine handvoll Bogenschützen zu Brock auf die Thyrakadaver, um die Hist von oben zu beschießen. Da die Hist in der Nähe für eine kurze Zeit alleine mit Brock beschäftigt waren, konnten hier die Vacatanier weiter vorrücken. Brock stieg nun wieder vom Leichenberg herunter, um sich den voranstürmenden Soldaten anzuschließen, die sich nun wie ein Keil vorwärts drängten und dabei jeden Hist erschlugen, der ihnen im Weg stand. Von Hinten rückten immer mehr Soldaten nach und auf der gesamten Länge des vacatanischen Heeres bezogen nun weitere Soldaten Stellung auf Leichenbergen, schossen dann gezielt auf die Hist, die sich den sich vorwärtskämpfenden Soldaten näherten. Auf diese Weise stießen die Vacatanier schnell vor, ohne allzugroße Verluste zu erleiden.

    Alle Abteilungen des vacatanischen Heeres rückten vor, die Katapulte beschossen die Hist in der Mitte der Histarmee, die weder vor noch zurück konnten, weil sie von Kameraden umgeben waren. Die Hist fielen zu Hunderten, erbarmungslos schnellten die Katapultarme vor, Spieße, Steine, Brandsätze und tote Hist wurden durch die Luft geschleudert. Es sah so aus, als könnten die Vacatanier die Schlacht trotz der feindlichen Übermacht gewinnen, als die Hist plötzlich eine Gasse bildeten und sich eine kleine Gruppe bewaffneter Hist mit rötlich glänzenden Kampfpanzern und gezackten Schwertern in den Händen aus ihrem Heer löste und in kampfbereiter Stellung in der Gase stehen blieb. Ein Hist stach besonders hervor, denn er war größer als die anderen und hielt in der rechten Hand ein Langschwert. Kunstvolle Verzierungen schmückten es und von der Waffe ging eine starke Anziehungskraft aus. „Nagrond ist gekommen! Er hat das Herrscherschwert!“, „Tötet ihn! Vorwärts! Lasst ihn nicht entkommen!“, „Er hat das Schwert unserer Könige beschmutzt!“, wurden Rufe im vacatanischen Heer laut. Diese Möglichkeit, das feindliche Heer gänzlich in zwei Hälften zu teilen und den Anführer zu töten, ließen sich die Vacatanier nicht entgehen und rannten los, wobei sie auf alles einschlugen, was sich vor und neben ihnen bewegte. Zudem schossen die Bogenschützen, die auf den Leichenhügeln standen, etliche Pfeile auf die kleine Gruppe, doch erreichte keines ihrer Geschosse sein Ziel, da es zu weit entfernt war.
    Brock war unter den ersten zwanzig Soldaten, die nach vorne gestürmt waren und nun gab es für ihn kein Zurück mehr. Links und rechts von ihm fielen etliche Hist, von Pfeilen getroffen, zu Boden, einige zuckten, andere bewegten sich nicht mehr. Als sie noch knappe 50 Fuß von den Neuankömmlingen entfernt waren, schlossen die Hist um sie herum auf einmal die Gasse und schlugen auf die nun eingekeilten Soldaten mit exotischen Doppelschwertern und Stabwaffen ein. „Vorwärts, treibt sie zurück!“, wurde hinter Brock gebrüllt. Gerade war der Ruf verhallt, da sauste auch schon etwas Metallenes nur Zentimeter über seinem Kopf durch die Luft. Da wurde sich Brock seiner Bedrängnis bewusst und auf einmal erfüllte ihn kalte Angst. Angst, seine Familie, sein Zuhause und seine Freunde nicht wieder zu sehen. Angst, hier zu sterben, zermalmt von blutrünstigen, abscheulichen Hist. So wollte er nicht enden. Seine Angst verlieh ihm neue Kraft, Kraft, um sein Leben zu kämpfen. Mit einem langen Kampfschrei warf er sich zur Seite, stieß einen Hist zu Boden und hieb einem anderen im Fallen ein Schwert in die Brust. Der erste Hist hatte sich jedoch schnell wieder aufgerappelt und kam auf Brock zu, das Schwert hoch über den Kopf gehoben. Gerade in dem Moment, da er zuschlagen und Brock's Leben damit ein Ende setzen wollte, fing er an, zu taumeln, griff sich an den Hals, dann an die Brust. Er erstastete die Pfeile, die dort herausragten. Kurz darauf fiel er rücklinks zu Boden.

    Brock stieß sich mit einer Hand vom Boden ab und sah sich nach dem Schützen um, der ihm soeben das Leben gerettet hatte. Es war einer der Soldaten, die ihn auch zuvor gerettet hatten, als er den Leichenberg erklommen hatte. Der Soldat hob eine Hand zum Gruß, dann wandte Brock sich ab und stürzte sich wieder ins Kampfgetümmel. Es waren nur wenige Minuten vergangen, so kam es Brock jedenfalls vor, als er etwa zehn Fuß von sich entfernt Nagrond und seine Garde, zumindest glaubte er, dass sie es war, erblickte. „Da vorne ist er!“, brüllte Brock. „Reißt ihm die Eingeweide heraus!“ Für Brock gab es kein Halten mehr, mit wildem Gebrüll stürmte er voran, schwang seine Schwerter in einer kreisenden Bewegung um den Kopf und enthauptete mehrere Hist, die er passierte. Nagrond's Leibwächter wurden nun auf Brock aufmerksam, deuteten in seine Richtung, riefen fortwährend „Firsth ghuv! Firsth ghuv!“, was Brock als Drohung auffasste, und machten sich bereit, ihn abzuwehren.

    In letzter Sekunde bemerkte Brock das Risiko, ließ eine Gruppe Soldaten an ihm vorbeieilen und wartete, bis sie Nagrond's Garde in einen Kampf verwickelt hatten, dann griff auch Brock in das Kampfgeschehen um Nagrond herum ein. Einer der Leibwächter attackierte Brock mit einer Stabwaffe mit Stahlklingen an beiden Enden, wirbelte sie wie einen dürren Zweig um seinen Körper. Brock hielt einen Moment inne, hob seine Schwerter hoch über den Kopf und stieß dann zu. Der Hist gab ein wütendes Grunzen von sich, als die beiden Schwertklingen in dem Hölzernen Mittelteil seiner Stabwaffe stecken blieben. Eine der beiden Spitzen berührte den Boden, die beiden Kontrahenten drückten und zogen von beiden Seiten, um die Waffen von einander zu trennen, ohne die eigene Deckung zu vernachlässigen. Brock gewann das Kräftemessen knapp, schaffte es, die Waffe horizontal zu sich zu drehen. Er setzte einen Fuß auf das Mittelteil, welches der Hist, der kleiner war als Brock, an sich zu reißen versuchte, und stieß sich dann mit dem anderen Fuß vom Boden ab, sodass sein gesamtes Gewicht auf dem Stab lastete. Damit hatte der Hist nicht gerechnet und ließ die Waffe los. Ein fataler Fehler, der gleichzeitig auch sein Todesurteil war, vollstreckt durch Brock. Kaum hatte er sich seines Gegners entledigt, wurde er von Weiteren in Bedrängnis gebracht, doch zwei andere Soldaten halfen ihm, den Angriff abzuwehren.

    Nagrond's Leibgarde kämpfte mit heldenhaftem Mut, doch da immer mehr Vacatanier nachströmten und der Dauerbeschuss der Hist durch die vacatanischen Katapulte und Bogenschützen die Hist daran hinderte, ihrem Anführer zur Hilfe zu eilen, verringerte sich nach und nach die Zahl der Wachen, bis am Ende nur noch Nagrond übrig war. Als er sah, dass alle möglichen Fluchtwege versperrt waren, zog er sein Schwert und rechte es mit einer Hand in die Höhe. Er öffnete den Mund und begann, von kehligen Knacklauten begleitet, fremdartige Worte zu rufen ,die Brock nicht verstand. „Uio ghan pok sevts khalitjos! Quer vat burtho oilats masanchis, Thorf“ „Diese Kreatur will unseren König verhexen! Tötet ihn! Prügelt ihm die Innereien raus!“, rief ein Soldat links von Brock. „Für König Thorf!“, riefen die umstehenden Vacatanier und begannen, auf den Histanführer einzuschlagen, einzustechen und ihn mit derben Flüchen zu bedenken. Doch der Hist starb nicht, machte aber auch keine Anstalten, sich zur Wehr zu setzen. Die Waffen prallten zwar von seiner Rüstung ab, als wäre sie verzaubert und auf magische Weise undurchdringlich gemacht worden, doch Nagrond schien nicht in der Lage zu sein, sich zu bewegen. Ob es wohl an dem Zauber des Herrscherschwertes lag? Auf jeden Fall bot der Hist momentan eine perfekte Zielscheibe. Nagrond's gesamter Körper war von der Rüstung verhüllt, bis auf einige schmale Ritzen zwischen den einzelnen Teilen der Rüstung. „Zielt auf die Gelenke, Kameraden!“, forderte Brock seine Mitstreiter auf. Er hob eines seiner Schwerter, bis es über seinen Schultern verharrte. Nagrond hielt das Herrscherschwert schützend vor sich. Dann griff Brock an. Erst fiel Nagrond's Arm zu Boden, dann das Herrscherschwert, welches aufrecht im Boden stecken blieb, dann sein Kopf. Er rollte und rollte und rollte, bis er schließlich vor einem paar Füße liegenblieb. Einem paar Füße, welches in kunstvoll gearbeiteten, reich verzierten Stiefeln aus Mithril steckten... „Soldat, du hast dich soeben um Vacatanien verdient gemacht. Wie lautet dein Name?“, frage König Thorf.

    Nach dem Tod ihres Anführers zogen sich die Hist zurück. Die Vacatanier verzichteten darauf, sie zu verfolgen. So bald würden sie nicht wiederkommen. Nachdem Brock dem König die letzten Worte des Histfeldherrn wiedergegeben und dieser das Herrscherschwert an sich genommen hatte, verfiel der König, dessen Gesicht nun kreidebleich war, in ein tödliches Schweigen. „Wir haben die heiligen Steine verloren. Eure Männer jedoch haben euer Reich vernichtet, Thorf. Das waren Nagrond's letzte Worte.“, übersetzte Thorf die letzten Worte des Hist für Brock. „Die Weissagung des Urahns erfüllt sich. Ich habe versagt.“, sagte der Monarch er mit brüchiger Stimme.

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re: OK, hier mit Absätzen. Mache in Zukunft mehr d

      Schon besser - aber nur ein bisschen.
      Nach wie vor sind die Hist zu dumm um zu kämpfen, während ein Neuling problemlos mit zwei Waffen umgehen kann. Immer noch kann man den Hass auf die Hist nicht vestehen, oder was an ihnen scheußlich sein soll. die Kämpfe selber sind immer noch nicht besonders überzeugend oder gar spannend, besonders der gegen Nagrond nicht.
      Von Formulierungsschwächen und Rechtschreibfehlern mal abgesehen.
      Grüße,
      JPL

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^2: OK, hier mit Absätzen. Mache in Zukunft mehr

        Hallo JPL, Nach wie vor sind die Hist zu dumm um zu kämpfen,
        Nein, sie sind...
        -kleiner als die Menschen
        -Ebenfalls Milizen (können die Vacatanier aber nicht wissen, darum steht es nicht im Text)
        -und letztlich treffen hier verschiedene Kampfstile auf einander

        während ein Neuling problemlos mit zwei Waffen umgehen kann.
        Wenn man um sein Leben kämpft, dann kann man oft viele Dinge, die man sonst nie schaffen würde. Das nennt sich Kraft der Verzweiflung.

        Immer noch kann man den Hass auf die Hist nicht vestehen, oder was an
        ihnen scheußlich sein soll.
        Du kannst nicht verstehen, wieso die Menschen die Hist nicht leiden können, nachdem sie mehrfach versucht haben, Vacatanien zu invasieren und die gesamte Bevölkerung dort auszulöschen? Und wenn man jemanden wirklich hasst, dann erscheint alles an ihnen scheußlich. Diser Text soll nicht objektiv sein, sondern subjektiv. Dass hat einen wichtigen Nutzen bezüglich des weiteren Verlaufes der Geschichte. Dort soll nämlich der Konflikt zwischen Hist und Menschen aus der Sicht der Hist gezeigt werden.

        die Kämpfe selber sind immer noch nicht besonders überzeugend oder gar spannend,
        hast du vllt einmal in einer solchen Schlacht gekämpft? Woher weißt du dann, dass es nicht wirklich so sein kann? Die Schlacht soll auch kein Stoff für einen Fantasyfilm a la Herr der Ringe sein, sondern die -anfangs scheinbar wechselseitigen- Grausamkeiten zwischen Menschen und Hist darstellen.

        besonders der gegen Nagrond nicht.
        Nagrond ist ja auch kampfunfähig, denn...
        -er versucht, dass Herrscherschwert zu gebrauchen, dass kann aber nur der rechtmäßige Herrscher Vacataniens
        -der Zauber des Herrscherschwertes lähmt ihn-er kann also gar nicht wirklich kämpfen
        -und Nagrond kämpft eigentlich sowieso nicht selber, da er aber nicht von dem Zauber des Herrscherschwerteas gewusst hat, steht er dort und ist kampfunfähig. er hat damit gerechnet, die magischen Kräfte des Herrscherschwertes gegen die Vacatanier einsetzen zu können-das kann er aber nicht. Hätte Nagrond das gewusst, dann wäre er auch nicht selber in die Schlacht gezogen. Von Formulierungsschwächen und Rechtschreibfehlern mal
        abgesehen.
        welche meinst du konkret?

        Grüße Leon

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^3: OK, hier mit Absätzen. Mache in Zukunft mehr

          Hi Leon, Nach wie vor sind die Hist zu dumm um zu kämpfen,
          Nein, sie sind...
          -kleiner als die Menschen
          Einmal schreibst du, dass ein Hist kleiner ist als Brock. Und das auch nur im letzten Drittel. woher soll man dann wissen, dass sie viel kleiner sind? Ausserdem hat Körpergröße nicht viel mit Kampfkraft zu tun. -Ebenfalls Milizen (können die Vacatanier aber nicht wissen,
          darum steht es nicht im Text)
          -und letztlich treffen hier verschiedene Kampfstile auf
          einander
          Was für Kampfstile? Die Menschen schießen die Hist ab, diese laufen einfach nach vorne und lassen sich abknallen, rennen in Lanzen, die sie schon meilenweit sehen und können mit ihren eigenen Wufnadeln nicht umgehen, mit ihren Stabwaffen auch nicht. während ein
          Neuling problemlos mit zwei Waffen umgehen kann.
          Wenn man um sein Leben kämpft, dann kann man oft viele Dinge,
          die man sonst nie schaffen würde. Das nennt sich Kraft der
          Verzweiflung.
          Nein. Kraft der Verzweiflung bedeutet Kraft, nicht Technik. Du kannst aus Verzweiflung vllt. 200kg heben, statt nur 100, aber nicht den ganzen Kampf hindurch mit 2 Waffen kämpfen. Immer noch kann man den Hass auf die Hist nicht vestehen, oder was an
          ihnen scheußlich sein soll.
          Du kannst nicht verstehen, wieso die Menschen die Hist nicht
          leiden können, nachdem sie mehrfach versucht haben, Vacatanien
          zu invasieren und die gesamte Bevölkerung dort auszulöschen?
          Du schreibst nur von einigen grundlosen Invasionsversuchen und plündernden Gruppen. Das ist zwar nicht nett, aber Hass löst man damit noch nicht aus. Zudem schreibst du nichts von "auslöschen". Oder gar, warum die Hist scheußlich sein sollen. Sie sind exotisch, das macht sie aber weder hässlich oder abstoßend.
          Wenn du sie als böse und gefährlich hinstellen willst, dann musst du etwas schlimmes erzählen, oder wenigstens marodierende, plündernde und kindermordende Gruppen erwähnen. Und etwas ind er folgenden Art scrheiben: "... die Hist .... Diese waren zwar menschenähnlich, aber nur halb so groß, waren von grauer Hautfarbe und hatten barbarische Sitten. Man sagte ihnen Kanibalismus nach, auf jeden Fall aber aßen sie Toten ihrer Feinde. ..."
          Dadruch kannst du eine Abneigung beim Leser erzeugen, der sich dann mit den armen Menschen identifizieren kann, anstatt die Menschen Vacataniens Hass predigen zu lassen, mit dem man sich dann identifizieren soll. Und wenn man jemanden wirklich hasst, dann erscheint alles an
          ihnen scheußlich. Diser Text soll nicht objektiv sein, sondern
          subjektiv.
          Die ersten beiden Absätze sind nicht personifiziert, sondern stellen in ihrer Art Allgemeinwissen der Menschen dar. Also ist das objektiv. Dass hat einen wichtigen Nutzen bezüglich des
          weiteren Verlaufes der Geschichte. Dort soll nämlich der
          Konflikt zwischen Hist und Menschen aus der Sicht der Hist
          gezeigt werden.
          Ein guter Punkt, aber die Situation bis zur Schlacht musst du trotzdem so hinstellen, dass es glaubhaft und nachvollziehbar erscheint. Bisher weiß man nicht, warum die Menschen die "Guten" sein sollen. die Kämpfe selber sind immer noch nicht besonders überzeugend oder gar spannend,
          hast du vllt einmal in einer solchen Schlacht gekämpft?
          Nein, die Zeiten sind zum Glück schon vorbei. Aber du hast dein profundes Wissen bei solchen Gelegenheiten gesammelt? Woher
          weißt du dann, dass es nicht wirklich so sein kann?
          Da du ganz explizit Menschen beschreibst und Vacatanien auch keine anders geartete Physik aufzuweisen scheint, als die uns bekannte, haben die Menschen dort etwa dieselben Fähigkeiten wie wir. Beidhädiges Kämpfen erfordert ein erhebliches Mass an Koordination, die weit über das hinaus geht, was man normalerweise so drauf hat.
          Das heisst, üben, üben, üben. Und die Zeit hatte er kaum. Also wird er mit zwei Schwertern nicht anders/besser kämpfen als mit Schwert und Schild. Die
          Schlacht soll auch kein Stoff für einen Fantasyfilm a la Herr
          der Ringe sein, sondern die -anfangs scheinbar
          wechselseitigen- Grausamkeiten zwischen Menschen und Hist
          darstellen.
          Gräueltaten von Hist nennst du keine einzige. Du dienen nur als Kanonenfutter. Vor allem, weil du vor dem ersten Kampf als Hist als gnadenlose, tolle, klug ihre Wurfnadeln einsetzende Übermacht beschreibst ist es umso seltsamer, dass gar nichts davon passiert: Sie setzen kein einzges Mal ihre Nadeln ein, töten kaum Gegner, die Leibgarde ist flugs aufgerieben und von einer Übermacht kann keine Rede sein, da die Menschen keinen Fussbreit Land verlieren. Dadurch konterkarierst du deine eigene Beschreibung und man fragt sich, wie grausam die dann bitte sein sollen. besonders der gegen Nagrond nicht.
          Nagrond ist ja auch kampfunfähig, denn...
          -er versucht, dass Herrscherschwert zu gebrauchen, dass kann
          aber nur der rechtmäßige Herrscher Vacataniens
          Der braucht aber lange, um das zu checken. Vor allem hätte das doch schon mal viel früher probiert, und nicht erst in der Schlacht, wenn es fast zu spät ist. -der Zauber des Herrscherschwertes lähmt ihn-er kann also gar
          nicht wirklich kämpfen
          na wie praktisch -und Nagrond kämpft eigentlich sowieso nicht selber, da er
          aber nicht von dem Zauber des Herrscherschwerteas gewusst hat,
          steht er dort und ist kampfunfähig. er hat damit gerechnet,
          die magischen Kräfte des Herrscherschwertes gegen die
          Vacatanier einsetzen zu können-das kann er aber nicht. Hätte
          Nagrond das gewusst, dann wäre er auch nicht selber in die
          Schlacht gezogen.
          Wie gesagt, warum hat er es nicht schon früher ausprobiert? Von Formulierungsschwächen und Rechtschreibfehlern mal
          abgesehen.
          welche meinst du konkret?
          Schon der erste Satz.

          Grüße,
          JPL



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