Science-Fiction-Passage

Hi zusammen.

Mich würde interessieren, wie es um die objektive Lesbarkeit der unten angefügten Passage steht (aus einem Maja-Reinkarnations-Thriller-Romanfragment, übrigens noch vor der 2012-Welle entworfen, die spätestens seit Emmerich über uns rollt). Ist vielleicht überdurchschnittlich lang für dieses Brett, aber ich fand nirgendwo eine quantitative Beschränkung vorgegeben.

Im Licht der Mittagssonne zog eine große Limousine gemächlich über eine Landstraße. Auf dem Rücksitz blätterte Rajan in Papieren. Neben ihm saß sein Sekretär Tapas. Eine transparente Wand trennte den hinteren Kabinenraum vom Fahrerraum. Vorne saßen zwei indische Guards, von denen einer das Fahrzeug steuerte.

„Das Blatt ganz unten ist ein Schreiben von CNN“, sagte Tapas. „Die wollen ein Interview mit Ihnen, schon nächste Woche.“

Rajan warf einen Blick darauf. „Nicht mit diesem Interviewer. Der ist inkompetent für spirituelle Themen.“

„Gut, ich teile denen mit, dass Sie jemand anderen wünschen.“

Rajan sah wieder durch den Stapel. Er nahm ein Papier heraus, überflog es und deutete auf eine Stelle.

„Das hier…“

Er blickte zur Seite - und konnte nicht glauben, was er sah: nicht Tapas, sondern Shab Car saß neben ihm… Rajan erkannte ihn sofort. Das Gesicht und der nackte Oberkörper waren mit einer Kriegsbemalung geschmückt. Das schwarze Haar fiel über die Schultern herab. Der Blick war düster und herrisch.

Mit einer Nadel stieß der Maya in Rajans Oberarm. Der Inder starrte ihn an, während die Papiere aus seinen Händen auf den Fahrzeugboden rutschen.

„Das Gift der Pejuana“, sagte Shab Car mit einem Lächeln. „Erst lähmt es, dann… aber du weißt das ja, Paal Kum.“

Rajan drehte langsam seinen Kopf nach vorn, zu den Bodyguards. Aber dort saßen keine Inder, sondern langhaarige Maya, von denen einer das Fahrzeug steuerte. Die vorüberziehende Landschaft hatte sich nicht verändert.

Rajan versuchte mit aller Kraft, seine Arme zu bewegen. Es gelang ihm nicht. Nur Sprechen war noch möglich, wenngleich sehr mühsam.

„Du bist Shab Car. Jetzt verstehe ich. Du steckst in Blake, und Shaimaa in Galaxy Doom.“

Shab Car lachte auf. „Ich bin nicht Shab Car. Nicht mehr.“

In Rajan rasten die Gedanken. Schon Fomor war ein extrem gefährlicher Gegner gewesen, den er nur knapp hatte besiegen können. Was, wenn Shab Car noch stärker war? Rajan versuchte die Lähmung seines Körpers zu vergessen - sie war, wie alles hier um ihn herum, ohnehin nur halluzinativ - und die Ressourcen seines Geistes zu aktivieren. Er verschmolz, so gut es ging, mit der mentalen Energie des Kosmos und drang in Shab Cars Geist ein.

Der Maya riss plötzlich Mund und Augen auf. Die Farbmuster auf seinem Gesicht und Oberkörper wurden lebendig und nahmen die Gestalt kleiner Schlangen an – sie lösten sich von der Haut ab und krochen von allen Seiten auf Shab Cars offenen Mund zu – sie drangen in den Mund ein –

Er rollte mit den Augen. Seine Backen blähten sich auf.

Endlich waren alle Schlangen im Mund verschwunden. Der Maya machte ein schluckende Bewegung.

Seine Augen funkelten wild.

Mit Schrecken erkannte Rajan, dass die Bemalung auf Shab Cars Gesicht und Körper wieder intakt war. Der Angriff war fehlgeschlagen. Und er hatte viel Kraft gekostet.

„Mir wird klar, warum Fomor ein Problem hatte“, sagte der Maya nicht ohne Respekt. „Du bist stark. Trotz des Giftes.“

„Das Gift ist nur imaginär“, brachte Rajan hervor. „Leider wirkt es trotzdem.“

Er versuchte wieder seine Arme zu heben, aber vergebens. Vorne lenkte der Maya-Fahrer seelenruhig die Limo durch die Landschaft. Andere Autos waren nicht zu sehen, auch keine Menschen.

„Ich nehme an, dass mein Sekretär gerade meinen Puls tastet und der Chauffeur den Wagen anhält.“

Shab Car machte eine ironische Geste.

„Es gibt so viele Realitäten.“

Er zog ein Messer aus seinem Gürtel. Ein edel verziertes und sehr scharfes Messer.

„Und einer wird sie beherrschen. Ich.“

Rajan sah ihn an. Er versuchte, obwohl sein Verstand nur noch schwerfällig funktionierte, ein Gesamtbild zusammenzusetzen.

„Du hast die Dämonen geschickt. Du herrschst über das Dämonenreich. Und du willst Galaxy Doom als Braut.“

Shab Car hob das Messer und schnitt mühelos durch das dicke Glas der Trennwand. Als er die Klinge herauszog, schloss sich der Schnitt wieder.

„Ein gutes Messer.“

Dann hielt er das Messer an Rajans Kehle.

„Paal Kum, du Bastard. Schon vor zweitausend Jahren wollte ich dich töten, als du der Ahau Can warst, der mächtigste Priester unseres Reiches und mein größter Gegner.“

„Und du warst ein Chilan, der für seine Orakel grausam Menschen opferte, nicht anders als die Sonnenpriesterin Shaimaa. Ich habe diese fremde Sitte immer verachtet.“

Shab Car kratzte spielerisch mit der Klinge an Rajans Kehle.

„Die Götter sprachen durch mich, nicht durch dich“, sagte er mit Pathos. „Du warst nur ein moralisierender Wichtigtuer. Jetzt ist der Moment gekommen, dir die Rechnung für deine Anmaßung zu präsentieren.“

Er drückte die Klinge fester gegen Rajans Hals.

„Jetzt, da ich selbst ein Gott bin.“

Es war seltsam - kaum war der Moment des Todes gekommen, da wirkte er wie etwas völlig Vertrautes, wie eine Heimat, die man im Innersten nie verlassen hatte. Eine tiefe Ruhe durchströmte Rajan, und er fühlte keine Angst. Aber da war etwas, das diese Ruhe störte, nämlich der Gedanke, dass Shab Car - oder wer auch immer er jetzt war - gestoppt werden musste. Sofort. Bevor Rajans mentale Kräfte endgültig versiegten.

Mit einem letzten Aufbäumen schaltete er seinen Geist auf Highspeed.

Laut klirrend zerbrach die gläserne Trennwand vor ihnen in hundert Stücke.

Zeitlupenhaft langsam sah Shab Car nach vorne. Dort formierten sich die Scherben zu einem Geschwader, das auf Shab Car Kurs nahm, der starr wie eine Statue das Messer an Rajans Kehle hielt.

Die Typen auf den Vordersitzen schienen nichts zu merken. Sie waren ohnehin nur Projektionen aus Shab Cars Geist.

Die vordersten Glasgeschosse drangen bereits in seine Wangen und Brust ein, da realisierte der Maya seine Lage.

Während sich immer mehr Scherben in Shab Car bohrten, schnitt die Klinge langsam durch Rajans Kehle.

Der Inder kippte mit einem Gurgeln zur Türseite und sackte im Sitz zusammen.

Neben ihm leckte der Maya das Blut von der Klinge. Sein Gesicht und seine Brust waren wieder unversehrt, als hätte es die Glasgeschosse nie gegeben. Auch die Trennwand war intakt.

Er steckte das Messer weg und warf einen letzten Blick auf den toten Inder.

Dann verwandelte er sich in Bogor zurück, der in der blauen Unendlichkeit des Astralraums schwebte, umgeben vom Lichtermeer astraler Körper.

Auf der Landstraße hielt die Limousine am Straßenrand an. Die Vordertüren wurden aufgestoßen, die Guards sprangen heraus und hasteten zur am Fahrbahnrand geöffneten hinteren Tür. Drinnen beugte sich Tapas über den zusammengesunkenen Rajan, der ohne äußere Verletzungen war. Entsetzt sah er die Guards an.

„Ein Dämon hat unseren Meister ermordet.“

Hallo, Horst,

eine „objektive Lesbarkeit“ gibt es nicht, aber ich riskiere trotzdem mal ein paar Worte.

Ich mag nicht jeden Satz zerpflücken, denn das hier ist immerhin Freizeit, daher nur mein Eindruck und ein Beispiel.

Auf mich wirkt der Inhalt der Geschichte spannend, sogar sehr spannend, und der Erzählstil ist flüssig. Allerdings hätte die Story es verdient, mit etwas mehr „Pfeffer“ erzählt zu werden.
Ich lese einen anschaulich beschriebenen, dramatischen Ablauf, aber ich erlebe - bzw. „ersterbe“ - ihn nicht mit. Er läuft etwas zu glatt ab.

Ein Beispiel:

Der Inder starrte ihn an, während die Papiere aus seinen Händen auf den Fahrzeugboden rutsch t en.

Du beschreibst den Ablauf, aber war das schon das ganze spontane Entsetzen im Angesicht eines soeben aus der Hölle ausgespuckten Todfeindes? Da mag Rajan noch so abgeklärt sein, ich glaube ihm das nicht. Und das Papier hat sonst nichts zu tun als zu fallen? Papierverschwendung.

Die Bögen könnten doch auch an dieser Stelle gar nicht erwähnt, aber später im Todeskampf von den Sohlen zertrampelt, zerfetzt … sonstwas werden. Für mich wäre das spannender zu lesen, aber vielleicht ist mein Geschmack auch zu trivial.

Auf jeden Fall: Ich habe hier schon mehr gelesen und mich nicht geäußert. Also ist es wohl nicht so schlecht. Subjektiv gelesen.

Lieben Gruß

Günter

Hi Günter.

eine „objektive Lesbarkeit“ gibt es nicht

Schon klar, aber ich meinte damit nur die Sicht einer anderen Person auf das „geschaffene“ Objekt.

Ich lese einen anschaulich beschriebenen, dramatischen Ablauf,
aber ich erlebe - bzw. „ersterbe“ - ihn nicht mit. Er läuft
etwas zu glatt ab.

Ich gebe dir vollkommen recht, es bestätigt meine eigenen Bedenken. Das liegt z.T. daran, dass die Passage eine „Adaption“ eines ursprünglichen, von mir verfassten Drehbuchs ist. In Drehbüchern ist der Darstellungsstil tendenziell zurückhaltend und nüchtern, und es gelang mir nicht, diese Nüchternheit aus der Romanübertragung zu eliminieren. Ein weiterer prinzipieller Grund ist, dass ich mir zwar problemlos spannende Plots und Szenen ausdenken kann, ohne aber den Leser auf der emotionalen Ebene wirklich packen zu können.

Du beschreibst den Ablauf, aber war das schon das ganze
spontane Entsetzen im Angesicht eines soeben aus der Hölle
ausgespuckten Todfeindes? Da mag Rajan noch so abgeklärt sein,
ich glaube ihm das nicht.

Dazu muss ich anmerken, dass in einer vorausgehenden exzessiven Szene Rajan siegreich einen fürchterlichen Kampf gegen einen Dämon ausgefochten hat und der Leser von einem zu offensichtlichen Erschrecken angesichts der neuen Bedrohung überraschter wäre als von einer relativen Gefasstheit.

Gruß

Horst

Hi Hiorst,

es wirkt ein wenig wie Prof Zamorra und einige Zusammenhänge werden erst zu spät klar um wirklich Lesegenuss zu erzeugen. Im Ganzen ist alles zu dünn und lieblos runtergeschrieben um spannend zu sein.

Im Licht der Mittagssonne zog eine große Limousine gemächlich
über eine Landstraße. Auf dem Rücksitz blätterte Rajan in
Papieren. Neben ihm saß sein Sekretär Tapas.

„Tapas“ klingt wie das gleichnamige Gericht. Das macht die Figur etwas lächerlich.

Eine transparente
Wand trennte den hinteren Kabinenraum vom Fahrerraum. Vorne
saßen zwei indische Guards, von denen einer das Fahrzeug
steuerte.

Der letzte Teilsatz is überflüssig (es se denn du wolltest darauf hinaus dass es sich um eine Fahrschule handelt).

Aber dort saßen keine Inder, sondern langhaarige Maya, von
denen einer das Fahrzeug steuerte.

Das ist so etwa der Satz von oben mit einem kleinen Einschub. Also a) langweilig (weil schon gelesen) und b) dasselbe Manko wie oben.

Die vorüberziehende
Landschaft hatte sich nicht verändert.

Was willst du damit sagen? Eine sich nicht verändernde aber vorüberziehende Landschaft ist eigentlich ein Widerspruch (von Nebelfahrten oder Betonwänden mal abgesehen). Wenn du ausdrücken willst, dass sich nur die Fahrgäste verändert haben, dann müsste ein „doch“ oder „aber“ an den Anfang des Satzes. Oder du schreibst einfach hin, was du sagen willst.

Rajan versuchte mit aller Kraft, seine Arme zu bewegen. Es
gelang ihm nicht. Nur Sprechen war noch möglich, wenngleich
sehr mühsam.

Hm, nur sprechen stimmt ja auch nicht. Sämtliche unterbewusst gesteuerten Muskeln funktionieren ja anscheinend noch, und die Augenlider fallen ihn´m ja auch nicht zu.

„Du bist Shab Car. Jetzt verstehe ich. Du steckst in Blake,
und Shaimaa in Galaxy Doom.“

Noch mehr Namen - wobei Galaxy Doom eher einen Ort bezeichnen würde?
Langsam solltest du ein wenig mehr Info liefern, sonst könnte man die Übersicht verlieren. Die Namen sind auch etwas seltsam - Absicht?

Er verschmolz, so gut
es ging, mit der mentalen Energie des Kosmos und drang in Shab
Cars Geist ein.
Der Maya riss plötzlich Mund und Augen auf.

Da könnte man mehr draus machen. Immerhin geht hier eine Menge vor sich und es ist nicht klar, wie schnell Rajan mit der kosm. Energie verschmilzt, was überhaupt gnau passiert, warum er das machen muss und wie es auch noch schafft, dabei zu sehen. Ausserdem: Wozu die körperliche Lähmung, wenn es ein Duell des Geistes ist?

Mit Schrecken erkannte Rajan, dass die Bemalung auf Shab Cars
Gesicht und Körper wieder intakt war. Der Angriff war
fehlgeschlagen. Und er hatte viel Kraft gekostet.

Witzige Idee - nächstes Mal könnte er die schlagen aber auch einfach zubeissen lassen oder einen Würgeangriff starten lassen.

Shab Car machte eine ironische Geste.
„Es gibt so viele Realitäten.“

Will der eigentlich nur quatschen?

„Du hast die Dämonen geschickt. Du herrschst über das
Dämonenreich. Und du willst Galaxy Doom als Braut.“

Bei allem Respekt, aber das ist ne ganz schön olle Kamelle. Bösewicht will Universumsherrschaft und die coole Schnecke gleich dazu. Mehr Interessen gibt’s da nicht? Oder kommt das noch?

Shab Car hob das Messer und schnitt mühelos durch das dicke
Glas der Trennwand. Als er die Klinge herauszog, schloss sich
der Schnitt wieder.

„Ein gutes Messer.“

Nö ein Scheißmesser, weil es keine Wunden macht.

[…] Er drückte die Klinge fester gegen Rajans Hals.
„Jetzt, da ich selbst ein Gott bin.“

Ein wenig Blabla, das aber keinen echten Infos rüberbringt.

Mit einem letzten Aufbäumen schaltete er seinen Geist auf
Highspeed.

Dann hoffen wir mal, dass die Kühlung auch mitmacht. Was bedeutet Highspeed hier? Dass er schneller denkt? Das wird ihm kaum was nützen. Statt dessen hätte die ganze Zeit überlegen können, wie er seine geistigen Reserven sinnvoll einsetzen könnte. Also muss eine Idee her, keine schnellere Denkfolge.

Während sich immer mehr Scherben in Shab Car bohrten, schnitt
die Klinge langsam durch Rajans Kehle.
Der Inder kippte mit einem Gurgeln zur Türseite und sackte im
Sitz zusammen.

wieso kippt der jetzt um? Der konnte sich dich vorher auch nicht bewegen? Wenn er also keinen Impuls von Aussen bekommt, ist er immer noch so verkrampft wie vorher und würde einfach sitzen bleiben.

Neben ihm leckte der Maya das Blut von der Klinge. Sein
Gesicht und seine Brust waren wieder unversehrt, als hätte es
die Glasgeschosse nie gegeben. Auch die Trennwand war intakt.

Er steckte das Messer weg und warf einen letzten Blick auf den
toten Inder.

Dann verwandelte er sich in Bogor zurück, der in der blauen
Unendlichkeit des Astralraums schwebte, umgeben vom
Lichtermeer astraler Körper.

Zurückverwandeln würde bedeuten, dass er im selben Raum /Realität bleibt - da er aber ein den Astralraum ‚wechselt‘ transferiert er entweder seinen Geist dorthin oder hatte Rajan dorthingeholt, was dieser dann aber hätte bemerken können/müssen.

Insgesamt ganz nett, aber ausbaufähig.
Grüße,
JPL

Astral-Action
Hi JPL.

es wirkt ein wenig wie Prof Zamorra

Mir bisher unbekannt, habe mich gerade darüber schlauer gegoogelt.

Im Ganzen ist alles zu dünn und lieblos runtergeschrieben um
spannend zu sein.

Wie schon an Günter mitgeteilt, liegt das z.T. an der Übertragung aus einem (eigenen) Drehbuch, zu der ich von einem Drehbuchautor angeregt wurde. Ich klebte zu sehr an der nüchternen (rein beschreibenden) Darstellung des Originals.

„Tapas“ klingt wie das gleichnamige Gericht. Das macht die
Figur etwas lächerlich.

Tapas ist ein indischer Männervorname, der sich vom Yoga-Begriff tapas (Selbstbeherrschung, Askese) herleitet. Da ich kein Gourmet bin, war mir die kulinarische Verwendung unbekannt.

Rajan versuchte mit aller Kraft, seine Arme zu bewegen. Es
gelang ihm nicht. Nur Sprechen war noch möglich, wenngleich
sehr mühsam.

Hm, nur sprechen stimmt ja auch nicht. Sämtliche unterbewusst
gesteuerten Muskeln funktionieren ja anscheinend noch, und die
Augenlider fallen ihn´m ja auch nicht zu.

Es geht hier nicht um naturwissenschaftliche Logik, sondern um mentale Suggestionen von halluzinativer Kraft, zu denen beide Widersacher fähig sind. Inspiriert hat mich dazu die Figur des Freddy Krueger, der seine Opfer im Traum heimsucht, um sie in prekäre Situationen zu versetzen, die er fast nach Belieben kontrolliert. Nur dass meine Figuren ihre Opfer/Gegner auch in deren Wachzustand attackieren können.

Noch mehr Namen - wobei Galaxy Doom eher einen Ort bezeichnen
würde?

Nein, eine sexy DJane und Powerfrau, die eine Reinkarnation der früheren Geliebten (Shaimaa) des Mayapriesters ist. Sie ist die Hauptfigur der Story.

Die Namen sind auch etwas seltsam - Absicht?

Natürlich. Es sind Maya-Namen und ein Künstlerpseudonym (Galaxy Doom).

Ausserdem: Wozu die körperliche Lähmung, wenn es ein Duell des Geistes ist?

Auch die körperliche Lähmung ist mental aufgezwungen, wie schon aus dem Text hervorgeht („Das Gift ist nur imaginär“ z.B.).

Shab Car machte eine ironische Geste.
„Es gibt so viele Realitäten.“

Will der eigentlich nur quatschen?

Eigentlich eine Drehbuchszene, wie gesagt. Die Bösewichte quatschen in Filmen bekanntlich gerne, wenn sie den Guten attackieren, was ihnen dann oft das Leben kostet.

„Du hast die Dämonen geschickt. Du herrschst über das
Dämonenreich. Und du willst Galaxy Doom als Braut.“

Bei allem Respekt, aber das ist ne ganz schön olle Kamelle.
Bösewicht will Universumsherrschaft und die coole Schnecke
gleich dazu. Mehr Interessen gibt’s da nicht? Oder kommt das
noch?

Shab Car ist als Bogor der König der Dämonen unserer Galaxis. Natürlich will er seine Maya-Ex in Gestalt von Galaxy als Königin gewinnen. Es gibt keine Geilere.

Als er die Klinge herauszog, schloss sich
der Schnitt wieder.
„Ein gutes Messer.“

Nö ein Scheißmesser, weil es keine Wunden macht.

Letztlich aber doch. Es ist halt ein „mentales“ Messer, und das macht, was Shab Car will.

Mit einem letzten Aufbäumen schaltete er seinen Geist auf
Highspeed.

Dann hoffen wir mal, dass die Kühlung auch mitmacht. Was
bedeutet Highspeed hier? Dass er schneller denkt?

Im Drehbuch-Kontext ist das eine Slow-Motion-Szene: der „Geist“ funktioniert so schnell, dass die äußerlichen Prozesse (Shab Cars Kopfdrehung und das Fliegen der Glasscherben) verglichen damit im Schneckentempo ablaufen. Man kennt das aus Matrix oder Wächter des Tages.

Dann verwandelte er sich in Bogor zurück, der in der blauen Unendlichkeit des Astralraums schwebte, umgeben vom Lichtermeer astraler Körper.

Zurückverwandeln würde bedeuten, dass er im selben Raum
/Realität bleibt - da er aber in den Astralraum ‚wechselt‘
transferiert er entweder seinen Geist dorthin oder hatte Rajan
dorthingeholt, was dieser dann aber hätte bemerken
können/müssen.

Im Kontext heißt das, dass Bogor (der früher Shab Car war) die ganze Zeit über die Szene vom Astralraum aus steuert. Shab Car ist in der Szene nur eine Art Avatar.

Für deine detaillierte Kritik danke ich dir. Ich bin so frei, eine Passage aus einem anderen Projekt anzufügen, aus der genauer hervorgeht, wie die mentalen Attacken zu verstehen sind.

Gruß

Horst

Anhang (ein CIA-Team - der Amerikaner Eric und die Chinesin Liao - dringt auf der Astralebene in ein chinesisches Labor ein):

Ein minimales Flackern von Eric. „Okay. Das ist er. Jetzt du.“ Liao fixierte den anderen, der in einem Nebenzimmer wachte, ohne aktiv zu sein. Er saß ein Buch lesend in einem Sessel. Vermutlich war er auch im Normalzustand sensibel für astrale Irregularitäten in seiner Umgebung. Für Liaos und Erics Frequenzniveau fehlte ihm allerdings die Antenne. Da sein Mentalfeld für mentale Schwingungen empfänglich war - ohne dass er das bewusst registrierte - , konnte sich Liao auf dieser Ebene bei ihm einloggen. So nannte das Eric.

In Danville hatten sie ihr einen chinesischen Pornofilm serviert. Vom Feinsten. Sie hatte eine Sequenz daraus zwölf Mal anschauen müssen. Eine Fellatio-Sequenz. Bei der dem Mann Hören und Sehen verging. Das sollte auch diesem Agenten vergehen. Die Sequenz war ein festes Element in Liaos Unbewusstem geworden, das sie jetzt reaktivierte und als Schwingungsmuster an das Mentalfeld des anderen übermittelte. Dieses leitete die Schwingungen in Sekundenbruchteilen an sein Astralfeld weiter, welches den physischen Körper in Erregung versetzte. Ohne dass der Mann ahnte, was ihm geschah, füllte sich sein Penis mit Blut. Die von Liao memorierte Szene geisterte plastisch durch sein Bewusstsein. Sie war zusätzlich angeheizt mit ihrer weiblichen Empathie. Er verlor jede Orientierung.

Jetzt kam Erics Part.

Für den Bruchteil einer Sekunde flammte das Astralfeld des Mannes auf. Eric fuhr für diese Zeitspanne förmlich in ihn hinein. Seine mentale Energie überlastete das System des Mannes. Der Agent kollabierte. Ohne Liaos Attacke hätte er vielleicht standgehalten. Bewusstlos sank er in seinem Sessel zusammen. Das astrale Äquivalent des Buches fiel aus seinen Händen. ´Die sieben Tode des Lan Min´, war der Titel. Irgendein mythischer Roman. Liaos mikroskopisch sensitiver Geist erfasste die Story im mentalen Zeitraffer. Ganz nebenbei. Die mentale Kamera sieht alles.

Hi Horst,

Wie schon an Günter mitgeteilt, liegt das z.T. an der
Übertragung aus einem (eigenen) Drehbuch, zu der ich von einem
Drehbuchautor angeregt wurde. Ich klebte zu sehr an der
nüchternen (rein beschreibenden) Darstellung des Originals.

Okay, Problem erkannt, dann mal ran an das, was noch im Kopfe herumschwirrt und alles ein wenig differnzierter beschrieben. Gerade die „Schlangen-Szene“ kann viel mehr Details vertragen, da es sich hier - bisher - um den Einstieg in die Geschichte handelt und damit der Leser zum ersten Mal mit der „Magie“ der Geschichte konfrontiert wird. da sollte z.b. erklärt werden, wie das Gefüge Astralebene-Welt sich verhält, warum man zaubern kann, warum man die Astralenergie braucht, was man damit macht, wie lange das dauert, warum das einen erschöpft, u.s.w.
Es gibt ja diverse "Magie"Geschichten: Bei den Marvels können das eben einige und haben quasi unbegrenzte Energie, die sie von-weiß-woher beziehen, Mausbiber Gucky & Co sind da ähnlich, „verbrauchen“ aber die psionische Engerie, ebenso wie in Aventurien. In der Matrix-Reihe kann eigentlich jeder „zaubern“, denn es werden nur lokal bestimmte Parameter der Matrix auf andere Werte gesetzt; bei Necroscope gibt es angeborene aber auch erlernbare Fahigkeiten, die sogar gestohlen werden können. Im Rad der Zeit wird eine Art Astralmatrix verwendet, die lokal ander verknpüft wird, was dann Auswirkungen auf die reale Welt hat. Dread in Otherland kann es eben, aber nicht beliebig oft. Und so weiter und so fort.
Wie also sieht das bei dir aus?

Vor allem wäre interessant zu erfahren, warum nur alte Mayas das können (und z.b. keine Inkas oder Schamanen) und wie viele parallele Realitäten es denn gibt. Ferner: Was ist mit den echten Göttern der Mayas, die diese angebetet haben - sitzen die auch im Astralraum? Was ist mit Wesen von anderen Planeten, gibt es da welche. Denn dieser Astralraum wie du ihn beschreibst erinnert stark an den Äther, den man früher mal gesucht hat: Ein Kontinuum, in das das Universum eingebettet ist.
Weiterhin: Wenn dieser Chab Car der Dämonenfürst ist und im Astralraum hockt, dann wohl auch seine Heerscharen - aber woraus setzen die sich eigentlich zusammen? Und kommen alle Toten in den Astralraum? Und sitzt Gott samt Buddha da auch?
Viele Fragen, vllt hast du die Antworten schon, vllt auch nicht. Für eine schlüssige Story lohnt es sich darüber nachzudenken.

„Tapas“ klingt wie das gleichnamige Gericht. Das macht die
Figur etwas lächerlich.

Tapas ist ein indischer Männervorname, der sich vom
Yoga-Begriff tapas (Selbstbeherrschung, Askese) herleitet. Da
ich kein Gourmet bin, war mir die kulinarische Verwendung
unbekannt.

Gut, die meisten werden aber eher ein Gourmet denn ein indischer Yoga-Kenner sein. Du musst dir bei den Namen halt nur überlegen, was es bei den Leuten für Suggestionen hervorrufen könnte.

Hm, nur sprechen stimmt ja auch nicht. Sämtliche unterbewusst
gesteuerten Muskeln funktionieren ja anscheinend noch, und die
Augenlider fallen ihn´m ja auch nicht zu.

Es geht hier nicht um naturwissenschaftliche Logik, sondern um
mentale Suggestionen von halluzinativer Kraft, zu denen beide
Widersacher fähig sind.

Es sollte aber auch um wiss. Logik gehen. Zugegeben, es ist etwas spitzfindig, aber ein gutes Bsp für einen etwas zu flapsigen Satz.

Nein, eine sexy DJane und Powerfrau, die eine Reinkarnation
der früheren Geliebten (Shaimaa) des Mayapriesters ist. Sie
ist die Hauptfigur der Story.

Na gut, aber wenn du vom Trash loskommen willst solltest du den Namen erklären. Warum bleibt sie nicht bei ihrem alten wie die anderen auch, sondern nennt so, dass man an Lady Gaga denkt?

Auch die körperliche Lähmung ist mental aufgezwungen, wie
schon aus dem Text hervorgeht („Das Gift ist nur imaginär“
z.B.).

Was aber nicht erklärt, warum sie überhaupt notwendig ist.

Eigentlich eine Drehbuchszene, wie gesagt. Die Bösewichte
quatschen in Filmen bekanntlich gerne, wenn sie den Guten
attackieren, was ihnen dann oft das Leben kostet.

Ja, und genau das nervt meistens. Mna sollte das geschickter verpacken.

Shab Car ist als Bogor der König der Dämonen unserer Galaxis.
Natürlich will er seine Maya-Ex in Gestalt von Galaxy als
Königin gewinnen. Es gibt keine Geilere.

Und warum st das so schwer, seine alte Maya-Ex wiederzugewinnen?

Nö ein Scheißmesser, weil es keine Wunden macht.

Letztlich aber doch. Es ist halt ein „mentales“ Messer, und
das macht, was Shab Car will.

Ich ziehe den Kommentar zurück. Später klärt sich, dass er die Glaswand kontrolliert - zu spät allerdings.

Im Drehbuch-Kontext ist das eine Slow-Motion-Szene: der
„Geist“ funktioniert so schnell, dass die äußerlichen Prozesse
(Shab Cars Kopfdrehung und das Fliegen der Glasscherben)
verglichen damit im Schneckentempo ablaufen. Man kennt das aus
Matrix oder Wächter des Tages.

Zwischen slow-Mo und schnellerem denken ist aber Unterschied. Wahrscheinlich meinst du eher etwas wie in „Wanted“ bei dem Killer eine schnellere Wahrnehmung & Reaktion haben, als die anderen. Denn nur eine schnellere Wahrnehmung nützt eigentlich nichts.
Ich hab jetzt die Szene nicht mehr genau im Kopf, aber wenn Rajan schneller „sieht“ und schneller handelt, würde er ja nicht warten bis alle Scherben der Glaswa zu Boden gefallen sind. Ausserdem wäre es doch viel effektiver [wenn wir mal davon ausgehen dass Chab Car erfahrung mit den verschiedenen Todesarten in der Geistwelt hat und nur dann umkommen würde, wenn ihn ein absoluter wirkender Tod ereilen würde als nur ein paar Glasscheiben, die ih piecksen], wenn Rajan, die Scheibe in Microbruchstücke zerfallen leiße und diese dann kleinen Geschossen gleich Chab Car auf den Hals hetzt. Überall dort, wo keine Knochen die kleinen Biester aufhielten, würde Chab wie von einer Granate zersiebt - nicht besonders gesundheitsförderlich.

Anhang […]

Du wirfst hier astral und mental munter durcheinander; Erics mentales Feld übernimmt das astrale des Mannes, Liaos astrales beeiflusst nur dessen mentale, das wiederum das astrale beeinflusst … Häh?
Ausserdem verwendest du gerne etwas pseuso-wissenschaftliche Begriffe: Frequenzniveau, mikroskopisch sensitiver Geist, einloggen, Mentalfeld, mentale Kamera - klingt alles doll, verschleiert aber nur, dass du keine Lust hast, den Punkt konkret zu benennen. Um den Leser abzuholen, sollte man das aber machen.
Aber immer noch besser als die Schreibe oben.
Grüße,
JPL

Die CIA und die PSI-Agenten
Hi JPL.

Sorry für die Verzögerung.

Gerade die „Schlangen-Szene“ kann viel mehr Details vertragen,
da es sich hier - bisher - um den Einstieg in die Geschichte
handelt und damit der Leser zum ersten Mal mit der „Magie“ der
Geschichte konfrontiert wird.

Im fertigen Drehbuch-Original ist die Stelle so etwa am Anfang des Showdown, also ziemlich weit hinten.

da sollte z.b. erklärt werden,
wie das Gefüge Astralebene-Welt sich verhält, warum man
zaubern kann, warum man die Astralenergie braucht, was man
damit macht, wie lange das dauert, warum das einen erschöpft,
u.s.w.

Genau. Mir geht es ja um SF, also um zumindest fiktiv wissenschaflich erklärbare „paranormale“ Phänomene. Die Astralraum-Theorie der modernen, hierbei auf dem Vedanta beruhenden Esoterik ist differenziert genug, um hinreichend Anknüpfungspunkte für (zumindest, wie gesagt) fiktiv-wissenschaftliche Begründungen zu liefern.

Übrigens hat die CIA vor Jahrzehnten mit „PSI“-Agenten (Remote Viewing) experimentiert, die Versuche aber (angeblich) eingestellt. Die Russen erforschen diese Dinge im Militär- und Geheimdienstbereich ebenfalls. Ich mache nichts anderes, als dieses Sujet in SF-Stories zu verpacken (als einer der wenigen, die offen und vor allem systematisch die Astral-Terminologie verwenden). Es gibt einen US-Film (Suspect Zero), der das zum Thema hat.

bei Necroscope gibt es
angeborene aber auch erlernbare Fahigkeiten, die sogar
gestohlen werden können. Im Rad der Zeit wird eine Art
Astralmatrix verwendet, die lokal ander verknpüft wird, was
dann Auswirkungen auf die reale Welt hat.

Du kennst da Sachen, die mir ganz unbekannt sind. Ich dachte eine Zeitlang, mir wäre diese Astral-Masche als erstem eingefallen.

Wie also sieht das bei dir aus?

Je nach Story unterschiedlich. Mal nehme ich mir mehr, mal weniger Freiheit in der Anwendung der esoterischen Astraltheorie. Grundsätzlich denke ich, dass es hier kaum Grenzen der Phänomenalität gibt, wenn denn nur genügend „Energien“ im Einsatz sind.

Ich will hier nur am Rande erwähnen, dass die gegenwärtige Parapsychologie sich selbst viel zu enge Grenzen setzt, was die Akzeptanz paranormaler Phänomenalität betrifft. Ich kenne persönlich in München zwei alte Männer, die mit paranormalen Fähigkeiten begabt sind, die alles sprengen, was die Parapsychologie überhaupt kennt und anerkennt. Ich war oft genug Augen- und und vor allem Ohrenzeuge dieser Fähigkeiten. Da diese Männer intellektuell sehr einfältig sind und Angst vor einer wirklich öffentlichen Offenbarung ihrer Fähigkeiten haben, wird die offizielle Parapsychologie (z.B. in Gestalt des Institutes in Freiburg) bis auf weiteres ihren naiven Stand beibehalten (der gerade mal die Kulagina als „optimus maximus“ anerkennt - verglichen mit vorgenannten Männern eine kleine Anfängerin).

Vor allem wäre interessant zu erfahren, warum nur alte Mayas
das können (und z.b. keine Inkas oder Schamanen) und wie viele
parallele Realitäten es denn gibt.

Mir ging es darum, die mythische 2012-Maya-Weltuntergangs-Vision in eine eigenwillige Story zu verpacken, wobei der Untergang eben darin besteht, dass ab dem Jahre 2012 (die Story spielt ein paar Jahre später) immer mehr Dämonen in unsere Welt eindringen, gesteuert von Bogor, einem früheren Maya-Priester.

Denn dieser Astralraum wie du ihn
beschreibst erinnert stark an den Äther, den man früher mal
gesucht hat: Ein Kontinuum, in das das Universum eingebettet
ist.

Nach der esoterischen Astraltheorie gibt es mehrere ineinander verschachtelte „stoffliche“ Dimensionen: grobstofflich-physisch, ätherisch, astral, mental, kausal und buddhisch.

Nein, eine sexy DJane und Powerfrau, die eine Reinkarnation
der früheren Geliebten (Shaimaa) des Mayapriesters ist. Sie
ist die Hauptfigur der Story.

Na gut, aber wenn du vom Trash loskommen willst solltest du
den Namen erklären. Warum bleibt sie nicht bei ihrem alten wie
die anderen auch, sondern nennt so, dass man an Lady Gaga
denkt?

Ich dachte mir den Namen schon aus, als mir Lady Gaga noch unbekannt war. Er macht insofern Sinn, als Galaxy Doom deutsch in etwa „Untergang der Galaxis“ heißt, was ja in der Story eine reale Bedrohung ist, eben weil der Dämonenkönig nach der Herrschaft in unserer Galaxis strebt. Wer ihn am Ende stoppt, ist natürlich Galaxy Doom, die sich damit selbst zur Herrin der Dämonen aufschwingt, um die Gefahr abzuwenden, die der Menschheit droht.

Eigentlich eine Drehbuchszene, wie gesagt. Die Bösewichte
quatschen in Filmen bekanntlich gerne, wenn sie den Guten
attackieren, was sie dann oft das Leben kostet.

Ja, und genau das nervt meistens. Mna sollte das geschickter
verpacken.

Ist nun einmal Hollywood-Konvention und wird es wohl immer bleiben. Gleiches findet sich oft auch in Comics, wenn sich die Supertypen prügeln, dass die Fetzen fliegen, und dabei noch philosophieren oder Witzchen reißen. Du hast aber insofern Recht, als diese Masche nicht selten zu plump serviert wird.

Und warum ist das so schwer, seine alte Maya-Ex
wiederzugewinnen?

Weil sie jetzt eine „Gute“ ist und von ihrer Maya-Vergangenheit (als „böse“ Priesterin Shaimaa) erst nach und nach erfährt.

Zwischen slow-Mo und schnellerem denken ist aber Unterschied.
Wahrscheinlich meinst du eher etwas wie in „Wanted“ bei dem
Killer eine schnellere Wahrnehmung & Reaktion haben, als die
anderen. Denn nur eine schnellere Wahrnehmung nützt eigentlich
nichts.

Es geht nicht nur um Wahrnehmung, sondern auch um hochgespeedete mentale Aktivität (Zerbrechen der „astralen“ Glasscheibe und Lenken der Scherben auf den langsamen Gegner). Er versucht hier Shab Car zu überrumpeln und mit den Glasgeschossen so zu verletzen (auf der halluzinativen Ebene), dass die von ihm ausgehende Halluzination an Kraft verliert und endet (in der physischen Wirklichkeit ist Rajan neben dem Reisgericht-Sekretär bewusstlos zusammengesackt und wird kurz darauf real sterben).

Du wirfst hier astral und mental munter durcheinander; Erics
mentales Feld übernimmt das astrale des Mannes, Liaos astrales
beeiflusst nur dessen mentale, das wiederum das astrale
beeinflusst … Häh?

Das wird alles in vorausgehenden Passagen erklärt. Es gibt die mentale und die astrale Ebene bzw. mentale und astrale Körper (die laut Esoterik jeder Mensch hat). Wer mental agiert (hier im Sinne der Esoterik gemeint), ist den astralen Kräften überlegen. Der von Eric und Liao attackierte chinesische Agent (ein „Astralmutant“) kann seine Gegner nicht wahrnehmen, da sie mental operieren, und er kann sich sich nicht wehren, da sie auf seinen Mentalkörper Einfluss nehmen und über diesen, da damit verkoppelt, auf seinen Astral-(Gefühls)-Körper und physischen Körper.

Ausserdem verwendest du gerne etwas pseuso-wissenschaftliche
Begriffe: Frequenzniveau, mikroskopisch sensitiver Geist,
einloggen, Mentalfeld, mentale Kamera - klingt alles doll,
verschleiert aber nur, dass du keine Lust hast, den Punkt
konkret zu benennen.

Na ja, das ist aber so üblich in der SF. Wäre ja keine SF, wenn jeder Begriff eine wissenschaftlich anerkannte Akzeptanz hätte. Das mit dem Frequenzniveau ist aber klar: die CIA-Agenten operieren mental, also in einem höheren Frequenzbereich, und sind also für den Chinesen, der „nur“ astral begabt ist, nicht wahrnehmbar.

Gruß

Horst

Noch´n Anhang (die direkte Fortsetzung des letzten Anhangs):

Liao konzentrierte sich gleichzeitig auf Khaysang. Die nächsten Sekunden waren entscheidend. Der Tibeter erwachte blitzschnell aus seinem Schlaf. Das gehörte zum Plan. Nur mit einem wachen Khaysang konnten sie verhandeln.

Die physische Distanz zu ihrem Gegenüber, vielleicht fünfzig Meter, war völlig unerheblich. Sie emittierten die Basisbotschaft: eine mentale Sequenz der sprechenden Rosso.

„Khaysang, ich liebe dich immer noch. Komm zu mir.“

Der Astralleib des Tibeters schwebte kerzengerade über dem liegenden physischen Leib. Die Hülle blähte sich auf und flackerte wild. Nach dem Erwachen hatte Khaysang sofort transferiert.

Das zeigte, wie ungeheuerlich seine Reflexe waren. Weder Eric noch Liao noch ein anderer der amerikanischen Astralagenten hätten so schnell und so perfekt reagieren können. Es waren natürlich zwei Botschaften gleichen Inhalts, die Khaysang empfing. Denn sie kamen von zwei verschiedenen Mentalfeldern. Der Tibeter erfaßte und analysierte sie aber simultan und mit großer Präzision. Ein mentales Split-screen-Verfahren in Sekundenbruchteilen, das ihm keinerlei Mühe bereitete. Mental sind hundert Botschaften simultan erfaßbar, wenn der Empfänger sich auf diesen Bereich versteht. Und Khaysang war ein Meister der Mentaltechnik. Die Turbulenzen seiner Astralhülle ebbten ab. Hatten ihn die Worte und Benghlas Anblick beschwichtigt? Liao konnte sich dieses Eindrucks nicht erwehren.

Dann explodierten die Eingeweide ihres Geistes. Die apokalyptischen Reiter überrannten ihr Mentalfeld. Allerdings nicht mit voller Wucht. Die hätte Liao getötet. Ihre Frequenz sank rapide auf das Astralniveau. Dort lichtete sich ihr Geist, aber das war kein Grund zur Beruhigung. Denn ihr Astralleib lag auf dem Präsentierteller. Jeder der MSS-Mutanten könnte sie nun sichten oder zumindest spüren.

Eric kalkulierte schnell. Mit einer aggressiven Reaktion des Tibeters hatten sie rechnen müssen. Liao war nicht in ihren Körper zurückgeschleudert worden, was zeigte, dass der Angriff sehr kontrolliert ausgeführt worden war. Die Pranke des Tigers hatte ihr Opfer nur gestreift. Die Rosso-Botschaft war also nicht ohne Wirkung geblieben.

„Wir sind Freunde von Benghla“, übermittelte er an Khaysang. „Wir sind ihre Boten.“

Das war natürlich nicht ganz korrekt. Ein Schatten der Täuschung schwang darin mit, der Khaysang nicht entgehen konnte. Aber angesichts der minimalen Zeitspanne, die ihm für die Übertragung blieb, mußte Eric vereinfachen.

Der Tibeter zögerte. Jetzt erschien wieder Liaos Mentalkörper. Er flackerte instabil. „Zweite Botschaft“, signalisierte Eric. Sie reaktivierten eine Sequenz, in der die Rosso von einer Anekdote aus ihrer frühen Zeit mit Khaysang berichtete. Die Umstände ihres ersten zärtlichen Kontaktes, so mit vierzehn. Davon konnte nur die Rosso wissen. Liaos Flackern beruhigte sich während der Übertragung. Die mentale Ebene regeneriert schnell.

Dann … die stinkende Brühe raubte Eric den Atem. Er schwamm in ihr. Er paddelte wild und hielt mühsam den Kopf über Wasser. Um ihn herum war es stockdunkel. Die üblen Gerüche stachen in seine Nase und wirkten betäubend. Um seine Beine und Hüften kringelnden sich schlangenartige Viecher. Zu allem Überfluß war er auch noch nackt. Eine Mentalattacke. Aber nicht sehr intensiv. Vielleicht nur ein Test. Der Vampir hatte kräftiger zugelangt. Eric fuhr seine Frequenz hoch und ließ die Psychofalle wie Traumfetzen hinter sich. Jetzt schwebte er am äußersten Rand des astralen Spektrums. Khaysang vor ihm hatte die Gestalt einer weißglühenden Kugel.

So gut er es in dieser Situation vermochte, strahlte Eric friedvolle Schwingungen ab. Nur jahrzehntelanges meditatives Training ermöglichte diesen Kraftakt. Khaysang zeigte sich aber nicht beschwichtigt. Sein Feld verfärbte sich einen Augenblick lang scharlachrot, und Eric sah, wie Liaos blasses Feld kollabierte. Dieser Energiestoß mußte sie in ihren physischen Leib zurückgeschleudert haben. Kein tödlicher Angriff. Khaysang taktierte nur, gereizt, aber technisch sehr kontrolliert. Er hatte Eric als die wichtigere Person identifiziert. Seit dem Ausschalten des chinesischen Agenten waren kaum mehr als ein paar Sekunden vergangen.

„Was wollt ihr von mir?“, kam Khaysangs Frage.

„Wir sind Boten“, wiederholte Eric. „Unsere Botschaft ist ein Angebot. Du solltest es nutzen. Es ist zu deinem Besten.“

Einen Sekundenbruchteil lang verharrte der Tibeter in perlmuttfarbener Ruhe.

„Ich misstraue dir“, kam seine Antwort. „Ich muss nachdenken. Komme morgen Nacht wieder.“

Dann zerfranste das Mentaluniversum an seinen Rändern und schrumpfte zu einem Lichtpunkt zusammen. Die Schwärze drumherum war überquellender Schmerz.

Eric verlor das Bewusstsein.

Hi Horst,

Sorry für die Verzögerung.

kein Problem.

Gerade die „Schlangen-Szene“ kann viel mehr Details vertragen, …

Im fertigen Drehbuch-Original ist die Stelle so etwa am Anfang
des Showdown, also ziemlich weit hinten.

Hm, dafür ist die dann aber sehr wenig spannungsgeladen. Rajan - der ja viel zu bieten haben soll - ist ja schon nach dem 2. Angriff platt.

Genau. Mir geht es ja um SF, also um zumindest fiktiv
wissenschaflich erklärbare „paranormale“ Phänomene. Die
Astralraum-Theorie der modernen, hierbei auf dem Vedanta
beruhenden Esoterik ist differenziert genug, um hinreichend
Anknüpfungspunkte für (zumindest, wie gesagt)
fiktiv-wissenschaftliche Begründungen zu liefern.

Okay. Der Ansatz ist mir jetzt nicht direkt vertraut, aber dann hast du schon mal ein Konzept, dass du jetzt nur noch dem Leser beibringen musst.

Übrigens hat die CIA vor Jahrzehnten mit „PSI“-Agenten (Remote
Viewing) experimentiert, die Versuche aber (angeblich)
eingestellt. Die Russen erforschen diese Dinge im Militär- und
Geheimdienstbereich ebenfalls. Ich mache nichts anderes, als
dieses Sujet in SF-Stories zu verpacken (als einer der
wenigen, die offen und vor allem systematisch die
Astral-Terminologie verwenden). Es gibt einen US-Film (Suspect
Zero), der das zum Thema hat.

Gut, nur die Begriffe musst du dem nicht so vertrauten Leser irgendwie nahebringen. Übrigens ist das auch Hintergrund von „Necroscope“ von Brian Lumley.

Wie also sieht das bei dir aus?

Je nach Story unterschiedlich. Mal nehme ich mir mehr, mal
weniger Freiheit in der Anwendung der esoterischen
Astraltheorie. Grundsätzlich denke ich, dass es hier kaum
Grenzen der Phänomenalität gibt, wenn denn nur genügend
„Energien“ im Einsatz sind.

Klingt interessant. aber du willst nicht nur SF für den Esotheriker schreiben, oder?

Vor allem wäre interessant zu erfahren, warum nur alte Mayas
das können (und z.b. keine Inkas oder Schamanen) und wie viele
parallele Realitäten es denn gibt.

Mir ging es darum, die mythische
2012-Maya-Weltuntergangs-Vision in eine eigenwillige Story zu
verpacken, wobei der Untergang eben darin besteht, dass ab dem
Jahre 2012 (die Story spielt ein paar Jahre später) immer mehr
Dämonen in unsere Welt eindringen, gesteuert von Bogor, einem
früheren Maya-Priester.

schon klar. aber die genannten Fragen musst du irgendwie beantworten. Immerhin hat die CIA und die Russen auch ihre - wie willst du die eigentlich nennen? - Zauberer, und das sind ja nicht alles alte Maya-Priester, oder?

Nach der esoterischen Astraltheorie gibt es mehrere ineinander
verschachtelte „stoffliche“ Dimensionen:
grobstofflich-physisch, ätherisch, astral, mental, kausal und
buddhisch.

Hui, das wird schwierig. In welchem Raum haben sich denn Bogor und Rajan aufgehalten? Aus dem Zusammenhang war da kein Unterscheid zu erkennen zu dem, den die beiden CIA-agenten „benutzten“. aber wenn es eine solche vielfalt gibt, muss der Leser bei jeder Szene wissen, wo er denn gerade ist. An welches Konzept du dich anlehnst ist ja egal, aber der Leser muss wissen, ob z.B. ein Raum dem anderen übergeordnet ist (warum, ist dann wieder nebensächlich), wie es etwa im Perryversum mit höheren Dimensionen der Fall ist.

Nein, eine sexy DJane und Powerfrau, die eine Reinkarnation
der früheren Geliebten (Shaimaa) des Mayapriesters ist. Sie
ist die Hauptfigur der Story.

Na gut, aber wenn du vom Trash loskommen willst solltest du
den Namen erklären. Warum bleibt sie nicht bei ihrem alten wie
die anderen auch, sondern nennt so, dass man an Lady Gaga
denkt?

Ich dachte mir den Namen schon aus, als mir Lady Gaga noch
unbekannt war.

Ist eagl, wer da vor wem kam. Wenn du diese Assoziation bereit bist einzugehen, bitte.

Er macht insofern Sinn, als Galaxy Doom deutsch

in etwa „Untergang der Galaxis“ heißt, was ja in der Story
eine reale Bedrohung ist, eben weil der Dämonenkönig nach der
Herrschaft in unserer Galaxis strebt. Wer ihn am Ende stoppt,
ist natürlich Galaxy Doom, die sich damit selbst zur Herrin
der Dämonen aufschwingt, um die Gefahr abzuwenden, die der
Menschheit droht.

Ist aber etwas Widersinnig, die Gute mit einem schlechteren Namen zu belegen als der Böse und sie dann, wenn sie die Heerscharen der Dämonen befehligt, als die Gute hinzustellen.

Ist nun einmal Hollywood-Konvention und wird es wohl immer
bleiben. Gleiches findet sich oft auch in Comics, wenn sich
die Supertypen prügeln, dass die Fetzen fliegen, und dabei
noch philosophieren oder Witzchen reißen. Du hast aber
insofern Recht, als diese Masche nicht selten zu plump
serviert wird.

Eben. Man kann es ja so machen, wer besser macht, wird aber auch nicht geköpft. :smile:
Ich weiß, dass es schwer ist, sich da was Besseres auszudenken, aber vllt fällt ir ja was ein.

Und warum ist das so schwer, seine alte Maya-Ex
wiederzugewinnen?

Weil sie jetzt eine „Gute“ ist und von ihrer
Maya-Vergangenheit (als „böse“ Priesterin Shaimaa) erst nach
und nach erfährt.

Und warum hat sie dann den Künstlernamen „Galaxy Doom“?

Es geht nicht nur um Wahrnehmung, sondern auch um
hochgespeedete mentale Aktivität (Zerbrechen der „astralen“
Glasscheibe und Lenken der Scherben auf den langsamen Gegner).
Er versucht hier Shab Car zu überrumpeln und mit den
Glasgeschossen so zu verletzen …

Dafür war in der Story aber zuviel Zeit vergangen, als dass man den Eindruck von einer schnelleren Reaktion hatte.

Du wirfst hier astral und mental munter durcheinander; Erics
mentales Feld übernimmt das astrale des Mannes, Liaos astrales
beeiflusst nur dessen mentale, das wiederum das astrale
beeinflusst … Häh?

Das wird alles in vorausgehenden Passagen erklärt. Es gibt die
mentale und die astrale Ebene bzw. mentale und astrale Körper
(die laut Esoterik jeder Mensch hat). Wer mental agiert (hier
im Sinne der Esoterik gemeint), ist den astralen Kräften
überlegen.

Ah! So etwas wollte ich wissen! und wie ist das mit den anderen Dimensionen (grobstofflich-physisch, ätherisch, astral, mental, kausal und
buddhisch)?

Der von Eric und Liao attackierte chinesische Agent
(ein „Astralmutant“) kann seine Gegner nicht wahrnehmen, da
sie mental operieren, und er kann sich sich nicht wehren, da
sie auf seinen Mentalkörper Einfluss nehmen und über diesen,
da damit verkoppelt, auf seinen Astral-(Gefühls)-Körper und
physischen Körper.

so macht das Sinn. wie du es beschrieben hattest, machte es keinen. Dann aber noch eine andere Frage: Der Agent as Astralmutant muss doch wenigstens theoretisches Wissen haben, dass es auch Metalmutanten geben könnte. Wenn er dann plötzlich eine Fellatio-Szene vor Augen hat, müssten bei ihm doch alle Alarmglocken losgehen. Selbst wenn Eric dann zu schnell angreift, als dass der Agent dann noch reagieren könnte, müsste man ihm doch eine instiktartige Reaktion zugestehen. Oder ihn als Anfänger deklarieren.

Ausserdem verwendest du gerne etwas pseuso-wissenschaftliche
Begriffe: Frequenzniveau, mikroskopisch sensitiver Geist,
einloggen, Mentalfeld, mentale Kamera - klingt alles doll,
verschleiert aber nur, dass du keine Lust hast, den Punkt
konkret zu benennen.

Na ja, das ist aber so üblich in der SF.

Das „üblich“-Argument finde ich zu abgeluscht. Immerhin willst du duchr deine Schreibe ja auch deine Kreativität darlegen. Das ist dann aber nicht der Fall, wenn man nur Phrasen verwendet. Solche Begriffe kannst du durchaus verwenden, Mentalfeld z.B., aber du musst sie ach erklären. Da ich die ganze Geschichte nicht kenne, fehlt das alles möglichweise. und dann wirkt es wie „da gibt es etwas, das ich erklrären müsste, aber ich hab grad keinen Bock dazu“. Und das sollte man vermeiden.

Wäre ja keine SF,
wenn jeder Begriff eine wissenschaftlich anerkannte Akzeptanz
hätte. Das mit dem Frequenzniveau ist aber klar: die
CIA-Agenten operieren mental, also in einem höheren
Frequenzbereich, und sind also für den Chinesen, der „nur“
astral begabt ist, nicht wahrnehmbar.

So klar war das est anch deiner aktuellen Erklärung.

Liao konzentrierte sich gleichzeitig auf Khaysang.

Gleichzeitig zu was?

Die nächsten Sekunden waren entscheidend.

Warum?

Der Tibeter erwachte
blitzschnell aus seinem Schlaf. Das gehörte zum Plan. Nur mit
einem wachen Khaysang konnten sie verhandeln.
Die physische Distanz zu ihrem Gegenüber, vielleicht fünfzig
Meter, war völlig unerheblich. Sie emittierten die
Basisbotschaft: eine mentale Sequenz der sprechenden Rosso.
„Khaysang, ich liebe dich immer noch. Komm zu mir.“
Der Astralleib des Tibeters schwebte kerzengerade über dem
liegenden physischen Leib. Die Hülle blähte sich auf und
flackerte wild. Nach dem Erwachen hatte Khaysang sofort
transferiert.

Physisch oder nur im Astralraum? Und warum überhaupt?

Das zeigte, wie ungeheuerlich

schnell (ungeheuerlich alleine hätte nichts mit Geschwindigkeit zu tun, sondern könnte auch nur bedeuten, dass er etwas kann, was kein anderer kann)

seine Reflexe waren. Weder Eric
noch Liao noch ein anderer der amerikanischen Astralagenten
hätten so schnell und so perfekt reagieren können. Es waren
natürlich zwei Botschaften gleichen Inhalts, die Khaysang
empfing. Denn sie kamen von zwei verschiedenen Mentalfeldern.

Wieso zwei? Von den beiden Agenten? Aber doch nur Liao sendet doch? (btw: Da alle ein Astralfeld haben, müsste Khaysang doch unendlich viele Felder empfangen)

Der Tibeter erfaßte und analysierte sie aber simultan und mit
großer Präzision. Ein mentales Split-screen-Verfahren in
Sekundenbruchteilen, das ihm keinerlei Mühe bereitete.
Mental sind hundert Botschaften simultan erfaßbar, wenn der Empfänger
sich auf diesen Bereich versteht.

Hier wechselt du von Erzählung zu Erklärung - das kommt etwas unvermittelt. Wer erklärt denn hier?

Und Khaysang war ein Meister
der Mentaltechnik. Die Turbulenzen seiner Astralhülle ebbten
ab. Hatten ihn die Worte und Benghlas Anblick beschwichtigt?
Liao konnte sich dieses Eindrucks nicht erwehren.
Dann explodierten die Eingeweide ihres Geistes. Die
apokalyptischen Reiter überrannten ihr Mentalfeld.

Der bestimmte Artikel setzt voraus, dass der Leser schon weiß, was die apoklyptischen reiter in diesem Zusammenhang konkret sind. abgesehen davon, dass es eine Band ist, sind die biblischen sehr konkrete physische welche. Von daher hier der Vergleich sinnvoller („den apokalyptischen Reitern gleich fegte eine Woge astraler Energie ihre Geist hinweg“). Auch was die Eingeweide ihres Geistes sind, ist unklar. du suggerierst damit, dass es lebenswichtige Organe, eine Hülle, und wieder einen weiteren Geist für den Geist gibt.

Allerdings nicht mit voller Wucht. Die hätte Liao getötet.

Hm, dann ist der Vergleich mit den Apo-Reitern aber überzogen. Denn die sind das unabwendbare letzte Gericht. also entweder ganz (tot) oder gar nicht (lebend), etwas dazwischen gibt es nicht. Es sei denn, du würdest schreiben: „Liao kam es vor, als würden die Apo-Reiter durch ihren Geist fegen. also sie dachte, sterben zu müssen, ließ es plötzlich nach. K. hatte wohl ein Einsehen mit ihr gehabt und nicht mit voller Kraft zugeschlagen.“

Ihre Frequenz sank rapide auf das Astralniveau.

Gibt es denn verschiedene Frequenzen innerhalb des Mentalraumes? Sonst kann man nicht absinken (wie ein Wasserspiegel), sondern nur runterfallen (wie von einer Stufe).

Dort lichtete sich ihr
Geist, aber das war kein Grund zur Beruhigung. Denn ihr
Astralleib lag auf dem Präsentierteller. Jeder der
MSS-Mutanten könnte sie nun sichten oder zumindest spüren.

MSS? und warum können nun alle sie sehen und vorher nicht?

Eric kalkulierte schnell. Mit einer aggressiven Reaktion des
Tibeters hatten sie rechnen müssen. Liao war nicht in ihren
Körper zurückgeschleudert worden, …

Na und? Was hätte das für Konsequenzen?

Die Pranke des Tigers hatte ihr Opfer nur gestreift.

Das ist der vorige satz poetisch ausgedrückt. Einen der beiden kannst du streichen.

Die Rosso-Botschaft war also nicht ohne Wirkung geblieben.

Offensichtlich. - Was hat es denn mit Rosso-Botschaft auf sich? Solche Namensgebungen lohnen nur, wenn du einen bestimmten Fokus darauf legen willst und den Term immer wieder verwenden willst (wie z.B. die Watergate-Affäre).

„Wir sind Freunde von Benghla“, übermittelte er an Khaysang.

Benghla=Rosso?

Der Tibeter zögerte. Jetzt erschien wieder Liaos Mentalkörper.
Er flackerte instabil. „Zweite Botschaft“, signalisierte Eric.
Sie reaktivierten eine Sequenz, in der die Rosso von einer
Anekdote aus ihrer frühen Zeit mit Khaysang berichtete. Die
Umstände ihres ersten zärtlichen Kontaktes, so mit vierzehn.

14 was? Eier? Autos? schon klar dass es Jahre sind, aber schreiben heisst auch hinschreiben und nicht an jeder Ecke azukürzen.

Davon konnte nur die Rosso wissen. Liaos Flackern beruhigte
sich während der Übertragung. Die mentale Ebene regeneriert
schnell.

Die ebene wohl nicht, sondern eher ihre mentalen Kräfte.

…Eine Mentalattacke. Aber
nicht sehr intensiv. Vielleicht nur ein Test. Der Vampir hatte
kräftiger zugelangt.

Was für ein Vampir?
Eric fuhr seine Frequenz hoch und ließ

die Psychofalle wie Traumfetzen hinter sich. Jetzt schwebte er
am äußersten Rand des astralen Spektrums.

Was bedeutet es am Rande des astralen Spektrums (=Astralebene) zu sein? st das nicht ein unendlicher Raum?

Khaysang vor ihm
hatte die Gestalt einer weißglühenden Kugel.

Woher weiß er das?

So gut er es in dieser Situation vermochte, strahlte Eric
friedvolle Schwingungen ab. Nur jahrzehntelanges meditatives
Training ermöglichte diesen Kraftakt.

meditativ würde ich weglassen.

Khaysang zeigte sich
aber nicht beschwichtigt. Sein Feld verfärbte sich einen
Augenblick lang scharlachrot, und Eric sah, wie Liaos blasses
Feld kollabierte. Dieser Energiestoß mußte sie in ihren
physischen Leib zurückgeschleudert haben. Kein tödlicher
Angriff. Khaysang taktierte nur, gereizt, aber technisch sehr
kontrolliert.

Meinst du taktiert oder traktiert?

Er hatte Eric als die wichtigere Person
identifiziert. Seit dem Ausschalten des chinesischen Agenten
waren kaum mehr als ein paar Sekunden vergangen.

Und das hat K. nicht bemerkt? Und warum musste der ausgeschaltet werden? Der hatte doch eh keine mentalen Kräfte, hätte ihnen also nichts antun können.

„Was wollt ihr von mir?“, kam Khaysangs Frage. […]
„Ich misstraue dir“, kam seine Antwort. „Ich muss nachdenken.
Komme morgen Nacht wieder.“

und worüber muss er nachdenken? Das Angebot kennt der Leser noch gar nicht.

Dann zerfranste das Mentaluniversum an seinen Rändern und
schrumpfte zu einem Lichtpunkt zusammen. Die Schwärze
drumherum war überquellender Schmerz.

Wie kann Eric feststellen, dass er am Rande von etwas ist, wenn das menatluniversum, in dem er sich befindet, nur halluzinativ ist?

Also: Immer noch hast du viele Bilder im Kopf, aber eine Schreibfaulheit in der Hand. Zudem kreierst du viele neue Begriffe für immer dasselbe(?), was die Sache unnötig kompliziert macht. Die jeweilgen Gefühlswelten beschreibst du gar nicht. Interesssant ist die Geschichte bisher von der Art der Möglichkeiten, aber nicht unbedingt schlüssig oder spannend. da es noch ein drehbuch ist, ist das klar, vor allem, wenn du mit einer Teilszene aus dem Ende anfängst. am besten wäre es das ganze Drehbuch komplett zu überarbeiten und dann von vorne nach hinten lesen zu können. Denn so endet es immer in: „Ja, aber Szene 2.x wird gesagt, dass …“, was dich nicht viel weiterbringt.
Viele Grüße,
JPL