Dieser Tag
mit vielen Stunden des Gefühls der Spannung,
bis in die feinsten Nervenenden spürend
Händezittern dumpfes Bangen um…
herrje, ich weiß es nicht
Nur ist es kaum auszuhalten,
ähnlich so, wie kurz vorm Weinen.
Puls- und Herzschlag überhaupt nicht zu vereinen.
Also, was verdammt ist los mit mir, was
passiert hier, wovon ich noch nichts weiß?
So aufgewühlt und doch so müde, fieberähnlich
kochend heiß, peitscht ein wütendes Gegrummel
hoch mich und da denk ich noch, das kann
aus mir nicht kommen, trotzdem ganz benommen
lauschend - und endlich ich versteh, denn
Wind kommt auf, elektrisiert die schwüle Wärme
und von weit her das erste Grollen
eines Donners, Gott wie schön, gleich wird’s
geschehen, daß die Atmosphäre sich entlädt mit
grellen Blitzen, die die Nacht erhellen,
Sturm weht die drückend Hitze weg und
kalter Regen peitscht bald gegen Scheiben.
Mucksmäuschenstill im warmen Bett, wart ich noch
bis es vorbei, um alle Fenster weit zu öffnen,
Herz und Puls wieder im Gleichklang,
saug den Duft von Blüten tief bis in die Lungenspitzen,
laß den Geruch des Sommers rein, in mein kleine Welt.
Will nicht einmal an Dich mehr denken, so müde selig schlaf ich ein.
Dilarah
(3. 5. 2001)