Angela und Dieter aus Augsburg zeugten nach ihrer Heirat vor 30 Jahren 3 Kinder: 2 Jungen und ein Mädchen, deren Namen Ausdruck sein sollten für eine freiheitliche Welt. Steven zu Ehren Amerikas, Jakob zu Ehren Deutschlands und Jeanette zu Ehren Frankreichs.
Die Kinder wurden größer und aus der freiheitsdenkenden Familie wurde, wie draußen so innen, ein freiheitliches Europa:
Alle 3 Kinder heirateten:
Steven Maria aus Italien
Jakob Svenja aus Polen
Jeanette Patros, einen Griechen
Das Anwesen der Eltern war groß genug und konnte alle behergen. „Wir leben das vereinte, fortschrittliche Europa“, tönte Mutter Angi zu allen Nachbarn. „Wir sind eine Familie und fangen alle auf, gerne kann jederzeit Nachwuchs kommen, wir gemeinsam, ein Fond, jeder steht für jeden ein“.
Als Zeichen dafür kam das Geld jedes Einzelnen in einen großen Topf, aus dem geschöpft werden konnte. Nach Weihnachten 2009 war er leer.
Jeder hatte für sich und seine Interessen Geld daraus genommen:
Mutter Angi für Geschenke im Urlaub der Familie, sie unterstützte gern Geschäftsleute in armen Ländern.
Vater Dieter eröffnete eine Firma in Polen, die in Insolvenz ging
Steven unterstützte die Verwandtschaft seiner Frau in Italien und deren Weinberge
Jakob eröffnete eine Firma in Polen, stellte die Vewandtschaft seiner Frau ein und ging insolvent.
Jeanette sponserte die Familie ihres Mannes in Griechenland.
Der Topf war leer, aber die Familie gab nicht auf: Wir müssen mehr nach draußen bringen, wir müssen unsere Verwandtschaft auffangen, bestimmt kommt das Gute, der Dank, irgendwann zu uns zurück.
Hohe Kredite wurden aufgenommen, die Familie, vor allem Mutter Angi, gab nicht auf.
Die Nachbarn sahen von außen alles kritisch, jetzt erhoben sie die Stimmen, jetzt wurde getuschelt: „Das haben sie nun von Europa, es war doch von Anfang an klar, daß es scheitern würde. Es ist ein Faß ohne Boden.“ Die Nachbarn dachten, sie kommen ungeschoren davon und müßten keine Verantwortung für Dieter und Angi tragen! Weit gefehlt.
Als die Stadt die Armut der Familie, die Europa vorlebte sah, zog sie alle anderen Bürger heran, die Familie zu unterstützen, damit sie weitermachen kann. Es wurde eine „Europasteuer“ eingeführt. 20% seines Einkommens sollte jeder Bürger in dieser Stadt abgeben.
Obwohl sich alle wehrten, sie hatten keine Chance.
Die insolvente Familie blühte wieder auf, Mutter Angi war eleganter angezogen, die Zahl der Autos der Familienmitglieder stiegen an. Jeder der Familie konnte wieder investieren in ein Faß ohne Boden.
Doch der Bürgerzorn stieg…was passierte dann?
Kann spannend werden.
Karin